Alle Artikel in: REISEBERICHTE

Gardasee – Geheimtipp oder Touristenhochburg?

Tief durchatmen. Den Kopf ausschalten. Einfach mal loslassen und den Alltag vergessen. Das ist etwas, was nicht viele können. Auch ich selbst erwische mich ganz häufig dabei, wie mein Kopf selbst an freien Tagen noch im Büro ist. Einfach mal den Moment zu genießen und alles um sich herum vergessen, sich einfach mal auf das Hier und Jetzt konzentrieren, auf sich selbst, fällt den meisten leider viel zu schwer. Es scheint fast wie eine Königsdisziplin, fast schon wettkampffähig, und doch ist gerade das unglaublich wichtig. Denn seien wir mal ehrlich, eigentlich ist das doch gar nicht so schwer, die Gedanken auszuschalten und die Seele einfach mal baumeln zu lassen. Natürlich geht das nicht im Büro und vielleicht auch nicht ganz so einfach zu Hause, doch wenn das Drumherum stimmt, dass ist es eigentlich gar nicht mehr so schwer. Ich würde mich nicht unbedingt als der Standtyp schlechthin bezeichnen. Wenn ich länger als eine Stunde in der Sonne liege, drehe ich durch vor Langeweile. In der prallen Sonne ist es mir ohnehin meist zu heiß und Faulenzen …

Rom, die Stadt der eindrucksvollen Bauten

UNTERKUNFT Eingebucht hatten wir uns in das Hotel Lazio. Für 246,00 € hatten wir für drei Nächte ein Doppelzimmer gebucht; ein Hotel, das so gesehen zwar recht zentral liegt, aber ich auf keinen Fall weiterempfehlen würde. Auf Luxus lege ich für gewöhnlich keinen Wert, ich gebe mich sehr gerne mit sauberem Minimalismus zufrieden – sofern es denn auch sauber ist. Die guten Bewertungen auf diversen Booking-Portalen und die drei Sterne ließen mich zu dem Entschluss kommen, dass wir mit dem Lazio eine gute Wahl getroffen hatten. Schon kurz nach unserer Ankunft im Hotel mussten wir jedoch feststellen, dass dem leider nicht so war. Es war schmutzig, die Duschen teilweise mit Schimmel befallen, die Sanitäranlagen komplett verrostet und defekt (die Spültaste der Toilette ist z. B. bei jedem Betätigen von der Wand gefallen), der Putz fiel von den Wänden, Teile der Wände kamen komplett runter, die Möbel waren alt und kaputt, der Kühlschrank funktionierte nur teilweise und zu allem Überfluss roch es, als wäre seit Jahren nicht mehr gelüftet worden. WLAN gab es auch nur in …

Im Großstadtdschungel: New York vs. London – Welche Stadt ist besser?

New York und London, zwei Städte der Superlative, die eine auf amerikanischem, die andere auf europäischem Boden. Beide Städte sind mir sehr ans Herz gewachsen, habe ich sowohl in New York als auch in London insgesamt schon viel Zeit verbracht. New York jedoch hatte für mich schon immer einen etwas höheren Stellenwert als London, immerhin ist es New York. Viele meiner Bekannten erzählen mir immer, dass London ihre absolute Lieblingsstadt sei, doch nicht nur das, sie deklarierten das schöne alte London auch als DIE Großstadtmetropole schlechthin. Meine Frage lautet danach immer gleich: „Warst du schon mal in New York?“ 90 % der Leute, mit denen ich ein solches oder ähnliches Gespräch geführt habe, verneinten diese Frage. Es gab aber auch einige, die tatsächlich schon mal in New York waren, mithin die Städte für sich selbst ebenfalls einmal verglichen haben und dennoch finden, dass London einfach viel besser sei als New York. Und genau das führte mich, nach meinem kürzlichen London Aufenthalt, zu der Frage, weshalb manche Leute tatsächlich London bevorzugen und lieber in der regnerischen …

Stonehenge | Das Tor zur Vergangenheit

Ich bin jemand der Großstädte liebt. Ich liebe den Trubel, die Hektik, die Hochhäuser und einfach dieses Gefühl „mittendrin“ zu sein und das, obwohl ich eigentlich eine Abneigung gegen zu große Menschenmassen habe. Als ich kurz vor meinem London Besuch bei meinen Recherchen entdeckte, dass das berühmte Stonehenge nur zwei Stunden außerhalb der Stadt liegt, wusste ich, dass dies nur eine der wenigen Sehenswürdigkeiten ist, die ich unbedingt sehen wollte. Vier Tage London sind nicht gerade sehr viel, schon gar nicht, wenn man einen halben Tag außerhalb der Stadt verbringt und dazu auch noch die meiste Zeit im Auto, dennoch konnte ich nicht widerstehen, machte Gebrauch von dem überaus günstigen Online Angebot (es ist nämlich günstiger, wenn man vorab bucht, statt vor Ort den Eintritt bezahlt) und schwupp, stand uns eine Fahrt auch ins Grüne bevor, trotz Großstadttrip. Diese mysteriösen Steinkreise aus längst vergangenen Zeiten hatten schon immer eine magische Wirkung auf mich. Als großer Fan von Geschichten über Zeitreisen und Hexen, Naturgeister und Ähnliches faszinierten mich diese Steinkreise schon immer, Stonehenge insbesondere, da Stonehenge …

Highway One | Von Los Angeles nach San Francisco

756 km in knapp 10 Stunden von Los Angeles nach San Francisco. Sommer 2010, meine damalige beste Freundin und ich verbrachten gerade die letzten Wochen unseres 13-monatigen Auslandsaufenthalts in den USA und entschieden uns, den „Abschied“ von dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten gebührend zu feiern und zwar im Rahmen einer Reise quer durch den Westen der USA. Für drei Wochen hatten wir uns bei einer Freundin in Hermosa Beach einquartiert. Gemeinsam würden wir auf einen Roadtrip gehen, quer durch den Südwesten der USA, doch vorher wollten meine Freundin und ich uns unbedingt das wunderschöne San Francisco anschauen. Wir mieteten uns also ein Auto (ich war glücklicherweise schon 21 und konnte daher problemlos einen Wagen anmieten), einen weißen Toyota, und machten uns an der Küste entlang 756 km auf den Weg in den Norden Kaliforniens, nach San Francisco. Was heilt ein gebrochenes Herz besser, als ein Roadtrip mit einer guten Freundin? Dieses Gefühl von Freiheit überkam mich schneller, als ich es erwartet hatte. Dieses berauschende Gefühl breitete sich wie eine Droge in meinem Körper aus; diese …

What’s his name man? Alexander Hamilton!

Hamilton! Viele kennen es, viele haben vielleicht noch nie davon gehört. Hamilton ist ein von Lin-Manuel Miranda, dem Meister himself, geschriebenes Musical über das Leben des amerikanischen Gründervaters Alexander Hamilton. Inspiriert durch das Buch Alexander Hamilton von Ron Chernow erschuf Lin-Manuel Miranda dieses Meisterwerk. Seit dem 06. August 2015 läuft das Musical regelmäßig auf dem Broadway in New York, seit Oktober 2016 auch in Chicago und seit Dezember 2017 tatsächlich endlich auch bei uns in Europa und zwar in London.

Verona | Das zu Hause von Romeo und Julia

Verona, das zu Hause von Romeo und Julia (oder wie die Italiener sagen: Romeo e Giulietta), die Stadt, die nicht umsonst den Beinamen Die Stadt der Liebe trägt. William Shakespeare verlieh der Stadt einst nicht bloß eine wunderbare Geschichte, sondern zieht damit noch heute jährlich Touristen aus aller Welt an, insbesondere verliebte Pärchen, die in diese wunderbare Stadt in Venezien pilgern, um sich an dem Ort die Liebe zu schwören, wo Romeo und Julia, das wohl berühmteste Liebespaar der Welt, einst den Freitod wählten, weil ihnen ein Zusammensein anders nicht möglich war. Obwohl die Geschichte fiktiv ist, kann man dem Geist der Geschichte kaum entfliehen. Ein ganz besonderer Zauber liegt in der Luft; eine Magie, die sich durch die noch so kleinen Hintergassen zieht und jeden berührt auf der Suche nach der wahren Liebe.

Florenz | Liebe auf den zweiten Blick

Es war Liebe auf den zweiten Blick, das mit mir und Florenz. War Florenz eine der Städte, auf die ich mich am meisten gefreut hatte; eine Stadt, die bereits seit Jahren auf meiner Bucket-List Stück um Stück ein wenig höher rutschte, stellten sich in den anfänglichen Stunden Anzeichen von Enttäuschung ein. Ich weiß nicht ob es die Bücher waren, die ich gelesen oder die Filme, die ich gesehen hatte, die meine Erwartungen an dieses Stückchen Erde inmitten von Italien so hochgeschraubt hatten oder die Vorfreude einfach so groß und mit den Händen kaum zu greifen war, dass sich diese hohen Erwartungen wie von selbst eingestellt hatten. Vielleicht waren die für meinen Geschmack zu hohen Temperaturen, vielleicht aber auch der falsch von mir gewählte Reisezeitraum August mitten in der Hauptsaison für meine anfängliche Enttäuschung verantwortlich zu machen. Die Stadt wirkte kleiner als erwartet; die Straßen viel zu eng oder einfach zu voll von all den Touristen, die von überall auf der Welt herkamen, um sich die Stadt in der wunderschönen italienischen Toskana mal etwas genauer anzuschauen. …

Sedona | Paradies aus roten Felsen

Hallöchen ihr Lieben, da ich leider feststellen musste, dass das Betreiben von zwei Blogs sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die ich leider aktuell nicht zur Verfügung habe, habe ich meinen reinen Reiseblog erst einmal auf Eis gelegt und mich dazu entschlossen, euch dann und wann hier an meinen Reisen teilhaben zu lassen, über die ich euch dann hin und wieder mal berichten werde, inklusive Fotos natürlich. Ich liebe es zu reisen und bin auch schon ein bisschen was rumgekommen; immer auf der Suche nach schönen Zielen, die ich als nächstes bereisen könnte und deshalb wird es ab sofort auch zwischendurch mal Beiträge geben, die eben nichts mit Büchern, sondern vielmehr mit dem Reisen zu tun haben. Auch mit Büchern begeben wir uns ja bekanntlich auf große, abenteuerliche Reisen und besuchen ferne, manchmal sogar fiktive Länder und Welten – daher finde ich es eigentlich ganz passend, diese beiden Hobbies ein wenig miteinander zu verbinden. Ich würde mich daher natürlich riesig freuen, wenn ihr euch auch meine Reiseberichte anschaut, bin aber nicht traurig, wenn ihr das …

Auf den Spuren von Edward Cullen & Co.

New York, Anfang des Jahres 2010:   Eine gute Freundin und ich sitzen eingekuschelt in warme Decken in ihrem Zimmer, schauen uns gerade zum gefühlt hundertsten Mal Twilight an. Zuerst herrscht Schweigen, dann: Freundin: Hast du Lust auf Urlaub? Ich: Klar! Wohin? Wieder herrscht einen Moment Schweigen, dann drehen wir die Köpfe zueinander und grinsen. Wir: Forks! Es geschah aus einem Impuls heraus, vielleicht weil wir beide so besessen von Stephenie Meyer’s Vampirgeschichte waren oder vielleicht einfach bloß, weil wir in diesem Moment den Film sahen und uns selbst die Küste des pazifischen Ozeans etwas genauer anschauen wollten. Denn wir waren nicht nur Fans von Stephenie Meyer und ihren Büchern, sondern auch vom Reisen unglaublich angetan und da wir ohnehin bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel Urlaub hatten und dieser bereits überfällig war, verbrachten wir die nächsten Tage damit zu recherchieren, wie wir am besten nach Forks, eine Stadt am westlichen Rand des Olympic-Nationalparks im US-Bundesstaat Washington, nahe der Quileute-Reservate, mit gerade einmal ungefähr 3.275 Einwohnern, kamen. Eine aufregende Reise lag vor uns. Ich …