Rezension: Götter allein zu Haus – Maz Evans

Rezension: Götter allein zu Haus – Maz Evans

Eigentlich müsste sich Elliot inzwischen an Chaos gewöhnt haben. Seit Virgo, das Sternbild-Mädchen, vor Monaten in seinen Kuhstall gekracht ist, steht sein Leben auf dem Kopf. Nicht nur, weil sich jede Menge griechischer Götter häuslich bei ihm niedergelassen haben. Auch ein Brief seines angeblich verschwundenen Vaters wirbelt alles durcheinander. Aber das Schlimmste: Todesdämon Thanatos ist zurück! Mit seiner echt gruseligen Mutter setzt er alles daran, um seine Macht zurückzugewinnen. Und leider weiß Thanatos ganz genau, was Elliots Schwachpunkt ist … Von Pferdehintern und dämonischen Müttern … Witziges Götterchaos vom Feinsten!

[Quelle: www.carlsen.de]

 


Vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Bei diesem Titel handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Meine Rezension zu Teil 1 findet ihr HIER. Die Rezension kann daher Spoiler für Teil 1 enthalten.

Nachdem mir der erste Teil unglaublich gefallen und mich voll und ganz überzeugt hatte, freute ich mich wahnsinnig auf den zweiten Teil, den ich, ebenso wie Teil 1, an zwei Nachmittagen regelrecht verschlungen habe.

Eigentlich … eigentlich müsste Elliot sich inzwischen an das ganze Chaos in seinem Leben gewöhnt haben, zumindest seit Virgo, das Sternbild-Mädchen, vor Monaten in seinen Kuhstall gekracht ist. Virgo hat nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Mutter, vollkommen auf den Kopf gestellt und das nicht nur, weil sich eine Schar griechischer Götter bei ihm eingenistet hat. Darunter zum Beispiel der Göttervater Zeus, der gemeinsam mit seinen Töchtern Athene, Aphrodite und mit seinem Sohn Hermes nun das Haus des jungen Elliots bewohnt. Auch Hephaistos ist nun ein fester Bestandteil in Elliots Leben und Pegasus schaut ebenfalls ab und an mal bei ihm vorbei. Und als ob das nicht schon Chaos genug wäre, findet er plötzlich einen Brief seines angeblich verschwundenen Vaters, der alles durcheinander wirbelt. Aber das ist noch lange nicht das Schlimmste, denn der Todesdämon Thanatos, den Elliot und Virgo versehentlich frei gelassen haben, ist zurück und das nicht alleine. Unterstützung erhält er von seiner super gruseligen Mutter. Gemeinsam setzen sie alles daran, die verlorene Macht wiederzugewinnen und schrecken dabei vor nichts zurück. Und auch wenn Elliot glaubt, Thanatos mit Hilfe seiner Götterfreunde überlegen zu sein, weiß Thanatos leider ganz genau, was Elliots größter Schwachpunkt ist …

POSITIV

Ebenso turbulent wie der erste Teil aufgehört hat, geht es im zweiten Band weiter.

Elliots Probleme werden nicht weniger. Er ist hin und her gerissen zwischen gut und böse. Dies zeigt nicht nur ganz deutlich seine Menschlichkeit, sondern auch, dass er tatsächlich noch ein kleiner Junge ist, ganz gleich, welchen Gefahren er bereits ausgesetzt war und wie reif er manchmal für sein Alter wirkt. Das hat mir ganz besonders gut in diesem zweiten Teil gefallen. Es verdeutlicht nicht nur, dass es eben nicht nur Gut und Böse gibt, sondern dass sich auch die Guten manchmal zur bösen Seite hingezogen fühlen, besonders wenn es darum geht, geliebte Menschen zu beschützen oder zu retten. Das ist es, was Elliot als Charakter so real und lebendig wirken lässt. Er ist eben nicht dieser typische Held, den man aus vielen anderen Büchern kennt: berufen, um Gutes zu tun, ausgestattet mit besonderen Fähigkeiten. Er ist eben doch nur Elliot, ein kleiner Junge, der sich nichts mehr wünscht, als ein normales Leben gemeinsam mit seiner Mutter zu führen.

Ebenso wie Band 1 ist auch der zweite Teil ausgesprochen spannend und verfügt über jede Menge Humor, Witz und vor allen Dingen sehr verrückte Charaktere. Die Götter haben es mir hier absolut angetan, Hermes z. B., unser Fashion-Star oder auch Zeus, mit seinem Bierbauch und seiner Schwäche für schöne Frauen. Während die griechischen Götter in anderen Büchern meist eben auch als die Götter dargestellt werden, die sie sind, perfekt und unfehlbar, so sind sie in diesem Buch einfach nur menschlich, manchmal sogar tollpatschig und ziemlich verrückt, wobei total durchgeknallt es wohl doch ein bisschen besser trifft.

Diesmal lernen wir auch weitere Götter kennen. Wir treffen zum Beispiel auf Herkules, der sein Heldendasein an den Nagel gehängt hat und lernen auch Hypnos etwas besser kennen. Und auch Boil, der nervige Lehrer aus Elliots Schule, der ihn schon von Beginn an auf dem Kieker hat, hat nun eine etwas größere Rolle. Denn es ist nicht nur Thanatos, mit dem Elliot sich herumschlagen muss. Es sind auch die alltäglichen Probleme, die sich ihm stellen z. B. eben die Tatsache, dass die Schule immer weiter Verdacht schöpft und kurz davor ist, ihm das Jugendamt auf den Hals zu hetzen.

Und dann wäre da auch noch Virgo, nervig wie eh und je. Eine kleine, verwöhnte Göre, das ist sie alle Mal, besserwisserisch und auch ein bisschen arrogant, aber auf eine entzückende Art und Weise. Zumindest meistens. Ihr ist an nichts mehr gelegen als daran, ihre Unsterblichkeit zurückzuerlangen und um das zu schaffen, muss sie eine wahre Heldentat vollbringen. Das trifft sich natürlich gut, jetzt wo Thanatos gemeinsam mit seiner Mutter versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Blöd nur, dass Virgo so gar keine Ahnung davon hat was es bedeutet, ein Held zu sein. Aber hier kommt z. B. Herkules ins Spiel und all die anderen sagenhaften Helden der griechischen Mytholgie.

Worüber ich mich am meisten gefreut habe? Auf ein Wiedersehen mit der Ninja-Queen von England. Ich kann euch gar nicht sagen, wie großartig ich die Verkörperung der Queen in dieser Reihe finde. Doch nicht nur sie lernen wir im Laufe der Geschichte etwas besser kennen, sondern auch den Rest der royalen Familie. Wir dürfen ihnen sogar bei einer Grillparty beiwohnen.

Ich bin einfach nach wie vor so beeindruckt von dem Humor und dem Witz, der in diese Geschichte mit einfließt. Ich glaube ich habe pro Seite mindestens einmal gelacht, sei es nun wegen irgendwelcher Kommentare, Figuren oder konkreter Situationen. Doch das Buch ist nicht nur humorvoll und amüsant, sondern auch tiefgründig. So abenteuerlich und lustig diese Geschichte auch sein mag, steckt auch ein wenig Traurigkeit darin, insbesondere was Elliots Familienverhältnisse betrifft. Er hat in seinen jungen Jahren schon unglaublich viel durchmachen müssen und hat mit der Zeit gelernt, damit umzugehen. Dennoch ist er nur ein Junge, auch er braucht manchmal eine Schulter zum anlehnen. Eigentlich ist er es, um dem man sich kümmern sollte und nicht umgekehrt. Trotzdem ist er derjenige, der die Last der Welt auf den Schultern trägt und dafür sorgen muss, dass die Welt nicht unter geht. Und dafür muss er einiges zurückstecken.

Auch ist das Buch an einigen Stellen unglaublich emotional und ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht auch ein oder zweimal das ein oder andere Tränchen verdrückt.

NEGATIV

So lustig die einzelnen Figuren auch sind, konnten sie hin und wieder, insbesondere Virgo, ziemlich anstrengend und vor allen Dingen nervig sein. Es ist nicht so, dass ich sie nicht mochte, doch Humor hin oder her, an manchen Stellen erschien mir das alles doch ein wenig zu over the top. Gelacht habe ich natürlich dennoch, ein bisschen weniger des Ganzen hätte dem Buch wahrlich aber auch nicht geschadet.

Im Vergleich zum ersten Band muss ich ebenfalls sagen, dass mir Teil eins doch ein bisschen besser gefallen hat. Vielleicht, weil alles so neu und unbekannt war, vielleicht aber auch, weil mich die Geschichte im ersten Band einfach mehr mitreißen konnte. Dennoch ist der zweite Teil nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Es fehlte mir nur etwas und die Tatsache, dass mich die Figuren zwischenzeitlich wirklich genervt haben, hat mir ebenfalls verdeutlicht, dass mir der erste Teil auf jeden Fall etwas besser gefallen hat.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Auf jeden Fall. Diese gesamte Reihe ist es absolut wert, gelesen zu werden. Die Geschichte steckt voller Abenteuer und Mythen, Spannung, Liebe, Freundschaft und Loyalität und hat unglaublich viel zu bieten. Sie unterhält nicht nur, sie bereichert auch, sie ist emotional und tiefgründig und macht vor allen Dingen richtig viel Spaß. Auch junge Mädchen, da bin ich mir sicher, werden wirklich Gefallen an dieser Geschichte finden, ganz besonders wegen der aufgeweckten und etwas verrückten Virgo, die einfach bloß versucht, sich in der Welt der Sterblichen zurecht zu finden. Der Cliffhanger am Ende von Teil zwei macht es übrigens nicht gerade leicht, noch so lange auf den dritten Band warten zu müssen. Wenn ihr Kinderbücher mögt und auch eine Schwäche für die griechische Mythologie habt, dann solltet ihr euch diese Bücher unter gar keinen Umständen entgehen lassen. Ich verspreche euch, ihr werdet eine wunderbare Gefühlsachterbahn erleben und aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommen.

 

INFOS ZUM BUCH

 

Autor: Maz Evans
Titel: Götter allein zu Haus
Originaltitel: Simply the Quest
Verlag: Chicken House
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 31. Januar 2018
Preis: 14,99 [D]  | 15,50 [A]

Buch beim Verlag: Deutsch*

 

 

 

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Ivonne

Willkommen! Mein Name ist Ivonne, aber alle nennen mich Ivy und ich bin reisebegeistertes Fangirl. Bücher, Filme und Serien beherrschen mein Leben. Wenn ich nicht gerade irgendwo in der realen Welt unterwegs bin, verbringe ich meine Zeit am liebsten auf dem Sofa mit Buch und Katze. Sollte ich dort nicht zu finden sein, bin ich wahrscheinlich gerade als Schattenjäger auf der Jagd nach irgendwelchen Dämonen, trinke in Stars Hollow bei Luke einen Kaffee oder mache gemeinsam mit Emma Swan Storybrooke unsicher.

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