11 Dinge, die du vor deiner ersten Reise nach New York wissen solltest

Vor vier Jahren bin ich zum ersten Mal gemeinsam mit meinem Freund nach New York geflogen. Ich kannte die Stadt schon, hatte ich bereits über ein Jahr dort gelebt. Für meinen Freund jedoch war diese Stadt eine völlig neue Welt. Um ihn ein wenig auf die Stadt, die niemals schläft, vorzubereiten, habe ich ihm damals eine Liste zusammengestellt mit allem was wichtig ist zu wissen, bevor man zum ersten Mal nach New York reist. Kürzlich ist mir diese Liste wieder in die Hände gefallen und ich dachte, ich teile sie einfach mit euch. Vielleicht macht sich ja auch einer von euch in naher Zukunft zum ersten Mal auf den Weg in diese großartige Stadt, da können ein paar Tipps sicherlich nicht schaden.

1. Bei Rot nicht stehen bleiben, sondern über die Ampel gehen!

In New York gibt es, was das Überqueren von Straßen angeht, eigentlich nur eine Regel und zwar diese: egal ob die Ampel rot oder grün ist, wenn kein Auto kommt, einfach rüber gehen. Es ist auch völlig egal, ob irgendwo ein Police Officer in der Nähe ist. Die interessiert das nämlich reichlich wenig, ob man bei Rot über die Ampel geht, ganz im Gegenteil, sie machen es nämlich ganz genauso. Dennoch sollte man vorsichtig sein, manchmal fragt man sich nämlich tatsächlich, ob die Autofahrer in New York ihren Führerschein tatsächlich in einer Fahrschule gemacht, oder doch irgendwo gewonnen haben. Bevor man also auf der Motorhaube eines herrannahenden Autos landet, wartet man vielleicht doch besser darauf, dass die Ampel auf Grün umspringt.

2. Get out of the way!

New Yorker sind gefühlt ständig in Eile. Sie wollen keine Zeit verlieren, was man nicht nur daran erkennt, dass sie geflissentlich rote Ampeln ignorieren, sondern auch an ihrem schnellen Schritt. Bummeln ist nicht. New Yorker sind richtig ungeduldige Menschen und das nicht nur auf der Straße, sondern auch wenn jemand am Ticketautomaten in der U-Bahn trödelt oder beim Kauf eines Sandwiches nicht in die Pötte kommt. Für Nicht-New Yorker gilt daher: Get out of the way! Nicht stehenbleiben, nicht trödeln, nicht bummeln, sondern schritthalten.

3. Gesundes Essen kostet ein Vermögen

Ja, gesundes Essen ist für gewöhnlich immer ein bisschen teurer, doch in New York kann das schon mal ganz schön zu Buche schlagen. Diese Stadt ist ohnehin nicht gerade günstig; doch wenn man vor hat, regelmäßig gesund und frisch einzukaufen, sollte man sich auf teilweise horrende Preise gefasst machen und vielleicht ein bisschen mehr Geld einstecken, als ursprünglich geplant. Ein frischer Smoothie bzw. Saft zum Frühstück? Das kann schon mal ab 10 Dollar aufwärts kosten. Eine 0,25 Liter Wasserflasche? Mit 5 Dollar oder mehr kann man hier schon mal rechnen. Sogenannte Health-Food-Läden findet man hier recht häufig, allerdings sind die Preise hier stellenweise richtig hoch. Ein Leben in New York zu führen ist ohnehin nicht unbedingt billig; ein gesundes Leben noch viel weniger.

4. Fast überall gibt es kostenloses WLAN

Teures Daten-Roaming? Kann man sich hier sparen. Gefühlt an jeder Ecke gibt es kostenloses WLAN, am Times Square kann man sich kaum entscheiden, in welches WLAN-Netzwerk man sich denn nun einloggen soll. Die meisten WLAN Netzwerke sind ohnehin öffentlich, viele andere stammen von Cafés wie Starbucks, Restaurants, Shops oder Ähnlichem. Kurz ein Bild auf Instagram hochladen, ein Video an die Freunde schicken oder schnell per Skype nach Hause telefonieren? Das geht praktisch überall und das ohne Kosten zu verursachen.

5. Im Restaurant kein Wasser bestellen

Wenn man nicht gerade Sprudelwasser möchte, lohnt sich das Bestellen von Wasser nicht, denn in New York ist es eigentlich gang und gäbe dass man ohnehin kostenlos ein Krug mit Leitungswasser auf den Tisch gestellt bekommt. Wenn das Wasser leer ist, wird es auch immer wieder nachgefüllt. Getränke müssen daher nicht zwangsweise bestellt werden, solange man sich mit Leitungswasser zufrieden gibt.

6. Airbnb statt teures Hotel

Natürlich gibt es sehr viele Reisende, die sich ein fünf Sterne Hotel in New York leisten können. Ich gehöre leider nicht dazu. Unter 700 EUR für eine Woche findet man eigentlich bloß freie Zimmer in einem heruntergekommenen Hotel in China Town. Zwar ist die Lage super, die Hotels bzw. Hostels allerdings weniger. Für weitaus weniger Geld findet man richtig tolle Unterkünfte in Privatwohnungen über Airbnb, was auch den Vorteil hat, dass man den Urlaub dort wie Einheimische erleben kann und eben nicht wie Touristen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man neue Leute kennenlernt die vielleicht sogar zu Freunden werden.

7. Bequeme Schuhe sind ein Muss

Tragt unbedingt die bequemsten Schuhe die ihr habt; Schuhe, in denen ihr wisst, dass ihr stundenlang darin laufen könnt und verzichtet darauf, auf hochhackigen Stelzen durch die Stadt zu tigern, nur um das Carrie Bradshaw Feeling zu bekommen. Denn ihr werdet laufen. Ihr werdet sehr viel laufen. Und euch wird auffallen, dass ganz viele Frauen in ihren schicken Business Outfits Sneaker an den Füßen tragen und ihre High Heels bis zum Büro in der Tasche lassen.

8. Ja zur U-Bahn, nein zum Taxi

Einmal Taxi fahren, nur um erzählen zu können, in einem Yellow Cab durch die Stadt gerauscht zu sein, ist okay. Allerdings sollte man doch eher drauf verzichten, mit dem Taxi von A nach B zu fahren. Eine Taxifahrt kann teuer werden und ewig dauern, besonders bei den ständig verstopften Straßen. Teilweise kennen die Taxifahrer das genannte Ziel auch gar nicht, da Taxifahrer hier keine entsprechende Prüfung ablegen müssen und viele nicht mal über ein Navi verfügen, sondern einfach wahllos durch die Gegend fahren, was die Taxigebühr natürlich ziemlich weit in die Höhe treibt. Mit der U-Bahn ist man da nicht nur schneller, sondern man kommt auch viel günstiger weg.

9. Vor 10 Uhr geht fast nichts

Während es in anderen Städten von Vorteil ist, einen auf “early bird” zu machen, machen in New York die meisten Geschäfte und Sehenswürdigkeiten erst gegen 10 Uhr auf. Zwar spricht man immer von “der Stadt, die niemals schläft” aber manchmal schläft New York eben doch. Wenn man allerdings die Sehenswürdigkeiten und diverse Orte mal ohne Touristenandrang sehen möchte, z. B. die Brooklyn Bridge, lohnt sich das frühe Aufstehen dennoch.

10. Top of the Rock statt Empire State Building

Wenn nicht unbedingt das Herz an einem Besuch ganz oben auf dem Empire State Building hängt, sollte man sich dieses sparen und lieber die Aussicht vom Rockefeller Center aus genießen. Die Aussicht von hier oben ist nämlich um Längen besser, da man hier einen unglaublichen Ausblick auf das Empire State Building hat, was natürlich nicht der Fall ist, wenn man auf dem Empire State Building drauf steht.

11. Nicht geizig sein, Trinkgeld geben

15 % Trinkgeld sind für die USA im Regelfall normal. In New York allerdings gelten andere Regeln, denn hier zu leben kann verdammt teuer sein. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, ob und wie viel Trinkgeld man gibt, aber in New York sind zwischen 18 % und 20 % normal. Es kommt auch schon mal vor, dass das Trinkgeld schon direkt auf der Rechnung mit drauf steht als sogenannte “Service Charge”, dann muss man natürlich nicht noch mal Trinkgeld zahlen.

 

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13 Comments

  • Die erste Regel gilt in vielen Großstädten, auch hier, habe ich das Gefühl. Vor allem in Düsseldorf sieht man nur selten jemanden an einer Ampel warten.
    Aber hui, die Lebensmittelpreise sind wirklich heftig. Dass ein (Obst)Salat unterwegs schon mal gerne mehr kostet als ein Schnitzel mit Pommes ist mir bekannt, aber zumindest bei Wasser erwarte ich eigentlich, dass man es überall recht günstig bekommt.
    Ich weiß zwar nicht, ob ich jemals nach New York reisen werde, aber trotzdem danke für die Tipps! Vielleicht finden sie ja irgendwann mal Anwendung 😀

    • Ich denke in den Weltmetropolen und allgemein Großstädten ist das ziemlich überall so, aber gerade in New York habe ich das Gefühl, das es alles noch viel schlimmer ist – wahrscheinlich ist das einzige, was New York noch toppt Hong Kong oder Tokio oder so haha Was da los sein muss auf den Straßen, Wahnsinn …

      Aber ja, leider ist gesundes Essen dort total teuer 🙁 Dafür muss man dann schon hier und da mal bisschen mehr Geld in die Hand nehmen, wenn man sich nicht den ganzen Urlaub lang nur von Fast Food oder so ernähren möchte.

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    danke für die tollen, hilfreichen Tipps 🙂
    Ich wusste tatsächlich kaum etwas davon, bei Rot wäre ich vermutlich ewig stehen geblieben und ich hätte vielleicht auch oft im Weg herum gestanden haha.
    Wie du vielleicht weißt war ich leider noch nie in NY und das möchte ich irgendwann unbedingt ändern.
    Deine guten Ratschläge werde ich mir dann auf jeden Fall zum Herzen nehmen 🙂
    Flache, bequeme Schuhe habe ich aber eh immer an, es gibt nix schlimmeres als unterwegs zu sein, Bock zu haben durch die Gegend zu laufen und Sachen zu erkunden und dann schmerzende Füße zu haben. Das kann echt alles versauen.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    • Liebe Nicci,

      ich glaube in New York bleibt man nur einmal an der roten Ampel stehen, dann nicht mehr haha gerade weil man auch automatisch immer mit gerissen wird mit der Menschenmenge 😀

      Ich hoffe sehr, dass du bald mal nach New York kommst und wenn es so weit ist, hoffe ich natürlich sehr, dass es dir dort auch gefallen wird haha 😀

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Hallöchen,
    bei rot stehen zu bleiben ist ja wirklich so ein deutsches Ding. Das macht man in keinem anderen Land 😀 Aber die anderen Tipps finde ich wirklich super, vor allem das mit dem Trinkgeld. Das wusste ich noch gar nicht.
    Liebste Grüße, Kate

    • Hallo Kate,

      findest du? Also ich war schon in sehr vielen Ländern unterwegs, in denen die Leute schon darauf geachtet haben, bei rot stehen stehen zu bleiben 😀 ich finde nicht, dass es unbedingt ein deutsches Ding ist, aber wahrscheinlich nehmen wir es noch mal ernster als alle anderen haha 🙂

      Freut mich, dass dir die Tipps gefallen haben hihi 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    was für interessante Fakten! Ich selber war ja bisher leider noch nie in New York, aber das soll sich eines Tages natürlich auf jeden Fall ändern! Einige Fakten, wie zum Beispiel das mit dem Trinkgeld und dem gesunden Essen waren mir bereits bekannt. Aber andere Fakten wie das vor 10 Uhr gar nichts geht und das alle mit dem Wasserkrug in Restaurants wusste ich noch nicht.
    Das Airbnb oder auch Ferienwohnungen viel günstiger sind und dadurch automatisch mehr / längere Aufenthalte ermöglichen, dass stellen wir auch momentan fest. Eine super Idee also!
    Ich freue mich schon sehr auf deine Berichte aus New York und wünsche dir natürlich eine ganz wundervolle Zeit dort <3

  • Ein sehr hilfreicher und interessanter Post. Ich war leider noch nie in New York, aber natürlich steht das noch auf meiner Reisewunschliste. Es ist eine Metropole die man einmal gesehen haben sollte. Dass das gesunde Essen dort so teuer ist, war mir aber schon bekannt. Wir hatten das mal in einem Seminar an der Uni thematisiert. Da ging es zwar um das politische System der USA, aber wir haben auch eine Stunde zu dem Leben dort gemacht und auch die Kosten die die Menschen so haben thematisiert. Das spannende: Unser Dozent war schon mehrmals dort und konnte somit eigene Erfahrungen teilen.

    Nummer 1 kenne ich hingegen aus London. Da hat auch niemand auf die Ampel geachtet und die scheinbar nur als Handlungsempfehlung gesehen, an die man sich nicht zu halten hat. War erstmal sehr ungewohnt einfach zu laufen.

    Beim Wlan könnten wir uns noch was abschauen, das finde ich echt cool.

    • Liebe Nicole,

      vielen Dank, es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefallen hat 🙂 Ich hoffe, dass du ganz bald nach New York reisen kannst, es ist wirklich eine Stadt, die man einmal im Leben gesehen haben muss.

      Liebste Grüße
      Ivy

    • Liebe Jennifer,

      das freut mich, dass du mir da zustimmen kannst … und wow, irgendwie echt unheimlich, dass du so kurz vor 9/11 dort warst – da war das für dich sicherlich noch mal ein bisschen extremer, als dich die Nachrichten erreicht haben. Ich war damals noch recht jung und habe es damals gar nicht so richtig wahrgenommen, bzw. war mir das Ausmaß dieser verheerenden Katastrophe nicht so bewusst.

      Ich danke dir sehr für dein Kommentar.

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Huhu meine Liebe,

    ich war vor ein paar Jahren selbst in New York und fand deinen
    Artikel richtig interessant 🙂
    Es stimmt einfach alles und am besten fand ich das mit den roten Ampeln!
    Das gleiche gilt eigentlich auch für Zebrastreifen 😀
    Das standen nämlich so oder so immer irgendwelche Autos drauf 😀
    Dein Blog und deine Artikel gefallen mir richtig gut und ich freue mich schon
    über weitere Posts von dir!
    Würde mich natürlich riesig freuen wenn du meinen Blog auch mal besuchen würdest, falls du Zeit hast.
    Ich habe letztens erst neu gestartet und stehe noch ganz am Anfang.
    Freue mich also sehr über jeden neuen interessierten Leser 🙂

    Ganz Liebe Grüße! ❤︎

    Sanja von https://made-by-sanja.blogspot.com

    • Liebe Sanja,

      es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat 🙂 Als ich das erste mal in New York, fand ich das mit den roten Ampeln und – wie du schon sagst – Zebrastreifen wirklich sehr gewöhnungsbedürftig haha am Anfang hat der Deutsche auch noch in mir gesiegt, aber zum Ende hin hab auch ich nicht mehr darauf geachtet, ob jetzt rot war oder nicht. Man lässt sich einfach mit ziehen, was anderes ist bei der Masse an Menschen ja ohnehin viel zu schwer 😀

      Vielen Dank für deine lieben Worte, es freut mich, wenn dir mein Blog gefällt 🙂 Ich schaue bei Gelegenheit mal bei dir vorbei.

      Liebste Grüße
      Ivy

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