REZENSION: ELFENFEHDE – ZWEIMAL IM LEBEN – MARIELLA HEYD

Autor: Mariella Heyd
Titel: Elfenfehde – Zweimal im Leben
Verlag: Zeilengold
Erscheinungsdatum: 23. Januar 2017


Verantwortlich für den Meteoriteneinschlag? Feodora kann die Worte des Fremden nicht glauben, der nach der Katastrophe auftaucht und behauptet, dass sie für das Chaos in zwei Welten verantwortlich sein soll. Angeblich stammt Feodora aus der Anderswelt und ist von dort geflohen, um einem mächtigen Dunkelelf zu entkommen. Ihre einzige Chance, die Welten zu retten, besteht darin, in die Anderswelt zurückzukehren und ihn zu töten.

[Quelle: http://www.goodreads.com]


Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Einführung in Feodoras Leben die, leider, das Leben eines typischen Teenagers mit jede Menge Klischees führt. Da hätten wir zum Beispiel das allgemeine Schuldrama, der beste Freund, die verhasste Schulkameradin; also quasi ein Leben, wie es so ziemlich jedes Teeniemädchen in jedem zweiten Jugendbuch führt.

Feodora befindet sich an ihrem absoluten Lieblingsort, der Bibliothek, als plötzlich ein Meteorit einschlägt und damit ihr Leben von Grund auf verändert und völlig auf den Kopf stellt; ihr vollkommen neue Welten eröffnet. Ich muss zugeben, die ersten paar Kapitel haben es mir ein bisschen schwer gemacht, in die Geschichte hinein zu finden, nicht, weil ich den Schreibstil nicht mochte, den mochte ich sehr, sondern eher weil ich ein paar Schwierigkeiten mit der Geschichte an sich hatte und vor allen Dingen auch mit der Hauptprotagonistin, die genauso ist wie viele andere weibliche Buchcharaktere, denen ich leider nichts abgewinnen kann. Auch hier war es wieder so, dass ich einige ihrer Handlungen weder verstehen noch nachvollziehen konnte und ich teilweise nur mit den Augen gerollt und mit dem Kopf geschüttelt habe. Ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden und mich noch weniger mit ihr identifizieren, weshalb es mir schwer fiel, in die Geschichte einzutauchen und in ihr aufzugehen.

Als sie dann aber schließlich auf Zerdon trifft und die beiden in die Parallelwelt wechseln, nahm die Geschichte endlich etwas Fahrt auf. Handlungen, Dialoge, Charaktere entsprechen dem, was man von einem Jugendbuch erwartet, was nicht schlimm ist. Entweder man mag es, oder man mag es weniger. Ich für meinen Teil hatte das ein oder andere Problem damit, nichtsdestotrotz ist es mir tatsächlich gelungen, nach einer Weile in der Geschichte abzutauchen, dank der Anderswelt, der Einwohner des Landes und all den Fantasyelementen. Als die eigentlich so schön wirkende Anderswelt dann ihre dunkle Seite zeigt, wird die Geschichte noch mal ein bisschen spannender und die gesamte Geschichte hierdurch um einiges unterhaltsamer und ansprechender.

Die immer mehr aufkeimenden Gefühle zwischen Feodora und Zerdon waren quasi das Sahnehäubchen oben drauf. Je „düsterer“ die Geschichte wurde, desto spannender war es und dieses ganze „Jugendbuchgehabe“ ist etwas in den Hintergrund gerückt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Die Wesen und Kreaturen, denen die beiden begegnen, sind nicht länger freundlich oder gar nett … Feodora ist gezwungen, etwas zu unternehmen und schnell beginnt sie, Dinge zu hinterfragen. Ich mag es sehr, wenn man während des Buches mit erlebt, wie die Charaktere sich weiter entwickeln, wie sie ihr Denken und ihre Ansichten verändern; nicht länger die Welt nur in schwarz/weiß sehen, sondern auch die vielen verschiedenen Grauzonen erkennen, in denen wir uns manchmal aufhalten. Zum Ende hin wurde mir die liebe Feodora dann tatsächlich doch noch etwas sympatischer, was mich wirklich überrascht hat.

Trotz des eher holprigen Starts konnte mich die Geschichte am Ende doch noch unterhalten. Was mir auch sehr gut gefallen hat war das Ende, das zwar einiges abhandelt und auflöst, aber auch noch viele offene Fragen zurücklässt, die dann im zweiten Teil sicherlich/hoffentlich beantwortet werden und die noch viel Spielraum lassen für die Weiterführung der Geschichte um Feodora.

Was mir, abgesehen von dem doch eher holprigen Start der Geschichte, auch nicht sonderlich gut gefallen hat, waren die ruckartigen Übergänge; manches ging mir zu schnell, manch anderes zog sich dann wieder. Es war teilweise echt ein hin und her und manchmal konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, manchmal hatte ich kaum Lust überhaupt weiterzulesen, weil es die Story einfach nur so vor sich hin geplätschert ist … Das Ende an sich war jedoch wieder sehr spannend, auch wenn es teilweise recht plötzlich kam.

Ich mochte auch die Tatsache sehr, dass es hier um Elfen geht. Ich habe noch nicht viele Bücher über diese magischen Wesen gelesen, was sehr schade ist, da ich sie eigentlich echt gerne mag, deshalb war diese Geschichte hier definitiv eine gelungene Abwechslung zu dem, was ich sonst so lese, da ich in letzter Zeit ohnehin nur noch sehr selten Fantasy gelesen habe.

In meinen Augen zwar kein Meisterwerk, aber eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch mit vielen Fantasyelementen, etwas Action, Spannung und Romantik. Für Jugendbuchfans sicherlich ein absolutes Muss, mich hingegen konnte es leider nicht zu 100 % überzeugen; trotz allem hatte ich meinen Spaß mit der Geschichte.

 

 

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