BIN ICH EMPATHISCH, ODER EINFACH NUR SENSIBEL?

Wenn mich ein Thema beschäftigt; insbesondere dann wenn ich glaube, dass es mich in irgendeiner Art und Weise selbst betrifft, dann recherchiere ich. Ich setze mich vor den Laptop und verbringe Stunden damit, mich durch die Weiten des Internets zu googlen. Ich lese, vergleiche, stelle Listen auf, lerne, was nicht immer von Vorteil ist, insbesondere wenn man Krankheiten, deren Symptome und Ursachen googelt. Denn auch zu diesen Leuten gehöre ich – teilweise. Das ist allerdings etwas, was ich versuche mir abzugewöhnen. Nicht aber das Recherchieren im Allgemeinen. Man könnte mich als wissbegierig bezeichnen, oder aber als ängstlich – ich weiß es nicht. Mit einem Thema, welches mich bereits seit Jahren beschäftigt, habe ich mich in letzter Zeit immer häufiger auseinandergesetzt. Zuerst war ich mir unsicher, ob ich hierzu überhaupt etwas schreiben soll, da es weniger mit Büchern, sondern mehr mit dem Leben im Allgemeinen zu tun hat. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es viele Menschen dort draußen gibt, denen es genauso geht; die ebenso empfinden; es vielleicht nur nicht so bewusst wahrnehmen. Deshalb schreibe ich diesen Artikel; einmal, um mir selbst etwas Klarer über diese Thematik zu werden und auch, weil ich hoffe, Menschen damit zu erreichen, denen es eventuell ähnlich geht.

Empathie. Grob ausgedrückt bezeichnet Empathie die Fähigkeit und Bereitschaft, Emotionen und Empfindungen einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und aufzunehmen. Gleichwohl wird die Empathie auch zu den Fähigkeiten, angemessen auf Gefühle anderer Menschen zu reagieren, gezählt, wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz, Hilfsbereitschaft oder Mitgefühl. Wenngleich viele den Unterschied nicht kennen bzw. ihn nicht wahrhaben wollen; nicht glauben, dass es tatsächlich einen Unterschied gibt, ist zwischen Empathie und den vorgenannten Fähigkeiten wie Mitleid und Mitgefühl tatsächlich zu unterscheiden.

Du bist eben sehr sensibel“, haben mir die Leute immer gesagt. „Du bist halt nah am Wasser gebaut“, bekam ich auch ständig zu hören. Schnell fing ich an, mich mit anderen Leuten in meinem Umfeld zu vergleichen. Wieso fange ich gleich an zu weinen, wenn ich ein totes Tier auf der Straße sehe? Wieso muss ich, nachdem ich im Internet Nachrichten gelesen oder im Fernsehen angeschaut haben, erst einmal im Badezimmer verschwinden, um nicht vor allen Leuten in Tränen auszubrechen während die anderen einfach so da sitzen, das Ganze in sich aufsaugen und dann mit ihrem Leben weiter machen? Wieso kann ich tagelang an nichts anderes denken? Wieso versetze ich mich immer gleich so extrem in die Lage eines anderen Menschen, sodass ich teilweise regelrecht zusammenbreche und das was ich tue, als sinnlos erachte? Wie kann ich zu Hause sein, fröhlich, gut gelaunt und mein Leben genießen, während so viele andere Menschen auf der Welt leiden? Manchmal schäme ich mich für mein Glück, wenn ich die Nachrichten sehe und würde am liebsten sofort mein ganzes Geld hergeben, um Menschen und Tiere, denen es nicht gut geht, zu unterstützen und ihnen zu helfen. Insbesondere auch bei Fotos von von Menschen gequälten und gejagten Tieren bricht es mir das Herz und ich brauche meist Stunden, um mich davon zu „erholen“. Wieso schießen mir Tränen in die Augen, wenn ich auf der Straße lebende kranke Menschen sehe oder einfach nur traurig drein blickenden Menschen begegne? Wenn es meinen Freunden; den Menschen, die ich liebe, nicht gut geht? Wieso habe ich sofort Angst um sie? Mache mir Sorgen, empfinde das, was in ihnen vorgeht, selbst auf solch intensive Art und Weise nach, dass es mir davon selbst schlecht geht? Manchmal braucht es nur eine Sekunde; jemand braucht nur den Raum zu betreten, in dem ich mich gerade befinde; meist reicht sogar schon ein Telefonat und ich spüre, wie es der Person geht. Und das sind nur ein paar wenige Beispiele.

Bin ich wirklich einfach nur sensibel oder zu nah am Wasser gebaut? In letzter Zeit wurden diese Emotionen immer intensiver; immer stärker, so stark, dass ich teilweise sogar das Gefühl hatte, zu ersticken. Erst vor ein paar Tagen war ich auf Facebook unterwegs. Eine Facebookfreundin hatte einen Beitrag kommentiert von einer Person, die ich nicht kenne; von der ich noch nie zuvor etwas gehört hatte. Sie hatte eine Traueranzeige geteilt; ihre Schwester war gestorben und obwohl ich die Person nicht kannte, brach ich in Tränen aus, als ich die Traueranzeige las, insbesondere die beiden Wörtchen „Mama und Papa“ die unter dem Namen der Verstorbenen standen, die gerade einmal 30 Jahre jung war, verursachten in mir ein solches Gefühlschaos, dass ich es kaum greifen konnte. Ich stellte mir die ganze Zeit über vor, wie schlimm es sein muss, eine kleine Schwester, eine Tochter, eine Lebenspartnerin zu verlieren. Gänsehaut überkam mich und an alles was ich denken konnte war diese Familie; die Familie die diesen einen wichtigen Menschen verloren hat.

Also habe ich angefangen zu recherchieren; habe mich schlau gemacht über Menschen, die anderen Menschen gegenüber ein sehr starkes Mitgefühl hegen; Menschen, denen es genauso geht wie mir.

Dadurch bin ich auf Empathie gestoßen. Natürlich kannte ich den von vielen Stimmen bezeichneten höheren Sinn bereits. Allerdings nur aus Fernsehserien wie Charmed, in denen übernatürliche Fähigkeiten eine Rolle spielen. Empathie wird als Gabe bezeichnet, die in der heutigen Schnelllebigkeit und Hektik oftmals gar nicht von den Betroffenen bemerkt wird. Gehöre ich also auch dazu? Zu diesen Empathen? Und glaube ich überhaupt daran? Woran ich glaube ist, dass meine Emotionen und Gefühle über das, was normales Mitleid und Mitgefühl betrifft, hinausgehen. Ich las Artikel von, über und mit vermeintlichen empathischen Menschen, die ebenfalls erwähnten, unter diesen intensiven Gefühlen zu leiden; dass sie diese sogenannte Gabe als Nachteil empfinden und eher ablegen würden, als sich damit abzufinden, sie zu akzeptieren und womöglich auch damit zu befassen.

Ich musste also für mich selbst herausfinden und versuchen zu verstehen, was ein Empath eigentlich ist und worin genau der Unterschied zwischen Mitgefühl und der Empathie liegt, denn die meisten setzen Empathie mit dem Mitgefühl oder dem Mitleid gleich. Empathie jedoch ist, wie ich es oft am eigenen Leibe erfahre, sehr viel mehr als Mitgefühl. In einer Situation wie ich sie oben beschrieben habe, empfindet ein Empath die aufkommende emotionale Last nicht wie einen Dritten, sondern vielmehr als eigene Wahrnehmung. Es kann mithin vorkommen, dass Empathen viel extremer reagieren und einen Menschen viel stärker in Schutz nehmen möchten, als andere Menschen es tun, was ich auch an mir selbst sehr häufig beobachte. Mein Chef bezeichnet mich immer als „Muttertier“; als „Löwenmama“, als Jemanden, der „mit voller Wucht“ für Menschen eintritt, wenn ihnen meiner Meinung nach Unrecht getan wird, noch extremer dann, wenn mir die Menschen auch noch nahestehen und am Herzen liegen.

Natürlich wird auch die Empathie noch einmal unterteilt in verschiedene Arten. Ich möchte mich hier nicht als Profi bezeichnen, das bin ich nicht. Oder als Jemanden mit übernatürlichen Fähigkeiten, auch wenn ich nichts dagegen hätte 😉 Obwohl ich bereits viel gelesen haben, ist diese Thematik völliges Neuland für mich und vieles verstehe und begreife ich noch immer nicht; vieles – zumindest habe ich das Gefühl – trifft auch nicht auf mich zu, doch nach eben all diesen Recherchen habe ich das Gefühl, dass mit mir nichts falsch läuft, wie ich es manchmal echt vermutet habe. Ich schob die Schuld teilweise auch immer auf meine Hormone oder Ähnliches, erklärte mir so die Tränenausbrüche und alles was mit der Empathie einhergeht. Jetzt weiß ich, dass ich nicht nur „zu sensibel“ bin, jetzt weiß ich, dass etwas mehr dahinter steckt. Ich bin nicht bloß eine Heulsuse, die sowohl bei jedem schönen, als auch traurigen Moment gleich in Tränen ausbricht.

Als verschiedene Stufen bzw. Sorten der Empathie habe ich folgende gefunden:

 

Kognitive Empathie: mental nachvollziehbares Verständnis der Emotionen des Gegenübers, ohne sie selbst nachzulerleben

Emotionale Empathie: emotionales Nachempfinden der Emotionen des Gegenübers, ohne sie unbedingt verstehen zu müssen

Affektive Empathie: Emotionale Empathie, die als eigene emotionale Betroffenheit nachempfunden wird, während man sich bewusst ist, dass die Emotion „von außen“ eingesteuert wird

Energetische Empathie: Wahrnehmung der Emotionen des Gegenübers, als wären sie die eigenen

 

Es stimmt also, Empathen sind sehr sensitive Menschen, allerdings nicht nur sensibel im Sinne von „schnell beleidigt“, „dünnhäutig“ oder gar „reizbar“.

Bei Empathen verschwimmen die eigenen Empfindungen mit denen anderer Menschen, was im Alltag natürlich mit Vor- und Nachteilen verbunden ist, was ich selbst bestätigen kann. Manchmal kommt es mir jedoch so vor, als wäre dies im Alltag ausschließlich mit Nachteilen verbunden und ich bin noch immer auf der Suche nach den Vorteilen.

Viele Menschen glauben nicht daran, dass es etwas wie Empathie gibt. Wie gesagt setzten viele das einfach bloß mit Mitgefühl gleich, was – wenn man sich näher damit befasst – nicht ganz richtig ist. Natürlich gibt es auch sogenannte „Anzeichen“, woran man erkennen kann, ob man ein Empath ist. Hierzu gibt es viele Tests im Internet, aber auch viele Fragen, die man sich selbst stellen kann um dies herauszufinden und auf fast allen Seiten bin ich auf dieselben, aber zumindest ähnlichen Punkte gestoßen, die ich hier unten auch einmal aufgesammelt auflisten möchte.

  • Ausgeprägter Wissensdurst über die Zusammenhänge der Welt, was weniger mit wissenschaftlichen oder weltanschaulichen Dingen zu tun hat, sondern eher damit, das Leben, die Welt und deren Zusammenhänge verstehen zu wollen.
  • Öffentliche Orte, deren Eindrücke, Gerüche, unter anderem auch zu große Menschenmengen wirken oft überwältigend
  • Empathen sind oft sehr gute Zuhörer
  • Häufig wirkt man auf andere launisch
  • Wenn anderen Menschen oder auch Tieren Leid zugefügt wird oder diese Ungerechtigkeit erfahren, empfindet ein Empath dies als unertragbar
  • Einem Empath fällt es schwer, „Nein“ zu sagen
  • Man nimmt die eigenen Bedürfnisse und Wünsche oft weniger wahr/ernst, als die anderer Menschen.
  • Empathen spüren häufig, ob sein Gegenüber die Wahrheit sagt oder nicht.
  • Häufig spüren Empathen auch die körplichen Symptome zum Beispiel eines kranken Menschen.
  • Empathen leiden häufig unter Rückenschmerzen, ohne, dass der Rücken körperlich überanstrengt oder zu wenig bewegt wurde.
  • Viele Empathen leiden auch unter Probleme mit dem Magen und der Verdauung, was auf die emotionale hohe Belastung zurückzuführen ist.
  • Empathen werden oft häufig Probleme geschildert, da Menschen ohne jeglichen Grund schnell Vertrauen zu ihnen fassen.
  • Nicht selten fühlen Empathen sich ausgelaugt, müde und „leer“, ohne, dass es einen konkreten Anlass hierfür gäbe.
  • Empathen bevorzugen es oft, alleine zu sein und haben nichts gegen das Alleinsein; sind sogar sehr gerne alleine.
  • Empathen sind meist kreativ begabt und haben eine sehr starke Vorstellungskraft.
  • Auch verspüren Empathen eine sehr große Liebe zur Natur und den Tieren.
  • Emphatische Menschen fühlen sich in Unordnung; einer unaufgeräumten Wohnung zum Beispiel, unwohl.
  • Empathen haben sehr oft Tagträume.
  • Häufig ist es so, dass Empathen sich durch Regeln gefangen und eingesperrt fühlen.
  • Entweder haben Empathen meist ein sehr großes Interesse an der übersinnlichen Welt, oder aber eben große Angst davor
  • Empathen nehmen die Qualität des Essens besonders wahr.
  • Empathische Menschen haben für gewöhnlich eine sehr ausgeprägte Intoleranz gegen Narzissmus.
  • Sie mögen es auch nicht, gebrauchte Sachen zu kaufen.
  • Oftmals sind unter anderem auch Suchtverhalten, z. B. nach Alkohol oder gar Drogen, Anzeichen für das Dasein als Empath. 
  • Empathen hinterfragen oft und viel; verstehen nicht, wieso etwas (insbesondere bei Ungerechtigkeiten) so ist wie es ist und streben stets nach der Wahrheit.
  • Empathen sind Freigeister; Einschränkungen saugen an ihnen und die Vorstellung, nicht mehr das tun zu können, worauf sie Lust haben, vergiften regelrecht das Gemüt.
  • Empathen sind sehr an ehrenamtlichen Arbeiten interessiert und aufgrund ihrer Haltung auch sehr für solche geeignet.
  • Empathische Menschen setzen sich sehr stark für Mitmenschen ein wenn sie glauben, dass ihnen Unrecht getan wird. Sie können dabei sehr leidenschaftlich und laut werden.

Die Punkte, die nicht auf mich zutreffen, habe ich durchgestrichen, sprich, alles andere sind Dinge, die meist zu 100 % auf mich zutreffen, ohne hier näher auf alle Punkte einzugehen. Würde ich das tun, würde dieser Artikel wohl niemals enden. Sollte jemand jedoch Interesse daran haben, dass ich hier mehr zu schreibe; mehr über mein Erfahrungen und Empfindungen berichte, darf derjenige mich natürlich sehr gerne kontaktieren 🙂

Es ist manchmal wirklich schwierig und anstrengend, all diese Emotionen zu bündeln und irgendwie unterzubekommen; manchmal kommen so viele Emotionen zusammen, dass ich das Gefühl habe, zu explodieren; dass ich am liebsten schreien würde, um all das rauszulassen, was mich beschäftigt; was mich, meinen Körper und meinen Geist so in Anspruch nimmt.

Ich werde mich definitiv mehr mit dem Thema befassen und versuchen, all das etwas besser zu verstehen, auch wenn mich dabei vielleicht ein paar schief anschauen werden, immerhin gibt es immer noch genug Leute, die dies nicht nachvollziehen können, vielleicht sogar als Schwachsinn abtun. Ich hatte wie gesagt schon seit längerem das Gefühl, dass meine Emotionen teilweise nicht nur meine eigenen sind und mit mir durchgehen; dass es weit über das hinaus geht, was man als „sensibel“ oder „mitfühlend“ bezeichnet oder gar als „aggressiv“ bzw. „zu leidenschaftlich“ und es fühlt sich irgendwie gut an, das mal runtergeschrieben zu haben, auch wenn ich mir noch immer unsicher darüber bin, ob ich es tatsächlich posten soll, was ich hiermit ja dann jetzt letztendlich doch tue.

32 thoughts

  1. Ich habe das Wort Empath für das, was du hast noch nie gehört. Mir wurde es als Hochsensible Persönlichkeit, eine HSP erklärt 🙂 Scheint aber dasselbe zu sein 🤔 Ich habe das auch, schon seit ich ein Kind bin, wenn du magst kannst du mir gerne mal schreiben, wenn du jemanden zum Austauschen suchst ☺️ Gibt auch tolle Bücher darüber (:

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    1. Ich glaube das ist tatsächlich ein Unterschied, zumindest in den ganzen fachlichen Artikeln die ich gelesen habe, wurde immer unterschieden zwischen Empathen und HSP 🙂 mit HSP habe ich mich allerdings noch nicht so genau auseinandergesetzt, da ich nicht glaube, dass das 100%ig auf mich zutrifft, aber sehr gerne können wir uns austauschen. Nach Büchern bin ich auch schon am schauen, wenn du mir welche empfehlen kannst, immer her damit 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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  2. Liebe Ivy,

    Eine wirklich schöner Beitrag.
    In vielen Punkten kann ich mich nur anschließen und fühle mit dir, es gibt einfach zu viele Situationen, die einem das Herz zerreißen. Und meistens ist es so unglaublich schwierig in solchen Momenten auf Verständnis zu stoßen. Ich habe gestern mit meinem Freund einfach nur eine Serie geschaut und konnte es nicht ertragen, wie ein Charakter behandelt wurde. Klingt doof? Aber man kann es halt einfach nicht ändern. Ich musste dann wirklich rausgehen, um nicht in Tränen auszubrechen.
    Was für viele im Alltag wie eine Last scheint, finde ich aber unglaublich wichtig. Auch wenn man selbst dadurch täglich eine Gefühlsachterbahn durchleben muss, bringt es einem seinen Mitmenschen und Umfeld doch einfach näher…

    Liebste Grüße ❤ Jill

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    1. Liebe Jill,

      vielen Dank für dein liebes Kommentar!

      Es stimmt, auf der einen Seite gibt es natürlich einige Vorteile. Wie du schreibst, kommt man seinen Mitmenschen dadurch näher, allerdings brauche ich wohl noch ein bisschen, die Vorteile davon zu verstehen bzw. richtig wahrzunehmen. All die Jahre habe ich mich teilweise wirklich geschämt, dafür mitten auf der Straße in Tränen auszubrechen; ich war schon früher als Kind tatsächlich in Therapie, unter anderem wegen meiner „emotionalen Ausbrüche“, weil ich schon immer so hyperempfindlich und sensibel war und weil ich einfach nicht wusste, wohin damit, was sich dann letztendlich auch auf meinen Körper in Form von irgendwelchen Ticks ausgewirkt hatte. Aber jetzt, nachdem ich immer mehr darüber lese, scheine ich es langsam zu verstehen und hoffentlich auch die Vorteile davon zu erkennen. Zur Last wird es nämlich leider sehr häufig 😦

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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      1. Oh Ivy,

        Das tut mir furchtbar leid und da muss ich dir auf jeden Fall recht geben. Ich finde es nur schade, dass man dadurch in solche Situationen kommt. Oder es gar von anderen belächelt wird.
        Ich wünsch dir ganz viel Kraft und hoffe, dass du einen Weg damit findest.
        Ich werde dadurch oft als launisch abgestempelt und muss immer aufpassen, dass ich in kein Tief rutsche…
        Pass also gut auf dich auf und denk daran, dass nichts verkehrt mit dir ist.

        Drück dich ❤ Jill

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      2. Das mit dem launisch kenne ich, eben noch gut gelaunt, zwei Sekunden später tief betrübt. Früher wusste ich echt nicht woran das liegt – echt kurios, was Emotionen und der Körper an sich mit einem anstellen können, aber auch irgendwie interessant!

        Danke dir vielmals Jill ❤

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  3. Selbst wenn Dich ein paar Leute schief ansehen: So what!? 🙂 Manche Leute neigen halt dazu, ihre eigene Weltsicht als allgemeingültig hinzustellen, nach dem Motto:“Das kommt in meinem Umfeld nicht vor, also gibt es das auch nicht!“

    Ich persönlich denke, dass es nichts Schlechtes sein kann, den Versuch zu unternehmen, sich selbst ein wenig besser zu verstehen. Außerdem finde ich es gut, dass Du darüber schreibst!

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    1. Da hast du natürlich Recht, nur wenn man zu häufig auf Unverständnis stößt und ausgelacht wird, etc. wirkt sich das irgendwo natürlich auch auf die Emotionen aus, die ohnehin schon Achterbahn fahren, aber ich finde es immer toll, dass es Menschen gibt wie dich ❤

      Und es hat mir tatsächlich gut getan, das einfach mal runterzuschreiben. Ich denke fast täglich darüber nach und einfach zu schreiben hat wirklich geholfen!

      Danke dir also für dein liebes Kommentar!

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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  4. Hey Ivy!
    Ein wirklich interessanter und sehr ehrlicher Artikel.
    Ich dachte die ganze Zeit eigentlich nur „Oh Gott, wie anstrengend!“, was ich gar nicht böse oder wertend meine. Ich kann glaube ich ein bisschen verstehen, wie du dich fühlst, und fände es suuuper stressig, weil es ja auch einfach immer etwas mit einem und dem Körper macht. Ähnlich geht’s mir da mit meiner inneren Unruhe, ich kann halt nie lange still sitzen, bin super reizoffen und ablenkbar, habe ständig Kopfkirmes und komme kaum zur Ruhe
    Von den aufgelisteten Punkten treffen ein paar wenige auf mich zu, wenn es mehr wäre hätte ich sicherlich in meinem Job als Erzieherin in einer Psychiatrie große Schwierigkeiten, da mich das Leid der Kids übermannen würde. Somit bin ich sogar recht froh, eher kognitiv empathisch und teilweise sogar abgestumpft zu sein.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    1. Liebe Nicci,

      danke dir für dein Kommentar und du hast recht, es IST anstrengend sehr sogar. Früher habe ich mich teilweise wirklich geschämt, manchmal auf der Straße in Tränen auszubrechen oder halb durchzudrehen. Es ist schwer zu verstehen und ich denke auch schwer einzustufen, wo man jetzt genau hingehört. Aber nach dem ich so viel recherchiert habe, fühle ich mich 1. nicht mehr so alleine mit meinen emotionalen Ausbrüchen haha und darüber zu schreiben und zu lesen hat irgendwie befreiend gewirkt, weil ich jetzt nicht mehr das Gefühl habe, einfach nur ein große Heulsuse zu sein.

      Das mit der inneren Unruhe kenne ich auch, allerdings nicht so extrem.

      Und ich gebe dir Recht. In so einem Job wie deinem könnte ich niemals arbeiten, da würde ich verrückt werden. Meine Freundin arbeitet auch in der Psychiatrie, mehr mit Erwachsenen als mit Kindern, aber ihre Erzählungen hauen mich manchmal echt vom Hocker, dabei war ich gar nicht live dabei.

      Danke dir für dein liebes Kommentar ❤

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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      1. Das glaube ich dir sofort.
        Ich finde das aber immer noch besser, als völlig Unterkühltheit mit der manche Menschen anderen begegnen. Immerhin fühlt man mit, hinterfragt Dinge, zeigt Verständnis oder Mitleid. Ich glaube eine angemessene Balance dabei wäre gut, auch wenn man das selbst nicht wirklich beeinflussen kann.

        Schön, dass es dir geholfen hat, darüber zu recherchieren und zu schreiben 🙂

        Ja, das kann ich mir vorstellen. Im Beruf sind wir schon gut abgestumpft, was aber auch einfach notwendig ist. Manchmal berichte ich Freunden von bestimmten Situationen, die die schon völlig schockieren und ich denke mir nur, ach das war noch nicht mal wirklich so schlimm.

        Gerne ❤

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      2. Das sagt meine Freundin auch immer. Ich finde solche Jobs wirklich bewundernswert und interessieren tut es mich wirklich sehr, ob ich damit klar käme bezweifle ich allerdings – was auf der einen Seite schade ist, da gerade das ja meiner Meinung nach sehr wichtige Berufe sind. ❤

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      3. Das bezweifle ich auch, ohne deine Kompetenzen oder so in Frage stellen zu wollen. Aber mir kamen beim Lesen deines Textes ständig so Situationen aus der Arbeit in den Sinn. Das wäre glaube ich echt eine Empathieachterbahnfahrt 😀

        Ja, das sind sehr wichtige Berufe. Zum Glück ist die Bezahlung bei uns auch ganz gut, da wir im öffentlichen Dienst arbeiten. Ich finde Altenpfleger etc. geht’s da schlechter und die haben noch den körperlichen Aspekt dazu. Wir haben auch manchmal Krisen, wo wir Kids festhalten oder sogar in Betten fixieren müssen, aber das ist eher selten der Fall.

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      4. Das mit den Altenpflegern oder auch Krankenschwestern finde ich auch. Ich habe auch eine Bekannte die ist Altenpflegerin und dafür, dass sie kaum Freizeit hat und auch an Feiertagen arbeiten muss, ist sie total unterbezahlt, da verdiene ich ja teilweise mehr und ich bin schon unterbezahlt. Echt traurig …

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  5. Hi Ivy,

    sollen die Leute doch denken was sie wollen 😉
    Ich finde den Post wirklich sehr interessant und musste beim Lesen auch direkt an jemanden im meinem näheren Umfeld denken … vielleicht geht es demjenigen genau wie dir, wer weiß. Außerdem finde ich es super mutig, dass du den Post veröffentlicht hast, richtig klasse.
    Vielen Dank!!

    Liebe Grüße,
    Wiebi

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    1. Hallo Wiebi,

      vielen Dank, es freut mich sehr, dass bisher alle so positiv auf den Beitrag reagieren. Danke daher auch für dein Kommentar 🙂 Und du hast natürlich Recht, im Grunde sollte es mir vollkommen egal sein, was andere denken – komischerweise ist es mir das auch in allen anderen Bereichen meines Lebens, nur da es sich hierbei um ein für mich sehr sensibles Thema handelt, bin ich mir diesbezüglich doch immer etwas unsicher 🙂 Gerade weil viele das auch als „übersinnlichen Schwachsinn“ etc. abtun, weil sie nicht wirklich wissen, was es ist und worum es geht.

      Liebste Grüße
      Ivy

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      1. Genau darum geht es ja! Die Leute reagieren meist mit Ablehnung zu etwas das SIE nicht kennen. Das heißt noch lange nicht, dass es das nicht gibt … Oder das eben andere Menschen das Thema kennen und sich damit beschäftigt haben 🙂 So wie du!

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  6. Hey Ivy 🙂
    danke für deinen ehrlichen Beitrag und ich gehöre auch zu dieser „Sorte Mensch“, was jetzt nicht abwertend klingen soll. Ich erkenne mich in den meisten Punkten wieder und den Begriff Empathie kenne ich auch – Aber ich kenne das eigentlich unter dem Begriff HSP, also Hyper Sensible Person. Bei mir ist es aber auch so das ich viele Punkte mit Ängsten verbinde, was sich zwar mittlerweile etwas gelegt hat, weil ich einfach damit umzugehen weiß – Vllt macht das den Unterschied zu Empathen? – Aber unwohl sein etc ist ja auch irgendwo mit Ängsten verbunden – Vllt ist das Ausmaß der Angst auch ausschlaggebend. Ich forsche einfach nochmal für mich selbst nach. Dein Beitrag ist aber sehr informativ – Auch für Betroffene!
    Was ich persönlich am schlimmsten empfinde, dass ich manchmal platzen könnte. Und das in verschiedensten Situationen. Sport bringt mich immer ganz gut runter, wobei ich da auch nachlässig bin. Nachrichten meide ich mittlerweile komplett – Ich komme damit einfach Null klar. Natürlich erfahre ich hin und was durch IG etc, aber ich habe gelernt Nein zu sagen und versuche mich davon zu entfernen. Ich war vor einigen jahren auch mal in Therapie, da hatte ich aber auch extreme Panikattacken, einfach weil mir alles zuviel wurde – ich alles viel zu nah an mich ran gelassen habe. Eine Zeit habe ich im Einzelhandel als Verkäuferin im Modegeschäft gearbeitet und ich weiß nicht warum aber die Leute haben mir immer ihre Probleme anvertraut, auch wenn ich sie garnicht hören wollte – Auch das hat mich mitgenommen, mich nicht schlafen lassen etc. Am Ende wurde mir die laute Musik zuviel, Kinobesuche gingen nicht mehr und alles was mit Massen zutun hat stresste mich extrem. Meine Therapeutin damals hat mir in der Hinsicht geholfen, dass ich heutzutage Nein sagen kann, auch wenn es sich manchmal arschig anfühlt- ich finde ich habe das Recht an mich zu denken.
    Mittlerweile kann ich so wie ich bin auch ganz gut damit leben. Genauso weiß ich aber auch das ich alles was um mich passiert, was ich wahrnehme nicht verdrängen kann und es mich einholen würde, würde ich es verdrängen… Ich versuche einfach weiterhin einen guten Mittelweg zu finden und es ist immer wieder „beruhigend“ zu wissen das man nicht der einzige Mensch auf Erden ist, der so empfindet, sondern Gleichgesinnte ähnlich wahrnehmen.
    Auch sehe ich mein „Problem“ nicht mehr als das NEGATIVSTE auf der Welt an, sondern sehe es als Stärke an und nehme das positive mit. Schließlich wird es einen Grund geben warum ich so bin – Und das Ziel ist der Weg!
    Bevor ich jetzt garnicht mehr aufhöre, höre ich jetzt lieber auf ^^
    Ich drücke dich und schicke dir viel Liebe:)
    Stella

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    1. Hallo Stella,

      erst einmal danke für dein ausführliches Kommentar! Empathie unterscheidet sich tatsächlich von HSP. Ich habe einige psychologische etc. Artikel gelesen und dort wurde zumindest immer wieder noch einmal dazwischen unterteilt. Bei HSP ist das Ganze wohl noch etwas intensiver und extremer, hat vielleicht sogar auch was mit den Ängsten zu tun, von denen du sprichst? Bezüglich HSP habe ich mich nicht so gründlich schlau gemacht muss ich zugeben. Ich habe hier und da ein paar Punkte dazu gelesen und festgestellt, dass es nicht so richtig auf mich zutrifft, da passt das mit der Empathie eher. Vielleicht ist es auch im Grunde dasselbe bzw. ähnlich, nur in abgeschwächter Form … um hier genau vergleichen zu können, habe ich bisher zu wenig gelesen und noch mit zu wenig Leuten gesprochen glaube ich 🙂 Aber das kommt noch hihi

      Das mit den Ängsten habe ich nicht, Gott sei Dank. Ich habe natürlich Ängste, Flugangst, Angst davor Menschen zu verlieren etc. pp. aber so wie du es oben beschreibst empfinde ich das nicht. Ich leide einfach mit den Menschen; ich habe das Gefühl, sämtliche Emotionen der Menschen quasi (ungewollt) in mich aufzusaugen, wodurch das Gefühl entsteht, zu platzen – wie du es auch beschrieben hast. Als wäre der Kopf und das Herz zu voll und man weiß einfach nicht wohin damit …

      Aber ich finde es auch sehr beruhigend, dass es noch mehr Menschen gibt, denen es genauso bzw. ähnlich geht. Wenn ich etwas gelernt habe in den letzten Wochen und Monaten, dann ist es das, dass es so viele verschiedene Arten, Stufen und Formen diesen emotionalen Belastung gibt, dass es fast schon schwer ist, sich da richtig einzuordnen.

      Als Problem sehe ich es nicht an, es macht mir nur teilweise tatsächlich sehr zu schaffen, eben weil man z. B. keine Nachrichten mehr schauen kann (ich tue es trotzdem, weil ich einfach auch diesen Wissensdurst habe) ohne in Tränen auszubrechen und das Gefühl zu haben, daran zu ersticken oder eben Nächte lang nicht schlafen zu können, weil man sich ständig Gedanken macht; sich in Situationen betroffener Menschen hineinversetzt … manchmal ist es echt zum verrückt werden und auch wenn ich schon echt gelernt habe, diese Emotionen etwas zu kompensieren überrascht es mich dennoch immer wieder und dann ist da immer dieses Gefühl explodieren zu müssen, weil einfach der Körper auf einmal viel zu eng wird – und dann natürlich noch das WIssen, eigentlich nichts daran ändern zu können; also an dem, was diese Gefühle auslöst.

      Aber ich denke man kann damit gut leben und besser einmal zu viel rum geheult, als völlig unterkühlt zu sein 🙂

      LIebste Grüße
      Ivy

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      1. Hey Ivy 🙂

        also ich denke schon das es durch die Ängste stärker ausgeprägt ist und demnach den Unterschied macht. Zumal es wie du schon sagst zig Abstufungen gibt und man selber gucken muss wie man sich da überhaupt einordnen kann. Aber ich bin froh das man heutzutage vieles im Internet findet, einfach um sich selbst schlau zu machen und auch Gleichgesinnte zu treffen.
        Das mit dem „innerlichen Platzen“ ist bei mir aber ganz ähnlich wie auch du es beschreibst – Nur das es früher dann auch gerne mal in Panikattacken über gegangen ist- Mittlerweile ist es einfacher. Es überkommt mich zwar immer mal wieder, aber ich versuche mich dann immer auf mich und meiner innerer Ruhe zu konzentrieren. Das klingt jetzt einfach – Aber es hat mich auch Jahre gekostet. ^^

        Was Flüge etc angeht da traue ich mich immer noch nicht – Also da ist es schon so das die Angst davor noch sehr extrem ist – Ich habe da quasi schon vorher Angst was alles passieren kann etc. Also hier nochmal stärker – Die Angst vor der Angst und das damit verbundene Kopfkino..
        Aber gut das hat dann widerum weniger mit Empathen zutun 😉

        Noch mal zurück zur Empathie…Ich finde es auch wenn es für Betroffene keineswegs leicht ist ebenso besser wenn man zuviel fühlt und Emotionen lässt, als wenn man total abgestumpft ist und garnichts an sich ranlässt. Vllt ist das Geheimnis einen guten Mittelweg zu finden.

        Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und bin auf weitere Berichte deiner Gedankenfetzen gespannt!
        Herzige Grüße, Stella

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      2. Da hast du auf jeden Fall Recht und ich stimme dir da voll und ganz zu. Ich kann mir vorstellen, dass es aufgrund der Angstzustände und Panikattacken noch mal einen ganzen Ecken extremer ist. Wenn ich überlege, dass mich meine Situation teilweise schon echt überfordert, bin ich froh, dass dies nicht noch zusätzlich bei mir der Fall ist. Aber da ich auch erst vor kurzem mich so richtig damit befasst habe, sprich früher immer alles unwissend über mich habe ergehen lassen und daher erst jetzt so richtig weiß, was eigentlich los ist, wird es wahrscheinlich noch ein bisschen dauern, bis ich das alles „in den Griff bekomme“ 🙂 aber dank Internet, Büchern und HIlfe von Außen wird das bestimmt klappen 🙂

        Was Flugangst angeht – die ist bei mir ja sehr sehr ausgeprägt, aber ich habe für mich festgestellt, dass der beste Weg tatsächlich die Konfrontation ist. Außerdem ist Reisen ein viel zu großer und wichtiger Teil von mir, als das ich auf das Fliegen verzichten könnte. Ich habe hier schon alles probiert, Tabletten, Alkohol (haha), Therapie, Flug im Cockpit (das war eher Zufall aber echt mega toll), andere Medikamente z. B. ähnlich stark wie Sediermittel, Gespräche mit Piloten und Hörbücher. Am ehesten geholfen haben mir die Gespräche mit den Piloten und Stewardessen und tatsächlich das Hörbuch. da kann ich dir gerne eins empfehlen wenn du daran arbeiten möchtest, gegen diese Angst anzugehen 🙂 Ich muss zwar nach wie vor Panikattacken ausstehen auf dem Weg ins Flugzeug und letztendlich auch während des Fluges aber ich konzentriere mich dann immer auf das Ziel und bisher habe ich noch jeden Flug überlebt, im Grunde ist es also wahrscheinlich gar nicht so schlimm. Ich muss einfach lernen meinen Kopf auszuschalten. Und ja, die meisten haben tatsächlich Angst vor der Angst (das hat auch mein Therapeut damals immer angesprochen) aber ich glaube das ist bei mir weniger der Fall, ich hab tatsächlich einfach nur Angst, dass das Ding abstürzt oder explodiert^^ was ja eigentlich das unwahrscheinlichste auf der Welt ist, aber trotzdem – aufgrund meiner ausgeprägten Fantasie – machen sich die verrücktesten Katastrophenszenarien in meinem Kopf breit 😀

        Ich wünsch dir jedenfalls auch ganz viel Erfolg weiterhin, aber so wie es aussiehst, kommst du ja schon sehr gut damit zurecht und hast dich schon sehr lange damit befasst 🙂

        Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag!

        Ivy

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      3. Huhu … ja man könnte jetzt sagen sei froh das es bei dir nicht so ausgeprägt wie bei mir ist, aber das fände ich nicht richtig, denn ich weiß wie schlimm es für einen selbst ist. Ich kann ich sehr gut nach empfinden wie du dich fühlst. Aber was toll ist – Du beschäftigst dich damit, kannst darüber schreiben, dich austauschen und konfrontierst dich damit. ♥

        Oh man was Flüge angeht^^ ich muss ehrlich sagen ich liebe auch das Reisen. natürlich gibt es da auch andere Reiseoptionen – Nur sind die mit mehr Anfahrtszeiten und Kosten verbunden. Ich würde so gerne einfach ins Flugzeug spazieren, aber mich graut es leider sehr .
        Deine Hörbuch-empfehlung würde ich mir sehr gerne mal näher anschauen – Also nur raus damit … Schaden kann es sich nicht.
        Du weißt garnicht wie oft ich darüber nachgedacht hab im Flugzeug zu sitzen. Es startet, die Angst überkommt mich und wahrscheinlich das schlimmste – Das es keinen Ausweg gibt. Ich kann ja nicht mal eben sagen haltet an ich muss hier raus^^ Das Thema lastet echt schwer an mir und in der Hinsicht habe ich auch über Alkohol, Tabletten und sonstiges nachgedacht, aber in meinem Horror Szenarium hat auch das nichts gebracht. Dann widerum denke ich mir…Ich sollte es einfach mal wagen. So ein Kurzflug in ne andere Stadt – Vllt hilft mir ja das Hörbuch und ich wage es wirklich mal. Wünschen würde ich es mir jedenfalls.

        Sonst im allgemeinen fühle ich mich tatsächlich gut. Ich habe alles was mich zusätzlich stresst in diesem Jahr aus meinem Leben gestrichen und fahre damit nochmal besser 🙂

        Dir auch einen tollen Tag 🙂 Stella

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      4. Das Hörbuch heißt „Flugangst: Mit wirksamen Strategien bewältigen und auflösen. Endlich wieder entspannt fliegen!“ von Antonia Arboleda-Hahnemann. Das was ich so gut daran finde ist, dass man quasi in einer Situation ins Geschehen hineingeworfen wird. Man erlebt einen Flug live mit, von Anfang bis Ende mit sämtlichen Geräuschen, Ansagen etc. und währenddessen erklärt ein Lufthansa Pilot und die Sprecherin ebenfalls, was welche Geräusche bedeuten, was passiert etc. Ich höre mir das Hörbuch schon eine Woche vor jedem Flug fast täglich an um mich schon mal an die Situation zu gewöhnen 🙂 und es gibt auch Tipps für Entspannungstechniken, es wird sogar erklärt, woher die Angst überhaupt kommt, wie man dagegen vorgehen kann, wie sicher das Fliegen ist etc. pp. alles begleitet von dem Lufthansa Piloten und da Lufthansa z. B. auch mein bevorzugte Airline ist, gibt mir das noch mal ein bisschen mehr Sicherheit 🙂 Lufthansa z. B. auch bietet diese Flugangstseminare an inklusive einem Flug. Die sind zwar nicht sehr billig, aber manche schwören ja wirklich auf diese Seminare, weil man live und hautnah alles erklärt bekommt mit anschließendem Praxistest. 🙂

        Aber das Hörbuch kann ich wirklich empfehlen, das hilft mir besser als alle Medikamente die ich bisher probiert habe und auch viel besser als die Therapiestunden 🙂 Hypnose wollte ich mal probieren, wobei ich nicht so richtig daran glaube, weshalb ich mich wohl nicht komplett drauf einlassen könnte und es dann ohnehin nicht funktionieren würde – aber mal schauen 🙂

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      5. Hey Ivy das hilft mir schon mal weiter. – Danke, ich werde es mir zulegen!
        Schön das du auf betäubende Mittel verzichten magst – Ich selbst finde es auch wichtig das man sich stellt und es quasi miterlebt um sich seinen Ängsten zu stellen, wobei ich wahrscheinlich doch mit Vorrat fliegen wollen würde.
        Hypnose wollte ich damals auch gegen meine Ängste angehen, aber ich habe ebenfalls Probleme mich fallen zu lassen…Vllt braucht man auch einfach das richtige Gegenüber.
        Liebe Grüße ♥

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      6. Ich denke die Person, die dir gegenüber sitzt, spielt da eine sehr große Rolle. In meiner Flugangsttherapie konnte ich mich auch nicht so richtig öffnen, weil ich mit dem Psychologen nicht soo klar kam bzw. ihn nicht unbedingt sonderlich sympathisch fand. Naja, das kriegen wir auch so hin … irgendwann 😀

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  7. Liebe Ivy,

    ein sehr schöner Beitrag über ein Thema, das ich nur zu gut kenne, denn es geht mir in vielen Punkten genauso. Meine Freunde lachen immer, wenn ich in Tränen ausbreche, weil ich eine bestimmte Musik höre oder einen Film sehe, wo sie denken, dass das überhaupt nicht traurig ist. Auch bei Nachrichten oder Problemen anderer fällt es mir schwer, mich davon nicht übermannen zu lassen. Vor Jahren hatte ich mal ein Praktikum im Jugendamt, es war absolut furchtbar. Die Gesichter der Kinder werde ich wohl nie vergessen. Mittlerweile komme ich mit all dem aber besser zurecht, obwohl, wie du auch schreibst, es schlimmer wird, umso älter ich werde. Ich schaue jetzt kaum noch Nachrichten und halte mich von schlimmen Themen fern. Das ist vielleicht nicht richtig, aber ich lebe damit glücklicher. Außerdem kann ich die Welt in meinem jetzigen Leben leider nicht mehr ändern.

    Eine Freundin sagte mal zu mir, ich wäre perfekt für den sozialen Bereich geeignet, weil ich mich so gut in andere hineinversetzen könnte. Stimmt schon, aber es würde mich auch kaputt machen, das steht fest. Allerdings hat diese Empathie auch gute Seiten, glaub mir. Denn wenn ich manchmal sehe, wie blind andere gegenüber ihren Lieben sind, gebe ich, wenn ich gefragt werde, sehr gern hier und da einen Hinweis. Und es ist jedes Mal toll zu sehen, wenn es anderen dadurch besser geht. Ich höre gerne zu und versuche nach meinen Möglichkeiten zu helfen. Ich wünsche dir alles Gute!

    Liebe Grüße
    Ella ❤

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    1. Hallo Ella,

      danke dir, es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt! Und jaa, es gibt immer wieder Leute, die einen dafür auslachen. Eigentlich ziemlich traurig 😦 Im Grunde können wir ja nichts dafür.

      Ich glaube soziale Berufe wären nichts für mich. Vielleicht wäre ich gut darin, ich weiß es nicht, aber ich denke auch, dass ich mit alledem nicht so klar käme.

      Was die Nachrichten angeht, ich habe versucht, sie nicht zu schauen, aber ich habe tatsächlich so einen Wissensdurst, dass ich ohne Nachrichten eigentlich gar nicht kann. Ich quäle mich selbst teilweise mit, dessen bin ich mir bewusst, aber ich habe einfach dieses Verlangen zu wissen, was in der Welt passiert und damit kommt dann meist auch das Bedürfnis einher, Dinge verändern zu wollen, was letztendlich dazu führt, dass ich Geld irgendwohin spende oder mich erkundige, wie ich sonst helfen kann. Meist gibt’s da aber nicht so viele Optionen, leider 😦

      Es ist aber schön zu sehen, dass es noch mehr Leute gibt, denen es ähnlich geht! Danke dir daher für dein liebes Kommentar!

      Liebste Grüße
      Ivy ❤

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  8. Zunächst einmal finde ich es völlig legitim auch über solche Themen zu schreiben, wenn sie einen beschäftigen. Schließlich ist es dein Blog, du kannst damit machen, was du möchtest.

    Zum eigentlichen Thema: Ich persönliche halte mich ebenfalls für einen sehr empathischen Menschen, allerdings nicht in diesem „übernatürlichen“ Sinn, der teilweise damit verbunden ist, sondern einfach in Bezug auf die große Emotionalität, wobei es bei dir, nach deiner Beschreibung, noch stärker ausgeprägt zu sein scheint als bei mir.

    Besonders deutlich wird das bei mir oft bei Filmen und Büchern mit schweren Schicksalsschlägen. Da kullert mir nicht nur ein Tränchen über die Wange, manchmal weine ich richtig lautstark und bekomme kaum noch Luft. Oder ich schäme mich zutiefst für meine Hautfarbe und kann, bis heute, nicht begreifen, warum Menschen einander so etwas Schreckliches angetan haben. Das war bei mir schon immer so, wenn ich mich mit Menschen bzw. Charakteren stark identifiziere – ich spüre deren Emotionen dann als wären es meine eigenen (wie bei der affektiven Empathie oben), als wäre es mein eigenes Herz, das gerade gebrochen wird oder als würde ich gerade einen geliebten Menschen verlieren.

    Von Schulkameraden wurde ich deswegen ausgelacht, meine Mutter konnte immer nur den Kopf schütteln und hielt es für total bescheuert, dass ich mich da so „hinein steigere“. Aber so bin ich einfach, das mache ich ja nicht mit Absicht.

    Inzwischen weiß ich, dass das auch vollkommen in Ordnung ist. Ein Kurs zum Thema ‚Konfliktmanagement‘ an der Uni hat mir damals geholfen das zu begreifen. Jeder Mensch ist anders und manche reagieren eben stärker auf bestimmte Emotionen als andere.

    So genau wie du habe ich mich nie mit dem Thema beschäftigt, aber sehr viele Punkte auf deiner Liste treffen auch auf mich zu. Aber mittlerweile finde ich das, wie gesagt, vollkommen in Ordnung und habe gelernt damit zu leben, wobei das jetzt viel dramatischer klingt, als es gemeint ist. Aber ich weiß zum Beispiel, wie ich mich auf andere Gedanken bringen oder wieder aufheitern kann, wenn mich irgendetwas total traurig gemacht hat und ich auf andere Gedanken kommen muss, um mit dem Weinen aufzuhören.

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    1. Es tut mir sehr Leid, dass du früher deswegen ausgelacht wurdest und auch deine Mutter nicht so richtig nachvollziehen konnte, wieso du so empfunden hast.

      Ich wurde und werde auch oft merkwürdig angeschaut oder als launisch bezeichnet, aber ich denke die meisten in meinem Umfeld verstehen das, aber ich habe mir tatsächlich auch angewöhnt, mich irgendwohin zu verkrümeln, wenn ich merke, dass wieder so ein emotionaler Ausbrauch naht. Bei mir ist es auch nicht nur bei Filmen etc. so, sondern es geht mir mit allen Menschen so. Wenn es einem Menschen schlecht geht, der mir nahe steht, merke ich das sofort und fühle mich solange auch schlecht, bis es der Person wieder besser geht. Meine Laune ändert sich manchmal innerhalb weniger Sekunden, ganz nach dem Motto „Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Das trifft bei mir zu wie die Faust aufs Auge. Wenn ich jemandem sehe, dem es schlecht geht, dann geht es mir schlecht. Wenn jemand überglücklich ist, fange ich an zu strahlen. Es scheint wirklich so, als würden die Emotionen der Menschen auf mich abfärben und das kann manchmal so anstrengend sein, besonders wenn meine eigenen Gefühle noch hinzukommen.

      Aber natürlich geht es mir mit Filmen etc. genauso. Besonders schlimm ist es, wenn ich alleine bin. Wenn ich mit Leuten zusammen bin versuche ich mich immer zu beherrschen oder – wie oben erwähnt – ins Badezimmer zu verkrümeln oder entschuldige mich gerade nach draußen oder sonst wohin.

      Vielen Dank für dein tolles Kommentar! Es freut mich sehr, zu hören, wie gut du damit inzwischen umgehst ❤

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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