REVIEW: SCHOKOPOKALYPSE – CHRIS CALLAGHAN

Es war das Cover, das mich ein bisschen an Der Kaugummigraf erinnerte und gleichzeitig auch der Titel, die mich absolut neugierig machten. In den letzten Monaten habe ich meine Liebe zu Kinderbüchern wiederentdeckt und konnte bei diesem Titel einfach nicht widerstehen. Ein Buch über eine Schokoladen-Apokalypse? Einfach genial. Abgesehen davon, dass ich von dem Buch ständig Hunger auf Schokolade bekam, insbesondere auf die sogenannten Schokidoki-Riegel, die es ja in Wirklichkeit leider nicht gibt, hat mir das Buch insgesamt wirklich unglaublich gut gefallen! Wenn ihr wissen möchtet, wie gut, dann lest euch unbedingt meine nachfolgende Rezension durch. Ein ganz großes Dankeschön an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch gegen meine ehrliche Meinung!

Autor: Chris Callaghan
Titel: Schokopokalypse
Verlag: Chicken House
Erscheinungsdatum: 31. August 2017


Jelly liebt Schokolade. So wie ihre Oma, ihre Eltern und überhaupt jeder in Mampfton. Schließlich ist die kleine Stadt das Zentrum der Schokoladenherstellung. Doch dann kommt die Horrormeldung: Die Schokopokalypse steht bevor! In wenigen Tagen soll Schluss sein mit Schokodokis und all den anderen Köstlichkeiten. Jelly kann das einfach nicht glauben. Und obwohl sich alle schokopokalyptischen Vorzeichen bewahrheiten, hat sie einen anderen Verdacht. Dass Geschäftsmann Garibaldi und der dubiose Dave irgendwas im Schilde führen …

 

[Quelle: http://www.carlsen.de]


„Wo ist Willy Wonka, wenn man ihn braucht?“

Das Ende der Welt ist eine häufig genutzte und gern gesehene Thematik in Büchern, Filmen oder Fernsehserien. Sei es nun die altbekannte Zombieapokalypse, eine Alieninvasion oder ein Virus, das die ganze Welt befällt – wir haben alles schon gesehen. In diesem Buch hier geht es allerdings nicht um das bevorstehende Ende der Welt, sondern – viel schlimmer – um das Ende aller Schokolade.

Unsere Protagonistin Jelly (kurz für Jennifer) wohnt gemeinsam mit ihrer hart arbeitenden Mutter, ihrem Vater, der erst kürzlich seinen Job verloren hat und ihrer Großmutter, die wegen Platzmangel im Haus in einem Wohnwagen lebt, der im Vorgarten steht, in einer Kleinstadt namens Mampfton die bekannt und berühmt ist für ihre Schokolade. Hier gibt es Unmengen an Schokoladenläden und sogar das größte Schokoladenlager der Welt hat seinen Sitz hier in Mampfton.

Als dann plötzlich irgend ein merkwürdiger Professor in den Fernsehnachrichten verkündet, über eine Prophezeiung gestolpert zu sein, die besagt, dass in wenigen Tagen sämtliche Schokolade auf der ganzen Welt verschwinden wird, macht sich zunächst kaum einer Gedanken über die Konsequenzen. Immerhin wohnen sie in Mampfton, der Schokoladenstadt schlechthin. Hier gibt es immerhin genug Schokolade, und zwar für alle.

Als die Schokolade dann plötzlich dennoch knapp wird, sieht es so aus, als würde die Schokopokalyspe tatsächlich bevorstehen. Jelly ist verrückt nach Schokolade und weigert sich zu glauben, dass das Ende der Schokolade bevorstehen soll; sie kann einfach nicht glauben, dass es in nur wenigen Tagen schon keine Schokolade mehr geben wird – und zwar nie wieder. Sie fängt also an zu ermitteln. Sie ist fast 100 % sicher, dass dieser merkwürdige und unhöfliche Besitzer des luxuriösesten Schokoladenladens der Stadt, Herr Garibaldi Schokolati, etwas mit der Sache zu tun hat. Und dem dubiosen Dave traut sie auch nicht über den Weg. Außerdem wäre da auch noch ihre viel zu laute und viel zu nervige Nachbarin, Mrs Bunstable, die bei jeder Gelegenheit herumschnüffelt. Nun liegt es also an Jelly das Rätsel zu lösen, herauszufinden, was es mit der ganzen Sache auf sich hat und ob es tatsächlich stimmt, was der Professor über das endgültige Ende der Schokolade erzählt hat – bevor es zu spät ist. Denn geben wir es zu, eine Welt ohne Schokolade wäre ein absoluter Albtraum.

Ich bin ein riesiger Roald Dahl Fan und dieses Buch hat mich so sehr an meine Lieblingsgeschichte, Charlie und die Schokoladenfabrik erinnert, es war einfach großartig. Schokopokalypse ist ein lustiges und aufregendes Abenteuer mit wundervollen und großartigen Charakteren. Ich habe mich sofort in Jelly verliebt und auch die liebe Gran hat sich ganz rasch zu einer meiner absoluten Lieblingsfiguren gemausert. Die Chemie zwischen den beiden hat einfach gestimmt; am besten waren ohnehin die Witze, die Jelly über die Unterhosen ihrer Großmutter gemacht hat. Einfach großartig!

Jelly ist eine Heldin, wie sie jedes Kinderbuch haben sollte. Sie ist klug, hartnäckig, stark und hat einen großartigen Sinn für Humor. Sie ist außerdem ein unfassbar liebes Mädchen, fürsorglich und absolut liebenswert. Sie ist definitiv eine der liebevollsten und mutigsten kleinen Mädchen, die ich bisher in Kinderbüchern kennen lernen durfte. Auch die anderen Charaktere, allen voran ihre Familie, ist einfach wunderbar ausgestaltet, lustig und liebenswert. Ich liebe Geschichten, die die Familie der Hauptfiguren nicht in den Hintergrund drängen, nur weil es ohne eine Familie eben leichter ist, um gleichzeitig damit noch ein bisschen Drama zu verursachen. Das Zusammenspiel der Figuren war einfach bemerkenswert und einige der schönsten Szenen waren definitiv die familiären Momente, zum Beispiel beim Teilen des vermeintlich letzten Stück Schokolade. Es hat mir auch sehr gut gefallen, wie Jelly stets versucht hat, ihren Vater von Schwierigkeiten fernzuhalten. Sie wirkte trotz ihres jungen Alters teilweise schon richtig erwachsen.

Jelly’s Familie hat mich wirklich sehr an die von Charlie erinnert. Ihr Vater hat erst kürzlich den Job verloren, weshalb ihre Mutter nur umso härter arbeiten muss, um genug Geld zu verdienen, damit sie ihre Familie auch über die Runden bringen kann. Doch immer dann, wenn das Monatsende naht, haben sie kaum noch etwas zu essen und sie ernähren sich meist, sowohl zum Frühstück als auch zum Abendessen, von Ravioli auf Toast. Was ich dabei so großartig finde ist, dass die Familie ihr Glücklichsein und ihre Zufriedenheit nicht von der Menge an Geld, dass sie zur Verfügung haben, abhängig macht. Ganz gleich ob sie nun viel oder wenig zu essen haben, sie sind dennoch eine Familie die zusammenhält, die das Beste aus allem macht und glücklich und zufrieden mit dem was sie haben, was in meinen Augen eine wundervolle und wichtige Message ist, denn gerade heutzutage ist es ja nicht unüblich, dass Menschen glauben sie könnten nur glücklich sein mit genug Geld auf dem Konto und den teuersten und angesagtesten Klamotten im Kleiderschrank.

Allerdings bin ich ein bisschen enttäuscht, dass die hübschen Illustrationen aus dem Original nicht mit übernommen wurden. Man kann sich einige im Internet anschauen und sie sind einfach so wunderschön und perfekt zur Geschichte passend, dass es das Leseerlebnis noch um einiges wertvoller gemacht hätte, wären die hübschen Bildchen auch in die Deutsche Ausgabe mit übernommen worden.

Schokopokalyspe ist ein lustiges und magisches Abenteuer mit einer interessanten, amüsanten und großartigen Storyline und unglaublich gut ausgearbeiteten Charakteren. Aber passt auf, wenn ihr das Buch lest, solltet ihr sicherstellen, dass ihr genug Schokolade zu Hause vorrätig habt, denn ich verspreche euch, eure Lust auf Schokolade wird während des Lesens bis ins Unermessliche steigen. Ich hatte leider keine Schokolade zu Hause, haben mir dafür aber eine heiße Schokolade gegönnt.

WEITERE REZENSENTEN

Books and Cats

I was browsing the website of one of my favorite German publishing companies when I stumbled across Chris Callaghan’s debut novel called The Great Chocoplot. It sounded like so much fun; I had to read it. Thank you so much to the German publishers who sent me a copy of this book in exchange for an honest review! If you want to know if I liked the book or not, keep reading.

author: Chris Callaghan
title: The Great Chocoplot
publisher: Chicken House
publication date: March 3rd, 2016


Life for Jelly Welly—or Jennifer Wellington—is totally and utterly normal in Chompton-on-de-Lyte. She lives with her mum and dad and gran, has nosy neighbors who like to gossip, and really needs to think of a science project that will get her a good grade.
 
But when news breaks of an impending chocopocalypse, her whole world—and the world at large—is thrown into utter chaos.
 
With only six days left until no more chocolate, Jelly has a sneaking suspicion that something isn’t right. She and her gran investigate, picking up on a mysterious trail of clues.
 
Is it really the dreaded chocopocalypse, or is there a mastermind behind the madness?

 

[source: http://www.goodreads.com]


The end of the world is a common theme in books and movies and TV shows. Whether it’s a zombie abocalypse, an alien invasion or a virus that infects the whole word – we’ve seen it all. But this time it’s not about the upcoming end of the world, it’s about the end of chocolate (which is much worse though).

Our main character Jelly (short for Jennifer) lives with her family in a small town called Chompton-on-de-Lyte with her hard-working night-shift Mom, her dad, who has recently lost his job, and her grandmother who actually lives in a trailer right on their front porch. Chompton is known and famous for its chocolate. There are dozens of chocolate shops and even the largest chocolate warehouse on the planet is located in Chompton.

When some weird professor tells on the news that he discovered a prophecy that says that all chocolate in the world will run out in only a couple of days at first nobody in Chompton seems to really care because duh, they live in Chompton and there’s more than enough chocolate for everyone.

But then, all of a sudden, chocolate starts to run out. It seems like the Chocopocalypse is really happening. Jelly, who’s utterly obsessed with the delicious chocolate refuses to believe that the Chocopocalypse is really happening; she cannot believe that only in a few days there won’t be any more chocolate. So she starts to investigate. She’s almost 100 % sure that the weird owner of that luxury chocolate shop, Mr Garibaldi Chocolati, has something to do with it. She’s also positive that there’s something wrong with Dodgy Dave. And then there’s still their noisy next-door neighbour, the old Mrs Bunstable, who sneaks around whenever she can. Now it’s all up to Jelly to solve the riddle and to find out if the Chocopocalypse is really happening – before it’s too late. Because we all agree that a world without chocolate wouldn’t be the same, right? Let’s be real, it’d be a nightmare.

I am a huge Roald Dahl fan and this book reminded me so much of Charlie and the Chocolate Factory, I absolutely loved it. The Great Chocoplot is a fun and exciting adventure with brilliant characters. I fell in love with little Jelly immediately and Gran became one of my favorite characters from this book very quickly as well. I loved their chemistry; I loved how they worked together all that time and I absolutely adored Jelly’s jokes about her grandmothers knickers. It was the absolute best and so so funny.

Jelly is one of those heroines every childrens book should have for little girls to relate to. She’s clever, persistant, strong with a great sense of humour. She’s also such a nice girl, caring and likeable; she’s one of the cutest and bravest little girls I ever came across in a childrens book. Also the rest of the cast is great, supporting and nice, they all care for each other; seem kind of naive sometimes, but are all so funny and loveable. I absolutely love it when a book doesn’t push the family into the background. Some of the funniest scenes are actually the family moments, especially when they share the possible last piece of chocolate. I also loved how Jelly kept trying to keep her father out of trouble; she seemed so grown up at times

Jelly’s family reminded me a lot of Charlie’s family. Her father lost his job and her mother has to work even harder to earn enough money in order to supply the whole family with food. But whenever the end of the month approaches, they rarely have any food left. They eat Ravioli on toast for dinner or for breakfast but it’s not like they make their happiness conditional on the money they have or don’t have. They are one happy family, no matter how much money they have and that is a very important message because nowadays some kids/people seem to think that they can only be happy when they have enough money to buy the newest, most beautiful and most expensive clothes for example.

I’m a bit sad though, that the German publishing company did not include the illustrations by Lalalimola. You can see some of them online and they are absolutely gorgeous and fit the book perfectly.

The Great Chocoplot is a fun and magical adventure with a great plot and brilliant characters. But be aware, if you read this, make sure to have some chocolate available at home because I promise you it will make you hungry for a lot of chocolate. I didn’t have some at home though, so I drank a hot chocolate instead.

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Miss Cleveland is reading | An awfully big blog adventure | Booklover Jo

 

 

 


9 thoughts

  1. HAHA Ivy,
    bei der Vorschau dachte ich erst du hast das wirklich Schokolade liegen, aber es ist tatsächlich ein Buch! Sehr cool! Und die Rezi klingt so gut..ich könnte mich nun in Schokolade legen. 🙂
    Ich versuche mich aktuell auch wieder an Kinderbüchern und dieses Schätzchen wandert somit mal auf die WULI 🙂
    Danke für den Tipp und dir einen wunderschönen Tag 🙂
    Stella ♥

    Gefällt mir

    1. Hallo Stella,

      ich finde das Cover auch sooo cool haha ich würde am liebsten in das Buch reinbeißen 😀 das Originalcover ist auch super schön ❤

      Das Buch kann ich dir wirklich nur empfehlen! Ebenso auch Der Kaugummigraf wenn du dich wieder häufiger an Kinderbüchern versuchen möchtest hihi ❤ Das Cover ist ebenso toll und die Geschichte auch!

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  2. Was für eine tolle Rezension, liebe Ivy!
    ich bin absolut begeistert.
    Ha, wie gut, dass ich heute ein klienes Büchershoppingdate habe – da werde ich gleich einmal nach dieser Geschichte Ausschau halten, vielen lieben Dank für den Tipp – es klingt einfach wundervoll!

    Liebste Grüße ❤ Jill

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    1. Hallo liebe Jill,

      freut mich sehr, dass dir die Rezension gefällt hihi das Buch lohnt sich auf jeden Fall ❤ Ein richtig schönes Kinderbuch! Kann ich dir also wirklich nur ans Herz legen, bei Gelegenheit mal zu lesen hihi ❤

      Ich hoffe dein Büchershoppingdate lief erfolgreich 😀

      Liebste Grüße
      Ivy

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