BLACK HISTORY MONTH

Hallo ihr Bücherwürmer!

Der Black History Month wird zwei Mal im Jahr gefeiert, in den USA und in Kanada im Februar, in Großbritannien im Oktober. Wer mithin viel in der internationalen Buchwelt unterwegs ist, bzw. vielen Booktubern, Buchloggern usw. aus den USA und/oder Großbritannien folgt, ist mit Sicherheit schon mal über den Black History Month gestolpert und hat vielleicht sogar schon einmal selbst daran teilgenommen.

Viele von euch hören jetzt aber vielleicht auch zum ersten Mal davon, daher möchte ich ganz kurz  zusammenfassen, worum es hier geht:

Es geht darum, sich während dieser Zeit intensiv(er) mit der Geschichte der Schwarzen zu beschäftigen.

Dem Black History Month ging seinerzeit die „Negro History Week“ voraus, die 1926 von Carter G. Woodson initiiert wurde, um die Öffentlichkeit auf den Beitrag der Afroamerikaner zur Geschichte aufmerksam zu machen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Geschichte, Traditionen etc. der schwarzen Bevölkerung nämlich kaum bis gar nicht in Büchern/Geschichtsbüchern festgehalten. Die Darstellung von Schwarzen in Büchern beschränkte sich zu jener Zeit auf ihren „niederen sozialen Status“ was heutzutage glücklicherweise ja nicht mehr der Fall ist.

Auch wenn sich die Zeiten mittlerweile etwas geändert haben, sind wir noch lange nicht dort angekommen, wo wir schon lange hätten ankommen sollen. Das Ziel liegt noch in sehr sehr weiter Ferne, mithin sind Feierbewegungen wie diese unfassbar wichtig.

Die Buch-/Bloggerszene hat es sich mithin zur Aufgabe gemacht, während dieser Zeit hauptsächlich Bücher zu lesen, in denen es um die Geschichte der Schwarzen geht, sei es nun Geschichtsbücher, Sachbücher oder eben auch Romane. Aber natürlich sind es nicht nur Bücher, mit denen man sich befassen kann/sollte, wenn man ebenfalls teilnehmen möchte. Man kann „teilnehmen“ in dem man Filme oder Serien schaut, recherchiert, Artikel liest, Dokumentationen anschaut – sich einfach mit besagten Medien auseinandersetzt, sich informiert und die Dinge kritisch betrachtet.

Es gibt so viele Möglichkeiten, sich über die Geschichte der Schwarzen zu informieren; man kann dies zum Beispiel auch tun, indem man sich mit einem schwarzen Bekannten, Freund oder gar Fremden hinsetzt und sich unterhält, einfach zuhört, was die Person zu sagen hat über eigene Erfahrungen und Erlebnisse. Es geht darum, zu lernen, zu verstehen, vielleicht sogar umzudenken und sich einfach mal belehren zu lassen, denn manchmal glauben wir, wir wüssten so viel, dabei wissen wir eigentlich gar nichts.

Bei uns Buchnerds bietet es sich natürlich an, Bücher zu lesen – Bücher von schwarzen Autoren die über schwarze Charaktere schreiben oder eben, wie oben beschrieben, Sachbücher, Geschichtsbücher, Biografien, etc. pp.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich es zeitlich schaffe, besagte Bücher zu lesen. Ich bin ziemlich eingespannt was unsere Lies dich nach Hogwarts Challenge angeht, dann steht auch noch die Buchmesse vor der Tür und noch gefühlt 10 Rezensionsexemplare warten darauf, gelesen zu werden, dennoch empfinde ich persönlich es als sehr wichtig, zumindest auf den Black History Month aufmerksam zu machen. Und auch wenn ich es nicht schaffe, Bücher zu lesen, werde ich es definitiv schaffen, mir den ein oder anderen Film anzuschauen.

Hier habe ich nun drei Bücher für euch, die schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste stehen bzw. auf meinem SUB liegen und die ich ganz unbedingt bald lesen möchte:

                 

                                                               

Wer noch mehr Buchvorschläge möchte, HIER habe ich eine Liste zusammengestellt mit Büchern von POC Autoren, aber ACHTUNG, nicht alle sind von schwarzen Autoren, dies ergibt sich aber entsprechend aus der Kurzbeschreibung!

Für alle diejenigen, die lieber auf Filme/Serien zurückgreifen möchten, kann ich folgende Titel empfehlen:

Dear White People
12 Years A Slave
Hidden Figures
Moonlight
Fruitvale Station

Corrina, Corrina
Die Farbe Lila

 

Man hört die Leute zwar immer wieder sagen, dass es uns in Deutschland doch nicht betrifft, dass es bei uns anders ist als in den USA. Leider ist dies vollkommen falsch. Gerade die Ergebnisse der erst kürzlich stattgefundenen Bundestagswahl sollten deutlich gemacht haben, dass es bei uns nicht anders ist. Es ist vielleicht nicht ganz so extrem wie in manch anderen Ländern, dennoch ist Rassismus auch bei uns aktuell und definitiv ein Thema, das diskutiert und angesprochen werden sollte und zwar jeden Tag! Jeden verdammten Tag. Hier gibt es kein „es nervt“ oder „du übertreibst“. Themen wie diese können nicht häufig genug angesprochen werden, denn es ist leider FAKT, dass Schwarze noch lange nicht die Privilegien haben, von denen wir Weiße schon immer profitieren.

Zur offiziellen Seite des UK Black History Month gelangt ihr HIER.

Die liebe Tasmin hat ebenfalls bereits einen Beitrag zum Black History Month geschrieben, bei dem ihr auf jeden Fall ebenfalls vorbeischauen solltet!

Habt ihr selbst in der Vergangenheit schon mal am Black History Month teilgenommen? Habt ihr Buch-/Serien- oder Filmempfehlungen für mich? Welche Bücher habt ihr euch vorgenommen zu lesen, wenn ihr ebenfalls teilnehmen möchtet? Schreibt es mir einfach in die Kommentare, ich würde mich freuen!

 

„Your voices matter, your dreams matter, your lives matter. Be roses that grow in concrete.“

– Angie Thomas

 

24 thoughts

    1. Super, danke dir vielmals für die Vorschläge! Werde ich mir alle aufschreiben und mir mal näher anschauen. Von „Heimkehren“ hab ich erst kürzlich mal irgendwo was gesehen/gelesen – klang interessant. Ich wünsche dir viel Spaß damit!

      Liebste Grüße
      Ivy

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  1. Liebe Ivy,
    danke für den informativen Beitrag, ich habe tatsächlich noch nie etwas darüber gehört.
    Ich finde es toll, sich damit bewusst auseinander zu setzen, auch werde ich mir mal deine Buchtipps anschauen (den anderen verlinkten Artikel hatte ich ja bereits gelesen).
    Andererseits stellt sich mir immer die Frage, wieso so ein Tag überhaupt nötig ist, denn er vermittelt ja irgendwie erst recht, dass diese Menschen anders sind. Schwierig zu beschreiben aber du kennst ja mittlerweile meinen wirren Meinungsbrei zum Thema Randgruppen etc.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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      1. Es ist recht speziell und beinhaltet ja jetzt nicht unbedingt so ne typische Thematik über Elefanten, aber trotzdem kommen die Tiere vor. Ich mochte die abgespacte Mischung zwischen Wissenschaft und Forschung und der normalen Natur der Tiere. Richtig toll.

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      2. Aber ich glaube gerade das ist es, was mich so neugierig macht, weil ich ein Buch das eine solche Thematik behandelt, noch nie gelesen habe ❤ Ich freue mich echt so sehr auf dieses Buch!! Und die positiven Stimmen machen mich nur noch neugieriger hihi ❤

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    1. Hallo Nicci,

      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.

      Ja eigentlich sollte man meinen, dass solche Aktionen nicht notwendig sein sollten, leider ist es aber so. Leider sind sie mehr als notwendig, wenn man sich mal ein bisschen umschaut/umhört. Das Thema ist sehr aktuell und sehr wichtig, deshalb kann man es gar nicht oft genug und laut genug in die Welt hinausschreien, da leider die meisten die Augen davor verschließen oder sich nicht dafür interessieren, da es sie nicht betrifft. Traurig aber wahr.

      Dennoch hoffe ich sehr, dass so etwas irgendwann nicht mehr notwendig sein wird und die Menschen sich endlich so akzeptieren wie sie sind und wirklich JEDER dieselben Rechte hat, ganz unabhängig davon welche Hautfarbe, welche Herkunft, welche Religion etc. pp.

      Liebste Grüße
      Ivy

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      1. Genau das würde ich mir auch wünschen – Akzeptanz und Toleranz. Eigentlich wahnsinnig traurig dass das immer noch so ein Thema ist. Und ich bin froh, dass ich ein Mensch (geworden) bin, dem sowas pupsegal ist. Hautfarbe, Religion, Sexualität, Kleidung,… so lange es anderen nicht schadet, in welcher Form auch immer.

        Ich danke dir auf jeden Fall für deinen unermüdlichen Einsatz ❤

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  2. Oh, danke für diesen Post! Ohne ihn wäre die Aktion vielleicht an mir vorbeigegangen, obwohl sie eine richtig tolle Idee ist. Mal sehen, ob ich nicht wenigstens ein passendes Buch lesen oder ein paar Filme schauen kann.

    Ich finde ja auch, dass schon unser Geschichteunterricht viel zu sehr auf Europa bzw. den (weißen) Westen zentriert ist. Schon klar, wir leben nun mal hier, aber man sollte auch einen Blick über den Tellerrand werfen und zumindest vermitteln, dass es auch andere Perspektiven gibt. Wäre toll, wenn die Aktion auch in Schulen aufgegriffen würde …

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  3. Ich weiß gar nicht, ob ich Bücher aus diesem Segment gelesen habe, weil ich mich selten mit den Autoren beschäftige…
    Ich kann aber ein Sachbuch empfehlen „Sprache macht/Macht Rassismus“ (Metropol Verlag Hrsg.: Hentges, Nottbohn,Jansen, Adamou), wo viele Beiträge drin sind, auch über Rassismus an Schulen (durch den Geshcichtsunterricht) und es bezieht sich auf Deutschland. Durch die kürzeren Beiträge kann man es gut lesen und es hat dennoch Anspruch. Ich hatte viele „Aha!“-Momente.

    „The girl with all the gifts“ ist ja eine Literaturverfilmung und ich kenne nur den Film. Hier ist der Hauptcharakter ein kleines farbiges Mädchen, was aber keine Rolle spielt, es geht nur um das Mädchen an sich und ihre Fähigkeiten. Daher fand ich den Diversity-Aspekt hier sehr natürlich erzählt – so wie es im Leben sein sollte (versteht man, was ich meine??)

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    1. Der Film klingt interessant, den werde ich mir merken … mir fällt gerade dazu auch noch „Die Farbe Lila“ und „Corinna Corinna“ ein – den Film habe ich als Kind so sehr geliebt ❤

      Von dem Buch habe ich schon gehört 🙂 steht sogar auf meiner Liste, gekauft habe ich es allerdings noch nicht, da es tatsächlich doch noch einige andere Bücher in der Form gibt, die mich ein bisschen mehr interessieren ❤ 🙂

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      1. Stimmt! „Corinna Corinna“ war so toll!

        Ich glaube, ich schaue ganz bewusst nicht Filme, die die „Black History“ thematisieren, weil mich das sehr beschäftigt. Am Ende solcher Filme denke ich dann immer: „Toll! Viel besser ist es auch nicht geworden…“, was mich dann traurig stimmt. (Das ist ein ganz shclechtes Argument, Theman zu meiden, ich weiß…)

        Ein Film ist mir noch eingefallen, den ich – trotz der spannenden Thematik – sehr, sehr zäh erzählt fand (mein persönlicher Geschmack). „Loving“ -> es geht um das erste „gemischt-rassige“ Paar in der amerikanischen Geschichte, was sich das Recht erkämpft hat, dass die Ehe anerkannt wird (in allen Staaten).

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      2. Den Film kannte ich noch gar nicht, werde ich mir auch mal notieren. Story klingt interessant ❤

        Ich finde es schade, wenn man solche Themen meidet. ich denke mir auch jedes Mal, wenn wieder eine Schreckensnachricht durch die Medien geht "Jetzt schau ich mir nie wieder die Nachrichten an", allerdings ist das auch falsch – so sehr es mich auch mit nimmt, mal ganz abgesehen davon, dass man sich natürlich immer informieren sollte, ist es wichtig zu wissen, was da draußen vor sich geht, um etwas unternehmen zu können ….

        Deshalb meide ich solche Themen eigentlich generell nicht, sondern beschäftige mich immer damit, weil es mir wichtig ist – egal wie sehr mein Herz manchmal drunter leidet. Bei 12 Years A Slave war das z. B. ganz schlimm, meine Güte ich kam aus dem Heulen nicht mehr raus …

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      3. Ich bin da ganz auf meiner Seite, aber ich glaube, für mich ist ein Sachbuch dann die bessere Variante.
        Dennoch freue ich mich, wenn ich Filme wie „Loving“ und „Moonlight“ zum Beispiel in der Sneakpreview sehe, weil ich dann auch „gezwungen“ bin, mich emotional den Themen zu stellen.

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  4. Liebe Ivy,

    ein wirklich toller und informativer Beitrag – vielen Dank dafür!
    Ich selbst habe gerade „Hidden Figures“ als Hörbuch Zuhause, jetzt nehme ich es dann vielleicht endlich mal in Angriff!
    Deine verlinkte Bücherliste fand ich vorher schon umwerfend, da wurde meine Wunschliste auch gleich doppelt so lang 😉

    Liebste Grüße ❤ Jill

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