TRIGGERWARNUNGEN IN BÜCHERN – NOTWENDIG ODER ÜBERTRIEBEN?

(CW: Im nachfolgenden Text geht es um Triggerwarnungen zu bestimmten Themen wie Vergewaltigung, Selbstmord, Tierquälerei, Missbrauch etc. pp.)

WAS IST EINE TRIGGERWARNUNG?

Eine Triggerwarnung ist ein Warnhinweis zu Beginn eines Artikels, Films, Buches, Blogs, etc. pp. auf mögliche Auslösereize, z. B. bei posttraumatischen Belastungsstörungen.

Triggerwarnungen dienen dazu, vorzuwarnen auf einen eventuellen Inhalt, der ungewollt an eine belastende Situationen oder lebensbedrohliche/dramatische Erlebnisse aus dem eigenen Leben erinnert. Intensive Beschreibungen, detailreiche Erörterungen und ausführliche Diskussionen können Auslöser der eigenen Belastung werden, die Angstreaktionen, Panikgefühle, selbstverletzendes Verhalten oder gar Schlimmeres auslösen können.

Bei der Beschreibung einer Vergewaltigung oder Schilderung eines Selbstmordes zum Beispiel werden oftmals entsprechende Triggerwarnungen verwendet um vorzubeugen, dass Menschen, die selbst schon einmal Opfer eines Missbrauchs oder ähnlich Belastendem geworden sind, sich an diese Situation zurückerinnert fühlen, was solche schwerwiegenden Reaktionen auslösen kann.

Inhalte, vor denen „gewarnt“ werden sollte sind beispielhaft

  • Krieg
  • Mobbing
  • Misshandlungen (körperlich, psychisch)
  • Sexueller Missbrauch
  • Vergewaltigung
  • Selbstverletzung/Selbstverstümmelung
  • Selbstmord
  • Essstörung
  • Gewalt an Tieren
  • Body Shaming
  • Gewalt
  • Rassenhass
  • Menschenhass
  • Gewalt/Missbrauch an Kindern

 

Wie ich auf einmal auf dieses Thema komme?

Ich habe erst kürzlich das Buch Kleine Stadt der großen Träume von Frederik Backman beendet und obwohl dieses Buch absolut hervorragend ist, womöglich sogar eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe (Rezension folgt), verrät die doch recht kurz gehaltene Inhaltsangabe kaum etwas über das Buch. Niemals hätte ich auch nur im Entferntesten vermutet, dass dieses Buch einige der vorgenannten Themen behandelt. Der Autor führt einen langsam in die Geschichte ein, für den ein oder anderen mag es gar langweilig erscheinen und dann, dann plötzlich explodiert sie, diese Bombe. Die winzigen Splitter bohren sich so tief in das Herz, das es schmerzt und man für eine Weile das Atmen vergisst. Sie sind da, diese Inhalte, vor denen man zurückschreckt, Tabuthemen, über die man nicht spricht, Situationen, die in einem Menschen eben solche vorbeschriebene Reaktionen auslösen können. Selbst mich hat dieses Buch an meine emotionalen Grenzen getrieben. Ich habe gezittert, geweint, mein Herz überschlug sich fast während des Lesens. Ich war wütend und habe geschrien, ich war entsetzt und schockiert, ich befand mich auf einer solch gefühlsgeladenen Achterbahnfahrt, von der ich so schnell wie möglich runter wollte, die mich aber einfach nicht los ließ, sondern immer fester in den Sitz drückte. Die Gefühle peitschten mir wie ein heftiger Wind ins Gesicht. Sie überrumpelten mich und überrannten mich wie ein vollgeladener Lastwagen. Ungebremst raste er auf mich zu und dann … dann lag ich da, irgendwie betäubt. Ich hatte vergessen, wie man richtig atmet, die Tränen rannen mir die Wangen hinunter und doch war da diese Wärme tief in meinem Inneren. Ich wusste, es würde alles gut werden, denn die Menschen sind stark. Sie sind außerordentlich stark.

Das brachte mich zum Nachdenken.

Was, wenn ich selbst einmal Opfer von Mobbing gewesen wäre? Vielleicht sogar Opfer von sexuellen Übergriffen, gar Missbrauch? Das Buch lässt in keinster Weise darauf schließen, dass es um solche Inhalte geht; dass es Themen behandelt, die nicht nur Stresssituationen, sondern auch Angstzustände auslösen können.

Es ist ja nicht so, dass es die Diskussion nicht schon länger gibt. Immer wieder werden Triggerwarnungen zum Thema, meist von Menschen, die eben solch traumatischen Erlebnisse durchmachen mussten. Sie sprechen das aus, wovon wir, diejenigen, die sich noch nie in einer solchen Situation befunden haben, keine Ahnung haben, vermutlich gar nichts wissen können. Woher auch? Es mag mich emotional berühren, wenn ich von Mobbing lese, doch leide ich dadurch so sehr, dass ich danach womöglich den Gedanken hege, mich selbst zu verletzen? Nein. Gibt es Menschen, die genau so empfinden? Ja. Sollen diese Menschen deshalb einfach aufhören zu lesen, nur um der Gefahr zu entgegen, getriggert zu werden? Nein. Sollten Triggerwarnungen zu Beginn eines Buches als „Warnhinweis“ abgedruckt werden? Ja.

Ich habe mich tatsächlich nie richtig intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, bis vor wenigen Tagen zumindest nicht; bis mich dieses Buch förmlich aus den Socken haute.

Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch empfindet anders, jeder Mensch reagiert anders. Reaktionen wie zu Beginn dieses Artikels beschrieben können vermieden werden, indem man zum Beispiel zwei bis drei kleine Sätze auf die erste Seite eines Buches druckt, sodass man es direkt sieht, wenn man es aufschlägt.

Diese Menschen suchen es sich nicht aus, so zu reagieren. Sie machen das nicht absichtlich, es sind traumatische Erlebnisse und Ereignisse, die je nach Schwere, womöglich ihr gesamtes restliches Leben bestimmen und beeinflussen können.

Jeder Mensch reagiert anders.

Während Schockvideos von gequälten Tieren im Schlachthaus einige womöglich dazu verleiten, ihre Ernährungsweise zu überdenken, löst es bei anderen schlicht eine Panikattacke aus.

Diese Dinge geschehen in unserer Psyche, wir können sie nicht beeinflussen, es passiert einfach, wir reagieren eben einfach auf Dinge. Einige Menschen lernen damit umzugehen, lernen diese Dinge zu verarbeiten, vielleicht sogar unter Kontrolle zu halten – bis zu einem bestimmten Punkt – doch für andere Menschen ist dies eben nicht möglich. Triggerwarnungen schützen Menschen. Es wäre so viel einfacher, wenn wir alle einen Moment inne halten und überlegen würden, ob ein kurzer Warnhinweis zu Beginn eines Textes oder eines Bildes (nachdem man auf Instagram z. B. mehrere Bilder in Form einer Slideshow hochladen kann, wäre eine solche Warnung zumindest auf Instagram auch sehr leicht in Form von Bildern zu bewerkstelligen) nicht vielleicht hilfreich sein könnte.

Für manche mag das alles übertrieben klingen, doch was kostet es uns, vor einem Text mit ohnehin schon über 1.000 Wörtern noch 10 Wörter hinzuzufügen?

Man kann nie wissen, was wen triggert.

Und da ich nicht der Meinung bin, dass man solch harte Themen insgesamt in der Literatur vermeiden, gar verbieten sollte, da sie lehrreich sein können und zum Nachdenken anregen, halte ich Triggerwarnungen für die absolut bestmöglichste Lösung. Wir brechen uns immerhin keinen Zacken aus der Krone, wenn wir Rücksicht nehmen und zu Beginn kurz anmerken, dass bestimmte Texte eventuell Inhalte beinhalten, die andere Menschen triggern, zum Beispiel eben detailreiche Darstellungen einer Vergewaltigung, Kindesmissbrauch oder auch Tierquälerei.

Was Tierquälerei zum Beispiel angeht, wäre ich froh drum, manche Inhalte würden Triggerwarnungen enthalten, da dies unter anderem ein Thema ist, mit dem ich überhaupt nicht klar komme.

Dies bedeutet nun natürlich nicht, dass man alles und jeden Text mit einer Triggerwarnung versehen sollte. Menschen, die wissen, dass spezielle Dinge sie triggern, haben natürlich auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung. Ich weiß, dass ich Tierquälerei nicht ertragen kann, ich spende zwar regelmäßig Geld an diverse Tierschutzvereine, wenn ich jedoch Broschüren von diesen erhalte, öffne ich die Post gar nicht erst, sondern diese landet ungeöffnet direkt im Müll. Entsprechende Facebookseiten like ich erst gar nicht und wenn jemand ein entsprechendes Video teilt, schließe ich die Social Media Seiten direkt, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, mir dieses Video anzuschauen. Allerdings muss mir als Leser ja auch die Möglichkeit gegeben werden, Eigenverantwortung zu übernehmen, doch wie kann ich das, wenn nirgends ersichtlich ist, dass das Buch, das ich gerade anfangen möchte zu lesen, Themen behandelt, die mich triggern? Es geht auch nicht darum, Inhalte zu spoilern, eine vage Aussage zu Beginn eines Textes wäre ja schon vollkommen ausreichend. So kann man sich emotional auf bestimmte Themen vorbereiten und im Endeffekt selbst entscheiden, ob man das Buch nun liest, oder aufgrund der Triggerwarnung doch lieber die Finger davon lässt.

Ich finde, dass, wie im oben genannten Beispiel insbesondere Bücher, die nicht im Entferntesten erahnen lassen, um welche Themen es geht, man vielleicht sogar aufgrund des Klappentextes glaubt, es handele sich um eine schöne Kleinstadtgeschichte die irgendwo in Schweden spielt und in der es um Eishockey geht, solche Triggerwarnungen enthalten sollten, ganz besonders wenn es um Themen wie Vergewaltigung geht, Missbrauch, Selbstmord, etc. pp. Hier speziell auf Einzelfälle einzugehen macht natürlich auch wenig Sinn. Eine Grenze zu ziehen, wo fange ich an, wo höre ich auf, ist sehr schwierig; spricht man mit Büchern immerhin die Allgemeinheit und nicht eine konkrete Person an. Allerdings gibt es Themen, bei denen ist es einfach mehr als offensichtlich, dass sie triggern können.

Nachdem ich mich jedoch nunmehr mehr mit diesem Thema befasst habe, bin ich schon der Meinung, dass bestimmte Themen tatsächlich mit Vorsicht und Bedacht behandelt werden sollten, egal ob es nun im Buch, im Film oder im Fernsehen ist. Die Serie „Thirteen Reasons Why“ hat es diesbezüglich richtig gemacht, wurde vor jeder Folge mit sehr grafischen Darstellungen von zum Beispiel Vergewaltigung eine kurze Warnung eingeblendet. So hat jeder selbst einen Augenblick Zeit darüber nachzudenken, ob es um Themen geht, die einen triggern könnten oder eben nicht.

UPDATE: Frau Traumenit hatte eine großartige Idee, die ich hier gerne noch mit aufnehmen möchte für diejenigen, die eher selten Kommentare zu Beiträgen lesen 🙂 Und zwar wurde geäußert, dass man dies mit einer App zum Beispiel lösen könnte. Man scannt das Buch und bekommt dann entsprechende Triggerwarnungen angezeigt. Die Idee finde ich großartig, da so jeder selbst entscheiden könnte, ob er überhaupt wissen möchte, ob es eine Triggerwarnung zu dem Buch gibt. Wenn man sich dafür entscheidet, die Warnung abzurufen (sofern denn eine besteht) kann man danach immer noch selbst entscheiden, ob man das Buch trotz Warnung liest oder nicht. So würde sich niemand gestört fühlen durch Triggerwarnungen bzw. es müsste niemand Angst haben, eventuell verspoilert zu werden, aber diejenigen, die möglicherweise durch bestimmte Inhalte getriggert werden könnten, könnten vorher prüfen, ob es eine Triggerwarnung gibt oder nicht. Ich finde die Idee einfach absolut genial. Die Umsetzung des Ganzen wäre wahrscheinlich recht schwierig (die Entwicklung der App an sich wäre da wohl das kleinste Problem) sprich wer entscheidet, welches Buch eine Triggerwarnung bekommt, wer pflegt die Bücher/Inhalte etc. pp. ein, aber das alles mal außer Acht gelassen, finde ich die Idee richtig richtig super.


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42 thoughts

  1. Hmmm… Schwieriges Thema…
    Ich persönlich möchte auch keine Bücher lesen, in denen Kindern Gewalt angetan wird und würde ein Buch mit entsprechender Warnung vermutlich nie in die Hand nehmen. Aber hieße das dann, daß ich nie „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ gelesen hätte, weil darin eine 15jährige ermordet wird?
    Dabei ist das Buch eins meiner Lieblinge.
    Und es wäre natürlich ein riesen Spoiler, wenn man sich die ganze Zeit fragt, was Person XY wohl zugestossen ist, wenn gleich am Anfang ein dickes „Tod durch Ertrinken“ als Warnung stehen würde.
    Ich habe mal eines Aufzeichnung von Frankenstein (das Theaterstück mit Johnny Lee Miller und Benedict Cumberbatch) im Kino gesehen. Da gab es auch eine Vergewaltigungsszene, die nicht im Buch stand und eine Frau hatte einen totalen Meltdown. Die wurde hysterisch kreischend aus dem Saal gebracht.
    Aber wäre sie gegangen wenn sie bei Vorführungsbeginn eine Triggerwarnung gesehen hätte und hätte draußen drei Stunden auf ihre Freundinnen gewartet? Wer weiß…
    Bei Büchern würde ich sagen, wenn man bestimmte Sachen nicht packt kann man ja beim Buchhändler seines Vertrauens nachfragen, ob das vorkommt. Ich hab einige Kunden die sagen: keine toten Kinder, keine Vergewaltigung…
    Aber natürlich können wir auch nicht alles gelesen haben.

    Gefällt 2 Personen

    1. Als Spoiler würde ich das nicht ansehen. Man muss ja nicht schreiben Figur XY wird in Kapitel XY vergewaltigt. Es reicht ja auch „Kann grafische Darstellungen sexueller Übergriffe etc. enthalten“ Ich finde so etwas wäre schon wichtig. Es ist meiner Meinung auch ein Unterschied ob es irgendwann heißt „Und dann ertrank XY im See“ oder ob detailreich beschrieben wird wer, warum, wieso etc. Wenn es nur nebensächlich ist und nicht wirklich zum Plot gehört, wäre eine solche Warnung vielleicht übertrieben, aber wenn Vergewaltigung z. B. ein Hauptthema des Buches ist oder auch Selbstmord oder Ähnliches fände ich es schon sehr angebracht, irgendwo eine entsprechende Warnung hinzuschreiben, insbesondere wenn aus dem Klappentext wirklich nicht erkennbar ist, dass es um solche Themen gehen könnte.

      Wenn in einem Buch ein Hund stirbt, nimmt mich das zwar mit, aber das macht mich emotional nicht fertig. Der Hund stirbt. Punkt. Wenn es aber kapitelweise um das Quälen von Tieren geht, würde das für mich persönlich einen riesigen Unterschied machen.

      Wie gesagt, ich finde auch nicht, dass vor jeden Text, vor jedes Buch, vor jeden Film eine solche Warnung gehört, aber wie auch bei Serien „Thirteen Reasons Why“ wo es tatsächlich NUR um den Selbstmord einer Schülerin geht und man quasi Zeuge wird, wie sie überhaupt erst zu dieser Entscheidung gelangt ist, ist das etwas, was sehr triggernd sein kann und hier sollte definitiv eine Warnung her.

      Danke dir für dein Kommentar 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

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  2. Ich empfinde das auch als schwieriges Thema. Allerdings auch als einen interessanten Gedanken!

    Einerseits kann man, wie Du ja auch schon geschrieben hast, die Eigenverantwortung nicht ganz aus den Augen lassen. Ich beispielsweise mag keine Bücher mit übertriebener, expliziter Gewaltdarstellung. Das triggert bei mir nichts, aber ich mag es einfach nicht. Aus genau diesem Grund meide ich eben beispielswiese Bücher von Jack Ketchum oder allgemein weite Teile des Psychothriller-Genres, das immer mehr zur sinnlosen Blutorgie verkommt.

    Oder als weiteres Beispiel die von Dir genannte Serie „Thirteen Reasons Why“. Ich habe die Serie nie gesehen, weiß aber, worum es geht. Und wenn ich das weiß und ahne, dass ich damit nicht gut zurechtkomme, sollte ich sie mir halt nicht ansehen.

    Im Grunde finde ich, dass der Mensch durch Fotos auf Zigarettenpackungen, in Zukunft vielleicht kommende Ampeln auf Lebensmittelpackungen und ähnliche Dinge bereits zu mehr als notwendig vor sich selbst geschützt wird. Irgendwann bleibt die eingangs erwähnte Eigenverantwortung dann auf der Strecke.

    Das Problem, das ich bei solchen Triggerwarnungen sehe, ist: Wo fängt man an, wo hört man auf?

    Nehmen wir das Beispiel mit dem gestorbenen Hund. Dich macht das nicht emotional fertig. Aber was wäre, wenn der Tod eines Hundes eine traumatische Kindheitserinnerung für mich wäre? Was die Eine gut verkraftet, kann für den Anderen schon fern des Erträglichen sein.

    Und letztlich: Bergen solche Warnungen nicht mittelfristig die Gefahr, dass Autorinnen und Autoren irgendwann doch denken: „Hach, kann ich das jetzt so schreiben oder sollte ich das vielleicht doch entschärfen!?“

    Nichtsdestotrotz ein, wie gesagt, interessanter Gedanke, zu dem man sicherlich unterschiedliche Meinungen haben kann. 🙂

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    1. Guten Morgen 🙂

      Eine Grenze zu ziehen ist hier natürlich sehr schwierig. Natürlich kann es sehr gut sein, dass für jermanden ein gestorbener Hund ein traumatisches Erlebnis darstellt, aber ich denke gerade bei offiziellen Triggerwarnungen sollte man auch die Gesellschaft im Blick haben? Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von überaus „krassen“ Darstellungen einer Vergewaltigung oder von Selbstmord getriggert ist, ist natürlich höher, als wenn irgendwo im Text steht „als ich 8 war starb mein Hund an Altersschwäche“ (nur so als Beispiel).

      Und ich denke bei Psychothrillern z. B. wäre eine solche Warnung vielleicht eher nicht von Nöten, da – wie der Name bereits schon sagt – es eben ein Psychothriller ist, sprich die Story eben an die Psyche geht und den Leser eventuell emotional angreift.

      Es ist unfassbar schwer hier eine Grenze zu ziehen und ich denke, das wird man auch nie so schaffen, dass jeder damit zufrieden ist, doch wie schon erwähnt finde ich, dass bei Büchern die eben nur solche Themen behandeln oder Bücher die z. B. die Geschichte eines vergewaltigten Mädchens erzählen, mit Rückblenden, Erfahrungen und sehr bildhaften Darstellungen etc. pp., eine Inhaltsangabe dies aber vielleicht überhaupt nicht erahnen lässt, hier eine Triggerwarnung schon sehr angebracht wäre, im Gegensatz vielleicht zu einem Buch, bei dem es irgendwann auf Seite 365 heißt, dass irgendwann einmal ein Hund gestorben ist.

      Kann man meinen Gedankengang nachvollziehen? Wenn man etwas auf einen Einzelnen abstimmt, würde man ja nie fertig werden, das stimmt – so ist es ja bei allem. Beispielhaft auch beim Thema Rassismus. Es gibt Dinge, die findet mein Freund nicht rassistisch (er ist schwarz), eine Freundin von mir (ebenfalls schwarz) z. B. schon. Ich denke hier sollte man tatsächlich die Gesellschaft im Allgemeinen ein wenig im Blick halten. Wenn man eine Person konkret anspricht und besagte Person etwas als unangebracht empfindet, lässt man es ja auch sein … mit Büchern spricht man natürlich die Allgemeinheit an, daher ist es ja schon unmöglich für alles eine Triggerwarnung anzugeben. Nur bei wirklichen „Härtefällen“ sollte man vielleicht darüber nachdenken, es zu tun …

      Danke dir für dein Kommentar 🙂 ich finde das Thema auch sehr interessant. Wenn man erst mal richtig darüber nachdenkt und sich damit auseinandersetzt, kommen immer mehr und neue Fragen auf.

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  3. Guten Morgen 😊

    Erstmal möchte ich für sagen, dass es ein großartiger Beitrag ist, der definitiv zum Nachdenken anregt!
    Mir persönlich ist auch schon mal eine Triggerwarnung in einem Buch untergekommen, die mich zweifeln ließ, ob das Buch das richtige für mich ist – Eigenverantwortung ist hier das Stichwort!
    Ich habe mich getraut und mir wäre eine Geschichte entgangen, die mir Mut gemacht hat.

    Es gibt viele Bücher in allen möglichen Genres, die Trigger hervorrufen können und es ist schwer zu sagen, ab wann eine Warnung nötig wäre. Dennoch wird das Thema viel zu selten angesprochen, obwohl es so wichtig ist! Man muss ja nicht mal Opfer oder Beteiligter gewesen sein, um getriggert zu werden, es reicht diese im näheren Umfeld erleben zu müssen.

    Dein Beitrag ist wirklich sehr wichtig! Danke dafür☺

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    1. Guten Morgen 🙂

      Da hast du auf jeden Fall Recht. Am Ende muss ja doch jeder selbst entscheiden, was er liest und wovon er lieber die Finger lässt. Wie du in deinem Fall muss dann jeder selbst abwägen, ob es eventuell zu viel für einen ist oder nicht. Und ja, sehr richtig ist auch, dass man nicht einmal ein traumatisches Erlebnis durchgemacht haben muss, um getriggert zu werden. Da hast du zwei sehr wichtige Punkte angesprochen!

      Eine Grenze zu ziehen ist hier wirklich sehr schwer, aber auch ich finde das Thema unglaublich wichtig. ❤ Es freut mich daher sehr, dass dir der Beitrag gefällt und dass du die Thematik als ebenfalls wichtig erachtest.

      Und darf ich fragen, welches Buch das war mit der Triggerwarnung? MIr ist tatsächlich noch nie ein Buch mit einer solchen Warnung untergekommen und jetzt bin ich neugierig hihi ❤

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  4. Darüber habe ich noch nie in dieser Form nachgedacht, also zunächst Danke für den Anstoss! Auf Videospielen gibt es Hinweise bezüglich der Sprache (wenn geflucht wird etc.) und Gewaltdarstellungen.

    Grundsätzlich wäre ich aber auch ein Kandidat, der durch solche Warnungen Bücher meiden würde, obwohl bei mir keine Triggergefahr besteht. Auf der anderen Seite find eich es aber selber für mich wichtig, mich mit manchen Theman auseinander zu setzen.

    Da dies ja eher ein Gednakenexperiment ist, fände ich eine Art App eine gute Lösung. Hier könnte vielleicht sogar der Grad einer Gewaltdarstellung und die Form kurz erläutert werden. Man könnte ein Buch scannen und schauen, ob es Trigger-Sicher ist.

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    1. Letztendlich sind wir es ja ohnehin selbst, die entscheiden, ob wir ein Buch aufgrund einer Triggerwarnung lesen oder nicht. Ich würde dann definitiv auch solche Bücher meiden, die sehr intensiv Tierquälerei darstellen, gäbe es eine entsprechende Warnung, obwohl mir bisher noch kein Buch untergekommen ist, wo Tierquälterei tatsächlich ein großes Thema war bzw. sehr bildhaft dargestellt wurde, zum Glück.

      Das mit der App finde ich eine großartige Idee. So könnte jeder selbst entscheiden, ob er das Buch überhaupt scannt sprich überhaupt wissen möchte ob es eine Triggerwarnung gibt oder nicht und wenn dem so ist, kann man, nach Erhalt der Warnung, dann immer noch abwägen, ob man das Buch liest oder nicht. So eine App wäre wirklich genial! Eine fantastische Idee.

      Liebste Grüße
      Ivy

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      1. Das stimmt – sag mal, kannst du nicht zufällig Apps entwickeln oder so? 😀 ich habe deine Idee als Update ganz am Ende meines Beitrages mit aufgenommen, ich hoffe das ist ok? Natürlich mit Verlinkung 🙂 Die Idee ist wirklich super.

        So würde sich niemand gestört oder genervt fühlen von solchen Warnungen auf der ersten Seite eines Buches oder was weiß ich, sondern jeder könnte selbst entscheiden, ob man die entsprechenden Warnungen überhaupt abruft …

        Ich bin begeistert. So eine App sollte es wirklich geben haha 😀

        Liebste Grüße
        Ivy

        Gefällt 1 Person

      2. Das stimmt, ich denke das Entwickeln der App wäre auch weniger das Problem, als wirklich ALLE Bücher dort irgendwie einzupflegen. Mit Neuerscheinungen wäre das sicher kein so großes Problem, aber dann alle anderen Millionen Bücher auf der Welt dort einzupflegen wäre wohl der meiste Aufwand 😀

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  5. Hey 🙂
    Ich finde deinen Kommentar zu diesem Thema sehr wichtig und richtig.

    Triggerwarnungen sind dafür gut, dass sich jemand, der auf bestimmte Themen sehr empfindlich reagiert, selbst entscheiden kann, ob er sich mit diesen auseinander setzen möchte. Nicht immer bedeutet das die komplette Vermeidung eines Inhaltes, aber die Vorwarnung gibt Gelegenheit, sich mental auf etwas vorzubereiten. Oftmals haben triggernde Themen einen größeren Effekt, wenn sie unerwartet auftauchen. Außerdem kann man so als betroffene Person entscheiden, wann man einen guten Tag hat, und wann man vielleicht doch lieber zu einer anderen Lektüre greifen sollte.

    Das hat natürlich immer noch sehr viel mit Selbstverantwortung zu tun, aber die muss eben auch ermöglicht werden. Wenn bei einem Buch überhaupt nicht im Voraus ersichtlich ist, dass Themen dieser Art intensiv angesprochen werden, dann kann ich auch kein Urteil darüber fällen, ob dieses Buch etwas für mich ist. Zumindest dass der Inhalt nicht nur Friede, Freude ist, sollte daher meiner Meinung nach auf jeden Fall aus dem Klappentext oder etwas ähnlichem erkenntlich sein. Dann kann man immer noch eigene Recherche betreiben oder eben auf Nummer sicher gehen.

    Speziellere, personenspezifische Trigger sind da natürlich wieder ein gewisses Problem, da diese meist sehr spezifisch sind und nur für Einzelpersonen gelten. Das sprengt dann leider wohl den Rahmen. Aber zumindest allgemein als mögliche Trigger bekannte Themen wie die von dir genannten sollten schon irgendwie im Voraus ersichtlich werden.

    Dem Abdrucken einer expliziten Triggerwarnung würde ich daher in keiner Weise im Weg stehen wollen, da sie vielen Personen eine bessere Einschätzung eines Inhaltes ermöglicht und ihnen daher auch Zugänge schafft, wo man ohne eine Warnung lieber auf Nummer sicher gegangen und etwas vermieden hätte. Wer so eine Warnung nicht braucht oder will, muss sie ja nicht lesen.

    In jedem Fall aber sollte ersichtlich werden, wenn ein Buch sich mit schwierigen Thematiken, wie Missbrauch, Selbstmord oder expliziter Gewalt, befasst. Dies sollte meiner Meinung nach Aufgabe des Klappentextes beziehungsweise der Inhaltsangabe sein. Um Spoiler zu vermeiden, würde ich mich da auch mit einer vagen, aber eindeutigen Andeutung zufrieden geben.

    Insgesamt stimme ich deiner genannten Ansicht somit zu, und freue mich über deinen ausführlichen Post und die Anregungen zur Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Thema 🙂

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    1. Hallo Eslin,

      ich kann deinem Kommentar eigentlich nichts mehr hinzufügen.

      Abgesehen von der Eigenverantwortung, die natürlich jeder von uns trägt, muss den Lesern auch Gelegenheit gegeben werden, von der Eigenverantwortung Gebrauch zu machen. Sprich, wenn nicht mal im Entferntesten ersichtlich ist, dass diverse Themen in dem Buch behandelt werden, kann ich natürlich auch nicht eigenverantwortlich entscheiden, ob ich es lese oder nicht.

      Auch ich würde eine solche Warnung als nicht störend empfinden und sehr befürworten, da wir uns gegenseitig schützen und nicht gegenseitig Schaden zufügen sollten. Wie du schon sagst wäre eine vage Andeutung ausreichend. Es geht ja nicht darum, den Plot des Buches zu spoilern und genau darauf einzugehen, welcher Figur was, wie passiert, dann wäre ja quasi der Trigger auch schon fast in der Triggerwarnung mit drin.

      Und wie du auch schon sagst, muss man die Warnung ja auch nicht lesen. Wenn sie mit „Content Warning“ oder „Triggerwarning“ oder Ähnlichem gekennzeichnet ist, kann man die Seite ja direkt überblättern, wenn man sich davon gestört oder gspoilert fühlt.
      Hier eine Grenze zu ziehen ist in der Tat sehr schwierig. Da Bücher aber die Allgemeinheit ansprechen finde ich auch, dass man hier nicht ganz spezifisch auf jeden Einzelnen eingehen kann und sollte, da wüsste man ja gar nicht mehr, wo man anfangen und aufhören soll. Aber offensichtliche Themen, Härtefälle, etc. pp. wie eben Selbstmord, bildhafte Darstellungen von Gewalttaten etc. pp. sollten meiner Meinung nach in irgendeiner Form gekennzeichnet werden, wenn nicht als Warnung, dann sollte zumindest im Klappentext ein Hinweis erfolgen, was in dem Buch „Kleine Stadt der großen Träume“ zum Beispiel tatsächlich nicht der Fall war.

      Ich danke dir sehr für dein Kommentar!

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  6. Liebe Ivy,
    wieder mal ein sehr lesenswerter, interessanter und informativer Beitrag!
    Danke, dass du dich so aktiv damit auseinandergesetzt hast.
    Ich kann von mir sagen, dass mich nichts der Themen in Büchern so stört, als dass ich sie nicht lesen wollen würden.
    Auch gehöre ich zu denjenigen, die nie wissen wollen, worum es genau geht und die einen Hinweis auf Missbrauch, Selbstmord und Co. schon als kleinen Spoiler empfinden.
    Nichtsdestotrotz finde ich diese Hinweise für Menschen, die getriggert werden könnten, irgendwie wichtig.
    Den Kompromiss mit der App finde ich somit großartig, so kann jeder darüber entscheiden, ob er den Hinweis wissen will und ob er das Buch lesen möchte. Ich habe noch nie von der App gehört. Wie heißt sie denn?

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallöchen Nicci,

      erst mal Danke 🙂 ❤

      Leider gibt es so eine App nicht 😦 das war nur eine Idee einer Leserin, wie man dieses ganze Hin und Her bezüglich der Triggerwarnungen, um alle möglichst zufriedenzustellen, umgehen könnte 🙂 Ich finde die Idee auch einfach genial und es wäre so praktisch, wenn es eine solche App geben würde.

      Dennoch empfinde ich eine Warnung in Form eines kurzen Satzes der vielleicht sogar mit "Content Warning" oder "Triggerwarnung" am Anfang gekennzeichnet ist, ebenfalls als eine gute Lösung. Ich finde nicht das z. B. "bildhafte Gewaltdarstellung" oder so schon ein Spoiler wäre. Aber wenn man überlegt, was so etwas mit Menschen tatsächlich anrichten kann, finde ich sind solche Sachen echt hinnehmbar, wenn man dadurch andere Menschen schützt. Und wenn es vielleicht Fett mit einer entsprechenden Überschrift gekennzeichnet wäre, könnten diejenigen, die das nicht betrifft, ja auch einfach überlesen/überblättern 🙂

      Ich habe mir bis kürzlich nie viele Gedanken darüber gemacht, da ich eigentlich von nichts getriggert werde, außer tatsächlich Tierquälerei, aber ich habe keine Angststörung oder eine sonstige Erkrankung. Ich frage mich, wie es Menschen geht, die tatsächlich unter so etwas leiden. Und da das mit der Eigenverantwortung nicht immer umsetzbar ist, wenn z. B. auf gar nichts hingewiesen wird, nicht mal andeutungsweise im Klappentext etc., können die Leute ja nichts für ihre Reaktionen, sie waren ja nicht vorbereitet.

      Ich fände es wichtig, wenn die Verlage sich hier vielleicht mal zusammensetzen und darüber nachdenken würden. Vielleicht käme ja tatsächlich auf eine Lösung wie z. B. die App 😀

      Liebste Grüße
      Ivy

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      1. Achsooo, entschuldige. Dann habe ich das falsch verstanden!
        Aber das wäre echt eine tolle Lösung.

        Stimmt, da hast du natürlich recht. Letztendlich ist es ein größeres Leid, getriggert zu werden, als einen Spoiler zu lesen, finde ich. 🙂

        Tatsächlich kann ich Tierquälerei persönlich schlechter ertragen als anderes. Vermutlich weil es einfach Wesen sind, die sich oft gar nicht so gut wehren können, wie der Mensch. Aber auch da kann man nicht pauschalisieren.
        Irgendwas löst Tierquälerei in mir aus, mehr als anderes.

        Jau, das wäre wirklich toll und allen wäre irgendwie geholfen. Und das durch eine Kleinigkeit.

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      2. Das ist bei mir mit der Tierquälerei auch so. Ich kann auch nicht sagen wieso muss ich gestehen. Sobald Tieren Böses getan wird, da ist es bei mir echt vorbei. Da sitze ich manchmal zu Hause und könnte stundenlang nur Heulen (wegen der Facebookvideos zum Beispiel) Alles andere (Vergewaltigung, Missbrauch, Selbstmord, etc. pp.) berührt mich emotional zwar sehr und treibt mich manchmal echt an meine Grenzen und hier verdrückte ich oft genug ein paar Tränchen, aber damit kann ich emotional irgendwie viel besser umgehen.

        Die kleinen Wesen sind eben einfach das Wertvollste das wir haben, sie sind nicht voller Hass, so wie wir Menschen …

        Ich hoffe, dass irgendein super schlauer App Entwickler irgendwann mal sowas auf die Beine stellt haha 😀

        Gefällt 1 Person

      3. Genau so geht es mir da auch!
        Und solche Videos gucke ich erst gar nicht an, du ja aber auch nicht, wenn ich das im Beitrag richtig verstanden habe.

        Jaaaa. Oder du nimmst das einfach in Angriff, haha. Danach bist du bestimmt reich.

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      4. Anfangs habe ich mir die noch angeschaut, warum, keine Ahnung … immerhin habe ich mir damit auch nur geschadet. Mittlerweile schließe ich die App dann einfach, damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, das Video anzuschauen 🙂

        haha jaaa das wäre natürlich eine super Sache 😀 blöd nur, dass ich so gar keine Ahnung vom Programmieren habe 😀 😀

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  7. Hallo 🙂

    Ich selbst bin was Triggerwarnungen angeht etwas zwiegespalten. Mich persönlich triggert zum Beispiel sehr viel alltägliches. (Mich hat „Findet Nemo“ zum Beispiel völlig fertig gemacht. ^^) Da hilft keine Warnung dieser Welt… während ich mit Mord, Todschlag und roher Gewalt in jeder Form sehr gut umgehen kann…

    Die Struktur ließ jetzt gerade nicht zu, dass ich direkt an der Stelle antworte an der ich eigentlich wollte…. nämlich bezüglich App. Finde ich ne super Idee, wenn das jeder selbst entscheiden kann, ob er es wissen möchte oder nicht.

    Und ich denke, wenn man das ordentlich bewirbt und das in Leser-Hände gibt… dauert das auch gar nicht so endlos lange bis die Datenbank ordentlichen Umfang hat. Da pflegt jeder seine kleine eigene Bibliothek ein.. und dann würde das vermutlich recht zügig laufen. So funktionieren ja zum Beispiel auch viele Lebensmitteldatenbanken zum Kalorientracking.

    Die Frage die ich mir stelle ist, ob Verlage und Autoren das überhaupt wollen würden… ob die sich da querstellen könnten und das dann auch würden… Möglicherweise aus der Angst mit „vermeintlich übertriebenen“ Warnungen Leser zu verlieren… Zugegeben kenne ich mich an dieser Stelle zu wenig aus was da wirtschaftlich und politisch hintersteckt.. ich wollte das aber kurz eingeworfen haben 🙂

    Liebe Grüße,

    Svea

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Svea,

      ich habe auch keine Ahnung, wie sich die Verlage dazu stellen würden. Ich denke die beste Lösung wäre es einfach, wenn so eine App z. B. von den Verlagen entwickelt werden würde. Die Verlage sind es ja auch, die die Inhalte kennen und eventuell auch abschätzen können, wofür eine Triggerwarnung von Nöten wäre, vielleicht in Abstimmung mit dem Autor und einem hinzugezogenen Psychologen oder so … Ich glaube würde jeder was dort einfügen dürfen, würde das ganz schnell im Chaos enden haha Ich weiß auch nicht, wie man das am besten umsetzen könnte, aber so eine App wäre schon eine echt gute Lösung, mit der man alle Parteien zufriedenstellen könnte.

      Was deinen konkreten Fall betrifft ist das natürlich tatsächlich schwierig, doch wie gesagt, ich denke auf den Einzelfall kann man solche Warnungen ohnehin nicht abstellen. Da müsste man sich schon an der Allgemeinheit orientieren und an diesen tatsächlich sehr harten Themen 🙂 sonst müsste man glaube ich tatsächlich jedes geschriebene Wort mit einer Triggerwarnung versehen.

      Ich danke dir vielmals für dein Kommentar! ❤

      Liebste Grüße
      Ivy

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      1. Hi 🙂

        Ja.. ich würde das auch in meinem Fall gar nicht wollen.. und eben solche Warnungen vermutlich auch gar nicht lesen wollen. 🙂

        Wenn das von den Verlagen kommen sollte… müsste man denen halt erst mal irgendwie verdeutlichen, dass der Bedarf da ist. Ich bin gespannt was sich da so entwickelt… es kommt ja doch häufiger zur Sprache.. irgendwann ist es nicht mehr zu ignorieren. 🙂

        Schönen Tag noch!

        Svea

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      2. Das stimmt 🙂 da das Thema in letzter Zeit irgendwie immer häufiger aufgekommen ist, besonders auf Social Media, denke ich auch, dass da eventuell irgendwann mal was kommt. Wir dürfen gespannt sein 🙂

        Ganz liebe Grüße
        Ivy

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  8. Ich bin absolut für Triggerwarnungen. Ich hatte jetzt in den letzten 3 Monaten schon zweimal Bücher, bei denen es mich wie aus dem Nichts getroffen hat und wo ich eine Woche gebraucht habe, wieder ohne Angstgefühle aus dem Haus gehen zu können. Deswegen bin ich voll dafür. Mir ist es auch ehrlich egal, ob eine Triggerwarnung für „sexuelle Übergriffe, sexuelle Gewalt, grafische Darstellung von dies und jenem“ andere Leute spoilert. Die Gesundheit des Lesers sollte Vorrang haben vor allen anderen Dingen. Deswegen, Triggerwarnings? Yes please!

    PS: aktuell lese ich Okorafors ‚Wer fürchtet den Tod“ um das ich bisher aufgrund heftiger sexueller Gewalt einen großen Bogen gemacht habe. Hier hat es mir vor allem extrem geholfen, dass andere das Buch schon gelesen haben und ich ungefähr wusste, was mich erwartet und welche Stellen ich besser überspringen sollte, was ich auch getan habe. Ich denke, wenn man selbst nicht betroffen ist, kann man es nur schwer nachvollziehen, wie hilfreich Triggerwarnungen einfach sind.

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    1. Hallöchen 🙂

      Erst einmal tut es mir Leid, dass du all das durchmachen musstest in der letzten Zeit. Das hatte natürlich sehr wohl vermieden werden können mit entsprechenden Triggerwarnungen 😦

      Ich denke das größte Problem ist es, dass sich viele einfach nicht die Mühe machen, sich in andere hineinzuversetzen. Die meisten Leute denken (leider) nur an sich und wenn es ihnen gut geht und sie kein Problem damit haben, dann ist die Sache für sie gegessen.

      Ich finde solche Thematiken sehr wichtig, obwohl ich nicht darunter leide. Allerdings bin ich doch sehr emphatisch veranlagt und empfinde solche Triggerwarnungen auch als ausgesprochen wichtig und notwendig. Ob jetzt vorne ins Buch gedruckt oder tatsächlich als App, beide Arten dies umzusetzen finde ich gut.

      Es ist sehr schade, dass Triggerwarnungen so selten angegeben werden in Büchern.

      Liebe Grüße
      Ivy

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  9. Hey,

    das ist wirklich ein sehr schwieriges Thema. Ich habe vorletztes Jahr ein Buch gelesen, in dem eine Protagonistin völlig überraschend Suizid begeht (beziehungsweise überraschend für deutsche Leser… in der englischen Inhaltsangabe gab es doch Hinweise darauf oder es wurde direkt geschrieben, ich kann mich nicht mehr genau erinnern) und erst im Dezember hatte ich ein Buch, in dem sexuelle Gewalt eine viel größere Rolle spielte, als ich erwartet hatte. Ich fand beide Bücher trotzdem gut und kann aber nicht sagen, ob ich sie gelesen hätte, wenn ich davor von diesen Dingen gewusst hätte… von daher wäre mir auf jeden Fall etwas entgangen. Andererseits habe ich mich beim Lesen wirklich unwohl gefühlt (was wohl die Absicht war) und habe mich gerade bei dem ersten Buch gefragt, ob das nicht jemanden triggern könnte, da schon ich die Szene verstörend und erschreckend fand. Obwohl die Autoren immer sensibel mit den Themen umgegangen sind…

    Die Idee mit einer App finde ich gar nicht schlecht. Oder vielleicht könnten eher allgemeine Warnungen verwendet werden; brutale/blutige Bücher werden ja teilweise auch ganz gezielt so beworben, weil es einige Leser gibt, die genau das wollen, während andere dem ausweichen, wenn es geht. Aber die Umsetzung ist auch immer schwer, vor allem die Frage, vor was man warnen sollte und vor was nicht. Wie du sagst, jeder wird von etwas anderem getriggert.

    Liebe Grüße,
    Kerstin

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    1. Hallo Kerstin,

      aber das läge ja dann auch in der Eigenverantwortung. Natürlich wäre es möglich, dass du dadurch ein paar wirklich hervorragende Bücher verpasst, weil du durch so eine Triggerwarnung abgeschreckt wirst. Aber das müsstest du für dich persönlich ja dann abschätzen, ob du das „Risiko“ eingehst getriggert zu werden in der Hoffnung, es ist ein großartiges Buch, oder eben auch nicht.

      Aber es gibt ja auch sehr viele Menschen, die gerade durch so abrupte Geschehnisse tatsächlich den Boden unter den Füßen verlieren und ich denke das Leid von Menschen sollte hier einfach an erster Stelle stehen.

      Wenn man die Bücher konkret bewerben würde, wie eben diese blutigen Thriller wäre das natürlich auch eine Möglichkeit, aber ich persönlich finde, dass solche Triggerwarnungen einfach die beste Lösung wären, egal ob in Textform oder in Form einer App. Die App wäre natürlich noch einmal etwas besser, da man so von Beginn an selbst entscheiden kann, ob man überhaupt wissen möchte, ob eine Triggerwarnung vorhanden ist oder nicht.

      Die Antwort, ob es Triggerwarnungen geben sollte oder nicht ist für mich persönlich ganz einfach: Ja. Allerdings ist es eben sehr sehr schwierig, diese Grenze zu ziehen, „wo fange ich an, wo höre ich auf“.

      Vielen Dank für dein ausführliches Kommentar! 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy ❤

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  10. Liebe Ivy,

    was für ein toller Beitrag, dem ich wirklich nur zustimmen kann!
    Ich stoße auch immer häufiger über Bücher, die mich mit einer Intensität überraschen, die ich nie erwartet hätte. Manchmal nicht mal annähernd, dass die Thematik behandelt wird.
    Wenn man jetzt keine „Vorbelastungen“ hat, kann es einen ja dennoch schon mitnehmen, da will ich mir gar nicht vorstellen, wie es den Betroffenen ergeht. Von Zensur halte ich auch überhaupt rein gar nichts!
    Die Idee mit der App finde ich wirklich cool!
    Aber wahrscheinlich müsste der Plan noch ein bisschen mehr ausgereift werden^^
    Vielleicht wäre es ja schon ein Anfang, wenn die Verlage anfangen würde zum Beispiel auf der letzten Seite einen Eintrag zu machen, ohne, dass man darüber stolpern muss, falls man sich nichts vorwegnehmen lassen möchte, aber vorsichtshalber eine Warnung hat, wenn es einem wichtig ist. Das dann natürlich am besten einheitlich.
    Die ganzen Anregungen gefallen mir wirklich gut, ich bin gespannt, ob sich da irgendwann man etwas ändern wird, gerade weil das Thema ja doch immer präsenter wird!

    Liebste Grüße ❤ Jill

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    1. Hallo Jill ❤

      Erst einmal vielen Dank 🙂

      Ohjaa, das benötigt noch wirklich sehr viel Arbeit. Gerade bei solch ernsten Themen sollte man darauf achten, dass alles wirklich vernünftig ausgearbeitet ist. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja irgendwann einmal dazu kommen 🙂

      Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie viel Schaden so etwas tatsächlich bei Menschen anrichten kann. Egal wie sehr man es auch versucht, man wird sich wohl nie richtig in eine solche Situation hinein versetzen können. Da müsste man tatsächlich in die Entwicklung einer solchen Idee auch Betroffene mit einbeziehen.

      Es freut mich sehr, dass wir da offensichtlich einer Meinung sind. Bücher bzw. Wörter im Allgemeinen haben so viel Kraft und sind so mächtig, da müsste man auf jeden Fall etwas tun, dass auch Betroffene wieder ganz entspannt lesen können ohne Angst zu haben, wieder in ein tiefes Loch zu fallen, weil eine entsprechende Triggerwarnung eben nicht vorhanden war!

      Ganz liebe Grüße und noch einen schönen Tag! 🙂

      Ivy ❤

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  11. Ich finde die Idee sehr gut.
    Ich selbst beispielsweise reagiere immer empfindlich bei Autounfällen. Weil ich selber einen schweren hatte. Ja, ich lese die gerne und suche auch gezielt nach solchen Büchern, aber eben nur weil ich WEISS, dass das ein Teil der Geschichte ist. Würde jetzt ein AUtounfall detailliert beschrieben werden und ich ohne Vorwarnung drauf stoße, wäre das auch unschön.

    Ich finde deine Anstöße auch inden Kommentaren sehr interessant und kann dir wirklich da nur zustimmen! Danke für diesen Beitrag!

    xoxo Vera

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    1. Hallo Vera,

      oh das klingt natürlich nicht so toll. Das tut mir sehr Leid, dass du mal in einen schweren Autounfall verwickelt wurdest. Da kann ich das natürlich sehr gut nachvollziehen, dass du von solchen Situationen sehr leicht getriggert wirst.

      Das Leid der Betroffenen sollte hier definitiv an erster Stelle stehen. Ich finde solche Warnungen wirklich sehr wichtig und hoffe, dass sie bald in allen Büchern stehen, die triggernde Themen behandeln!

      Vielen Dank für dein Kommentar!

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  12. Ich danke dir vielmals für diesen Post. Das ist eine der Dinge die ich an dir wirklich schätze, wie ich dir auch schon vorher gesagt habe. Du setzt dich für Dinge ein, die dich nicht mal unbedingt betreffen. Du versetzt dich in die Lage von anderen Menschen, Menschen die auf Hilfe oder Unterstützung angewiesen sind. Ich habe beispielsweise nicht gewusst, dass dein letztes Buch diese Thematik aufgreift. Durch deine „Warnung“ werde ich es mir eventuell nochmal anders überlegen. Triggerwarnungen tun niemandem weh und wie du schon sagtest, sie brechen uns keinen Zacken aus der Krone. Ein paar Worte, die andere Menschen schützen können. Natürlich ist es dann jedem selbst überlassen weiter zu lesen, oder zu gucken. Aber ich finde es wichtig diese Warnung vorher zu setzen. Gerade in thirteen reasons why fand ich es extrem wichtig! Wobei da auch nur in 2 Folgen diese Warnung kam (soweit ich mich erinnere), aber auch in den anderen Folgen war das Thema Mobbing vordergründig.

    Jedenfalls finde ich es einfach richtig gut, dass du das ansprichst und die Idee das über eine App herauszufinden ist wahnsinnig gut. Es gibt bestimmt Menschen, die eine App entwickeln können, um sowas zu starten.

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    1. Hallo Benjamin,

      danke dir, deine Worte bedeuten mir so unfassbar viel. Tausend Dank!

      Du hast Recht, es war nur bei ein paar Folgen bei 13 Reasons Why, aber es war ein Anfang. Natürlich ist auch Mobbing ein sehr ernstes Thema, dass viele Menschen als triggernd empfinden, doch ich war überglücklich, dass sie zumindest bei diesen richtig krassen Szenen eine Warnung vor die Folge gesetzt haben, obwohl es natürlich direkt zu Beginn der Serie eine solche Warnung hätte geben müssen.

      Das Buch „Kleine Stadt der großen Träume“ behandelt tatsächlich ein paar ernste Themen. Ich weiß nicht, wie du auf solche Themen reagierst wie Vergewaltigung, Mobbing etc. aber auch wenn es solche ernsten Themen behandelt, steckt auch so viel Hoffnung in diesem Buch; Hoffnung, Liebe und Zusammenhalt. Ich würde dieses Buch daher auf jeden Fall empfehlen, es sei denn es fällt dir wirklich sehr sehr schwer, mit diesen Thematiken umzugehen. Das müsstest du dann natürlich für dich selbst entscheiden ❤

      Mir ist es wichtig, mich mit solchen Themen zu befassen, selbst wenn es mich nicht betrifft. Wir Menschen tun einfach viel zu selten etwas Gutes, wir sind egoistisch und interessieren uns meist nur für uns selbst, was unfassbar traurig ist. Würden wir alle ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen, etwas toleranter sein und die Menschen so akzeptieren wie sie sind, könnten wir ein so viel friedlicheres und schöneres Leben führen. Da ist es mir einfach wichtig, mich mit solchen Themen zu befassen und auseinanderzusetzen, selbst wenn sie mich nicht betreffen. Ich möchte – selbst wenn es nicht viel ist – etwas Gutes bewirken, andere Menschen vielleicht zum Nachdenken anregen … das ist das Mindeste, was wir tun können – wir tun, wie gesagt, ohnehin einfach zu wenig Gutes. ❤

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt mir

  13. Liebe Ivy,
    Ich danke dir für diesen Beitrag, der eine wichtige Thematik anspricht.Einerseits stimme ich dir zu, dass einen Verweis geben sollte, zumindest bei einigen Büchern, die ich als ‚hart‘ bezeichnen würde, wäre es sinnvoll.
    Andererseits denke ich auch, dass eigentlich alles triggern kann, je nachdem, was den Leser beschäftigt, quält, beängstigt usw.Die Idee mit der App ist nicht schlecht, aber ich denke auch, dass jeder selbst weiß, was er sich zumuten kann. Daher ist meiner Meinung nach das Sinnvollste, dass man sich als Leser über die Bücher insofern informiert, dass man die absoluten schlimmen Dinge, die man nicht lesen kann/möchte (bei mir wäre es z.B. Vergewaltigung, Misshandlung), vielleicht auf diese Art besser umgehen kann. Natürlich sind auch da Gefahren nicht vermeidbar, aber die sind es eigentlich in keinem Buch. Es ist ein schwieriges Thema, das man mit Vorsicht behandeln sollte.

    LG, Ümi

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    1. Guten Morgen 🙂

      vielen Dank für dein Kommentar 🙂

      Wenn du sagst, du fändest eine App nicht so toll oder Warnungen im Allgemeinen nicht, was hätte man als Nichtbetroffener davon denn für Nachteile außer, dass man die App nicht benutzt bzw. die Warnung einfach überblättert?

      Ich finde man sollte sich hier ganz klar mal in die betroffenen Personen versuchen hinein zuversetzen, vielleicht sich sogar mal mit ein paar dieser Menschen unterhalten. Hier sollte man auf jeden Fall das Leid der Menschen in den Vordergrund stellen. Natürlich kann man nicht vor allem Warnen. Man kann ja praktisch von allem und jedem getriggert werden; daher vor jeden Text eine solche Warnung zu setzen wäre zu viel und wahrscheinlich gar nicht umsetzbar. Aber ein Buch, in dem es z. B. ganz klar um sehr detailreiche Darstellungen von Vergewaltigung, Mobbing etc. pp. geht, sollten meiner Meinung nach auf jeden Fall eine solche Warnung enthalten, weil es Themen sind, von denen sehr sehr viele Menschen getriggert werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von Vergewaltigung getriggert wird, ist höher, als das man z. B. vom Tod eines Fisches (mal ein ganz blödes Biespiel) getriggert wird. Da Bücher die Allgemeinheit ansprechen sollte man auch von der Allgemeinheit ausgehen, um diese Menschen zu schützen.

      Vielen Dank für deine Meinung 🙂 Allerdings kann ich dir in deiner Aussage zustimmen, dass man mit diesem Thema auf jeden Fall mit Bedacht umgehen sollte ❤

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

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