GEDANKENFETZEN
Kommentare 22

UNSERE GIER NACH LIKES UND FOLLOWER – EIN WETTLAUF UM ANERKENNUNG

Es gab mal eine Zeit, es ist schon etwas länger her, da war Instagram eine schöne App für das Smartphone zum Verbreiten von Fotos. Etwas, was ursprünglich dem Spaß dienen sollte, entwickelte sich immer mehr in einen Wettlauf um Anerkennung. Wer hat die meisten Follower? Wer bekommt die meisten Likes? Wer macht die schönsten Fotos? Wer geht die meisten Kooperationen ein? Wer verdient das meiste Geld? Alles Fragen, die sich wohl jeder einmal stellt, wenn man sich etwas intensiver mit der Instagram App beschäftigt und dort als Influencer unterwegs ist oder als Blogger bzw. in unserem Fall hauptsächlich wohl als Bookstagramer.

Wer schon längere Zeit auf Instagram unterwegs ist kann sich womöglich auch noch an die Zeit vor dem Algorithmus erinnern; dieser böse von Instagram geschaffene Algorithmus, der uns Bookstagramern das Leben teilweise zur Hölle macht und offenbar ziemlich viel Spaß daran hat, uns nervlich und emotional so auf die Palme zu bringen, dass viele sogar bereits mit dem Gedanken spielen, alles hinzuwerfen.

Früher war es viel bequemer ein Bild hochzuladen. Selbst mit 1.000 Follower hatte man innerhalb kürzester Zeit 500 Likes auf das neue Foto und gefühlt halb so viele Kommentare. Dank des Algorithmus und der Tatsache, dass es einfach immer mehr von uns werden mit denselben Vorlieben und Geschmäckern, gestaltet sich das Ganze nun doch etwas schwieriger. Wir müssen uns mehr Mühe geben. Es gibt da nämlich auch einen Unterschied, zwischen Buchblogger und Bookstagramer. Blogger ist nicht gleich Bookstagramer. Auf Instagram geht es weniger um den Content den wir liefern, sondern in erster Linie um die Fotos, die unseren Followern direkt ins Auge springen. Der Algorithmus, dass man nun nicht mehr alle Fotos angezeigt bekommt, viele Accounts bzw. Fotos aufgrund des sogenannten „Shadowban“ möglicherweise sogar vollkommen im Nirwana verschwinden, bringt uns regelmäßig an unsere Grenzen. Doch ist es das wirklich Wert?

Seit Wochen, gar Monaten sehe ich auf einigen Accounts nichts weiter als Beschwerden und Jammertiraden über schwindende Likes und Followerzahlen. Viele setzen sich auf der Suche nach Anerkennung emotional und psychisch so sehr unter Druck, dass sie den Spaß an der Sache vollkommen vergessen, was sich letztendlich nicht nur auf das Leben online auswirkt, sondern auch auf das Privatleben. Die Laune sinkt, man fängt an an sich zu zweifeln, versucht anderen nachzueifern, glaubt, dass es besser wird, wenn man eben das tut, was alle tun, immerhin sind das die beliebtesten Post mit über 10.000 Likes.

Wieso lehnen wir uns nicht einfach mal zurück, schließen die Augen und erinnern uns daran, weshalb wir eigentlich damit angefangen haben? Wieso haben wir damals überhaupt erst einen Instagram Account erstellt? Weil wir berühmt werden wollten? Sicher nicht und falls doch, ist das von Grund auf ohnehin schon die völlig falsche Einstellung.

Ich weiß noch dass ich damals, als ich meinen Account erstellte vor einigen Jahren, noch nicht einmal die Absicht hatte, Bilder hochzuladen. Ich wollte mir Bilder anschauen; ich suchte nach Inspiration; wollte Stars und Sternchen folgen, für die ich schon seit Jahren schwärmte. Nicht mehr und nicht weniger. Erst mit der Zeit entwickelte sich das Bedürfnis, selbst Fotos hochzuladen. Als dann die ersten Likes kamen, war die Freude groß. Irgendwann landete ich dann inmitten dieser grandiosen und unglaublich tollen Buchcommunity, wurde Teil davon und war von Anfang an mit Spaß und guter Laune dabei. Ich hatte endlich einen Ort gefunden, an dem ich meine Leidenschaft nicht nur ungeniert ausleben, sondern auch mit anderen teilen konnte. Endlich gab es da diese Menschen, die ebenfalls vollkommen verrückt waren nach Twilight & Co. Der Spaß und die Freude wuchs bis ins Unermessliche, der Kontakt zu anderen Bücherwürmern wurde immer enger und es entstanden wunderbare Freundschaften. Diskussionsbedarf war an jedem Tag gegeben, man konnte träumen und schwärmen, einfach flüchten aus der Realität und einfach bloß dieser nerdige Bücherwurm sein, ohne, dass man schief angeguckt wurde, wenn man etwas aus einem Jane Austen Roman zitierte oder Zitate aus Shakespeares Stücken schmetterte.

Dieses Gefühl der Zugehörigkeit; dieses wundervolle Gefühl des Zusammenkommens; des Heimkommens ist in der letzten Zeit irgendwie verloren gegangen, da gefühlsmäßig nur noch die Anzahl der Likes und Follower eine Rolle spielt. Diese Thematik scheint Hauptthema auf vielen Accounts zu sein, jeder beschwert sich nur noch darüber, dass sie zu wenig Anerkennung bekommen für die ganze Arbeit, die man in seine Fotos steckt.

Natürlich ist es viel Arbeit, doch vergessen wir darüber nicht auch den Spaß? Wieso nehmen wir heutzutage eigentlich noch die Kamera in die Hand? Bereits mit dem Gedanken es später auf jeden Fall auf Instagram zu posten in der Hoffnung, viele Likes dafür zu bekommen und eventuell noch ein paar neue Follower? Machen wir Fotos um Erinnerungen zu schaffen, um unsere Freude mit anderen zu teilen; um eine Momentaufnahme festzuhalten die sonst viel zu schnell vergessen wäre oder geht es uns tatsächlich nur noch um die Likes?

Hinzu kommt, dass viele sich emotional zu stark von der Anzahl der Likes und der Follower abhängig machen. Wir definieren uns nicht aufgrund der Follower die wir haben oder nicht haben, oder der Likes die wir für ein Foto bekommen. Es gibt viele Gründe, die für die schwindende Anzahl der Likes ursächlich sein können, das muss nicht zwingend an einem selbst liegen.

Wieso machen wir uns das Leben nur so schwer? Wieso fixieren wir uns so sehr auf diese Statistiken und Zahlen, dass wir mittlerweile offenbar vollkommen vergessen haben, wieso wir überhaupt damit angefangen haben?

Am Ende des Tages ist es für die meisten von uns doch bloß ein Hobby, ein Hobby wie jedes andere auch und üben wir ein Hobby nicht hauptsächlich aus dem Grund aus, weil es Spaß macht? Weil es uns ein Ausgleich ist für den stressigen Alltag? Weil wir Freude daran haben und uns einfach gut dabei fühlen?

Wir sollten nicht vergessen, dass wir dies in erster Linie für uns tun. Etwas erzwingen kann man nicht, weder im echten Leben noch online und unter Druck zu geraten ist hier vollkommen fehl am Platz. Es tut uns nicht gut.

Es ist es nicht Wert, sich emotional so unter Druck zu setzen, dass man die Laune davon abhängig macht, wie viele Likes man auf das neueste Bild bekommen hat.

Ja, es steckt viel Arbeit dahinter ABER niemand zwingt euch dazu, oder? Es ist eine freiwillige Sache mit der ihr angefangen habt, weil ihr ursprünglich mal großen Spaß daran hattet. Natürlich kann sich auch das ändern. Interessen und Vorlieben können sich eben schon mal ändern im Laufe des Lebens, dann hört man eben einfach auf damit. Lasst Instagram Instagram sein und sucht euch ein Hobby, das euch mehr erfüllt. Das euch erfreut, an dem ihr Spaß habt; etwas, wo ihr einfach los lassen und euch fallen lassen könnt; den Kopf frei bekommt von dem ganzen Stress, der uns das wahre Leben von Tag zu Tag aufs Neue vor die Füße wirft. Versucht euch freizumachen; freizumachen von all dem Druck, von der schlechten emotionalen Verfassung – denn wenn Instagram euch tatsächlich so runterzieht, dann wäre die beste Entscheidung es vielleicht, aufzuhören.

Es ist schade und traurig, dass sich die Menschen teilweise nur noch anhand irgendwelcher Zahlen definieren und ihre Laune eben genau darauf abstellen, dabei könnte es doch so schön sein, würden wir den Spaß nicht über das Ganze vergessen.

Selbst wenn ihr nur 500 Leute mit euren Fotos erreicht statt eben 5.000, diese 500 Leute haben sich an eurem Bild erfreut. Das bedeutet doch was oder? Selbst wenn sich nur ein Mensch an eurem Bild erfreut habt ihr dieser einen Person den Tag vielleicht etwas versüßt.

Was den fehlenden Austausch angeht. Ja, natürlich bleibt auch dieser etwas auf der Strecke, denn je weniger Leute das Foto sehen, desto weniger Leute kommentieren, doch auch hiergegen kann man etwas unternehmen. Der gewünschte Austausch muss ja nicht zwingend unter dem eigenen Foto stattfinden oder? Kommentiert, herzt und schreibt Nachrichten was das Zeug hält. Es besteht immer die Möglichkeit, an Diskussionen teilzunehmen oder sich anderweitig in der Community einzubringen. So macht man gleichzeitig auch auf sich aufmerksam; man wird selbst Teil der Community, was ein unglaublich tolles Gefühl ist.

Natürlich ist es vollkommen legitim erfolgreich sein zu wollen in dem was man tut, immerhin gibt es nichts schöneres als das Hobby letzten Endes zum Beruf zu machen, doch selbst dann sollte man das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren und sich nicht so sehr (emotional) unter Druck setzen, dass man am Ende noch über das Ganze kaputt geht. In erster Linie geht es ja darum, dass wir selbst mit dem zufrieden sind, was wir leisten. Es ist wichtig, dass es uns gut geht, dass wir uns wohl fühlen und uns nicht daran kaputt gehen lassen, was eigentlich mal so schön begonnen hat.

Das Streben nach Erfolg und Anerkennung trägt wohl jeder im Hinterkopf mit sich mit, dennoch sollte man nie aus den Augen verlieren, dass das hier nicht alles ist. Sich zu sehr auf etwas zu versteifen, bringt nur selten den gewünschten Erfolg. Viel schöner ist es doch, wenn man mit Spaß bei der Sache dabei ist, oder nicht?

Wie ihr seht empfinde ich es nicht als falsch, erfolgreich sein zu wollen, wie könnte ich auch, immerhin ist das ein tolle Sache. Was mich stört ist dieses Extreme, in das sich manche Leute hineinstürzen; diese Obsession mit Statistiken und Zahlen, sodass man auf deren Accounts nichts mehr findet außer Beschwerden über schwindende Likezahlen. Denn ja, man merkt es jemandem an, wenn die Person unzufrieden ist und ob dann noch jemand Lust hat, einem zu folgen, wenn man ständig nur darüber „jammert“ ist natürlich fraglich. Man sollte eventuell für sich ein gutes Gleichgewicht finden. Das Streben nach Erfolg und trotzdem Spaß dabei haben – den Erfolg erzwingen kann man ohnehin nicht, Spaß haben kann man jedoch auch ohne (großen) Erfolg 🙂

 

Und zum Abschluss, gibt es zusätzlich noch ein paar Gründe, weshalb die Like- und Followerzahlen womöglich schwinden und auch, da ich ständig danach gefragt werde, dennoch (trotz des Beitrages) ein paar Tipps, was man eventuell gegen eine Instagram Flaute unternehmen kann:

 

1. LIKE-FAULHEIT

Manchmal liegt es tatsächlich an uns, denn wir neigen dazu, oftmals einfach durch den Newsfeed zu scrollen, uns die Fotos zwar anzuschauen, aber nicht immer ein Like dazulassen. Kommt euch das bekannt vor? Mir tatsächlich schon, da nehme ich mich selbst nicht raus. Manchmal, gerade wenn ich vielleicht in Eile bin, aber dennoch kurz bei Instagram rein schauen möchte, was so los ist, scrolle ich mich einfach durch die Bilder und vergesse, ein Herzchen dazulassen, bzw. bin manchmal sogar zu faul dazu oder einfach zu sehr in Eile und das obwohl ich tatsächlich zu denjenigen gehöre die zu 90 % bei jedem Foto ein Like hinterlassen.

 

2. NICHTS-GÖNNER

Leider ist es auch ganz häufig der Fall, dass wir dem anderen das Like einfach nicht gönnen. Wir werfen einen Blick auf die Anzahl der Likes, sehen, dass derjenige etwa 500 Likes mehr hat, obwohl das Bild um dieselbe Zeit gepostet wurde, als wir unser Foto gepostet haben und schwupp, verweigern wir der Person unser Herzchen. Neid spielt in diesem Bereich eine sehr große Rolle, was mir persönlich unbegreiflich ist. Jeder mag doch Komplimente oder? Ganz gleich ob man schon 500 Herzchen hat oder nicht, man freut sich über jedes einzelne – wir alle. Wieso also nicht dort Herzchen verschenken, wo uns etwas gefällt? Wieso erfreuen wir uns nicht einfach an etwas Schönem? Wieso gönnen wir anderen Menschen nicht einfach mal ein bisschen Erfolg?

 

3. DER ALGORITHMUS

Ja dieser neue Algorithmus ist wohl das größte Problem, gehen einige Accounts und mithin sehr viele Fotos einfach in der Masse unter. Wenn wir dann aufgrund unserer Faulheit und des womöglich vorhandenen Neides ohnehin viel zu wenig liken, verstärkt sich die Problematik natürlich nur. Wir müssen uns wegbewegen von diesem Stille-Beobachter-Ding und mehr interagieren, selbst mehr kommentieren und liken.

 


Und nun noch zu den Tipps, wie man einer Instagram Flaute vielleicht doch Abhilfe schaffen kann:

1. GEGENSEITIGES PUSHEN

Ich habe mittlerweile schon von vielen Bookstagramern bzw. Instagramern im Allgemeinen gehört, dass diese Teil sogenannter „Fight the algorithm“ Gruppen sind, sprich, ein paar Bookstagramer tun sich zusammen und immer wenn einer ein neues Bild postet, liken und kommentieren die anderen, sodass das Foto auch für mehr andere Accounts sichtbar wird. Natürlich helfen auch Shoutouts, auch wenn diese teilweise – wenn man täglich gefühlt 100 Shoutouts in der Story postet, etwas nerven. Doch das gegenseitige Verlinken, Erwähnen, etc. pp. ist eine gute Sache um mehr Sichtbarkeit zu erlangen und die Reichweite zu verbessern. Man unterstützt und hilft sich gegenseitig, was ja auch ganz schön ist und der Community vielleicht auch mal wieder ganz gut tun würde.

 

2. KOMMENTIEREN & LIKEN

Kommentiert und herzt Bilder was das Zeug hält. Dies ist nicht nur, wie oben bereits erwähnt, eine gute Möglichkeit, den gewünschten Austausch zu gewährleisten, sondern macht man so auch auf sich aufmerksam. Wenn man sich immer wieder an Diskussionen beteiligt oder auf Fragen anderer Bookstagramer in den Kommentaren antwortet, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein anderer User den eigenen Account besucht und eventuell sogar folgt natürlich viel größer, als wenn man nie kommentiert und nie ein Like hinterlässt. Allerdings sollte hier darauf geachtet werden, dass man auch sinnvolle Kommentare hinterlässt, die auch zum geposteten Bild passen. Immer nur Kommentare wie „schön“, „wow“, „super toll“, etc. pp. wirken irgendwie gezwungen und nerven nach einer Weile nur noch, weil man das Gefühl hat, dass der Kommentierende sich keineswegs mit dem Post befasst hat, sondern nur auf sich aufmerksam machen möchte.

 

3. HASHTAGS IN DIE BILDBESCHREIBUNG, NICHT IN DIE KOMMENTARE

Ich hatte es schon mal in einem anderen Post erwähnt, tue dies aber noch mal, da Instagram erst kürzlich ebenfalls ein Statement dazu abgegeben hat. Unter den Hashtags, die ihr in die Kommentare postet, werden die Bilder nicht mehr angezeigt. Achtet daher darauf, die Hashtags in die Bildbeschreibung mit reinzuquetschen.

 

4. MANCHMAL IST WENIGER MEHR

Ebenfalls hat Instagram angekündigt, dass Accounts, die immerzu dieselben Hashtags nutzen, was dank copy paste ja super einfach ist/war, irgendwann als Bot bzw. Spamaccount deklariert werden, sprich, man wird von den Hashtags womöglich sogar komplett verbannt, wo wir wieder beim Thema Shadowbaning wären. Versucht einzigartige und auf das Bild abgestimmte Hashtags zu verwenden und verringert die Anzahl eurer Hashtags. Ich selbst und viele andere auch, wie man online nachlesen kann, haben die Erfahrung gemacht, mit z. B. fünf ausgewählten Hashtags mehr Leute zu erreichen, als mit 20 willkürlich gewählten Hashtags, die man dank copy und paste einfach unter jedes Bild klatscht.

 

5. MIT DEN POSTINGZEITEN EXPERIMENTIEREN

Versucht herauszufinden, wann eure Follower am häufigsten online sind. Mit dem Business Profil hat man dieses wundervolle Feature ja bereits. Man sieht, wann die meister Follower online sind; wann mithin die Stoßzeiten sind und die Wahrscheinlichkeit, dass das Bild zu diesen bestimmten Zeiten öfter gesehen wird ist natürlich größer.

 

6. SCHAFFT CONTENT

Natürlich fällt der erste Blick auf das Foto, doch wenn die Bildbeschreibung ständig bzw. überwiegend leer ist oder lediglich gefüllt ist mit Hashtags und Emojis gibt dies natürlich wenig Anlass zum Austausch. Was soll ich auf ein Smiley Face schreiben unter einem Foto mit einem Sonnenuntergang? Außer „schön“ oder „hübsch“ würde mir persönlich dazu nicht viel einfallen. Schafft Diskussionsbedarf, stellt Fragen, schreibt etwas in die Bildbeschreibung, auf das eure Follower auch reagieren können.

 


INSTAGRAM | FACEBOOK | YOUTUBE | GOODREADS

Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Mehr Infos dazu findet ihr hier. Die Rechte an den Covern liegen beim jeweiligen Verlag/Autor!

22 Kommentare

  1. Zu Instagram kann ich eigentlich gar nichts sagen, weil ich mich damit nicht auskenne, da sich mir als nicht photoaffiner Mensch der Sinn dieser Plattform nie erschlossen hat. Oder ich bin zu alt dafür. 😉

    Aber was die Frage angeht, „weshalb wir eigentlich damit angefangen haben“: Ich glaube, dass zumindest bloggen für viele auch immer ein ganz bisschen mit Geltungsbedürfnis dahinter. Und das ist auch gar nicht schlimm. Wer im Internet schreibt, will auch gelesen werden, andernfalls könnte man das ja auch handschriftlich zu Hause tun. Und dann macht man sich natürlich auch Gedanken, warum dieser oder jener Beitrag nicht so gut ankam wie andere. Allerdings habe ich mich mittlerweile davon frei gemacht, mir davon meine Laune beeinflussen zu lassen. Denn dafür bin ich ebenfalls. zu alt.

    Gefällt 1 Person

    • Ich sagte ja, es ist vollkommen legtim, gesehen, gelesen und erfolgreich werden zu wollen, doch auf welche Art und Weise sich manche emotional davon abhängig machen und sich anhand der Statistiken definieren ist absolut gruselig, fehl am Platz und ungesund. Weder hier noch sonst wo, sollte man nie das Wesentliche aus den Augen verlieren. Ich persönlich habe auch jede Menge Beiträge geschrieben, die ich nie veröffentlichen werde, die ich mir aber recht häufig selbst noch mal durchlese, eben weil es mir wichtig ist … Ich finde es sollte nicht nur darum gehen. Es ist einfach sehr schade, wie Zahlenbesessen manche Leute sind … 😦 In Extreme zu verfallen ist nie wirklich gut.

      Ich für meinen Teil bin super genervt davon und lese lieber Blogs/folge lieber Accounts, die mit Spaß dabei sind und ihre Leidenschaft ausleben, weil sie es möchten und nicht bloß weil sie so viele Follower, Likes etc. wie möglich möchten 🙂

      Danke für dein Kommentar! Ich wünsche einen schönen Tag 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 2 Personen

  2. Sehr guter Beitrag, obwohl ich es am Ende schade fand, dass du doch noch Tipps für die Reichweite gegeben hast, aber einigen scheint das wohl wirklich wichtig zu sein. Ich finde, du hast da einen sehr treffenden Punkt genannt: Anerkennung. Und ich frage mich, ob die Anerkennung über Social Media ein Ersatz für reale Anerkennung ist oder eine ganz andere Form. Vielleicht geht es auch um Resonanz, also eine Reaktion auf das eigene Verhalten zu erhalten.

    Gefällt mir

    • Da, wie ich in den letzten Tagen auf Instagram bemerkt habe, sehr viele Follower tatsächlich nach Tipps suchen, wie man die Reichweite erhöhen kann, habe ich absichtlich die Tipps mit eingebaut. Denn wie gesagt, das Streben nach Erfolg ist vollkommen okay; es ist okay gesehen und gehört werden zu wollen, allerdings sollte man sich emotional nicht zu sehr davon abhängig machen. Man muss hier einfach ein gutes Gleichgewicht finden und vielleicht helfen einige der Tipps denjenigen, die sich so arg auf die Like- und Followerzahlen versteifen, sich etwas frei davon zu machen, wenn sie einfach mal Neues ausprobieren.

      Naja, es sind ja auch nur meine persönlichen Tipps nach denen ich ohnehin immer sehr häufig gefragt werde 🙂

      Ich danke dir für dein Kommentar 🙂 Freut mich jedenfalls, dass dir der Beitrag gefällt (ohne die Tipps) 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 2 Personen

  3. Instagram ist mir nicht mal so wichtig. Ich treibe mich ohnehin mehr auf Blogseiten rum. Meiner Meinung nach findet hier mehr so ein Kodex statt, dass man sich gegenseitig unterstützt. Klar, Reichweite ist wichtig, um bekannt zu werden. Aber ohne Content kein Traffic. Und wenn der Content stimmt, dann kommt die Kommunikation von ganz alleine. Lieber habe ich drei Artikel, die von Lesern große Beachtung bekommen, als dreißig Artikel, die völlig im www versinken. Wenn in was Herz steckt, dann merkt man das auch.

    Gefällt 2 Personen

    • Sehe ich ganz genauso! Ich folge auch lieber Blogs, die mit Leidenschaft dabei sind, die sich Mühe geben und denen man einfach anmerkt, dass sie Spaß dran haben und das Ganze nicht nur machen, um viele Likes, Follower und/oder Kooperationen an Land zu ziehen.

      Und irgendwann kommen Follower von ganz alleine; allerdings muss natürlich der Content stimmen und das ist meist ja nur dann der Fall, wenn man nicht einfach irgendwas hinklatscht ganz nach dem Motto „schreib ich halt mal zwei Sätze, damit ein neuer Beitrag online geht“, sondern wirklich mit dem Herzen dabei ist.

      Danke für dein Kommentar! Ich sehe das ganz genauso wie du. Ist vielleicht nicht exakt dasselbe wie auf Instagram, aber doch auf jeden Fall vergleichbar!

      Ich wünschte auf Instagram gäbe es diesen Kodex auch (noch), leider geht das Ganze doch immer mehr in Neid etc. über, was unglaublich schade ist.

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  4. Sehr interessanter Artikel!

    Das hat mich so ein bißchen an eine Folge von Black Mirror erinnert, in der der gesellschaftliche Status über Likes definiert wird, sodass man mit zu wenig Reputation beispielsweise nicht in gewisse Nachbarschaften ziehen kann usw.

    Ich erwische mich aber auch immer wieder selbst dabei, nach Likes usw. zu schielen 😉

    Gefällt 1 Person

    • Ach echt? Haha Ich wollte die Serie immer mal anfangen, weil die in meinem Umkreis irgendwie absolut gehyped wird, kam aber bisher noch nicht dazu 🙂 Klingt ja interessant, vielleicht schau ich doch mal rein 🙂

      Im gewissen Maße ist das ja auch okay, ich meine, man freut sich ja auch drüber, das hatte ich ja oben auch ausgeführt, aber was manche Leute da veranstalten kann einfach nicht mehr gesund sein. Es sollte Spaß machen und einen nicht emotional in den Abgrund treiben.

      Danke dir für dein Kommentar! 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt mir

  5. Sehr schöner Post, der wirklich viele meiner eigenen Gedanken aufgreift.
    Mittlerweile fällt es mir schon extrem auf, wie viele Leute in ihren Instagramstories oder unter den Posts selbst jammern. Ich kann es ja auch irgendwie verstehen. Aber andererseits gibt es immer Leute, mit denen man sich gut versteht, sogar anfreundet. Und mit denen hat man dann ja automatisch immer Kontakt. Also so geht das zumindest mir. Und auf Instagram bzw. Bookstagram Anschluss zu finden, ist eigentlich auch gar nicht so schwer, gerade wenn man regelmäßig kommentiert und mit Leuten schreibt, wie du ja auch bereits gesagt hast. Und in erster Linie soll Instagram ja auch Spaß machen. Likes& Follower sind da eigentlich eher etwas, das vielleicht als Pluspunkt oder schönes Sahnehäubchen dazukommt.
    Aber das wichtigste ist doch das Verknüpfen mit anderen, die die gleichen Interessen haben.

    Ganz liebe Grüße,
    Katja

    PS: Sehr schönes Beitragsbild 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Danke dir liebe Katja 🙂 Freut mich, dass dir Beitrag (und Foto) gefallen 🙂

      Ich sehe die Likes und die vielen Follower auch als Sahnehäubchen des Ganzen an. Es macht mir einfach unfassbar viel Freude, ob mein Bild nun von 500 Leuten oder 5000 Leuten gesehen wird. Natürlich fühlt es sich toll an, wenn man sich selbst und seinen Account wachsen sieht, doch noch schöner ist es, wenn man dabei auch den Spaß nicht vergisst und das auch, wenn mal schlechte Zeiten anstehen, die hat immerhin jeder mal 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  6. Hach, ich merk mal wieder, wie alt ich bin 😉 Damals, als das Internet für usn in DE tatsächlich noch „Neuland“ war, gabs das alles so noch nicht. Da hat man sich über Gästebücher auf Radiosendern unterhalten, die das Internet schon früh für sich entdeckt hatten 😉 Irgendwann hatte man etwas Speicherplatz zur Verfügung (bzw hat teuer dafür bezahlt) und hat sich über einen Editor eine HTMl-Seite gebastelt 😉 Blogsoftware gabs erst recht spät und da war man froh, wenn sich irgendwie mal ein Leser auf den Blog verirrte 🙂 ich hab im laufe der Jahre viel experimentiert – was Neues immer ausprbiert, bin aber letzten Endes beim Bloggen und auf Facebook hängengeblieben. Die Sache mit den Profi-Influenzern ist bis vor kurzem völlig an mir vorbeigezogen. Das ist ein Teil des Webs, das mich nie wirklich faszinieren wird. Ich nutze es, um meine Leidenschaften zu teilen, um Inspirationen zu finden und Kontakte zu halten. Von daher kann es auch passieren, dass ich Artikel zwar lese oder Fotos anschaue, aber kein Like oder keinen Kommentar hinterlasse. Für mich selbst ist das nicht wichtig und ich mach mir bei anderen nur da die Mühe, wo ich mich gern aufhalte und ich auch etwas beizutragen habe 🙂
    Aber ein sehr interessanter Artikel! Danke!

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo Sonja,

      das ist verständlich, wenn mein keinerlei Interesse dafür hegt, warum soll man dann überhaupt liken oder kommentieren, wenn man ohnehin nur unterwegs ist, um sich selbst inspirieren zu lassen? Das kann ich vollkommen verstehen und ist natürlich auch absolut in Ordnung 🙂 Nicht jeder hat immerhin dieselben Interessen 🙂

      Ich bin schon gerne als Influencer unterwegs muss ich gestehen, was mir daran allerdings so viel Freude bereitet ist z. B. wie viel man von anderen zurück bekommt. Jedes Mal wenn mir jemand schreibt, man hätte sich ein Buch nur wegen mir gekauft, etc. pp. dann bedeutet mir das schon sehr viel. Wenn man auf einmal selbst so eine inspirierende Wirkung auf andere hat, wie man sie sonst selbst immer bei anderen gesucht hat. Mir persönlich macht das sehr viel Freude Teil dieser Community zu sein, Bücher zu empfehlen, zu diskutieren etc. Wenn man allerdings in diese Extreme gerät dann kann das schon einen sehr negativen Beigeschmack haben. Ich tendiere solchen Accounts zum Beispiel zu entfolgen und folge lieber denen, die authentisch und mit Spaß dabei sind, die sich treu bleiben und deren Leidenschaft man eben an den Bildern und Beiträgen anmerkt.

      Aber wie gesagt, ich kann natürlich auch verstehen, wenn man daran überhaupt kein Interesse hat. Wenn ich meinen Eltern davon erzähle, schauen die mich auch immer eher an wie einen Bahnhof. Sie wissen zwar, wie viele Follower ich habe, aber wirklich was anfangen können sie damit auch nicht 😀

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

  7. Liebe Ivy,
    ich finde es super, dass du am Ende noch Tipps gegeben hast. Ich habe sie als sehr hilfreich empfunden, denn das mit dem Shadowban durch die Copy Paste # habe ich nicht gewusst. Dann werde ich darauf mal achten.
    Ich sehe mich nicht als Bookstagrammer, mein Fokus liegt auf dem Blog, dann kommt FB.
    Instagram nutze ich zwischendurch, meistens kopiere ich die Texte aus FB rein. 🙂
    Trotzdem fällt auch mir auf wie immens das alles eingeschränkt wird in letzter Zeit. In meiner Timeline sehe ich teilweise Fotos die 3-4 Tage alt sind, nicht aber die ganz neuen. Sowas finde ich bescheuert.

    Dass Menschen dem ganzen so eine Bedeutung zuschreiben finde ich irgendwie traurig. Ich habe Bekannte die überlegen ihre Fotos zu löschen, weil sie unzufrieden sind. Oder die mich fragen, ob der neue Filter zu dem alten passt oder ob sie lieber alles löschen sollen. Soll jeder machen wie er meint, aber für mich bieten die Fotos ja auch irgendwie eine schöne Entwicklung die man sieht.

    Mittlerweile mache ich mir da kaum noch Stress mit. Auch habe ich bemerkt, dass vor allem bei FB Fotos die man so zwischendurch macht, die oft auch etwas persönlicher sind (zB ein Foto meiner Abendsituation mit Büchern, Schoki und Kaffee drauf, ohne tolle Beleuchtung, einfach so) viel besser ankommen als ein Buchfoto für das ich 30 Min gebraucht habe. Ein Foto mit meinen Paketen von der Post, oder eins von meinem unaufgeräumten Couchtisch mit dem Titel Behind the Scenes, bekommt 100 Likes, das schöne Buchfoto teilweise 30. Das sagt doch schon alles.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt mir

    • Liebe Nicci,

      das ist auch das Einzige, was mich tatsächlich richtig nervt an diesen Algorithmen: dass man kaum mehr neue Fotos/Beiträge angezeigt bekommt. Das ist bei mir auch auf Facebook und Instagram der Fall. Ich bekomme Bilder angezeigt von vor vier Tagen und das drei Tage hintereinander, dann bekomme ich manchmal tatsächlich NUR Werbung in meinem Newsfeed angezeigt, ich meine, was soll das? Da soll mal jemand dahinter kommen, was die lieben Damen und Herren sich beim Entwickeln dieser Algorithmen gedacht haben. Eigentlich hat es nur Nachteile. Falls es Vorteile gibt, habe ich die noch nicht gefunden …

      Das habe ich auch schon gemerkt, Schnappschüsse und Momentaufnahmen kommen manchmal viel besser an, weil sie eben so viel echter und herzlicher wirken, als ein Foto das z. B. einem Hochglanzmagazin entsprungen sein könnte.

      Ich denke das ist auch der springende Punkt, wenn man merkt, dass der Blogger/Bookstagramer etc. pp. mit dem Herz dabei ist und tatsächlich seine Leidenschaft auslebt und das Ganze nicht nur für Anerkennung und Ruhm macht, dann kommen die Follower und Likes von ganz alleine. Ich folge lieber Menschen, die das gerne tun und denen man dies anmerkt als Leuten, die einfach nur irgendwas posten/hinklatschen, damit halt was gepostet wurde in der Hoffnung, viele Likes zu bekommen.

      Traurig und schade finde ich es dennoch, wie obsessiv manche Leute sind und – wie du schon sagst – sich selbst und ihre gesamte Arbeit in Frage stellen nur weil es 200 Likes weniger gab, als auf das letzte Foto.

      Danke für dein Kommentar und liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 1 Person

      • Ich sehe da auch absolut keinen Vorteil drin. Mich nerven diese Werbeanzeigen total und eigentlich bin ich da mittlerweile echt suuuper selten online. Den Sinn der App verstehe ich mittlerweile nicht mehr. Früher habe ich echt gerne stundenlanh gestöbert.

        Ja, da hast du recht. Die Leser können sich mit authentischen Aufnahmen auch eher mal identifizieren, und meistens schreibe ich auch sowas dazu wie: kennt ihr auch, oder?

        Ja, das finde ich auch traurig. Menschen definieren sich scheinbar tatsächlich über Zahlen und Likes. Das nimmt echt komische Ausmaße an…

        Gefällt 1 Person

  8. Pingback: #1 Durchgeklickt – Unterwegs im Netz | Lesen in Leipzig

  9. Pingback: Auf Entdeckungstour | Januar – Trallafittibooks

  10. Ich gehöre wohl auch in die Generation derer, denen das völlig schnuppe ist, wieviele Likes und Follower und Abonnenten sie haben. Damals diskutierte man noch auf Internetforen, was ich immer noch selbst gern mache, und freute sich, wenn man überhaupt ein paar Informationen zu etwas fand, was heute offenbar selbstverständlich ist.

    Mich überrascht es, dass ich überhaupt Follower usw habe, denn ich dachte nicht, dass ich mit meinem Blog und meinem IG überhaupt Leute anspreche, die nicht schon woanders das finden, was sie suchen. Am meisten freut mich eigentlich jeder Kommentar, weil ich so gern die Meinung anderer Leute höre und gerne Sachen diskutiere. Aber die reine Anzahl selbst ist mir schnuppe. Mich interessiert es mehr, ob Leute meine Posts wirklich interessant finden als eine Zahl, die rein gar nichts aussagt. Um es mit Roger Murtaughs Worten zu sagen….Ich bin zu alt für den Scheiß xD

    Gefällt 1 Person

  11. Pingback: Von Blog zu Blog… [5] – Im Bücherzelt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s