4 Gründe, weshalb ihr euch das ’92  Aladdin Remake auf jeden Fall anschauen solltet

Regelrecht einmarschiert ist die neueste Disney Realverfilmung ALADDIN in die deutschen Kinos. Mit Pauken und Trompeten (oder soll ich besser sagen, mit Elefanten und einem liebreizenden Genie?) hat ALADDIN die deutschen Kinos erobert. Für mich war es ein absolutes Muss mir den Film im Kino anzuschauen, nicht nur weil in meiner Brust ein kleines Disney Fangirl-Herz schlägt, sondern auch, weil ALADDIN seit ich denken kann zu meinen zwei absolut liebsten Disneyfilmen gehört.

Der Film hatte ja bereits, bevor er überhaupt in den Kinos angelaufen war, für jede Menge Diskussionen gesorgt. Die einen konnten sich vor Vorfreude kaum auf den Stühlen halten, andere wiederum standen dem Ganzen mit sehr viel Skepsis gegenüber. Könnte Will Smith überzeugen in der Rolle als Genie? Passt der Look überhaupt zu dem alten 1992er Animationsfilm?

Ich halte mich bei solchen Diskussionen immer etwas zurück. Wenn ich den Film noch nicht gesehen habe, so zumindest meine Meinung, bin ich auch nicht in der Lage, diesen zu bewerten oder ein Urteil darüber zu fällen. Ich für meinen Teil war gleich von Anfang an begeistert von Will Smith als Genie und konnte mich auch nach den ersten Fotos und Trailer gleich mit dem Gesamtlook des Films anfreunden. Alles in allem: Ich war verdammt aufgeregt und voller Vorfreude. Am Samstag habe ich mir den Film dann endlich im Kino angeschaut und was soll ich sagen: ICH BIN BEGEISTERT!

Und genau deshalb gibts heute 4 Gründe von mir, aus welchem Grund die Realverfilmung von ALADDIN ein absolutes MUSS ist

1. Orient meets Bollywood

Was uns erwartet? Eine aufregende, abenteuerliche Reise durch 1001 Nacht. Der Film schillert in sämtlichen Farben und strotzt nur so vor Charme. Die unterschiedlichen Stile, die im Film vereint sind, schaffen eine ganz wundervolle, kunterbunte, orientalische Welt, von der man einfach mitgerissen wird und in die man am liebsten selbst eintauchen würde. Der Film ist ein Genuss fürs Auge, nicht nur aufgrund des wunderschönen Schauplatzes, sondern auch aufgrund der fantastischen, schillernden Kostüme und der gelungen Tanzeinlagen. Das Setdesign wirkt unglaublich authentisch und erinnert sehr stark an den Animationsfilm von damals. Der Film ist genauso bunt und energiegeladen, wie der Trailer verspricht. Setdesign, Schauplätze, Kostümdesign und Choreografien sind ON POINT und konnten mich in jederlei Hinsicht überzeugen.

Titles: Aladdin
People: Mena Massoud
© 2018 Disney Enterprises

2. Will Smith als Genie

Genie ist seit meiner Kindheit mein absoluter Lieblingsdisney-Charakter. Hierzu beigetragen hat mit Sicherheit auch Robin Williams, der nicht nur dem Genie von damals seine Stimme geliehen, sondern auch mich durch meine gesamte Kindheit begleitet hat. Will Smith tritt in der Realverfilmung in die Fußstapfen einer der wohl größten Komiker unserer Zeit – nicht ganz einfach also. Dennoch kann Will Smith in seiner Rolle als sympathischer und leicht verrückter Flaschengeist absolut überzeugen. Will Smiths Version von dem wohl coolsten Disney Sidekick erinnert ein wenig an Robin Williams und doch bringt er jede Menge seiner eigenen Persönlichkeit mit ein. Der neue Genie wirkt mithin nicht wie eine plumpe Kopie des alten Zeichentrick-Genies, ganz im Gegenteil, er verleiht dem Ganzen etwas Erfrischendes. Will Smith lässt mein Herz ohnehin in regelmäßigen Abständen höher schlagen (seien wir ehrlich, er ist einfach einer der genialsten und besten und dazu auch noch witzigsten Schauspieler unserer Zeit), doch als Genie hat er mich regelrecht dahinschmelzen lassen.

Man erkennt in Genie einfach so viel von Will Smith wieder, es macht einfach Spaß, ihm als Flaschengeist zuzusehen. Man sieht ihm richtig an, wie viel Spaß er selbst in dieser Rolle hatte. Mich konnte Will Smith absolut überzeugen.

Titles: Aladdin
People: Will Smith
© Disney Enterprises

3. Frauenpower

Prinzessin Jasmin hat schon immer zu den Disney Prinzessinnen gehört, die selbstbewusst waren und nach Unabhängigkeit strebten; die sich ungerne haben etwas vorschreiben lassen. Jasmin ist mutig, ehrgeizig, stark und tief in ihr schlummert eine kleine Rebellin. In der Realverfilmung jedoch wird das Ganze noch einmal auf ein höheres Level gebracht. Jasmin ist eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst und wirkt dabei nicht nur unglaublich anmutig, sondern wahnsinnig authentisch. Ihre Rolle wurde fantastisch umgesetzt; wir sehen eine unabhängige, großartige, charakterstarke Frau, die sich nicht aufgrund ihres Geschlechts unterdrücken lässt, sondern die Stimme, die sie hat, nutzt.

So bekam Jasmin auch extra für die Realverfilmung einen komplett neuen Song geschrieben: “Speechless” (z. Dt. “Ich werd niemals schweigen“), eine wundervolle neue feministische Hymne, die Naomi Scott hervorragend performed hat. Sie wirkt so authentisch in ihrer Rolle als Jasmin, man hat es ihr einfach abgekauft. Sie strotzt nur so vor Kraft, Elan und Energie und konnte mit ihrer Leistung voll und ganz überzeugen.

Gänsehaut pur!


4. Der Cast

Die Chemie stimmt einfach. Egal ob zwischen Mena Massoud (Aladdin) und Will Smith (Genie) oder aber zwischen Mena Massoud und Naomi Scott (Jasmine). Sie sind nicht nur charmant, sondern man sieht ihnen auch ihre Freude und ihren Spaß förmlich an. Ein verschmitztes Lächeln hier, ein Augenrollen dort, ein dämlicher Spruch da … die Schauspieler schaffen es einfach allesamt, den Figuren unglaublich viel Tiefe zu verleihen. Sie sind in diese Rolle geschlüpft und haben das Beste aus ihnen herausgeholt. Insbesondere die Szenen zwischen Mena Massoud und Naomi Scott sorgen für einige magische Momente. Das Zusammenspiel des gesamten Cast ist einfach wunderbar. Man kann den Blick nicht abwenden – man kann einfach nicht anders, um sich vollends verzaubern zu lassen.

Einzig und allein Marwan Kenzari, der den Bösewicht Dschafar verkörpert, stand ich anfangs ein wenig skeptisch gegenüber. Der Schauspieler ist sehr jung, viele Zungen behaupten, zu jung, um die Rolle des Dschafar wirklich gut verkörpern zu können, doch wenngleich ich anfangs unsicher war, ob er die richtige und perfekte Wahl war, konnte auch er mich mit seiner Leistung überzeugen. Er wirkt nicht ganz so boshaft wie der Dschafar aus dem Animationsfilm aus 1992, dennoch boshaft genug, um ihm seinen Plan, die “Weltherrschaft” an sich zu reißen, auf jeden Fall abzukaufen. Auch er hat seinen Platz im Film ganz wunderbar eingenommen und einen sehr guten Job gemacht.

Titles: Aladdin
People: Naomi ScottMena Massoud
Photo by Photo Credit: Daniel Smith – © 2018 Disney Enterprises

Ich könnte noch ewig so weiter machen; könnte noch Seiten lang darüber ausführen, weshalb mir diese Realverfilmung so unglaublich gut gefallen hat, doch möchte ich euch ja nicht alles vorweg nehmen. Mich konnte der Film wirklich absolut überzeugen, wenngleich ich mir hier und da ein wenig mehr Zeit für ein paar Szenen gewünscht hätte. Für mich ist es bis dato definitiv eine der besten Disney-Verfilmungen und das sage ich nicht nur, weil ALADDIN mit zu meinen zwei Disney-Lieblingsfilmen gehört.

Und nun seid ihr dran: habt ihr den Film schon gesehen? Wenn ja, wie hat er euch gefallen? Wenn nein, möchtet ihr ihn euch noch im Kino ansehen? Mir hat er so gut gefallen, dass ich ihn mir sicherlich noch ein zweites Mal anschauen werde – bis dahin höre ich weiter den Soundtrack hoch und runter.

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