4Ocean | Make a difference – Für weniger Plastikmüll in unseren Weltmeeren

Plastiktüten, -besteck und –flaschen, das was Urlauber mit zum Strand nehmen, bleibt oft dort zurück und belastet unsere Meere. Auf der ganzen Welt werden jährlich ungefähr 311 Millionen Tonnen Plastik produziert die seit Jahren immer wieder ihren Weg in die Weltmeere finden. Diese Verschmutzung bringt verheerende ökologische und ökonomische Folgen mit sich.

Im Pazifischen Ozean schwimmt ein Müllteppich von der Größe Mitteleuropas.

Könnt ihr euch vorstellen, wie viel das ist?

Zur mitteleuropäischen Zeitzone gehören folgende Länder: Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Monaco, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, San Marino, Schweiz, Schweden, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Vatikanstadt.

 

Geschätzt 100 Millionen Tonnen Abfall befinden sich in den Weltmeeren; jährlich kommen fast weitere 6,5 Millionen Tonnen hinzu. 75 Prozent dieses Mülls besteht aus Plastik. Überwiegend besteht dieser Plastikmüll aus Kleinstpartikeln, die unterhalb der Wasseroberfläche schwimmen, weshalb man diesen Plastikteppich kaum bis gar nicht wahrnimmt, was allerdings nicht bedeutet, dass er nicht da ist und keine verheerenden Schäden anrichtet.

Das größte Problem stellen wohl Verpackungen, Plastikflaschen und Plastiktüten dar, deren Abbau mehr als 400 Jahre dauern kann. Bis dahin zerfällt der Müll lediglich in immer kleiner werdende Partikel. Diese kleinen, festen und wasserunlöslichen Plastikpartikel, die nicht einmal eine Größe von 5 mm haben, werden Mikroplastik genannt. Wenn wir also barfuß an einem Sandstrand entlang laufen, ist es nicht nur der Sand, der uns zwischen den Zehen kitzelt, es sind meist auch viele feine Mikroplastikpartikel. Diese Partikel werden ebenfalls von den Meeresbewohnern aufgenommen, wodurch diese wiederum in deren Organismus gelangen.

Diese Zahlen muss man sich mal genau anschauen, darüber nachdenken und sich bildhaft vorstellen, wie viel Müll im Meer schwimmt, welche Folgen dies hat und wie viel schlimmer es in Zukunft noch werden kann.

Sämtliche Meeresbewohner, 700 verschiedene Arten, ganz egal ob Plankton, Schildkröten, Seemöwen, Haie oder Wale, in all diesen Lebewesen wurden bereits Plastikteile gefunden. Die Tiere verwechseln Müll mit Nahrung. Besonders gefährlich ist dies für Meeresschildkröten da deren Magen, sobald dieser einmal mit Plastik gefüllt ist, keine Nahrung mehr aufnehmen kann, sprich, die Tiere verhungern elendig. Doch nicht nur, dass die Tiere den Müll fressen, sie verletzen sich daran. Sie verfangen sich in den Plastiktüten und ersticken oder schneiden sich an den spitzen Kanten der Plastikteile.

Immer wieder findet man Kadaver von Seevögeln mit Kunststoffteilen im Magen.

Die Tiere ersticken, erleiden tödliche Verstopfungen oder verhungern trotz vollem Bauch.

Sie verenden unter großen Schmerzen.

Und weshalb? Wegen uns Menschen.

Über so viele Dinge machen wir uns Gedanken; verlieren dabei meist allerdings das Wesentliche aus den Augen, das, was wirklich wichtig ist.

Es ist eine Weile her, seit ich eine dieser erschütternden Dokumentationen gesehen habe. Es hat mir das Herz zerrissen. Natürlich wusste man auch schon vorher, dass der ganze Plastikmüll eine Gefahr darstellt, doch war man sich dessen auch wirklich bewusst? Etwas zu wissen ist eine Sache, sich dessen Folgen und Konsequenzen bewusst zu sein, eine andere. Manche Informationen gehen zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr wieder raus. Wir nehmen diese Informationen zwar wahr, verarbeiten sie aber nicht, da es uns direkt nicht betrifft. Es sind nicht wir, die unter dem Plastikmüll leiden, zumindest noch nicht. Es ist unsere Umwelt und die Tierwelt, die unter unserem verschwenderischen, egoistischen und faulen Verhalten leiden muss.

Das Problem mit dem Plastikmüll ist noch immer viel zu wenigen Menschen bekannt. Wir müssen es den Menschen in unserem Umfeld bewusst machen. Wenn wir in dieser Welt, die wir unser Eigen nennen, leben möchten, dann müssen wir uns auch darum kümmern. Fakten wie die Vorgenannten sind entscheidend, um die Menschen für das Plastik-Problem zu sensibilisieren. Fotos, auch wenn sie einen innerlich zerreißen, sorgen dafür, dass wir uns mehr und mehr Gedanken über dieses Problem machen, das uns im Grunde – auch wenn wir es nicht glauben – alle betrifft.

Ständig posten wir Bilder wunderschöner Orte, atemberaubender Strände, schwärmen immer wieder davon, wie wunderschön unsere Welt doch ist und wie sehr wir diesen Ort lieben, an dem wir leben. Wieso tun wir dann nicht auch etwas dafür? Hier zu leben, sollten wir nicht als Selbstverständlichkeit ansehen, sondern vielmehr als ein Geschenk. Wenn man sich ein Haustier anschafft, lässt man es ja auch nicht verkommen und sterben. Die Welt, in der wir leben, lebt und wenn man sich nicht darum kümmert, dann stirbt sie irgendwann und wir mit ihr.

Wer jetzt sagt, das betrifft uns ohnehin nicht, da wir in Deutschland dieses Müllproblem nicht haben, der irrt sich.

Auch die deutschen Inseln leiden unter dem Müllproblem. Auch hier finden sich Dosen, Plastikbecher, Styropor an den Stränden wieder. Vögel bauen ihre Nester mittlerweile aus Plastiktüten, weil sie es mit natürlichen Materialien verwechseln. Das muss man sich erst mal vorstellen. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir unser Haus aus Müll bauen müssten?

Die Menge des Plastikmülls nimmt stetig zu.

Ursache hierfür sind zum Beispiel Verpackungen wie Coffee-to-go Becher.

Geht ihr nicht auch manchmal in den Supermarkt und fragt euch, wieso mache Produkte doppelt und dreifach mit Plastik verpackt sind? Wieso muss man eine Gurke in Plastik einwickeln? Wieso werden Donuts dreifach in Plastik verpackt verkauft? Wieso?

Wodurch überhaupt erst so viel Plastikmüll in die Flüsse und Meere gelangt? Dies passiert hauptsächlich in den Ländern, in denen die Sammlung von Abfällen nicht richtig funktioniert. Aus diesem Grund ist es bei uns zum Beispiel auch nicht ganz so schlimm. In anderen Ländern allerdings funktioniert dies nicht so, wie es eigentlich funktionieren sollte. Das Wichtigste ist es, Plastikverpackungen zu vermeiden bzw. gar nicht erst in die Umwelt gelangen zu lassen, doch um dies umsetzen zu können, muss erst mal eine funktionierende Abfallwirtschaft gewährleistet sein.

Jeder von uns kann seinen Teil zur Rettung der Meere beitragen.

Was wir tun können?

Plastikverpackungen, Plastiktüten und Wegwerfartikel vermeiden.

Diesbezüglich haben wir ja schon einen Fortschritt dahingehend gemacht, dass in Geschäften fast nirgends mehr Plastiktüten angeboten werden, sondern nur noch Papiertüten.

Auch ist es wichtig, den Müll richtig zu trennen, da dies die Sortierung und anschließend das Recycling erleichtert.

Mittlerweile gibt es auch sogenannte Zero-Waste Läden, die sämtliche Ware verpackungsfrei anbieten.

 

7 Tipps, wie man zur Rettung der Meere beitragen kann

1. Plastik reduzieren

Müssen Einwegflaschen, Plastikgeschirr und Ähnliches wirklich sein? Selbst zum Campen kann man richtiges Geschirr mitnehmen und es dort abwaschen. Wenn man Angst hat, es geht was kaputt, nimmt man eben altes, ohnehin ausrangiertes Geschirr mit. Mama und Papa haben sicherlich noch altes Geschirr übrig. Auch die Coffee-to-go Becher müssen nicht sein. Selbst seinen Becher mitbringen oder zu Hause den Kaffee in eine Thermoskanne gießen und diese mit auf den Weg zur Arbeit nehmen. Beim nächsten Kauf einfach hinterfragen, bevor man zu Plastik greift. Langlebige Materialien wie Holz, Glas, Stoff und Metall sind doch ohnehin viel schöner und tausend Mal besser für unsere Umwelt.

2. Niemals ohne Rucksack, Korb oder Stofftasche einkaufen

Laut einer Statistik verbraucht jeder deutsche im Durchschnitt 76 Plastiktüten pro Jahr, obwohl es so viele nachhaltige Alternativen gibt wie z. B. hübsche Körbe, Rucksäcke oder auch Stofftaschen. Diese sind nicht nur robuster als Plastiktüten, sondern auch um einiges umweltfreundlicher und wiederverwendbar. Wenn man die Stofftasche dann doch mal vergisst, kann man auch zu einem Pappkarton greifen, die es für gewöhnlich ja an Unmengen in Lebensmittelläden gibt, statt sich doch schnell wieder eine Plastiktüte zu kaufen.

3. Müll trennen

Auch wenn es manchmal umständlich ist oder nervt. Wichtig ist es, Plastik von anderen Materialien zu trennen, da dies nicht nur die anschließende Sortierung, sondern auch das Recycling um einiges einfacher macht. So wird sichergestellt, dass Plastik mehrmals eingesetzt werden kann. Gerade in Ländern wie Deutschland, wo jährlich Unmengen an Plastik verbraucht wird, ist eine funktionierende Abfallwirtschaft unglaublich wichtig.

4. Aufräumaktionen

Es gibt immer wieder Aufräumaktionen, an denen man teilnehmen kann. Ebenso kann man natürlich auch selbst eine initiieren. Wir müssen zusammenarbeiten und dem Plastikmüll keine Chance geben.

5. Spenden

Es gibt diverse Organisationen, die sich stark machen für den Kampf gegen den Plastikmüll. Eine Organisation werde ich euch am Ende dieses Beitrages etwas näher vorstellen. Natürlich ist nicht jeder finanziell so gestellt, dass man regelmäßig größere Summe spenden kann, doch ich denke ein paar Euro kann jeder hier und da mal abzwacken, das nächste Mal einfach auf den Lieferservice oder auf die Packung Zigaretten verzichten (nicht zu rauchen ist ohnehin viel gesünder) oder aber man kauft einmal mal nur zwei Bücher statt gleich fünf.

6. Mikroplastik vermeiden

Viele Kosmetikartikel enthalten diese winzigen Kunststoffteilchen, die kleiner sind als 5 Millimeter. Sie dienen als Schleif-, Binde- oder Füllmittel. Diese Teilchen können nicht abgebaut und in Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. Sie sehen etwa aus wie Fischeier, weshalb Meeresbewohner sie häufig mit Nahrung verwechseln. Man kann statt zu den herkömmlichen Kosmetikartikeln zum Beispiel zu Naturkosmetik greifen, die auch ohne Plastik auskommen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat eine Liste im Internet veröffentlicht, die darüber informiert, in welchen Produkten Mikroplastik enthalten ist. Hier gelangt ihr direkt zu diesem Beitrag.

7. In Zero Waste Läden einkaufen

Mittlerweile gibt es schon einige davon, die sogenannten Zero-Waste Läden die sämtliche Produkte verpackungsfrei anbieten. Leider gibt es diese natürlich (noch) nicht überall. Dennoch gibt es auch in Supermärkten teilweise verpackungsfreie Produkte, z. B. kann man Kräuter auch ohne Verpackungen kaufen und auch wenn man frisches Brot kauft, kann man dieses gleich in einer selbst mit gebrachten Stofftasche einpacken lassen. Viele Bioläden zum Beispiel bieten ebenfalls viele verpackungsfreie Produkte an, wie z. B. Nudeln, Nüsse oder Ähnliches. Selbst etwas anbauen ist natürlich auch immer eine Lösung, z. B. Tomaten, Zitronen, Minze oder ähnliches Gemüse/Obst/Kräuter.

 


Und nun möchte ich euch noch kurz erzählen, wie ich überhaupt erst dazu gekommen bin, einen solchen Beitrag zu schreiben.

Ich versuche schon seit langem weitestgehend auf Plastik zu verzichten. Ich bemühe mich sehr, auch wenn es schwer fällt und nicht immer so klappt, wie man es möchte. Dennoch: aller Anfang ist schwer. Jeder fängt mal klein an. Und so wurde ich dann letztendlich durch die liebe Sandra von Piglet and her Books auf eine Organisation aufmerksam, die mich gleich von Anfang an überzeugen konnte.

Es geht um 4Ocean.

4Ocean ist eine Organisation die von Alex und Andrew ins Leben gerufen wurde, als sie einen Surfausflug in Bali machten. Ein Ausflug, der ihr Leben nachhaltig verändert hat. Schockiert von dem ganzen Plastikmüll, der im Meer schwamm, stellten sich beide ein und dieselbe Frage: Wieso tut niemand was dagegen? Eines Nachmittags sind sie auf ein Fischerboot gestoßen und haben zugesehen, wie es sich quasi durch Berge von Plastik gequält hat, die an Land angespült wurden. Schnell wurde den beiden jungen Männer bewusst, dass der Plastik sowohl unserem Planeten, als auch dem Lebensunterhalt der dort ansässigen Fischer schadet. Ab da stellten sie sich eine andere Frage und zwar, ob man die Fischernetze der Fischer wohl dafür verwenden könnte, Plastikmüll aus dem Meer zu fischen. Und genau so ist die Idee rund um 4Ocean entstanden.

Aus dem Plastik, das sie aus dem Meer fischen, stellen sie Armbänder her. Für ein Armband wird 1 Pfund Plastik aus dem Meer entfernt. In den zwei Jahren, in denen es diese Organisation bereits gibt, wurden bereits 864.042 Pfund Plastik von 4Ocean aus dem Meer gefischt. Weltweit beschäftigt 4Ocean 150 Mitarbeiter.

Für nur 20 Dollar kann man bereits ein solches Armband kaufen und unterstützt damit 4Ocean und damit auch die Rettung unserer Meere, unserer Umwelt und sämtlicher Meereslebewesen.

Wer glaubt, die Lieferkosten seien viel zu hoch um eine Bestellung überhaupt in Betracht zu ziehen kann ich beruhigen, diese betragen knapp 5 USD nach Deutschland.

Ich habe mir gleich zwei Armbänder gekauft, eins für mich und eins für meinen Freund.

Wenn man schon Geld ausgibt, dann kann man dies hin und wieder auch mal für einen guten Zweck tun.

Mich hat 4Ocean absolut überzeugt, von der ersten Minute an. Ich werde dieses Projekt auch in Zukunft so gut es geht immer mal wieder finanziell unterstützen, entweder indem ich weitere Armbänder kaufe, oder eben Geldbeträge spende.

Es liegt an uns, unseren Planeten und all die Lebewesen, die auf ihm wohnen, zu schützen und zu retten. Tiere sind nicht weniger Wert als Menschen und nur weil es uns vielleicht nicht persönlich betrifft, betrifft es uns doch alle, denn es sind wir, die diesen Planeten unser zu Hause nennen. Wenn sich in unserer Wohnung der Plastikmüll stapeln würde, würden wir immerhin auch für die Entsorgung Sorge tragen.

Neben 4Ocean gibt es natürlich noch weitere Projekte, zu denen man etwas beitragen kann.

Wir sollten nur langsam damit anfangen, uns mehr mit diesen Dingen zu beschäftigen und auch mal selbst das Ruder in die Hand zu nehmen.

Niemand ist unfehlbar. Niemand ist perfekt. Ich selbst lerne jeden Tag dazu. Manchmal kommt man nicht umhin, diverse Produkte zu kaufen, manchal kauft man sie besseren Wissens, weil man es mag, manchmal kauft man sie, weil man es eben nicht besser weiß und erst hinterher feststellt, dass das Produkt/die Firma gar nicht so “toll” ist. Vielleicht gibt es auch Produkte auf die man einfach nicht verzichten möchte. Das ist okay. Man muss nicht plötzlich sein Leben auf komplett ohne Plastik umstellen. Mir geht es nicht anders. Und ich würde das niemals leugnen. Dafür sind wir hier, um zu lernen. Aber wenn wir vielleicht alle nur ein bisschen was ändern, wird sich vielleicht auch das große Ganze irgendwann zum Besseren wenden.

Wenn jeder ein bisschen was tut, kann dies bereits riesige Auswirkungen haben, positive Auswirkungen.

Also lasst uns was tun.

Gemeinsam.

Werbekennzeichnung: Trotz der Namensnennung und Verlinkung von 4Ocean handelt es sich bei diesem Beitrag nicht um Werbung. Weder wurde dieser Beitrag bei mir beauftragt, noch habe ich dafür ein Entgelt erhalten. Der Beitrag wurde aus freien Stücken verfasst, da mich das Konzept zu 100 % überzeugt hat.

Transparenz: Bei den mit * gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Beim Kauf über einen dieser Links erhalte ich eine kleine Provision, was für euch am Preis allerdings nichts verändert und auch keine sonstigen Nachteile für euch mit sich bringt. Mehr Informationen hierzu findet ihr unter folgendem Link: KLICK

Copyright: Die Rechte an den abgebildeten Buchcovern liegen beim jeweiligen Verlag/Autor! Das Copyright der Fotos, sofern nicht im Beitrag anders bezeichnet, liegt bei mir. Ein Kopieren/Verbreiten derselben ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist nicht gestattet.

Loading Likes...