American Horror Story 1984 – Zurück in die 80er inkl. Mini Montana Duke Cosplay

Eine Hommage an die Slasher Movies aus den 80ern

Ich weiß noch, wie sehr mich die erste Staffel Murder House damals geflasht hatte. Dabei blieb es dann aber leider auch. Natürlich versuchte ich mich auch an den nachfolgenden Staffeln, brach allerdings so ziemlich jede von ihnen nach wenigen Folgen wieder ab. Wieso? Zu viel Sex, zu wenig Story. Keine der weiteren Staffel konnte mich sonderlich begeistern, bis jetzt.

In 1984, der neunten Staffel der Serie treffen Montana Duke, Chet Clancy, Ray Powell, Xavier Plymton und Brooke Thompson in einem Aerobicstudio aufeinander. Schnell kommen die fünf ins Gespräch und bis auf Brooke sind sich alle einig, dass es eine gute Idee wäre, der Stadt für ein paar Monate den Rücken zu kehren und den Sommer als Betreuer in einem Camp zu verbringen. Xavier, der hier einen Sommerjob angenommen hat, schlägt den anderen vor, einfach mitzukommen und ebenfalls auszuhelfen.

Während Brooke sich zunächst dazu entscheidet, die anderen vier nicht zu begleiten, wird sie in derselben Nacht von dem Satanisten und Serienkiller Night Stalker in ihrer Wohnung überfallen, der ihr schwört, sie zu finden und sie zu töten. Aus Angst begleitet Brooke die Gruppe dann doch, in der Hoffnung, dem Killer so zu entkommen.

Im Camp angekommen erfahren die fünf Freunde bereits am ersten Abend, dass vor einigen Jahren ein grauenvolles Massaker in diesem Camp stattgefunden hat. Ein unehrenhaft entlassener Vietnamveteran namens Benjamin Richter, genannt Mr. Jingles, soll in den 70er Jahren neun Personen auf brutalste Weise ermordet haben. Die Ohren der Opfer behielt er als Trophäen. Margaret, die neue Campleiterin, überlebte als einzige den Angriff.

Während sich die anderen der Gruppe wenig an den Vorfällen aus der Vergangenheit stören, hat Brooke von Anfang an das Gefühl, beobachtet zu werden und glaubt, nicht nur den Night Stalker in der Schwärze der Nacht gesehen zu haben, sondern auch Mr. Jingles.

Schrei, wenn du kannst …

Die ersten fünf Folgen der neunten Staffel sind ganz im Stile der 80er gehalten, so ziemlich jedes Klischee wird bedient und liebevoll in die Geschichte mit eingebracht. Untermalt wird das Ganze mit der großartigen Musik aus dem damaligen Jahrzehnt. Doch nicht nur die Optik erinnert an die 80er Jahre, auch die Storyline. 1984 ist eine Hommage an die großen Slasher-Klassiker aus längst vergangenen Zeiten wie z. B. Halloween, Freitag der 13te, etc. pp. Außerdem treffen wir auch auf den Night Stalker, ein Serienkiller, der tatsächlich in den 80er Jahren sein Unwesen trieb und mehreren Menschen auf brutalste Art und Weise das Leben nahm.

Für mich stellte beides ein kleines Highlight dar, bin ich nicht nur großer Fan der 80er (und der 80er Fashion), sondern auch der Slasher Klassiker von damals. Damit einhergehend gibt es in dieser Staffel auch viel weniger Sex, um genau zu sein, fast gar kein Sex, was mir persönlich wahnsinnig gut gefallen hat, immerhin war genau das der Grund, weshalb ich die vorherigen Staffeln immer recht schnell aufgegeben habe.

Und natürlich gibt es auch eine kleine Überraschung, so wie man es von American Horror Story eben gewohnt ist. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann man sich auf jeden Menge Twists und Turns einstellen, insbesondere in Zusammenhang mit den einzelnen Charakteren, bricht jeder von ihnen im Laufe der Serie aus seiner vorgegebenen Rolle aus und zeigt, dass Gut nicht immer gut und Böse nicht immer böse bleibt/ist. Im Verlauf der Story entwickelt sich ein interessantes und spannendes Zusammenspiel zwischen den Figuren, was mir wahnsinnig gut gefallen hat.

Nach den ersten fünf Folgen verlassen wir das klassische Slasher Genre, denn die zweite Hälfte der Staffel setzt auf übernatürliche Elemente. Gerade bezüglich dieses Punktes scheinen die Meinungen im Fandom ja sehr auseinanderzugehen. Ich zähle mich zwar nicht unbedingt zum Fandom, da ich dafür viel zu wenig gesehen habe, mir persönlich haben die übernatürlichen Elemente allerdings gefallen, obwohl dadurch tatsächlich ein wenig das 80er Jahre Slasher Genre verloren geht, was ich dann wiederum doch als minimal schade empfand.

FAZIT

Da 1984 neben Murder House (und Coven) die einzige Staffel ist, die ich tatsächlich mit Begeisterung von Anfang bis Ende verfolgt oder besser gesagt, praktisch inhaliert habe, kann ich klar und deutlich sagen, dass es für mich die beste Staffel ist. Eventuelle Plotholes und ähnliche Ungereimtheiten in Zusammenhang mit vorherigen Staffeln kann ich natürlich nicht beurteilen, da ich diese nicht gesehen habe. Vielleicht ist es mir auch deshalb so leicht gefallen, mich auf diese neunte Staffel einzulassen. 1984 fühlte sich irgendwie leicht an, nicht so schwermütig oder zäh, mit genau der richtigen Portion Humor und tollen Charakteren. Ich bin begeistert, wirklich, und habe vor ein paar Tagen bereits wieder einen Rewatch gestartet.

Ganz besonders verliebt habe ich mich im Übrigen in Montana Duke, weshalb ich ihr ikonisches Outfit gleich mal nachstellen musste.

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