Blogtour: “Foster Vergessen” – Dianne Touchell | Ein Erfahrungsbericht

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Es kam schleichend. Wie eine Katze, die auf ihren Samtpfoten durch die Wohnung tigert. Es fing ganz langsam an, heimlich, still und leise. Zum ersten Mal so richtig bemerkten wir es an meiner Firmung. Es ist schon eine ganze Weile her, doch ich erinnere mich noch an diesen Tag, als wäre es erst gestern gewesen. Nicht unbedingt, weil ich so einen tollen Tag hatte, sondern vielmehr weil es ein Tag war, der unser aller Leben veränderte.

Schon die ganze Zeit über war mein Großvater nicht ganz bei sich gewesen. Er war nie ein Mann der großen Worte gewesen, hatte er damals in Gefangenschaft im Krieg einfach zu viel erlebt. Ein schweres Leben lag hinter ihm; er wirkte immer irgendwie ein bisschen abwesend, so als wäre er gar nicht da, sondern irgendwo anders. Doch an diesem Tag war es anders als sonst. Er war unbeholfener, verhielt sich wie ein kleines Kind, verschluckte sich an seinen eigenen Worten. Er warf versehentlich einen Teller vollgepackt mit Kuchen auf den Boden. Er war ihm einfach aus der Hand gerutscht. Wir lachten über seine Tollpatschigkeit. Wir sagten ihm es sei nicht so schlimm; schließlich könne das jedem mal passieren. Meine Mama wischte den Boden sauber, meine Oma half meinem Opa, die Kuchenflecken von seiner guten Hose zu entfernen.

Nach dem Kuchen kehrte Ruhe ein. Gäste, die nicht zur Familie gehörten, machten sich langsam auf den Heimweg. Es war warm draußen. Wir genossen das schöne Wetter und bemerkten erst gar nicht, dass wir plötzlich eine Person weniger waren.

Mein Opa war immer sehr viel zu Fuß unterwegs. Er liebte das Wandern, er liebte die Natur. Wir dachten uns nichts dabei, glaubten, er drehe eine Runde um den Block. Immerhin hatte er das schon öfter getan. Eine Stunde verging und er war immer noch nicht zurück. Zwei Stunden. Drei Stunden. Vier Stunden. Es wurde spät. Es war zwar noch hell draußen und das würde es auch noch eine Weile bleiben, dennoch fingen wir langsam an, uns Sorgen zu machen. Keiner hatte ihn weg gehen sehen, nicht einmal meiner Großmutter hatte er Bescheid gegeben, dass er einen Spaziergang machen wollte. Gemeinsam mit den Nachbarn stellten wir zwei “Suchtrupps” zusammen. Unser Haus liegt nur ein paar hundert Meter von einem Fluss entfernt. Die Befürchtung kam auf, dass er womöglich gestürzt und in den Fluss gefallen sei oder sich vielleicht sonst irgendwie verletzt hatte. Wir durchkämmten die ganze Gegend und als wir ihn nicht fanden, stiegen wir auf die Autos um und fuhren im ganzen Dorf herum. Weit konnte er immerhin nicht sein, oder? Er war zwar schon einige Stunden weg, doch würde er tatsächlich von Dorf zu Dorf spazieren? Müssten wir unsere Suche wirklich so weit ausbreiten?

Meine Eltern spielten schon mit dem Gedanken, die Feuerwehr zu alamieren. Die Polizei hatten wir bereits informiert, doch als es so langsam dunkel wurde und wir noch immer nichts von ihm gehört hatten, machten wir uns immer mehr Sorgen. Während wir alle noch mal die unmittelbare Umgebung absuchten, entschied sich mein Vater dazu, zu meinen Großeltern nach Hause zu fahren um nachzusehen, ob er eventuell dort ist. Es waren zwar knapp 14 Kilometer bis zu seinem Wohnort, doch man konnte ja nie wissen.

Kurze Zeit später, es war zwischenzeitlich schon spät am Abend und stockdunkel, kam schließlich ein Anruf von meinem Vater. Als er die Tür zum Wohnhaus meiner Großeltern aufschloss, fand er meinen Großvater dort in seinem alten gemütlichen Sessel sitzend vor. Er rauchte gerade eine Zigarette und schaute Fernsehen. Mein Vater fragte ihn, wo er gewesen sei, doch er zuckte nur mit den Schultern und sagte “Na hier, wo soll ich denn sonst sein?

Es dauerte nicht lange, als sich dann auch die Polizei bei uns meldete. Mein Großvater war tatsächlich die knapp 14 Kilometer nach Hause gelaufen und hatte zwischendurch, kurz vor seinem Ziel, eine kleine Pause auf einer Holzbank eingelegt. Eine Polizeistreife fuhr an ihm vorbei und hielt schließlich an. Sie fragten ihn, wer er sei und was er hier mache und ob er Hilfe brauchte. Doch mein Großvater konnte sich an nichts erinnern, nicht einmal mehr an seinen Namen. Laut Polizei saß er einfach dort auf der Bank und sagte immer wieder den Namen seines Wohnortes und den Namen seiner Frau. Die Polizisten baten ihn um seinen Ausweis und boten ihm an, ihn nach Hause zu bringen. Er willgte ein und ließ sich von den Polizeibeamten zurück nach Hause fahren, wo er sich an nichts mehr erinnern konnte. Nicht mal daran, dass er den ganzen Weg gelaufen war und später von der Polizei eingesammelt wurde.

Als wir schlussendlich alle bei ihm zu Hause auftauchten, froh darüber, dass ihm nichts geschehen war, konnte er nicht verstehen, weshalb wir so einen Aufruhr machten.

Und von diesem Tag an ging plötzlich alles bergab. Er wurde bettlägerisch, erkrankte zusätzlich noch an Leberkrebs und konnte sich nicht einmal mehr an seine Frau, seine Kinder, geschweige denn seine Einkelkinder erinnern. Er lag einfach nur noch da, starrte die Decke an, rauchte nicht einmal mehr und das obwohl er sein Leben lang mindestens zwei Päckchen Zigaretten pro Tag geraucht hatte.

Es gab nur einen Menschen, an den er sich noch erinnerte: meinen Vater, seinen mittleren Sohn, derjenige, der als Einziger hier geblieben und nicht in die große weite Welt gezogen war. Meinen Vater erkannte er jedes Mal und immer wenn er ihn sah, strahlten seine Augen, bis zu dem Tag, an dem er schließlich für immer seine Augen schloss.

Ich hab dich lieb Opa.

 

ÜBER DAS BUCH

Es beginnt ganz schleichend. Dass Fosters Vater Sachen vergisst. Den Herd auszustellen zum Beispiel. Oder einen wichtigen Termin bei der Arbeit. Und zu Anfang macht sich Foster noch keine Gedanken deswegen, denn schließlich vergisst er selbst ja schließlich auch manchmal was. Doch dann häufen sich die Vorfälle und Foster versteht einfach nicht, warum das Gedächtnis seines Vaters immer löchriger wird und mehr und mehr Sachen daraus verschwinden. Und was, wenn er auch ihn, Foster, irgendwann ganz vergessen wird?

[Quelle: www.carlsen.de]

Hier könnt ihr das Buch käuflich erwerben.*

 

GEWINNSPIEL

Und nun kommen wir zum freudigen Teil dieser Blogtour, dem Gewinnspiel. Der Königskinder Verlag hat uns drei Verlosungsexemplare von Foster Vergessen zur Verfügung gestellt und alles was ihr tun müsst, um in den Lostopf zu hüpfen ist, folgende Frage in den Kommentaren zu beantworten:

“Was wäre für euch schilmmer, Erinnerungen zu verlieren oder Menschen zu vergessen, die ihr liebt?”

 


Teilnahmebedingungen:

* Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern/Sorgeberechtigten besitzen.
* Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden.
* Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht.
* Keine Haftung für den Postversand.
* Versand der Gewinne innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz.
* Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch einverstanden, dass eure Adresse im Gewinnfall an den Verlag für den Versand weitergeleitet wird.
* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb von 3 Tagen melden, ansonsten verfällt der Gewinn und es wird neu ausgelost.
* Das Gewinnspiel läuft bis zum 08.04.2018 um 23:59 Uhr.
* Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt innerhalb von zwei Tagen nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs. Bitte denkt auch daran, uns beim anonymen Kommentieren eine E-Mail Adresse zu hinterlassen.

 

DIE GEWINNER

Stephanie
Sabine Kupfer
Tine

 

02.04.2018 Julias Lesewelten
03.04.2018 Ava Reads
04.04.2018 Reading Penguin
05.04.2018 IvyBooknerd
06.04.2018 Ina’s Little Bakery

 

Morgen ist dann auch schon der letzte Tag unserer Blogtour. Bei Ina lernt ihr die Autorin ein bisschen näher kennen und erfahrt ein wenig über ihre Bücher. Schaut auf jeden Fall bei ihr (und auch bei den anderen Mädels vorbei) – sämtliche Beiträge sind absolut großartig und lesenswert!

 

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22 Comments

  • Guten Morgen Ivy,

    eine schwierige Entscheidung, denn zu Ereignissen gehören ja immer die Menschen. Aber ich glaube es ist schlimmer sich nicht mehr an geliebte Menschen zu erinnern als bestimmte Erinnerungen zu vergessen.
    Dein Erfahrungsbericht hat mich ganz traurig gestimmt.

    Liebe Grüße Jutta

  • Huhu,

    Ist ist alles schwer zu verlieren, aber wenn ich Menschen vergesse die ich liebe, dann denke ich ist das für denjenigen Menschen ganz schlimm ist. Wenn sie vor mir stehen und ich kenne sie nicht. Ich selbst merke es ja nicht mehr, aber das ist ja das Traurige und Schlimme.

    LG Manu

  • Hi,

    die Vorstellung jemanden zu vergessen, den ich liebe ist für mich sehr hart. Schlimmer als Erinnerungen. Die Frage ist natürlich, inwiefern ICH davon etwas mitbekommen würde. Aber auf jeden Fall ist es bestimmt für die betroffenen Personen sehr schlimm!
    Da will man gar nicht genauer darüber nachdenken 🙁

    LG
    Jacqueline

  • Hallo Ivy,
    Dein Beitrag ist mir tief unter die Haut gegangen und ich ringe gerade wirklich mit den Tränen.

    Obwohl ich beides schlimm finde, wäre es für mich noch tragischer, geliebte Menschen zu vergessen..

    Liebe Grüße

  • Hi Ivy!

    Meine Großmutter hate vor ihrem Tod auch mit dem Vergessen zu kämpfen und zeitweise sogar ihre eigene Tochter nicht mehr erkannt. Ich finde beides schlimm, sowohl Erinnerungen zu verlieren als auch Menschen zu vergessen (das hängt ja auch oftmals zusammen), denn man merkt einfach, dass etwas fehlt, wie ein Teil von einem, der plötzlich weg ist.

    Liebe Grüße
    Laura

  • Hey,
    Ich denke, für mich wäre es am schlimmsten, geliebte Menschen zu vergessen. Nicht wegen mir, sondern weil ich mir den seelischen Schmerz nicht vorstellen kann und will, der entsteht, wenn eine Person, die dich mal geliebt hat, vergisst.
    LG,
    Lilli

  • Hey Ivy,
    Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast. Natürlich wünscht man niemandem, dass er so etwas miterleben muss. Bei meiner Uroma war das Gedächtnis nach einer OP auch nicht mehr dasselbe. Sie fragte oft jede Minute das Gleiche. Aber man muss Geduld haben, denn man liebt die Betroffenen ja genauso wie vorher.
    Ich würde lieber Erinnerungen vergessen.m anstatt geliebte Menschen. Es ist das schlimmste, zu einer geliebten Person zu kommen und sie erkennt dich nicht mehr. Das hab ich mit meiner Uroma auch erlebt und es war echt schlimm.
    Ich wünsch dir alles Gute
    Cindy

  • Für mich wäre es schlimmer, geliebte Personen zu vergessen, da mit ihnen bereits eine tiefe Verbindung entstanden ist und man mit ihnen gewisse Erlebnisse geteilt hat. Außerdem könnten sie einem helfen, die Erinnerungen “aufzufrischen” ❤️

  • Ich denke, es wäre auf jeden Fall schlimmer, einen geliebten Menschen zu vergessen. Erfahrungen machen wir immer wieder neue – auch wenn man sich natürlich wünscht, alles in Erinnerung behalten zu können –, aber Menschen und all das, was einen bestimmten Menschen für einen selbst ausmacht, gibt es nur einmal.

    Liebe Grüße!
    Isabell

  • Liebe Ivy,
    ich habe gerade ganz viele Tränen in den Augen und bemühe mich, nicht zu weinen, es gelingt mir nur schwer. Deine Geschichte hat mich wahnsinnig gerührt. Ich finde es bemerkenswert und mutig, sie mit uns zu teilen, einem so großen Publikum und möchte dir dafür zuerst einmal einfach nur danke sagen. Das mit deinem Opa tut mir schrecklich leid, ich hoffe, dass du trotz allem, an die guten und schönen Erinnerungen festhalten kannst.

    Mir persönlich würde es mehr schmerzen, Menschen zu vergessen, die ich liebe. Natürlich sind Erinnerungen etwas kostbares und es ist unser Leben, was dadurch irgendwie durch uns selbst in Vergessenheit gerät, doch es sind die Menschen, die diese Momente erst zu etwas Besonderem gemacht haben. Diese Liebenden zu vergessen, es wäre furchtbar, schrecklich, kaum auszumalen. Ich würde mich mit der Zeit verängstigt und schrecklich einsam fühlen.

    Ich wünsche dir alles Liebe,
    deine Sarah

  • Hallo liebe Ivy,

    dein Beitrag hat mich gerade wirklich zutiefst gerührt. Das hast du so schön und gefühlvoll geschrieben!
    Die Frage zu beantworten ist richtig schwierig. Ich finde beides furchtbar. Nein, tut mir leid, ich kann nicht sagen, was ich schlimmer finde. Beides möchte ich niemals erleben müssen. Ich hänge sehr an meinen Erinnerungen, aber auch geliebte Menschen möchte ich nicht vergessen.

    Liebe Grüße
    Corinna

  • Liebe Ivy,
    das war wirklich äußerst bewegend für mich, deinen heutigen beitrag zu lesen.
    Leider kann ich spontan nicht differenzieren, was für mich schlimmer wöge, doch ich denke, Menschen zu vergessen bedeutet zugleich, sich einsam zu fühlen. Andererseits hätte ich Angst, durch das Verlieren meiner Erinnerungen, der mich prägenden Erlebnisse, zugleich mich selbst zu verlieren.
    LG Christina P.

  • Ich fänds schlimmer die Menschen zu vergessen. An Erinnerungen, besondere Momente können diese mich immer noch erinnern oder von ihnen erzählen. Die liebsten selbst kann man aber nicht durch 2. Hand ersetzen.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Rebecca

  • Hallo zusammen 🙂
    Ich bin eben erst auf die Blogtour gestoßen und musste direkt mal in deinen Post reinlesen. Königskinder ist ein Verlag, der mir sehr am Herzen liegt und ich persönlich finde es wahnsinnig schade, dass der Vorhang nun fällt!

    Umso schöner finde ich es, dass ihr zu “Foster Vergessen” eine Blogtour macht. Der Titel steht schon lange auf meiner Wunschliste 🙂

    Dein Beitrag war super interessant gestaltet und ein toller Beitrag zur Blogtour. “Ein Erfahrungsbericht”. Ehrlicher geht es nicht und ich fand es toll, noch einmal eine ganz andere Perspektive zu dem ernste Thema zu erfahren!

    Zu deiner Tagesfrage:
    Hmmm … deine Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich glaube aber, dass es für mich schlimmer wäre die Menschen zu vergessen, die ich liebe und die in meinem Leben sind. Erinnerungen kann ich mir neue erschaffen, aber ohne die Menschen die ich liebe, ist auch das schwer!

    So,
    jetzt werde ich erst mal bei den anderen Posts stöbern gehen und bin ganz gespannt, wie das Buch weiter vorgestellt wird!

    Vielen Dank für den tollen Post 🙂

    Lg
    Levenya

    PS: Ich bleibe direkt mal als Leserin auf deinem wunderschönen Blog. Den kannte ich tatsächlich noch gar nicht. Man soll es kaum glauben 😀

    • Hallo Levenya,

      danke dir vielmals hihi ich liebe den Königskinder Verlag auch sehr und finde es unfassbar schade, dass die Tore nun geschlossen werden 🙁

      Dennoch freut es mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat und noch mehr freue ich mich natürlich, dass du mir als neue Leserin erhalten bleibst hihi <3 🙂

      Liebste Grüße und ein schönes, sonniges Wochenende!
      Ivy

  • Danke an alle für diese tolle Blogtour!

    Ich glaube für einen selber ist beides schlimm. Aber das Vergessen von lieben Menschen ist ein wenig anders, weil man mit den Menschen ja dann doch ständig konfrontiert ist und einem so immer wieder schmerzlich bewusst wird, dass man so viel vergisst. So stelle ich mir das zumindest vor.
    Und für Angehörige ist es eh am Schlimmsten, wenn sie vergessen werden. Der Nachbar meiner Oma hat sich vor knapp zwei Wochen erschossen, weil er nicht damit klar kam, dass seine Frau ihn nicht mehr erkannt hat. Bei ihr ging das Alles ziemlich schnell und er ist damit nicht fertig geworden und dann daran zerbrochen…

    Liebe Grüße Verena

  • Liebe Ivy,

    danke für deinen sehr persönlichen und emotionalen Bericht. Ich habe gerade ein wenig Tränen in den Augen, weil ich es so schlimm finde, wenn man Menschen, die einem nahe stehen, so leiden sieht und nichts tun kann. Das erinnert mich wieder an meine eigene Oma. Schön, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.

    Zu deiner Frage: Hm … ich kann das gar nicht so genau beantworten, weil meine liebsten Erinnerungen eigentlich immer mit Menschen zu tun haben, die ich liebe. Also wäre meine Antwort wohl, dass es für mich schlimmer ist einen Menschen zu vergessen den ich liebe. Gerade wenn ich an mein Kind denke … die Vorstellung ihn zu vergessen wäre schrecklich.

    Liebe Grüße
    Nicole

  • Hey,
    sehr trauriger Beitrag, aber du kannst sehr gut schreiben!
    Ich kann gar nicht sagen, wovor ich mehr Angst habe. Es ist beides richtig schlimm. Wenn man selbst vergisst, dann kann man sich nicht mehr an Menschen oder Begebenheiten erinnern, irgendwann nicht mal mehr wie man sich die Schuhe zubindet oder aufpassen muss, wenn man über die Straße läuft. Ich finde es sehr erschreckend, wie sehr man bei Alzheimer abbaut und in einigen klaren Momenten ist einem das sogar bewusst. Muss so schrecklich sein. Aber von einer geliebten Person nicht erkannt zu werden ist so, als hätte man ihr nie etwas bedeutet, war nie Teil des Lebens.
    lg, Tine =)

  • Liebe Ivy,
    ich erforsche gerade deine Seite und klicke mich so durch.

    Ein unglaublich emotionaler Beitrag.
    Menschen leben immer zwei mal. Einmal in der Realität und einmal in der Erinnerung.

    Allerliebste Grüße,
    Becca

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