Budapest | Essen & Trinken – Meine Highlights

Wenn man bei 35 Grad zwischen 20 km und 30 km am Tag zurücklegt, bleibt der Hunger schon mal aus. So ging es uns während unseres Trips nach Budapest. Die ersten zwei Tage ernährten wir uns lediglich von Wasser und hier und da mal ein paar Reiswaffeln. Es war einfach zu heiß, es gab viel zu viel zu sehen und wir wahren viel zu aufgedreht, um uns irgendwohin zu setzen und in dieser Hitze mittags ein warmes Essen zu genießen. Ab dem dritten Tag kehrte dann allerdings etwas Ruhe ein, die Hitze war zwar nach wie vor da, aber der Hunger kam zurück und so machten wir uns auf die Suche nach richtig leckerem, ungarischen Essen. Zwar empfahl man uns jede Menge italienische Restaurants, von denen es wohl richtig viel Gute in Budapest geben soll, allerdings waren wir nicht in Ungarn um Italienisch zu essen. Pizza kennen wir schon, wir wollten etwas typisch ungarisches.

Hoppacska!

Der erste Hunger trieb uns zu Hoppacska!, einem kleinen, unscheinbaren Straßenlokal, das mein Freund im Internet entdeckt hatte. Serviert bekommt man hier sogenannte ungarische kürtőskalács, was übersetzt so viel wie Baumstriezel oder Schornsteinkuchen bedeutet. Was das genau ist? Für mich sieht es aus wie eine Mischung aus Sandwich und Burger. Auf meine Nachfrage hin, ob sie auch etwas für Vegetarier im Angebot haben, wurde dies gleich bejaht. Da wir keine Ahnung hatten, was genau diese Baumstriezel waren, haben wir uns von dem Wirt etwas empfehlen lassen, nachdem er uns nach unseren Vorlieben und Abneigungen gefragt hatte. Schnell zauberte er uns zwei Sandwiche, die mir geschmacklich einen absoluten Hochgenoss beschert haben. Ich kann nur sagen WOW. Ich bin eigentlich kein großer Feinschmecker, ich esse, weil es eine Notwendigkeit ist. Ich bin niemand, der sich stundenlang durch irgendwelche Gerichte durchkosten kann, um jede einzelne Zutat herauszuschmecken und zu genießen. Doch das hier war eine richtige Geschmacksexplosion. Ich kann gar nicht genau sagen, was alles genau auf meinem Sandwich drauf war, auf jeden Fall jede Menge Gemüse mit Käse überbacken und hauseigenem Ketchup. Das ist nämtlich das Beste an diesem Laden, viele der Zutaten werden nicht nur selbst angebaut, sondern alles ist hausgemacht mit wenig Zusatzstoffen und Zucker. Es ist also gar nicht so ungesund, wie es aussieht. Sogar die Getränke machen sie selbst, so gibt es einen sogenannten “Apfelspritz”, Apfelsaft mit Kohlensäure aus 100 % natürlichen Zutaten und ohne Zucker. Auch stellen sie selbst eine Art Sirup in verschiedenen Geschmacksrichtungen her, die irgendwie wie Tee schmecken, aber doch erfrischend sind und unglaublich gesund; sogar bei einer Erkältung helfen sie. Diesen Sirup gibts allerdings nur in geringen Mengen, da die Zutaten hierfür selbst angebaut werden und der Sirup dann auch selbst hergestellt wird, was einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Das gleiche gilt für den Apfelspritz. Ich kann euch gar nicht sagen, wie lecker unser Lunch dort war. Wenn ihr jemals in Budapest seid, schaut auf jeden Fall dort vorbei. Es lohnt sich. Und preislich ist das Lokal ebenfalls absolut in Ordnung. Wir haben für zwei Sandwiche und zwei Getränke insgesamt umgerechnet knapp 15 EUR gezahlt. 

Karaván Street Food

Am dritten Tag haben wir dann durch Zufall einen Street Food Markt entdeckt, der mit all den tollen Ständen und hübschen Lichterketten unglaublich einladend aussah. Wie wir hinterher festgestellt haben, ist dieser Street Food Markt gar kein wirklicher Geheimtipp, da er sogar auf fast jedem Stadtplan eingezeichnet ist, dennoch möchte ich das köstliche Essen und das gemütliche Ambiente dort nicht unerwähnt lassen. Es gibt Sitzplätze im Freien und sogar kostenloses WLAN. Alles ist wunderbar geschmückt und neben Essensständen, gibt es auch Getränkestände und Bars und jede Menge Dessertmöglichkeiten, unter anderem natürlich auch typisch ungarische Gerichte. Wer darauf allerdings keine Lust hat, wird hier dennoch fündig, denn neben ungarisch, kann man hier auch italienisch, japanisch/chinesisch, mexikanisch und auch vegan & vegetarisch Essen. Ein absolutes Food Paradies möchte ich schon fast sagen. Außerdem gibt es hier einen Stand mit der besten Limonade, die ich jemals probiert habe. Mein Favorit? Cucumber Lychee. Ich habe gleich zwei davon getrunken, weil es so unendlich lecker war.

Probiert haben wir uns an Lángos, ein typisch ungarisches Gericht, das mein Freund unbedingt testen wollte. Wir haben uns für Lángos mit Sauerrahm, Käse und roter Paprika entschieden. Leider hat mich das Gericht geschmacklich nicht umgehauen, mein Freund fand es ganz gut, wenn auch etwas wenig gewürzt. Ich habe mir einen veganen Seitan Burger gegönnt, welcher unfassbar lecker war. Ich hätte gleich noch einen essen können, wären die Burger nicht so riesig gewesen. Mein Freund hat weiter typisch ungarisches Gulasch gegessen und zum Dessert gab es dann noch einen Baumkuchen, den ich auch hier zum ersten Mal gekostet habe. Unglaublich lecker sag ich euch, schmeckt ein bisschen wie eine Zuckerbrezel.

Bazilika Café & Restaurant

Während unserer Erkundungstour durch Budapest haben wir hier und da mal ein kleines Päusschen gemacht und uns ein kaltes Getränk gegönnt. Bei unserem Stopp bei der St. Stephans Basilika haben wir uns dazu auch noch einen Snack gegönnt, warmer Strudel und einen Käsescone. Beides unglaublich lecker und definitiv eine Empfehlung wert, besonders mit Blick auf die hübsche Basilika lässt es sich hier unglaublich gemütlich sitzen. Denn auch wenn das Café ziemlich nah an einer der Hauptattraktionen liegt mit viel Touristenverkehr sind die Preise wirklich angemessen.

Ruinenbars im jüdischen Viertel

Wer den Abend dann gemütlich mit einem leckeren Cocktail oder einem eiskalten Bier ausklingen lassen möchte, kann dies in den alten Ruinenbars im jüdischen Viertel tun; überhaupt ist das jüdische Viertel ein absolutes Muss, wenn man etwas feiern oder gemütlich etwas trinken möchte.

 

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