Bücher auf Englisch lesen – Meine 5 Tipps wie ihr besser darin werdet

Ich lese viel und sehr gerne auf Englisch. Bücher auf Englisch zu lesen, bringt viele Vorteile mit sich. Englische Bücher sind zum Beispiel oftmals günstiger als deutsche Ausgaben, man muss nicht ewig lange auf lang ersehnte Übersetzungen warten, um dann vielleicht sogar festzustellen, dass die Bücher gar nicht ins Deutsche übersetzt werden, Wortspiele gehen nicht verloren und somit auch nicht der Humor und manchmal – das wissen wir alle – ist das Cover auch einfach viel schöner. Dies zu den Vorteilen.

Nachteile können natürlich sein, dass englische Bücher irgendwie einschüchternd wirken, insbesondere dann, wenn man selten mal ein Buch auf Englisch liest. Vielleicht glaubt der ein oder andere auch die Freude an der Geschichte nicht vollends ausleben zu können, wenn man sie eventuell nicht ganz versteht.

Wenn man das erste Mal auf Englisch liest, ist es natürlich um einiges anstrengender, als wenn man ein Buch in seiner Muttersprache liest. Doch auch das ist alles Übungssache.

Oft werde ich gefragt, wie ich denn eigentlich dazu gekommen bin, hauptsächlich auf Englisch zu lesen. Ich hatte schon immer einen Hang zu Amerika, als kleines Kind schon träumte ich davon, einmal dort zu leben. Aus diesem Grund interessierte ich mich natürlich sehr für die englische Sprache und schon zu Schulzeiten schaute ich mir sämtliche Filme und Serien auf Englisch an. Mit der Zeit wurde mein Englisch immer besser und als ich dann schließlich für 14 Monate in die USA zog, blieb mir nichts anderes übrig, als auf Englisch zu lesen. Irgendwann habe ich mich dran gewöhnt und die Vorteile, die das Lesen englischer Bücher mit sich bringt, wurden mir immer klarer. So richtig als ich eine Folge Supernatural schaute, in der Sam zu Dean sagt: “I shot the sherriff.” und Dean daraufhin – nach einer kurzen Pause – grinsend antwortet: “But you didn’t shoot the deputy.”  Ein solches Wortspiel kann man einfach nicht so übersetzen, dass es im Deutschen genauso rüber kommt, wie im Englischen. Zumal teilweise weder Serien, Filme noch Bücher richtig übersetzt werden. Manchmal ist das echt eine Zumutung und der Sinn geht vollends verloren. So muss man sich dann natürlich auch nicht mit schlechten Übersetzungen rumschlagen. Seither bin ich dabei geblieben und lese nach wie vor hauptsächlich englische Bücher. So verlernt man auch die Sprache nicht, ganz im Gegenteil, man lernt immer mehr dazu, was ebenfalls ein Vorteil ist.

Und da mich immer wieder Abonennten und Instagram Follower fragen, ob ich nicht irgendwelche Tipps bzw. Buchempfehlungen für sie hätte, um das Lesen auf Englisch zu trainieren, habe ich nachfolgend ein paar persönliche Tipps für euch zusammengefasst:

 

Lieblingsbücher rereaden

Mein erster Tipp ist eigentlich immer, Lieblingsbücher auf Englisch zu rereaden. Man kennt die Geschichte und hat bereits ein Gefühl dafür, so ist es nicht ganz so tragisch, wenn man mal zu einer Stelle gelangt, an der man wirklich gar nichts versteht. Da man die Geschichte bereits kennt, hält man sich nicht lange an irgendwelchen Wörtern auf, die man vielleicht nicht verstanden hat, sondern erschließt sie sich aus dem Kontext. Von vielen Bücherwürmern weiß ich ohnehin, dass sie ihre Lieblingsbücher in verschiedenen Ausgaben sammeln und mit Sicherheit auch bereits die englische Version zu Hause haben. Warum also beim nächsten Reread nicht einfach mal zum englischen Original, statt zur deutschen Übersetzung greifen?

Weg mit dem Wörterbuch

Ich bekomme immer häufig erzählt, dass manche sich mit einem Wörterbuch bzw. Smartphone hinsetzen und wirklich jedes Wort, das sie nicht verstehen, nachschlagen. Natürlich ist das sehr vorbildlich, allerdings braucht man am Ende dann gefühlt ein Jahr, um ein 300 Seiten Buch zu beenden. Außerdem wird man immer wieder heraus gerissen aus der Geschichte und muss sich erst wieder neu reindenken/reinlesen. Wenn ihr ein Wort nicht versteht, lest einfach den Satz noch einmal und wenn nötig auch ein drittes und viertes Mal. Fast immer erschließt sich das Wort aus dem Zusammenhang, sodass man gar nicht nachschlagen muss. Wenn es allerdings darauf hinausläuft, dass man gefühlt kein Wort versteht, sollte man eventuell erst einmal zu einem anderen, etwas einfacherem Buch greifen. Irgendwann habt ihr dann ein Gefühl dafür und wenn mal alle Stricke reißen; wenn es ein Wort gibt, dass ihr noch nie gehört habt, ist es natürlich immer gut, nachzuschauen, was es bedeutet. Das mache auch ich immer mal wieder.

Kinder- und Jugendbücher statt Klassiker

Während Klassiker bereits in der eigenen Muttersprache zu einer sprachlichen Herausforderung werden können, sind Kinder- und Jugendbücher sprachlich meist recht einfach gehalten, sodass man problemlos in der Geschichte abtauchen kann. Jeder hat mal klein angefangen und man sollte sich auf gar keinen Fall schämen, statt Jane Austen eben erst einmal bloß ein Kinderbuch auf Englisch zu lesen. Irgendwann, wenn ihr richtig viel geübt habt, schafft ihr es auch die Jane Austen Romane im Original zu lesen. Und wenn es dann doch unbedingt ein Klassiker sein soll, dann versucht es mit Kinderbuchklassikern. Ich persönlich empfand das Englisch in Alice in Wonderland zum Beispiel als sehr angenehm und recht einfach.

Finger weg von High Fantasy

Wie bei den Klassikern, können auch High Fantasy Romane hin und wieder in der eigenen Sprache eine Herausforderung darstellen wegen all der Namen, Ortschaften, etc. pp. Auch ohne die sprachliche Barriere kann es hier schon mal etwas dauern, bis man sich richtig auf die Geschichte einlassen und alles nachvollziehen konnte. Contemporary Geschichten oder ein netter Liebesroman sind hier wohl besser geeignet. Das Vokabular ist hier nicht ganz so ausgefallen und speziell.

Keine Übersetzungen

Ich kenne ein paar Leute, die zum Beispiel warten, bis deutsche Bücher ins Englische übersetzt werden, um sie dann zu lesen, was in meinen Augen echt absolut unverständlich ist, insbesondere wenn Deutsch die Muttersprache ist. Wenn Englisch, dann nur das Original denn natürlich können bei der Übersetzung ins Englische ebenso Fehler passieren und Witze verloren gehen, wie umgedreht auch.


Auch wenn es anfangs nicht so gut voran geht, lasst euch nicht entmutigen und gebt nicht auf. Es ist auch einfach Gewöhnungssache. Wenn ich zum Beispiel vier deutsche Bücher hinereinander lese und dann erst wieder eins auf Englisch, brauche ich auch ein paar Seiten, bis ich mich wieder an die Sprache gewöhnt habe und umgedreht ist es genauso. Es wird am Anfang holprig sein, ganz bestimmt wird es das, aber es wird besser mit der Zeit, sofern ihr nicht schon vorher aufgebt. Selbst wenn es nur ein paar Seiten pro Tag sind, es hilft ungemein. Ihr müsst das Buch ja auch nicht zu eurer Hauptlektüre machen, sondern lest einfach zwischendurch immer mal wieder ein paar Seiten. Ihr werdet sehen, wie schnell ihr euch diesbezüglich weiterentwickeln werdet.

Meine Buchempfehlungen

Und nun habe ich euch noch ein paar Bücher aufgelistet, die meiner Meinung nach perfekt geeignet sind für Einsteiger und für Fortgeschrittene:

Einsteiger

Fortgeschrittene

Harry Potter – J. K. Rowling A Court of Thorns and Roses – Sarah J. Maas
City of Bones – Cassandra Clare The Lord of the Rings – J. R. R. Tolkien
Slammed – Colleen Hoover Nevernight – Jay Kristoff
Alice in Wonderland – Lewis Carroll Illuminae – Jay Kristoff u. Amie Kaufman
 

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