Der Fluch der negativen Rezensionen

Long time no „böser“ Beitrag mehr. Okay, vielleicht nicht unbedingt böse, aber ein bisschen genervt (und eventuell etwas sarkastisch) schon. Worum es geht? Auch mal eine negative Meinung zu einem Buch zu akzeptieren. Selbst wenn es das eigene Lieblingsbuch ist.

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, in der „Lesen und lesen lassen“ ganz groß war und es überall Beiträge dazu gab? Gut. Wie wäre es denn, wenn man Lesern dann auch ihre eigene Meinung lässt? Okay, vielleicht ist das falsch ausgedrückt. Ich formuliere um: wie wäre es, wenn man die Meinung anderer endlich akzeptiert und sie nicht frech angeht, wenn sie das eigene Lieblingsbuch – auf gut Deutsch gesagt – scheiße finden?

Alleine in Deutschland leben ungefähr 82,79 Millionen Menschen. 82,79 Millionen Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben, Geschmäckern, Interessen, Vorstellungen, Abneigungen, etc. pp.

Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte einfach mal, dass jeder von uns einen anderen Geschmack hat, was Bücher angeht. Natürlich überschneiden sich die Geschmäcker und Interessen auch mal hier und da, aber im Großen und Ganzen empfinden wir Bücher doch alle ein bisschen anders, selbst wenn es nur um Kleinigkeiten geht.

Es ist also nur logisch, dass Bücher von manchen geliebt, von anderen jedoch wiederum nicht geliebt werden.

In letzter Zeit habe ich oftmals die Erfahrung gemacht, dass anderen Lesern meine Meinung zu einem Buch offenbar nicht gefiel. Allesamt negative Meinungen. Okay? Was soll ich jetzt dagegen tun? Meine Meinung ändern, nur damit sie besagten Leuten gefällt? Dass mich besagte Leute mögen? Ich wurde angepampt und sah mich diversen Beschimpfungen und Beleidigungen ausgesetzt, da ich – ohja, ich habe es tatsächlich gewagt – die Bücher von Sarah J. Maas kritisiert und zuletzt ihr neuestes Werk „Catwoman“ mehr negativ, als positiv bewertet habe.

Liebe Menschen, wenn ich ein Buch lese, empfinde ich auch meist etwas dabei. Ich mache mir meine Gedanken, analysiere was mir gefällt oder was mir nicht gefällt, was ich gut finde und was ich eher weniger gut finde. Ich entscheide, ob ich den Schreibstil mag, ob mir die Charaktere sympathisch sind und ob mich der Plot unterhält. Das alles spielt sich in meinem Kopf ab und endet schließlich in meiner persönlichen Meinung zu einem Buch, die ich in 90 % der Fälle schriftlich in Form einer Rezension festhalte. Zusätzlich versuche ich noch zu erklären und zu erläutern, wieso, weshalb und warum mir entsprechende Dinge nicht gefallen haben. Es handelt sich mithin um meine ganz persönliche Meinung zu einem Buch; meine Rezension stellt weder die Meinung der Allgemeinheit dar, des Verlags, des/der Autor/in oder die anderer Blogger/innen oder Leser/innen.

Wenn die Bewertung eines Buches dann mal weniger gut ausfällt (und damit meine ich nicht Beleidigungen, Anfeindungen, Drohungen, Beschimpfungen etc. pp. gegenüber dem Autor – das ist ein ganz anderes Thema; sondern die reine Bewertung des Inhalts) gibt das Fans des Buches nicht automatisch einen Freischein mich zu attackieren oder andere zu attackieren, die das Buch eben nicht so gefeiert haben, wie man selbst.

Als ich kürzlich auf Instagram äußerte, dass ich die Bücher von Sarah J. Maas nicht mag und auch belegt habe, aus welchen Gründen (ja, ich habe einige ihrer Bücher gelesen und nein, ich fand sie nicht großartig) erreichten mich Nachrichten wie „Na und? Dafür hasse ich Cassandra Clare!“ Okaaaay? Und das interessiert mich, weil …? Weil ich ein großer Fan von Cassandra Clare bin?

Liebe Menschen, wenn ich (wie manche andere Leser/Fans dies offenbar gerne tun) wirklich jeden angreifen würde, der Cassandra Clare und/oder ihre Bücher schlecht redet, hätte ich keinen Job, keine Freunde, keine Familie und keine Hobbies mehr, weil ich schlicht 24/7 damit zu tun hätte und ganz ehrlich? Meine Zeit ist mir zu kostbar, um Leute dumm von der Seite anzumachen, nur weil sie eines meiner Lieblingsbücher nicht mochten. In dieser Zeit setze ich mich lieber noch mal hin, lese mein Lieblingsbuch noch ein zweites oder drittes Mal und erfreue mich daran. Wenn ihr also mein Lieblingsbuch, welches auch immer das sein mag, nicht mögt, dann ist das zwar schade, aber auch vollkommen in Ordnung. Ich werde den Teufel tun und versuchen, euch eine andere Meinung aufzuzwängen oder euch gar zu attackieren oder dumm von der Seite an zu machen, nur weil ihr das Buch anders empfunden habt als ich.

Natürlich freut man sich darüber, wenn das eigene Lieblingsbuch auch bei anderen Lesern/Bloggern Anklang findet. Es gibt einem so viele Möglichkeiten zu fangirlen, das Buch zu hypen, Gedanken auszutauschen etc. pp. was unglaublich viel Spaß macht, aber wenn es mal darum geht, eine negative und positive Meinung auszutauschen, endet das noch viel zu häufig in einem Hahnenkampf und ganz ehrlich? Darauf habe ich einfach keine Lust mehr. Um es mit Roger Murtaugh Worten zu sagen: “Ich bin zu alt für den Scheiß”.

Gegenargumente sind schön und gut; der Versuch einen vom Gegenteil zu überzeugen ebenso, doch DER TON MACHT DIE MUSIK. Kann man nicht dennoch höflich und respektvoll miteinander umgehen? Heißt das tatsächlich, dass wenn man unterschiedliche Meinungen hat bezüglich eines Autors/einer Autorin, man keine Freunde mehr sein kann? Muss ich wirklich alles und jeden dumm von der Seite an machen, weil er/sie sagte, er würde das eigene Lieblingsbuch nicht mögen? Davon mal ganz abgesehen, ist es doch mehr als bekannt, dass wenn man auf böswillige Art und Weise versucht, die Meinung eines anderen zu ändern, meist nur auf taube Ohren stößt, oder nicht?

Ist es denn wirklich so schwer, die negative Meinung anderer zu akzeptieren? Wenn man substantiiert darlegt, was einen gestört hat und warum es einem nicht gefallen hat; man mache Dinge vielleicht sogar als problematisch empfindet etc. pp. ist das vollkommen legitim und sollte von allen anderen auch so akzeptiert werden. Vielmehr bietet dies ja eine hervorragende Möglichkeit, sich auszutauschen und sinnvolle Diskussionen zu führen, aus denen beide Parteien womöglich sogar noch etwas lernen und fürs Leben mitnehmen können.

Wenn ich also mal ein Buch lese, das mir – aus welchen Gründen auch immer – gegen den Strich geht, dann werde ich das auch äußern und nicht den Mund halten oder meine Meinung verfälschen, eben nur weil die ganze Welt das Buch zu lieben scheint. Und nein, auch wenn ein/e Bekannte/r und/oder Freund/in ein Buch liebt, das ich nicht mag, dann kündige ich ihm/ihr nicht gleich die Freundschaft. Mein Freund zum Beispiel liebt Game of Thrones über alles, ich hingegen kann es nicht ausstehen und stellt euch vor, wir sind immer noch zusammen – kein Scherz.

So wunderschön diese Community auch ist, genauso sehr kann ich manchmal einfach nur noch mit den Augen rollen und den Kopf schütteln. Es macht einfach keinen Spaß und es ist so unglaublich anstrengend sich immer und immer wieder rechtfertigen zu müssen, wieso man ein Buch nicht mochte, wo doch die ganze Welt es zu lieben scheint. Es ist anstrengend, ständig in irgendwelche Diskussionen hineinzugeraten, in denen nicht diskutiert, sondern nur rumgemeckert, geschimpft, beleidigt, etc. pp. wird. Können wir das nicht alle mal sein lassen?

Eventuell schon mal was von Doppelmoral gehört? Auf der einen Seite wird sich stark gemacht, dass doch jeder bitte lesen können soll, was er will, egal ob Vergewaltigung, toxische Beziehungen romantisiert werden oder was weiß ich, aber auf der anderen Seite wird man selbst ausfällig, wenn einem die Meinung anderer Leser nicht passt. Da bleibt einem doch nichts anderes mehr übrig, als mit den Augen zu rollen.

Es ist vollkommen okay, es anzusprechen, wenn einem problematische Aspekte in einem Buch auffallen; wenn man den Schreibstil nicht mag, man die Charaktere zu flach findet und den Plot zu langweilig. Es ist okay. Und es ist unglaublich schade, dass so viele Leser sich tatsächlich genau aus diesen Gründen mit ihrer Meinung zurückhalten: weil sie Angst davor haben, dafür angegriffen zu werden.  

Ich habe schon so viel aus solchen Diskussionen mitgenommen; habe schon so viel gelernt, weil andere Leser mich auf Dinge aufmerksam machten, die mir nicht aufgefallen wären und die ich so noch einmal überdenken konnte. Ich habe so unendlich viel dazu gelernt und bin dankbar für jeden, der in der Vergangenheit in der Lage war, eine vernünftige und anständige Diskussion mit mir zu führen. Und genau das ist es doch, wieso wir Rezensionen schreiben und Bücher bewerten; des Austauschs wegen. Doch wenn dieser Austausch nur noch aus Beleidigungen und Streitereien besteht, dann bin ich mir nicht sicher, ob ich noch so unglaublich viel Wert auf diesen Austausch lege.

Und zum Abschluss, bevor es hier Missverständnisse gibt: damit meine ich natürlich keine rassistischen oder anderweitige menschenverachtende Äußerungen, denn bei Menschenhass handelt es sich bekanntlich nicht um eine Meinung. Doch auch dazu habe ich mich schon so oft geäußert, dass ich diesen Gesichtspunkt hier jetzt mal außen vor lasse.

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31 Comments

  • Liebe Ivy,

    ich danke dir von Herzen für diesen Beitrag. Ich bin zwar nicht so aktiv in der Buchcommunity wie du (ich bin auf Instagram nur stille Mitleserin und habe auch keinen Blog), doch auch mir fällt immer wieder auf, wie Leute sich angehen (hauptsächlich auf Instagram) weil der eine ein Buch mochte und der andere eben nicht.

    Ich liebe es, wie du, Diskussionen zu führen, die respektvoll sind und aus denen man eventuell sogar etwas mit nehmen kann. Austausch über Bücher kann so etwas Schönes sein. Leider scheinen das viele Leute heutzutage verlernt zu haben, vielleicht auch deshalb weil viele glauben, im Internet dürften sie sich alles erlauben.

    Es ist wirklich sehr schade und ich finde es toll das du das Thema ansprichst und dir Luft machst, wenn dich so etwas ärgert.

    Gerade wegen deinen ehrlichen Rezensionen und auch weil du immer wichtige Themen ansprichst, folge ich dir zu gerne, auch wenn ich so gut wie nie kommentiere (sorry dafür). Ich bin ein großer Fan von dir und deinem Blog und hoffe, dass du niemals aufhören wirst deine ehrliche Meinung zu äußern.

    Viele Grüße
    Sunni

    • Liebe Sunni,

      ich danke dir vielmals für dein Kommentar, insbesondere auch für deine Komplimente! Deine Worte bedeuten mir unglaublich viel – 1000 Dank!

      Es ist schön zu sehen, dass es einige Leser gibt, die mir in diesen Punkten zustimmen. Niemand sollte Angst davor haben, seine negative Meinung zu äußern, nur weil sie damit ein Buch kritisieren, dass scheinbar die ganze Welt liebt. Man empfindet Bücher immer anders und das ist auch völlig in Ordnung so – wie langweilig wäre es, wenn jeder dieselben Bücher lieben würde?

      Vielen Dank nochmal für dein Kommentar!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Ich teile deine Meinung völlig. Vieles wird hochgehyped und alle lieben es, sodass man sich selbst nicht traut, seine Meinung zu sagen. Auch wenn diese negativ ist.
    Und man sieht immer wieder die selben Bücher in Feeds und Storys, sodass es langsam doch langweilig wird. Ich selbst bin jemand der auch Bücher besitzt, die gehyped werden, aber nur, weil ich sie selbst mochte.
    Aber wie du schon gesagt hast, es ist echt schade was momentan vor sich geht, denn es ist schlussendlich ein Buch, worüber sich jeder eine eigene Meinung bilden darf und diese auch Aussprechen darf. Ich finde es gemein, dass andere sich davor fürchten müssen ihre Stimme zu heben und zu sagen, dass es ihnen nicht gefallen hat. Weil es alle anderen mögen/lieben ist es lange kein zwang für alle anderen Leser, vorallem auf Bookstagram, dieses Buch lieben zu müssen.
    Jeder Leser hat seine eigene Meinung und ich finde diese darf auch völlig unabhängig von anderen geteilt werden.
    Anhand dessen sollte man aber auch nicht sagen, dass eine Person nun weniger Sympathisch ist, weil sie das Lieblingsbuch von einem selbst nicht mag.

    • Vielen Dank für dein Kommentar! Es freut mich sehr, dass du mir in diesen Punkten zustimmst.

      Es ist teilweise wirklich schade und vor allen Dingen auch traurig, wie Leser miteinander umgehen, gerade, weil Bücher doch eigentlich verbinden sollten, statt Menschen zu entzweien. Bücher sind so wundervoll – ich habe eine meiner engsten Freundinnen in einer Buchgruppe kennengelernt und nach über 10 Jahren sind wir immer noch befreundet. Und wir mögen nicht immer dieselben Büchern, trotzdem sind wir in der Lage, darüber zu sprechen, zu diskutieren und uns auszutauschen.

      Es ist wirklich erschreckend, dass manche Leser genau aus diesen Gründen Angst haben, ihre Meinung zu äußern. Es kann eben nicht jedes Buch jedem gefallen, das ist ganz natürlich.

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Recht hast du! Was würde nur aus der Community werden wenn jeder den gleichen Geschmack hätte? Dann gäbe es wahrscheinlich 80% weniger Bücher. Lass sie meckern! Ich habe seit längerer Zeit nur „gute“ Bücher erwischt und wurde gefragt ob ich jetzt alles gut fände. Nein, aber ich kenne meinen Lesegeschmack mittlerweile sehr gut! Toller Beitrag Liebes!

    Tinker

    • Du Liebe, ich danke dir! Das was du ansprichst, habe ich tatsächlich auch schon von einigen Bloggern gehört – dass sie “angegriffen” wurden, weil sie fast ausschließlich positive Rezensionen schreiben. Total bescheuert, denn wie du sagst, wenn man schon so lange und so viel liest, dann kennt man irgendwann seinen Lesegeschmack und kann schon im Voraus abwägen, was einem gefällt und was nicht. Manchmal kann man echt nur mit dem Kopf schütteln ..

      Vielen Dank!!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Hi Ivy,

    ich hab sowas schon öfter gehört, mir persönlich ist es aber zum Glück noch nie passiert.

    Ich kann auch deinen Ärger darüber absolut nachvollziehen und ich werde nie verstehen, warum man anderen nicht seine Meinung lassen kann … jeder Mensch ist anders und es wird ja geradezu gepredigt, dass man tolerant sein soll – joa, so siehts dann in der Realität aus, ne? ^^

    Ich zum Beispiel bin ein riesiger Harry Potter Fan und ich kann es immer kaum fassen wenn es jemanden gibt der diese Reihe nicht so liebt wie ich 😀 Aber warum sollte ich denjenigen überzeugen wollen oder sogar angehen deswegen?! Ist doch seine Sache und sein Geschmack wenn er/sie dieses großartige Werk verpasst 😛

    Ne im Ernst, ich finds total schade und spiegelt sehr gut die Doppelmoral wieder, wie du so schön sagst. Es wäre echt schön, wenn die Menschen das was sie ständig vorgeben zu tun: tolerant zu sein, auch in ihrem Umfeld mal umsetzen würden.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Liebe Aleshanee,

      ich danke dir für dein Kommentar 🙂 Ich denke jeder von uns kann es nachvollziehen, wie schade es ist, wenn jemand anderes das eigene Lieblingsbuch nicht toll fand. Ich finde sowas auch schade, aber wie du schon sagst, ist es absolut nicht in Ordnung andere deswegen zu attackieren. Es gibt auch andere Möglichkeiten, besagten Lesern das Buch/die Reihe schmackhaft zu machen und sowas schafft man eher, wenn man freundlich und höflich ist, nicht aber wenn man gleich mit Beschimpfungen um sich wirft.

      Bei mir kommt das tatsächlich auch meist nur bei richtig gehypten Büchern vor, was mich echt ärgert. Denn nur wenn die ganze Welt ein Buch feiert heißt das nicht, dass ich mich anschließen muss, wenn mir diverse Aspekte, etc. pp. nicht gefallen haben. Wirklich schade, wie Menschen hier teilweise miteinander umgehen …

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    dein Beitrag ist erste Sahne. Ich finde ihn großartig und kann ihn absolut nachvollziehbar. Ich habe deine Rezension zu »Catwoman« gelesen und ich mag Sarah J. Maas sehr gerne. Bisher habe ich »Catwoman« noch nicht gelesen, von daher kann ich nicht sagen, wie ich zu dem Buch stehen werde. Fakt ist aber, dass ich deine Argumentation nachvollziehen konnte und vollkommen verstehe, wieso du das Buch eher negativ als positiv bewertet hast. Das macht dich in meinen Augen nicht unsympathisch. Ich finde es eher bewundernswert, wenn man zu den Hypebüchern auch mal eine reflektierte Meinung gibt, die nicht der großen Masse entspricht.
    Ich habe in letzter Zeit auch das Gefühl, dass sich viele Blogger aus den von dir genannten Gründen nicht trauen, ihre ehrliche Meinung zu veröffentlichen. Bei mir wird demnächst auch wieder eine (vermutlich) eher negative Rezension online gehen. Und zwar zu »Someone New«. Da hört man ja auch nur Gutes, dass das Buch enorm wichtig ist, etc. Nur weil ein Buch wichtig ist, ist es für mich aber kein 5-Sterne-Buch. Dazu gehört mehr. Das Gesamtpaket muss stimmen und für meinen Geschmack passt bei »Someone New« das Gesamtpaket einfach nicht zusammen. Ich wünschte wirklich, dass es anders wäre, aber so empfinde ich es nun mal und ich finde es auch vollkommen legitim, das zu behaupten.
    Jeder hat ein anderes Empfinden beim Lesen, nimmt Dinge unterschiedlich wahr und dafür sollte man auch nicht verurteilt werden.
    Ich hoffe, dein Beitrag wird von ganz vielen Leuten gelesen, die sich nicht trauen ihre Meinung zu sagen aus Angst dafür verurteilt zu werden.
    Alles Liebe
    Janika

    • Liebe Janika,

      ich danke dir 1000 Mal für dein Kommentar und es freut mich sehr, dass du meiner Meinung bist; besonders, weil du z. B. Sarah J. Maas Fan bist und eben ganz anders reagierst, als die meisten – und das bedeutet mir gerade richtig viel. Danke also dafür! <3

      Und jetzt hast du mich sowas von absolut mega neugierig gemacht auf deine Meinung zu "Someone New". Tatsächlich gehöre ich auch zu denjenigen, die das Buch einfach großartig finden (meine Rezension hierzu steht auch noch aus) aber da ich bisher noch wirklich kaum bis gar nichts Negatives gehört habe, bin ich super gespannt, welche deine Beweggründe sind, dass du sagst, das Buch hätte dir nicht so gut gefallen =) Ich freue mich schon drauf deine Rezension zu lesen!

      Es ist jedenfalls schön, dass wir da einer Meinung sind, denn wie du auch so schön sagst, jeder empfindet ein Buch einfach anders und das ist auch vollkommen in Ordnung so! Wie langweilig wär es denn, wenn jeder dieselben Bücher/Autoren mögen würde?

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Ach, Ivy. Danke für diesen tollen Beitrag. Ich kann dir da nur zustimmen. Nachdem ich gesagt habe: ich mag “Das Reich der sieben Höfe” nicht, kam auch direkt erstmal: “naja den und den mag ich auch nicht oder “Du musst weiterlesen. Kannst ja kein Band beurteilen, wenn das erst in den anderen Bänden geklärt wird”. Tut mir leid, dass ich den Stil nicht so mag und mir der erste Teil schon nicht gefallen hat? Ich finde es halt immer schade. Anders herum gibt es das allerdings auch. Gerade zu Büchern, die ich absolut gefeiert habe wie “Bartimäus”. Der Humor ist halt eher schwarz und es sind fast nur männliche Protagonisten. Und was wurde ich dafür angegangen wie ich so was denn gut finden könnte. Sei ja voll Frauen diskriminierend und alles nur Männer. Puh, das ging wirklich zur Sache.
    Ich bin da ganz bei dir. Meinungen sollte man akzeptieren. Was ich aber ganz gut finde: wenn andere mir trotzdem sagen: Hey, das und das ist an dem Buch problematisch. Manches empfinde ich ganz anders als andere und alles wissen kann man ja auch nicht. Nicht ok finde ich dann direkte Ausraster und indirekte Beleidigungen.
    Du hast es vollends auf den Punkt gebracht! Der Ton macht die Musik. Und nur weil man nicht immer den gleichen Geschmack hat, muss man doch nicht aufeinander einhauen

    Aber irgendwie scheint es auch gerade Trend zu sein, die Meinung anderer schlecht zu reden. Auch ala: wie kann man so was mögen? Totale Klischees und oberflächlich. Finde ich halt auch irgendwie nicht so gelungen.

    Anna

    • Liebe Anna,

      tausend Mal DANKE für dein Kommentar! Ich sehe es ganz wie du. Ich wurde auch schon mal aufmerksam gemacht auf etwas, das ich gesagt habe, oder das in eine Buch passiert ist, dass eventuell problematisch ist, aber das wurde mir auf ganz anständige und respektvolle Weise mitgeteilt und dafür werde ich immer dankbar sein, denn manche Dinge hat man einfach nicht auf dem Schirm und solche Diskussionen helfen einfach ungemein dabei, zu lernen und zu reflektieren und Dinge zu überdenken.

      Aber wenn es keine anständigen und respektvollen Diskussionen sind, sondern eben Hassnachrichten, Beleidigungen und Beschimpfungen – sorry aber da fehlen mir dann echt die Worte. Zunächst ist es ja tatsächlich so, dass jeder das mögen kann, was er/sie will. Punkt. Dem einen gefällt das, dem anderen gefällt das. So ist das nun mal im Leben. Und genau das sollte man akzeptieren. Selbst wenn man mal ein problematisches Buch mag, sollte man die Person nicht direkt auf einem Scheiterhaufen verbrennen, sondern man kann ja durch anständige Diskussionen versuchen, die Leute auf die problematischen Aspekte eines Buches hinzuweisen, was ja wiederum dazu führen kann, dass die Person was dazu lernt und so etwas finde ich eben – wie oben bereits erwähnt – großartig. Aber diese ganzen “Kämpfe” so nenne ich es mal, die hier teilweise ausgetragen werden sind einfach nur noch anstrengend und so unglaublich unnötig.

      Bücher sollten verbinden, nicht die Menschen auseinander bringen. Und nur weil jemand ein Buch nicht mag, dass ich zum Beispiel geliebt habe, macht das die Person ja nicht direkt zu einem schlechteren Menschen.

      Ach, ich kann gar nicht mehr sagen, wie sehr es mich nervt in letzter Zeit, nicht mal unbedingt, weil es so oft gegen mich selbst geht, sondern alleine Zeuge zu werden von diesen ständigen Streitereien, den ganzen Insta Stories (statt die Leute persönlich drauf anzusprechen) etc. pp. machen für mich echt einiges an Spaß kaputt. Umso glücklicher bin ich natürlich, dass Menschen wie du mir dann doch wieder die guten Seiten der Community vor Augen führen, die ich in letzter Zeit leider viel zu häufig nicht wahrhaben wollte.

      Also danke dir für dein Kommentar und deine Worte!!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebste Ivy,

    dem gibt es schlicht nichts hinzu zufügen. Ich bin ganz bei dir und kann es auch bald nicht mehr hören, wenn jemand meint, er müsse anderen etwas vorschreiben. Meinungen sind IMMER subjektiv und da wir ja nunmal in einem Land mit Gesetzen und Regeln leben, darf ich sie, oh Wunder, auch kundtun! Wenn jemand meine Meinung scheisse findet, dann bitte. Soll er sich drüber aufregen, aber mich damit in Ruhe.

    Lesen und lesen lassen sollte wieder weiter oben auf der Tagesordnung mancher stehen.

    Liebste Grüße Sonja

    • Liebe Sonja,

      ich danke dir, das freut mich sehr 🙂 Was mich halt am meisten ärgert, ist diese Doppelmoral. Die Leute schimpfen, wenn andere ihnen Bücher verbieten (wollen) aus welchen Gründen auch immer, attackieren aber andere in demselben Maß, wenn anderen Leuten eines ihrer Lieblingsbücher nicht gefällt. Die Leute möchten, dass man sie lesen lässt, was sie wollen, dann sollen die Leute eben auch akzeptieren, dass manche Leser Bücher eben auch schon mal scheiße finden … traurigerweise waren es auch einige Leute, die sich eben für dieses “lesen und lesen lassen” stark gemacht haben, die mich letztendlich angegriffen und angepöbelt haben.

      Ich kann es nicht anders sagen, aber Menschen sind absolut anstrengend geworden. Aber wie dem auch sei, ich werde niemals aufhören, Bücher zu kritisieren, wenn sie problematisch sind, oder mir nicht gefallen – aus welchen Gründen auch immer – selbst wenn besagte Bücher von beliebten und in den Himmel gelobten Autoren wie Sarah J. Maas stammen …

      Liebste Grüße
      Ivy

      • Und das behalte dir auch bitte bei liebe Ivy. Ich liebe es, wenn jemand auch mal kritisch ist! Es kann nicht immer alles nur 5 Sterne sein. Und gerade dann, wenn auch mal was kritisches gesagt wird, löst es bei mir das “Ich-will-es-lesen” Gefühl aus 😀

        Liebste Grüße

        • Danke dir du Liebe!! Ich finde negativen Rezensionen auch meist interessanter, als die positiven muss ich sagen, gerade wenn es Rezensionen zu Büchern sind, die ich zum Beispiel mochte. Da bin ich dann immer sehr neugierig drauf zu erfahren, weshalb die Person das so anders empfunden hat, als ich 😀 😀

          <3 <3

  • Liebe Ivy,

    ich weiß gar nicht, was ich genau dazu sagen soll.
    Es ärgert mich einfach ungemein. Ich habe dir ja auch geschrieben, hoffe aber sehr, dass es das Fass nicht ebenfalls zum Überlaufen gebracht hat. Ich tausche mich gerne mit jemandem aus, vor allem wenn dieser eine andere Meinung zum Buch hat und finde es bei dir so angenehm, weil es eben ganz ohne Wertung geht. Als ich damals meinen Beitrag zu “Die schwarze Königin” geschrieben habe, ist es ja total eskaliert und es wurden gleich Posts auf Social Media Kanälen und dem Blog gegen mich geschrieben. Wie du schon sagtest: wieso investiert man seine Energie dann nicht lieber da rein, dass Lieblingsbuch noch einmal zu lesen oder vielleicht einfach einen tollen Beitrag über das Buch zu schreiben, ohne wenn anders dafür angehen zu müssen. Als wenn irgendwer auf der Welt dadurch das Buch lieber lesen würde. Spoiler: dem ist nicht so.
    Es tut mir auf jeden Fall super doll leid, dass es so eskaliert ist und bin froh, dass du dich noch dazu positioniert hast. Du weißt ja, dass ich das Buch und auch die Autorin allgemein sehr gerne mag, und nur weil du das anders siehst, und deine Gründe dafür hast, bedeutet es keinesfalls, dass ich dich dadurch weniger mögen oder respektieren würde – Geschmäcker sind unterschiedlich und das ist auch gut so!
    Lass dich auf keinen Fall unterkriegen und schreibe weiterhin das, was dir durch den Kopf geht!

    Liebste Grüße
    Jill

    • Liebe Jill,

      oh ja, an den Shitstorm wegen “Die schwarze Königin” kann ich mich noch sehr gut erinnern – das war wirklich unterste Schublade. Da habe ich tatsächlich keine Worte mehr zu gefunden. Dabei habe ich dich so gefeiert dafür, dass du so offen und ehrlich deine Meinung gesagt hast. Ich finde es so großartig, wenn man zu seiner Meinung steht, egal ob man gefühlt als Einzige/r dieses eine Buch nicht mochte. Aber so ist das eben; so ist es immer im Leben, es wird immer Menschen geben, die ein Buch lieben und Menschen, die dasselbe Buch absolut schlecht finden.

      Es ist echt schade und so traurig, dass viele nicht damit umgehen können und auch die Anonymität des Internets nutzen, mit Beschimpfungen, Beleidigungen und gar Drohungen um sich zu schlagen.

      ich danke dir wirklich sehr für dein Kommentar!!!

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,

    zu diesem Beitrag kann ich dir einfach nur mit absoluter Sicherheit und 100%iger Wahrscheinlichkeit zustimmen! Du triffst den Nagel direkt auf den Kopf und besser hätte man dieses “Problem” nicht darlegen können.

    Tatsächlich ist genau das einer der Gründe, warum ich mich die letzten Wochen aus der Bookstagram Community zurückgezogen habe. Es macht einfach keinen Spaß mehr sich ständig für alles rechtfertigen zu müssen. Sich dafür rechtfertigen zu müssen warum man Buch x liest, warum man Buch x mochte oder nicht mochte, warum man denn nicht gerade das super gehypte Buch Y liest. Es nervt einfach nur noch. Und wie du auch schon sagst: Dafür ist die geringe Freizeit einfach zu schade.

    Ich würde mir so sehr wünschen, dass viele dieser Menschen einfach mal nachdenken bevor sie reden / schreiben. Das würden vielen tatsächlich nicht schaden, im Gegenteil.

    Sind wir dann jetzt eigentlich automatisch best friends, weil wir beide Cassandra Clare lieben? Kann ja wohl nur so sein, nicht? ;D

    • Liebe Alina,

      jaaa, ich wünschte auch, dass viele einfach mal nachdenken würden, bevor sie den Mund auf machen. Das Internet ist wirklich Fluch und Segen zu gleich. Durch die Anonymität, die das Internet bietet, glauben leider viel zu viel Leute, sich alles erlauben zu dürfen und ich bin es einfach müde, angegriffen zu werden, nur weil ich eben die Autoren, die von 90% der Buchwelt in den Himmel gelobt werden, nicht so toll finde. Aber das ist okay – es ist absolut okay, etwas gehyptes nicht zu mögen und nicht gut zu finden. Solange man konstruktive Kritik äußert und nicht mit Beleidigungen, Beschimpfungen oder Ähnlichem um sich wirft, ist es vollkommen in Ordnung, negative Rezensionen zu schreiben und genau so werde ich es auch in Zukunft handhaben. Ich werde immer meine ehrliche Meinung sagen und wenn es jemandem nicht passt oder jemand meint, mich deshalb nicht mehr mögen zu wollen, weil ich eben kein Fan von Autor XY bin, dann ist das deren Problem und nicht meins. Wirklich traurig … ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft noch mal bessern wird.

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Danke für den Beitrag, der mir aus der Seele spricht! Ich bin angefeindet worden, weil ich die toxischen Beziehungen in Paper Princess als nicht gesund und eben nicht romantisch bezeichnet habe und war danach ziemlich verstört….

    • Liebe Franzi,

      das tut mir unglaublich Leid, dass du das auch mit machen musstest 🙁 Es ist so traurig und so unglaublich schade. ich finde es super, dass du auf diese Thematiken hingewiesen hast. Ich habe die Bücher nicht gelesen und habe es auch aus den von dir genannten Gründen nicht vor. In den meisten Fällen möchte ich mir lieber immer ein eigenes Bild machen, aber es gibt so ein paar Bücher, über deren Inhalt ich durch enge Freunde Bescheid weiß, die ich nun wirklich nicht unterstützen möchte und die Paper Reihe gehört definitiv dazu. Dennoch steht es natürlich jedem frei, die Bücher zu lesen und sie gut zu finden.

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Yvonne.

    Ich bin über einen Beitrag von Aleshanee (ich hoffe, ich habe ihren Namen richtig geschrieben) auf deinen Beitrag gestoßen.

    Und ich muss dir zustimmen. Nicht jeder kann jedes Buch lieben. Aber warum lässt man anderen nicht ihre Meinung? Ich weiß es nicht. Ich habe als Blogger schon positive und negative Erfahrungen mit kritischen Rezensionen gemacht. Ich habe für mich beschlossen, mich nicht aufzuregen. Das bringt nichts.

    Wenn sich jemand daneben benimmt, ziehe ich meine Konsequenz und gut. Es gibt zu viele tolle Bücher zum Lesen, als dass ich meine Zeit mit endlosen Diskussionen verschwende.

    Liebe Grüße von
    Bücherheike

    • Liebe Heike,

      zunächst freut es mich, dass du auf meinem Blog gelandet bist – danke dir! Danke auch fürs Lesen meines Beitrags!

      Aufregen bringt meist tatsächlich nichts, allerdings empfinde ich es dennoch als wichtig, Themen auszusprechen und sich mal Luft zu machen, wenn einen etwas ganz besonders beschäftigt. Wenn man den Mund hält, kann es auch nicht besser werden … sehr schade, dass viele offenbar verlernt haben, zu akzeptieren, was andere fühlen, empfinden, denken, etc. pp. Dabei ist doch gerade das, was diese Community so toll und wertvoll macht: der Austausch und diese wunderbaren Diskussionen die entstehen, durch die man so viel lernen kann. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft noch einmal ändern wird.

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,

    manche scheinen jede Kritik an etwas, was sie mögen, als Kritik an der eigenen Person aufzufassen oder nur den eigenen Geschmack gelten zu lassen. Das ist schade. Wie Du ja auch schreibst, sollte es ja eigentlich um einen guten Austausch gehen und mit manchen ist der ja zum Glück auch möglich :-). Aber es gibt auch immer mehr Diskussionen, die entweder aus purem Begeisterungsrausch bestehen oder, wenn das nicht der Fall ist, schnell zur Schlammschlacht ausarten. Da wird dann nicht die Meinung infrage gestellt oder einzelnen Kritikpunkten widersprochen, sondern es ist gleich die ganze Person scheiße und hat keine Ahnung von guten Büchern und überhaupt, was für ein Mensch muss man denn bitte sein, um Buch XY wahlweise zu mögen oder nicht zu mögen. So traurig!

    Und ich finde es auch schade, wenn dadurch immer weniger Blogger negative Kritiken posten. Solange diese konstruktiv und kein unverschämter Verriss sind, ist doch alles okay oder sollte es zumindest sein. Ich lese z.B. Rezensionen eher hinterher, wenn mich bei einem Buch, das ich als kontrovers empfinde, die Meinungen anderer interessieren. Das würde schnell langweilig werden, wenn sich nur noch diejenigen zu Wort melden würden, die das Buch super toll fanden.

    Liebe Grüße

    Claudia

    • Liebe Claudia,

      ich kann dir da wirklich nur Recht geben. Viele nehmen Kritik oftmals viel zu persönlich, was unglaublich schade ist, da es meist in unnötigen Streitigkeiten endet, die man sich wirklich sparen könnte, wenn man zumindest versuchen würde, die Meinung der anderen zu akzeptieren, egal wie negativ sie ist.

      Ich gebe dir auch Recht, was die Rezensionen angeht – mir geht es da immer ähnlich. Es wäre sehr schade, wenn sich viele Blogger und Leser nun zurückziehen aus Angst, ihre negative Meinung mitzuteilen. Hoffen wir, dass sich das in Zukunft eventuell noch mal ändern wird!

      Ich danke dir für dein Kommentar!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,

    ich bin durch Aleshanees Beitrag auf Deinen post hier aufmerksam geworden.
    „Na und? Dafür hasse ich Cassandra Clare!“ – Sorry, ich musste so lachen! Ich weiß, für Dich ist das keineswegs zum Lachen, aber bitte… was ist denn das für ein Kindergarten?! Ich krieg mich über die Aussage gar nicht mehr ein. Die Person hätte auch schreiben können: “Jetzt bist du aber nicht mehr meine beste Freundein, ätschi bätschi.” *rofl

    Ich höre immer mal wieder davon, dass Blogger anderen an die Gurgel gehen, weil sie ein Buch nicht mögen. Bisher ist mir das noch nie passiert, aber ich bin jetzt nahe dran, die Maas zu lesen und eine negative Bewertung zu schreiben. ^^
    Ich schreibe öfter negative Bewertungen, aber es sind wahrscheinlich einfach die falschen Genre die ich lese.
    Natürlich ist mir augefallen, dass es zu manchen Büchern nur positive Bewertungen gab. Ich dachte bisher immer, die Blogger trauen sich die negativen Bewertungen wegen den Verlagen nicht zu schreiben, damit sie weiterhin Rezensionsexemplare bekommen. Aber dass manche dann Angst haben, in der Community unbeliebt zu werden, kann natürlich auch gut sein.

    Ich finde das einfach so dermaßen lächerlich, dass ich gar keine Worte dafür haben. Völlig infantiles Verhalten!

    Ich finde negative Rezensionen sehr wertvoll. (Natürlich wäre es wünschenswert, dass sie gut begründet ist, aber das ist bei positiven ja ebenso.) Ich schau mir auch bei Amazon immer als erstes die negativen an. Den aus denen kann man in der Regel sehr gut ableiten, ob das Buch etwas für einen ist oder nicht. Und es ist doch LOGISCH, dass einem nicht alles gleich gut gefallen kann. Eidenei.
    Aber mit so Leuten lohnt sich eine Diskussion sicher gar nicht. Wenn die nicht mal die grundlegenden Kentnisse von Psychologie haben.

    Sei liebst gegrüßt
    Petrissa

    • Hallo Petrissa,

      ich danke dir vielmals! Es freut mich riesig, dass du den Weg hierher gefunden hast!

      Im Nachhinein muss ich durch diese “Argumente” ebenfalls lachen; nachdem ich aber gefühlt innerhalb von zwei Minuten zwanzig solcher Nachrichten erhalten hatte, bin ich fast durch die Decke. Wir lesen so viele Bücher und sind dann nicht in der Lage, unsere Sprache so zu nutzen, um eine anständige Diskussion zu führen? Es war teilweise wirklich lächerlich; ganz zu schweigen von den ganzen Hassnachrichten – die wirklich nur noch unterste Schublade waren.

      Ich bin da ganz bei dir. Ich lese unglaublich gerne negative Rezensionen, zunächst deshalb, um herauszufinden, ob das Buch eventuell Aspekte enthält, die ich überhaupt nicht mag und auch, um Dinge auch mal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Gerade bei Büchern, die ich unglaublich gerne mochte, lese ich zunächst negative Rezensionen, weil ich es so unglaublich interessant finde, wie unterschiedlich Menschen ein und dasselbe Buch empfinden können.

      Schade, dass nicht alle Menschen so denken und sich vielmehr angegriffen fühlen, wenn man ein Buch, dass man liebt, schlecht bewertet wird. Aber Menschen sind unverbesserlich und so sehr ich es auch hoffe, bezweifle ich, dass sich das großartig in nächster Zeit ändern wird.

      Ich danke dir für dein Kommentar!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,

    vielen Dank für diesen Beitrag! Ich habe immer ein bisschen Angst vor negativen Rezensionen. Ich meine, ich analysiere ein Buch und frage mich, was an der Geschichte/Schreibstil/was auch immer hat mir daran nicht gefallen? Es ist ja nicht so, dass ich ein Buch verreiße, ich will nicht unhöflich oder beleidigend sein, aber ich möchte schon meine Meinung sagen und auch sagen dürfen.

    Es muss mir nicht jedes Buch gefallen und ich finde es schade, dass sich Leute angehen, denn Bücher sind so etwas schönes und man kann so toll darüber reden und diskutieren. 🙂

    Also nochmals danke, dass du das so offen ansprichst!

    Liebe Grüße,
    Fay

    • Liebe Fay,

      es ist auch nicht mehr als richtig, immer seine ehrliche Meinung zu sagen und wie du ja selbst sagst, wenn das ganze nicht in Beleidigungen oder ähnlichen Anfeindungen endet, ist das auch vollkommen in Ordnung. Es ist wirklich sehr traurig, dass man dann trotzdem noch von anderen Lesern/Bloggern attackiert wird.

      Es freut mich sehr, dass du dir der Beitrag gefallen hat!

      Liebste Grüße
      Ivy

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