Grand Canyon – Willkommen im Wilden Westen

Eine Begegnung mit dem Erhabenen – etwas treffenderes ist mir nicht eingefallen. Der Blick in die Schluchten, die der Colorado River einst geformt hat, ist einfach atemberaubend und das Gefühl, genau dort an diesen Klippen zu stehen nicht nur befreiend, sondern auch absolut angsteinfößend. Wer dem Grand Canyon in seiner Schönheit begegnet, wird überwältigt sein von seiner Unermesslichkeit. Manchmal ist es einfach schwer zu begreifen, welch wunderschöne Fleckchen unsere Erde zu bieten hat, insbesondere wenn man bedenkt, wie sorglos wir Menschen mit unserem Planeten umgehen.

Wahrscheinlich haben wir ihn alle schon mal gesehen, im Fernsehen und auf Fotos. Wir wissen alle, dass der Grand Canyon groß ist, doch wie groß; wie gigantisch möchte ich fast sagen, wurde mir erst bewusst, als ich tatsächlich an den Klippen runter zu den tiefen Schluchten stand und meine Blicke schweifen ließ. Auf einmal fühlte ich mich ganz klein, beinahe nicht existent und zum ersten Mal wurde mir klar, wie klein wir Menschen tatsächlich sind und wie gewaltig die Natur um uns herum sein kann.

So etwas Gewaltiges und Beeindruckendes wie den Grand Canyon hatte ich noch nie zuvor gesehen. Sprachlos blickte ich hinab in die Schluchten und sog seine Schönheit auf wie ein Schwamm, konnte mich nicht los reißen von diesem Anblick und genoss einfach die Stille, die uns alle umgab denn irgendwie hatte ganz plötzlich jeder aufgehört zu reden. Ehrfürchtig standen wir da und machten Fotos, doch selbst das fühlte sich irgendwie falsch an. Als würden wir eingreifen in die Natur, als würden wir diesem wunderschönen Fleckchen Erde ein Stück seiner Schönheit weg nehmen.

Dieses Gefühl ist einfach unglaublich schwer zu beschreiben. Ich wollte die Arme ausbreiten und einfach los fliegen, wollte mich tragen lassen von der kühlen Luft und eins werden mit der Natur. Ein Gefühl von Gänsehaut überzog meinen gesamten Körper und obwohl ich so viel sagen wollte, fehlten mir die Worte.

Alles war so unberührt; so wild, trotzdessen dass immer wieder Touristen ihren Weg hierher finden. Auch die Tiere hatten keine Angst und kamen auf eine kurze Stipvisite vorbei, als wir einen der Aussichtspunkte erreichten.

Leider hatten wir das Pech und es war etwas diesig, als wir dort waren. Manchmal hat man eben Pech mit dem Wetter und so blieb uns leider die Sicht auf die wahren wunderschönen Farben des Canyons verwährt. Dennoch war es Liebe auf den ersten Blick.

Ich konnte einfach nicht fassen, wie riesig er ist. Ich blickte gen Horizont, dort wo Himmel und Erde sich küssen und wünschte mir, dass dieser Augenblick niemals vergehen würde oder dass ich ihn irgendwie einfangen und mir dieses Gefühl immer bewahren könnte.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie gerne ich einen Sonnenauf- oder -untergang am Grand Canyon erlebt hätte, oder auch einen Helikopterflug, leider stand beides nicht auf unserem Plan. Aber so habe ich immerhin einen Grund, nochmal zurückzukehren an diesen magischen und vollkommen überwältigenden Ort.


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