Ivonne Ludwig

Manchmal ziemlich laut, oft aber auch sehr ruhig und leise, das ist meine Wenigkeit: Ivonne, mit einem I am Anfang. Die, mit der Kamera um den Hals, der Weltkarte in der Tasche, dem Buch in der Hand und dem Stift zwischen Daumen und Zeigefinger. Im wahren Leben bin ich Rechtsfachwirtin, gestalte meine Freizeit allerdings am liebsten weniger trocken. Statt Gesetzestexten widme ich mich lieber literarischen Schmuckstücken. Ich reise für mein Leben gerne und erkunde die Welt am liebsten zu Fuß, doch wenn ich gerade nicht ausgerechnet in der realen Welt unterwegs bin, verbringe ich meine Zeit auch schon mal auf dem Sofa mit Buch und Katze. Oder am Schreibtisch vor meinem Laptop. Mit ungefähr 16 entdeckte ich meine Liebe zu dem geschriebenen Wort. Während ich bereits von kleinauf eigene Geschichten schrieb, meist über sprechende Tiere, so tauchte ich erst viele Jahre später in die Geschichten anderer ein und fand so großen Gefallen daran, dass ich mir ein Leben ohne all diese Geschichten nicht mehr vorstellen könnte.

Dies hier ist nicht mein erster Blog. Vor vielen vielen Sonnenwenden bereits führte ich einen eigenen Buchblog und versuchte, irgendwie zwischen all den anderen Blogs hervorzustechen. Damals bestand mein Blog ausschließlich aus Rezensionen, heute ist das nicht mehr so. Denn wenngleich Bücher einen Großteil meines Lebens ausmachen, so gibt es doch so viel mehr worüber ich schreiben möchte: Gelesenes, Gelebtes und Geliebtes. Oft auch nur alltägliche Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht zunächst banal erscheinen, mein Leben jedoch unglaublich bereichern. Außerdem liebe ich es zu schreiben. Vermutlich bin ich auch genau deswegen hier. 

Schon verrückt, dass man so viel über sich selbst zu erzählen hat, all das am Ende aber irgendwie doch nicht aussagekräftig genug ist, oder? Die meiste Zeit denke ich mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf, was dazu führt, dass mein Herz auch schon mal weh tut; zerbricht in 1000 Scherben und doch schaffe ich es immer wieder, es zu reparieren. Denn auch wenn es manchmal schwer zu glauben ist, am Ende wird ja irgendwie doch immer alles gut.

Ich weine viel, lache aber umso mehr – jeden Tag, auch über die kleinen Dinge, denn seien wir ehrlich, die wirklich schönen und wichtigen Dinge im Leben sind die kleinen …

Kopf hoch, sonst kannst du die Sterne nicht mehr sehen, um nach ihnen zu greifen!