Meine Helden aus Kindheits- & Teenagertagen

Die liebe Jule von Miss Foxy Reads hat auf Instagram vor wenigen Tagen eine kleine Fragerunde gestartet, welche Art von Beiträgen man gerne auf ihrem Blog lesen möchte. Spontan schlug ich ihr vor, über ihre Held*innen aus Kindheitstagen zu berichten (was sie prompt auch getan hat, ihren Beitrag findet ihr HIER) und irgendwie überkam mich nun selbst die Lust, einen solchen Beitrag zu schreiben. Ich möchte mich allerdings nicht nur auf meine Held*innen aus Kindheitstagen konzentrieren, sondern auch auf eben solche, die mich während meiner Teenagerzeit stets begleitet und mich ein Stück weit geprägt haben.


Kindheit

Ash Ketchum

© Pokémon/Nintendo

Zuerst habe ich überlegt, nur meine weiblichen Heldinnen hier aufzuführen, doch ganz ehrlich? Es gab auch ein paar männliche Helden in meiner Kindheit und Jugend und die haben natürlich genauso viel Daseinsberechtigung wie all die tollen weiblichen Figuren, die mich in meinem Leben bisher begleitet haben. Deshalb fangen wir doch einfach mal direkt mit einem meiner männlichen Helden von damals an: Ash Ketchum.

Ich habe Ash nicht nur aufgrund der Tatsache bewundert, dass er Pokemon besessen hat (seien wir ehrlich, wir wollten doch früher sicher alle unsere eigenen Pokemon haben oder nicht?), sondern auch, weil er einfach in die Welt hinauszog – trotz seines jungen Alters – und seinen Traum verfolgte. Ganz früh ist bereits der Wunsch in mir herangewachsen, die Welt zu sehen. Bereits mit sieben träumte ich davon, einmal im Ausland zu leben. Mein großes Ziel war immer die USA. Ich fand es unglaublich beneidenswert, dass Ash einfach alles hat stehen und liegen lassen (noch nicht einmal in die Schule musste) sondern durch die Weltgeschichte tingelte auf der Jagd nach seinem Traum, der beste Pokemontrainer aller Zeiten zu werden.

Ich habe mich damals wahnsinnig in ihm wiedergefunden und bin ihm unglaublich dankbar dafür, dass er mich damals zumindest in meiner Fantasie mit auf große Reise genommen hat.


Sailor Merkur

Sailor Moon Company Credits

In meiner Grundschule haben sich eine Gruppe Mädchen zusammengeschlossen – ich war ebenfalls Teil davon – die so getan haben, als wären sie die berühmten Sailor Kriegerinnen. Jede von uns verkörperte naturgemäß eine andere. Während alle anderen sich darum stritten, wer Sailor Moon sein durfte, war ich mit meiner Wahl, die sofort auf Sailor Merkur fiel, die irgendwie niemand sonst sein wollte, wahnsinnig zufrieden.

Sailor Merkur ist ein kleine “Streberin”, genau wie ich es war. Sie war gut in der Schule und verbrachte Stunden damit, ihre Hausaufgaben zu machen. Ich auch. Ich habe es geliebt. Ich habe mich morgens in der Schule schon darauf gefreut, mich am Nachmittag an meinen Schreibtisch zu setzen und meine Aufgaben zu machen. Manchmal habe ich – einfach aus Spaß an der Freude – sogar meine Schulhefte neu geschrieben.

Sailor Merkur hat mir gezeigt, dass man auch als vermeintlich langweiliger Bücherwurm bzw. Streber*in ein Held sein kann und dass Wissen manchmal eine ebenso starke Waffe ist, wie irgendwelche übernatürlichen Fähigkeiten. Ich habe sie damals wahnsinnig geliebt und ich bin unglaublich froh drüber, dass sie eine so präsente Persönlichkeit in meiner Kindheit war. Und ja, meine Mama hat mir von einer Schneiderin sogar das Kostüm nähen lassen. Es war großartig.


Arielle, die kleine Meerjungfrau

© 1989 – Walt Disney Studios. All rights Reserved.

Ich glaube Arielle habe ich aus demselben Grund so bewundert, aus dem ich auch Ash früher als meinen Helden bezeichnet habe: Abenteuerlust. Ich konnte mich mit ihr auf eine Art und Weise identifizieren, wie ich es sonst mit kaum einer anderen Figur konnte. Ich konnte ihren Drang, die Welt zu erkunden und zu erforschen, Neues zu lernen, so unglaublich nachvollziehen. Ich wollte eben solche Abenteuer erleben und außerdem fand ich die Vorstellung, unter Wasser leben und atmen zu können, wahnsinnig aufregend, sodass ich früher keine Folge der damaligen Kinderserie verpasst und mir den Film mindestens einmal wöchentlich angeschaut habe.

Evie Ethel Garland

© Paramount Ranch

Vielleicht erinnern sich ein paar von euch ja auch noch an die liebe Evie aus der Serie “Mein Vater ist ein Außerirdischer“. Ich habe die Serie damals geliebt, gefühlt, hat meine gesamte damalige Klasse sie geschaut und da ich schon fast mein ganzes Leben lang den Spitznamen “Ivi” trage und Evie ausgesprochen eben genauso klingt, wurde ich immer ganz schnell mit dem Mädchen, dessen Vater ein Außerirdischer ist, in Zusammenhang gebracht und ständig baten mich meine Klassenkameraden darum, doch auch einfach mal die Zeit stillstehen zu lassen, so wie Evie es immer tat. Wenn das doch nur alles so einfach funktionieren würde, wie im Fernsehen haha.

So richtig viel gemeinsam habe ich mit ihr nicht, mein Vater ist weder ein Außerirdischer, noch wohnt er weit weg von mir und trotzdem fühlte ich mich irgendwie mit ihr verbunden. Vielleicht war es tatsächlich, weil unsere Namen gleich waren (ich wusste damals natürlich nicht, dass sie nicht “Ivi” sondern “Evie” heißt) oder auch einfach die Tatsache, dass sie über übernatürliche Fähigkeiten verfügte. Sie wurde jedenfalls ziemlich schnell zu einer meiner größten Heldinnen.


Karla Kolumna

Bild: Kiddinx Studios

Karla Kolumna kennt vermutlich jeder aus den Benjamin Blümchen Hörspielen. Die Hörspiele habe ich als Kind jeden Abend zum Einschlafen gehört und fand ganz schnell großen Gefallen an der rasenden Reporterin Karla Kolumna. Obwohl ich früher als Kind nie viel gelesen habe, so habe ich doch immer schon geschrieben, meist Geschichten über sprechende Tiere. Irgendwann habe ich dann sogar eine Zeitung für unsere Nachbarschaft gebastelt. Natürlich habe ich jedes Exemplar von Hand geschrieben und gestaltet, so etwas wie Kopierer kannte ich damals nicht. In mir schlummerte schon immer der Wunsch, später irgendwann einmal irgendetwas mit Wörtern zu machen, irgendwas mit Schreiben.

Deshalb habe ich Karla Kolumna immer ganz besonders bewundert und vielleicht sogar ein wenig beneidet, denn sie war bereits Journalistin, sie schrieb bereits wahnsinnig interessante Artikel über spannende Dinge, die in der Welt passierten. Meine eigene kleine Nachbarschaftszeitung habe ich irgendwann dann über Board geworden und den Plan, selbst Journalistin zu werden, ebenfalls und habe mich dann doch eher dem Schreiben von Geschichten gewidmet. Und vielleicht schaffe ich es ja tatsächlich irgendwann dann doch, mein eigenes Buch in Händen zu halten.


Teenager

Buffy Summers & Willow Rosenberg

© Joss Whedon/20th Century Fox Television

Ich hatte schon immer einen Hang zum Übernatürlichen, wie man teilweise auch an meinen Kindheitsheld*innen erkennen kann. Ich fand die Vorstellung, dass da draußen mehr ist, als wir glauben, immer wahnsinnig spannend. Ganz früh schon habe ich mich für Hexen und Vampire interessiert, lange vor Twilight und eigentlich begann meine Liebe zu Buffy schon viel früher, weit vor meiner Zeit als Teenagerin. Doch leider haben mir meine Eltern immer verboten, Buffy & Co. anzuschauen, einfach, weil ich noch zu jung war, weshalb ich es mir immer heimlich mit meiner damaligen besten Freundin bei ihr zu Hause angesehen habe. Doch je älter ich wurde, desto mehr wurde Buffy zu einem meiner absoluten Vorbilder und noch heute sehe ich sie als solches, da sie meine Jugend sehr geprägt hat. Nicht unbedingt in Bezug aufs Vampire und Dämonen jagen (die gibts bei uns glücklicherweise ja nicht), sondern eher deshalb, weil sie die erste weibliche “Superheldin” war, die im Fernsehen mit verfolgt habe und die mir gezeigt hat, dass man auch als Frau alles kann. Buffy und Willow waren damals meine absoluten Heldinnen, Buffy, weil sie körperlich jedem Mann überlegen war und Willow, weil sie mit ihrem Wissensdurst und ihrer Klugheit jedem ihrer Freunde mindestens einmal den Hintern gerettet hat. Die beiden gaben mir einfach das Gefühl, Großes bewirken zu können und dafür bin ich ihnen bis heute wahnsinnig dankbar.


Halliwell Schwestern

© Picture Alliance

Neben Buffy und Willow gehörten damals auch Prue, Piper und Phoebe (und später auch Paige, auch wenn ich anfangs ein paar Schwierigkeiten mit ihr hatte – dafür habe ich Prue einfach zu sehr geliebt) zu meinen absoluten Vorbildern, aus so ziemlich denselben Gründen wie bei Buffy und Willow. Doch mir gefiel auch die geschwisterliche Verbundenheit und der Zusammenhalt. Ich habe zwar keine Schwestern, dafür aber einen kleinen Bruder und auch wenn wir uns früher hin und wieder mal gezankt haben (so wie vermutlich alle Geschwister) haben wir immer aufeinander aufgepasst. Gut, zugegeben, ich mehr auf ihn, als er auf mich, immerhin war ich nicht nur älter, sondern auch gefühlt zwei Köpfe größer als er (ja ich war für mein Alter damals übergroß haha) Die Halliwell Schwestern haben mir gezeigt, dass, egal was kommt, man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält und dass, sowohl in guten, als auch in schlechten Zeiten, es einfach nichts wundervolleres gibt, als Menschen um sich zu haben, die einen lieben, trotz sämtlicher Ecken und Kanten.

Hinzu kommt, dass ich ihre magischen Fähigkeiten einfach unfassbar genial fand und zwar so genial, dass ich mir selbst ein Buch der Schatten gebastelt habe und zwar indem ich mir jede Folge immer und immer wieder angeschaut, das Bild angehalten habe, wenn eine Seite aus dem Buch der Schatten gezeigt wurde, sie abgemalt, mir die Sprüche notiert und mir dann mein eigenes Buch der Schatten gebastelt habe. Es war mein absolutes Heiligtum; ich habe so viel Mühe, Zeit und Herzblut hinein gesteckt. Ich muss demnächst mal den Speicher meiner Eltern plündern, ich habe nämlich leider keine Ahnung, wo das Buch hingekommen ist und ich würde es so gerne wieder haben.


Brad Pitt

Photo by Tristan Fewings/Getty Images – © 2019 Getty Images

Und zu guter letzt kommen wir zu dem Mann, der nicht nur meine Kindheit, sondern auch meine Jugend und ebenfalls mein Dasein als vermeintlich Erwachsen beherrscht (hat): Brad Pitt. Ich könnte nun einen ewig langen Roman schreiben, wieso, weshalb und warum ich diesen Mann bewundere oder weshalb er mich seit meinen 7. Lebensjahr begleitet, doch das würde einfach den Rahmen sprengen. Diejenigen, die mir auf Instagram folgen, wissen vermutlich ohnehin bereits, dass ich ein riesen Fan von ihm bin und es vermutlich auch immer sein werde, weshalb er auf jeden Fall auf diese Liste mit drauf gehört.

Wer waren die Held*innen eurer Kindheit/Jungend? Erzählt doch mal in den Kommentaren, ich bin gespannt!

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