New York, meine große Liebe

Schon als ich klein war hatte ich diesen einen, ganz großes Traum. Ich wollte die Welt erobern. Ich träumte vom Ausland, vom Auswandern, ich träumte davon, alle möglichen Orte zu entdecken. Meine Reiselust machte sich sehr früh bemerkbar, zum Leidwesen meiner Eltern. Ich wollte immer weg, immer wo anders hin, immer was Neues erleben. Mit der Zeit entwickelte ich dann ein ganz besonderes Interesse für die USA. Mag sein, dass es an all den Filmen und Serien lag, dass Los Angeles irgendwann zu meinem absoluten Traumziel wurde. Ich konnte an nichts anderes mehr denken; von nichts anderem mehr reden. Im Rahmen eines Schulprojekts, das sich über ein gesamtes Schuljahr erstreckte, sollten wir einen eigenen Reiseführer schreiben/basteln und zwar über die USA. Unser Englischbuch damals war in verschiedene Kapitel unterteilt, ein Staat der USA pro Kapitel. Unter anderem waren Kalifornien, Nebraska und auch New York dabei. Ich konnte in diesem Jahr nicht nur meine Kreativität ausleben, sondern hatte Gelegenheit unglaublich viel über die amerikanischen Staaten zu lernen. Insbesondere das Kapitel Kalifornien in meinem eigenen Reiseführer erstreckte sich über so viele Seiten, dass ich am Ende tatsächlich noch Seiten in mein Notizbuch reinkleben musste, weil mir einfach der Platz fehlte. Ich hatte so viel zu sagen; wollte ich meiner Liebe zu diesem von mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereisten Land doch einfach bloß Ausdruck verleihen.

Als ich 16 wurde, flehte ich meine Eltern an, ein Auslandsschuljahr machen zu dürfen. Die Antwort war nein, leider. Ich war ihrer Meinung nach zu jung, zu unerfahren und sie viel zu ängstlich, um ihre Tochter ganz alleine in die große weite Welt hinaus zu lassen. Also musste ich warten. Mit 19 fasste ich dann den Entschluss, ein Auslandsjahr im Rahmen einer AuPair Tätigkeit zu absolvieren. Immerhin war ich nun 19 und brauchte nicht zwingend die Erlaubnis meiner Eltern. Dennoch besprach ich die Sache vorher natürlich mit ihnen und auch wenn sie noch immer nicht sonderlich erfreut waren über meinen Entschluss, unterstützten sie mich, wo sie nur konnten und das nicht nur finanziell.

“The city seen from the Queensboro Bridge is always the city seen for the first time, in its wild promise of all the mystery and beauty in the world.”

– F. Scott Fitzgerald

Ein Jahr lang zog sich die Organisation, die Bewerbung, der ganze Papierkram hin, bis ich tatsächlich endlich mein Visum in Händen hielt, der Flug gebucht und die Koffer gepackt waren. Mein Wunschziel? Los Angeles. Natürlich. Wie hätte es auch anders sein können. Leider ist das Leben aber kein Wunschkonzert und so kam es wie es kommen musste. Natürlich bekam ich keine Familie in Los Angeles zugeteilt, nicht einmal in Kalifornien. Noch nicht einmal in der Nähe davon. Wo ich letztendlich landete? In New Jersey, einem kleinen Vorort von New York, mit dem Auto nur 20 Minuten von Manhattan entfernt. Ob ich begeistert war? Zuerst eher weniger, immerhin war mein ganz großes Ziel immer Los Angeles gewesen und nicht New York. Ich meine, wer will denn schon nach New York? Auch wenn man es heute kaum glauben mag, dachte ich vor vielen Jahren einmal tatsächlich so. New York war nie so präsent in meinem Leben gewesen, wie es Los Angeles war. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, auch das Kapitel in meinem Reiseführer über New York war vergleichbar kurz ausgefallen.

Was dann passierte? Ich verliebte mich. Und zwar so richtig. Es überkam mich ganz unverhofft. Es brauchte nur einen Blick aus dem Flieger auf diese sagenumwobene Stadt; auf diese wunderschöne Skyline und es war um mich geschehen. Es passierte so schnell, ich merkte es fast selbst kaum. Mein Herz schlug schneller, mein Puls raste und mein Atem stockte. Das Grinsen auf meinem Gesicht wurde immer breiter. Endlich hatte ich es geschafft. Ich stand auf US-amerikanischen Boden. Nicht dort, wo ich unbedingt hin wollte, doch immerhin war ich endlich in den USA, in dem Land der großen Träume; in dem Land, von dem ich schon seit Kindheitstagen träumte und nicht nur das, ich war nicht nur zu Besuch hier. Ich würde erst einmal eine Weile hier bleiben, mindestens 12 Monate mit der Aussicht, noch ein paar Monate dran hängen zu können, wenn ich dies denn wollte. Und ja, das wollte ich.

Gibt es einen Moment in eurem Leben, an den ihr euch immer erinnern werdet? Einen Moment, der sich so in eure Gedanken eingebrannt hat, dass ihr noch ganz genau wisst, was ihr in diesem Moment für Kleider getragen habt, wonach es gerochen und wie ihr euch gefühlt habt? In meinem Leben gab es schon ein paar solcher Momente, einen davon jedoch hat einen fest verankerten Platz in meinem Herzen eingenommen. Und das war der Moment, als ich zum ersten Mal in Manhattan aus dem Bus stieg, umringt von all den Hochhäusern, die so hoch waren, dass man selbst wenn man den Kopf in den Nacken legte, die Spitze nicht erkennen konnte. Ich war überwältigt, überwältigt von einer Welt, wie ich sie nicht kannte.

Ich bin aufgewachsen in einem 2.000 Seelen Dorf, in einem Kuhdorf, irgendwo an der schönen Mosel, umringt von einem Fluss, Weinbergen und Wäldern. Dieses Leben, dieser Trubel und diese Hektik waren mir vollkommen fremd. Alles war so neu, dass es mir Gänsehaut am ganzen Körper verursachte und noch heute, jedes Mal, wenn ich aus dem Flieger steige und den New Yorker Boden unter meinen Füßen fühle, überkommt mich dieses Gefühl des absolut puren Glücks. Wie eine Lawine schliddern all diese Gefühle auf mich zu und vergraben mich unter sich. Ich glaube zum ersten Mal so richtig vor Glück geweint habe ich, als ich das erste Mal in New York war und auch jetzt überkommt es mich jedes Mal wieder, ganz gleich wie viel Zeit ich schon in dieser wunderbaren Weltmetropole verbracht habe. Es fühlt sich einfach jedes Mal an wie nach Hause kommen. Eigentlich ist es ja auch genau das, nach Hause kommen, immerhin habe ich hier gewohnt, insgesamt 14 Monate lang und ich bereue keine einzige Sekunde davon. Wenn ich etwas bereue, dann nicht noch mehr Monate hinten dran gehängt zu haben.

“If you want to become a real New Yorker, there’s only one rule: You have to believe New York is, has been, and always will be the greatest city on earth. The center of the universe.”

– Ellen R. Shapiro

Diese Stadt beeindruckt nicht nur, sie berauscht auch. Es ist wie eine Droge, von der man einfach nicht mehr los kommt. Wenn man New York erst mal richtig kennengelernt; es erlebt hat, in all seinen Facetten, dann ist es fast unmöglich, diese Stadt nicht zu lieben.

Im Grunde ist diese Stadt für mich dasselbe, was Toys “R” Us für Kinder ist: riesengroß, bunt und chaotisch. Man möchte am liebsten alles anfassen und mit allem spielen und das am besten sofort. Ob man es sich leisten kann ist natürlich die andere Frage. Wahrscheinlich nicht wirklich, zumindest nicht alles. Und trotzdem will man es haben, trotzdem will man nicht mehr weg. Es ist der Zauber dieser Stadt, den einen einfach nicht mehr los lässt.

Ich habe diese Stadt schon zu allen Jahreszeiten erlebt, habe im Hochsommer geschwitzt und auf Long Island am Strand entspannt, bin im Herbst durch den Central Park geschlendert und im Winter durch den dicken Schnee gestiefelt. Von Hurricanes über Blizzards bis Tornados habe ich alles mit gemacht, Regenstürme, die so heftig waren, dass Häuser einstürzten und Bäume ausgewurzelt wurden. Ich habe New York schon in seiner gesamten Vielfalt erlebt und dennoch kann ich mich nicht entscheiden, wann ich New York am meisten liebe. Im Winter, insbesondere zu Weihnachten, wenn alles kitschig geschmückt ist und einem auf einmal klar wird, dass all die New York Weihnachtsmärchenfilme nicht gelogen sind? Im Herbst, wenn die Blätter langsam ihre Farbe verändern, die gesamte Stadt sich bereit macht für Halloween oder vielleicht doch im Frühling oder im Sommer, wenn die Tage länger und wärmer werden, wenn man seine freien Stunden im Park mit einem guten Buch verbringen kann? Den Sonnenaufgang von Roosevelt Island genießen, im Central Park picknicken, am frühen Morgen über die Brooklyn Bridge joggen, durch China Town schlendern oder die beste Frozen Hot Chocolate der Welt probieren. Das geht nur in New York.

Irgendwie ist man überall und immer mitten drin. Einfach in die U-Bahn einsteigen, ein paar Stationen fahren und wieder aussteigen und schon gibt es etwas Neues zu sehen. Diese Stadt ist voll von großartigen Eindrücken, von erinnerungswürdigen Momenten und unglaublich interessanten Menschen. Menschen, die tolerant genug sind, um dich nicht schief anzugucken, wenn man als Mann mit seinem Partner Hand in Hand durch die Straßen schlendert.

In dieser Stadt kann man einfach sich selbst sein, am Tage Banker und in der Nacht Transvestit in einem Nachtclub. Es ist scheiß egal, wer oder was man ist, wie man sein Leben lebt und vor allen Dingen, mit wem man es verbringt. Dieses Gefühl von Freiheit hat man nicht überall – leider.

 “As for New York City, it is a place apart. There is not its match in any other country in the world.”

– Pearl S. Buck

Meine große Liebe? New York, ganz klar. Es bringt mich zum Lachen und zum Weinen, es kann mich unterhalten, amüsieren und sorgt regelmäßig für Bauchkribbeln. Nicht nur das, es sorgt für absolute Glücksgefühle. New York wird einfach nie langweilig. Diese Stadt hat so unendlich viel zu erzählen, dass ich selbst nach meinem 14-monatigen Aufenthalt und trotz meiner seither mehrmaligen Besuche in dieser Stadt bei jedem Besuch wieder Neues entdecke. Sie versetzt mich immer wieder in Erstaunen; keine andere Stadt, die ich bisher besucht habe, hat dies bisher geschafft.

Ich leide unter chronischem Fernweh, immer und überall. Normalerweise erfreue ich mich an Fotos aus der Ferne, lausche unglaublich gerne den Geschichten anderer, die sie von ihren Reisen mitbringen. Bezüglich New York jedoch, bricht es mir das Herz. Es mag sich verrückt anhören, doch wann immer ich ein Foto sehe, insbesondere ein Foto aus meiner Zeit dort, schnürt es mir die Kehle zu und auf einmal lastet dieser fast unüberwindbare Schmerz auf meinem Herzen. Diese Sehnsucht; dieses Verlangen danach in diese Stadt zurückzukehren und diese Liebe zu diesem Ort ist fast unerträglich. Ich vermisse New York so sehr, dass es weh tut. Es ist ein wunderbarer Schmerz, da ich weiß, dass ich meine eigene Sehnsucht irgendwann wieder stillen werden kann. Und doch tut es weh; unglaublich weh.

Das mit New York und mir, war Liebe auf den ersten Blick. Es ist die ganz große Liebe.

“I would give the greatest sunset in the world for one sight of New York’s skyline.”

– Ayn Rand

Um allerdings noch einmal auf den Anfang meines Beitrags zurückzukommen. Tatsächlich habe ich die Zeit während meines Aufenthalts in den USA natürlich genutzt und bin für drei Wochen nach Kalifornien gereist. Ich verbrachte zwar nicht die ganzen drei Wochen in diesem Staat, allerdings wohnte ich bei einer Freundin in Los Angeles und ich kann euch sagen, ich war selten so enttäuscht von einer Stadt, wie ich es von Los Angeles war. Meine Träume zerplatzten in dem Augenblick, als ich hoch zum Hollywood Schild wanderte und einen Blick auf die Skyline warf. Ich wusste, dass diese Stadt und ich nicht die besten Freunde werden würden. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, hatte ich Jahre Zeit gehabt, mir mein persönliches und perfektes Los Angeles auszumalen. Es ist nicht so, dass ich niemals mehr dort hin reisen wollen würde, ganz im Gegenteil, es gibt auch wunderschöne Orte dort, in ganz Kalifornien gibt es sie, besonders Venice Beach hatte es mir unglaublich angetan, meinen Erwartungen entsprochen jedoch hat Los Angeles leider nicht.

Habt ihr auch so eine ganz persönliche Lieblingsstadt?

Hättet ihr Interesse daran, mehr über meine Zeit im Ausland zu erfahren?

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14 Comments

  • Hey Ivy 🙂

    was für ein schöner emotionaler Beitrag von dir! Da hat es das Schicksal mit dir gut gemeint und dich nach New York geschickt. Stell dir mal es wäre anders gekommen und du wärst dass Jahr in L.A. gewesen und nicht glücklich…. Ein Glück ist es anders gekommen und ich bin mir sicher du findest auch immer wieder Wege dein Fernweh zu stillen.

    Liebst, Stella

    • Danke dir liebe Stella. Ich denke auch, das muss Schicksal gewesen sein hihi <3 Ich bin auch froh, dass ich letztendlich da gelandet bin, wo ich gelandet bin und somit meine absolute Traumstadt gefunden habe und das Glück hatte, eine Weile dort zu leben <3

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    wow, was für ein Beitrag. Man spürt deine Liebe zu New York in deinen Worten so sehr und es tut mir fast leid, dass du gerade in Deutschland lebst und nicht in New York. Ich finde, du passt auch so gut zu New York. Ich kenne dich zwar nicht persönlich, aber trotzdem habe ich das Gefühl!
    Immer wenn du auf deinem Blog von Reisen erzählst, freue ich mich, weil du deine Gedanken und die Orte, die du bereist, so toll zum Ausdruck bist. Du packst du viel Herzblut in deine Texte, das liebe ich.
    New York ist eine der Städte, die ich irgendwann auch auf jeden Fall bereisen möchte. Wenn es dann einmal so weit ist, stöbere ich erstmal nochmal deinen ganzen Blog durch und such mir ein paar Highlights raus, die ich mir auch unbedingt anschauen möchte. Oder ich schreibe dir direkt, weil es ganz klar ist, dass du die Stadt kennst und liebst <3
    Liebste Grüße!
    Janika

    • Liebe Janika,

      vielen vielen Dank für deine lieben Worte! Das bedeutet mir wirklich sehr viel hihi <3

      Ich hoffe sehr, dass du irgendwann in naher Zukunft die Gelegenheit haben wirst, nach New York zu reisen und dir selbst einen Eindruck von dieser wunderbaren Stadt zu verschaffen. New York ist wirklich etwas ganz Besonderes und ich hoffe, dass du - wenn es dann so weit ist - diese Stadt ebenso lieben wirst, wie ich <3 Sie hat es verdient.

      Und du darfst mich natürlich jederzeit gerne nach Tipps fragen 🙂 es werden aber auch noch einige New York Beiträge folgen hihi

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Oh Ivy, ich weiß nicht ob dass jetzt völlig bescheuert klingt, aber ich habe gerade wirklich Tränen in den Augen. Ungelogen. Du hast diesen Beitrag so wunderschön verfasst, deine Gefühle so ausdrucksstark wiedergegeben, ich hab wirklich Gänsehaut bekommen. Wow. Ich bin gerade etwas sprachlos und muss mich wohl erstmal kurz sammeln, bevor ich mein Kommentar weiterschreiben kann.

    10 Minuten später

    Ivy, ich muss schon sagen, dass ist wohl einer der wunderschönsten und bewegendsten Beiträge, die ich jemals online gelesen habe. Einerseits tut es mir wirklich unheimlich leid, dass du letzten Endes so enttäuscht von Los Angeles warst. Alleine die Vorstellung, wie du dich jahrelang darauf gefreut hast, völlig Feuer und Flamme warst, und dann so bitter enttäuschst wurdest, tut mir wirklich in der Seele weh. Drum freue ich mich umso mehr, dass du in New York deine große Liebe gefunden hast. Du weißt, mir geht es so mit London. Wobei ich bisher ja noch nie in New York war. Aber in London war ich mittlerweile auch schon mehrmals und all das was du beschreibst, so geht es mir mit London. Egal zu welcher Jahreszeit ich dort war/bin, egal wo ich einsteige und wieder aussteige, es gibt jedes mal neues zu entdecken, es ist nie langweilig. Im Gegenteil. Wenn ich ein Auslandsjahr machen würde – was ich in letzter Zeit ununterbrochen überlege – dann definitiv in London.

    Es ist so schön, so eine Herzensstadt zu haben. Allerdings geht es mir auch mit London so, wie dir mit New York, was die Sehnsucht betrifft. Manchmal ist mir das Herz so schwer vor lauter Sehnsucht, dass ich weder Bilder aus London angucken, noch Videos der Stadt sehen oder Lieder, die ich mit London verbinde, hören kann.

    Was für ein schöner Beitrag Ivy. Vielen Dank dafür <3 und JAA ich will mehr über deine Zeit in New York wissen, unbedingt!

    • Liebe Alina,

      danke dir für deine lieben Worte, das bedeutet mich wirklich unendlich viel!

      Und es freut mich so sehr, dass du deine Liebe in London gefunden hast. Es ist so toll, wenn man nicht nur ein zu Hause, sondern gleich mehrere hat. Sicher zählst du London auch zu einem weiteren zu Hause <3

      Manchmal tut es wirklich einfach viel zu weh, dann ist die Sehnsucht so groß, dass sie kaum händelbar ist ... man wird quasi davon überrannt. Und doch ist das Gefühl zu wissen, dass man immer hin zurück kann, einfach wundervoll.

      Es freut mich wirklich sehr, dass dir mein Beitrag so sehr gefallen hat!

      Tausend Dank dafür!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    mein Herz schlägt grad so hoch <3 Ich liebe New York soo sehr. So unfassbar sehr. Ich konnte mich in jedem deiner Sätze wiederfinden. Gerade eben kriege ich unglaubliche Gänsehaut. Dieses Gefühl von Sehnsucht nach dieser Stadt, dieser unbeschreiblich großen Liebe, kann ich so unfassbar gut nachvollziehen. Ich war bislang nur zwei Mal in NY und spare mit meinem Mann auf eine große Reise für nächstes Jahr hin und zähle gefühlt schon jeden Tag runter. Ich habe extra ein Spar-Glas mit einer NY-Skyline drin, die einzig und allein für diesen Urlaub bereitsteht :') ich möchte unbedingt mal dort wohnen. Das ist mir, seit dem ich mit 18 dort das erste Mal gewesen bin, nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Es hat mich getroffen, genauso wie du es hier beschrieben hast. Seit dem Tag geht mir diese Stadt nicht mehr aus dem Kopf, absolut gar nicht. Die Hochhäuser, die Menschen, vor allem dieses vorurteilslose Denken! Ich habe mich noch nie so Zuhause gefühlt wie an dem Tag, als ich diese Stadt betreten habe.
    Ein unglaublich toller und bewegender Beitrag <3 Ich hoffe, dass du sehr bald (ich meine vor kurzem meintest du vll noch dieses Jahr?) wieder dort sein kannst und etwas Liebe tankst <3

    Alles Liebe,
    Sarah

    • Liebe Sarah,

      das freut mich sehr zu hören. Ich finde es immer toll, wenn ich auf Menschen treffe, die dieselbe große Liebe für diese Stadt hegen. In letzter Zeit bin ich hauptsächlich Menschen begegnet, die die Stadt nicht so toll fanden 😀 aber hey, nicht jedem gefällt New York, mein Chef findet sie zum Beispiel absolut grausig.

      Und ja, ich fliege dieses Jahr wieder 🙂 Das letzte Mal ist schon drei Jahre her, also viel zu lange. Ich freu mich so sehr und ich freu mich auch so sehr auf meine Gastfamilie dort, es ist echt jedes Mal wie nach Hause kommen. Ich bin total aufgeregt. Ich werde wohl in den nächsten paar Wochen endlich die Flüge buchen und wenn ich dran denke, fangen meine Hände schon an zu zittern <3

      Ich drücke dir auch die Daumen für deinen geplanten New York Urlaub nächstes Jahr 🙂 Es wird sicher großartig werden!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,

    ich kann mich nur meinen Vor-Kommentatorinnen anschließen: ein wundervoller Beitrag und ich wünsche Dir wirklich, dass Du noch viel Zeit in der Stadt Deines Herzens verbringen kannst! ♥
    Es ist so wahnsinnig toll wie Du in Deinen Texten Deine Liebe zum Reisen und vor allem zu New York beschreibst – ich habe das Gefühl, dabei gewesen zu sein, wie Du in der Schule diesen Reiseführer gebastelt hast (im übrigen eine meega tolle Aktion!), auf LA hingefieber hast und dann zunächst enttäuscht warst, als es nach NY ging. Umso schöner, dass Du Dich in die Stadt verliebt hast! Gerne würde ich noch viel mehr darüber hören. 🙂
    Mir geht es so ähnlich mit San Francisco , aber auch mit England – vor allem York. Hach, wir können uns so glücklich schätzen, solche Orte gefunden zu haben!

    Die liebsten Grüße,
    Miriam

    • Liebe Miriam,

      vielen vielen Dank für deine lieben Worte! Das bedeutet mir wirklich unheimlich viel!

      Die Idee mit dem Reiseführer fand ich damals auch richtig cool, unsere Englischlehrerin war aber auch super modern und selbst total begeistert von sowas hihi

      In San Francisco war ich auch schon und kann dir nur zustimmen, es ist eine wunderschöne Stadt! Ich war auch hier gleich verliebt, nicht so sehr wie in New York, aber ich habe mich gleich von Anfang an richtig wohl gefühlt und war begeistert von diesem ganzen Flair, auch wenn es – selbst im Sommer – sehr windig und recht kühl war haha

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Hallo Ivy,

    ok, dann ging es bei LA nicht nur mir so. Ich war von LA auch total enttäuscht. Das mag daran liegen, dass man sofort an Hollywood denkt und die Traumfabrik und wenn man dann dort ist, dann findet man eine weitläufige Stadt ohne richtiges Zentrum. Teilweise sogar mit Smog.

    Der Malibu Strand ist berühmt und der Walk of Fame, sowie das Hollywood Zeichen. Aber hey immer sind Disney und Universal in der Nähe. Das ist doch auch schon mal was!

    Ein paar schöne aber schweineteure Wohnbezirke gibt es auch, die dann auch wie kleine Ministädte sind.

    Die weit bessere Alternative auf der Seite der USA ist San Francisco oder San Diego (wobei das etwas weit abseits liegt). 😉

    New York war für mich auch ein Erlebnis. Ich kann nicht sagen, dass ich es liebe. Dafür bin ich wohl zu sehr Landei aber man muss es einfach mal gesehen haben. Toller Bericht!

    LG

    Torsten

    • Hallo Torsten,

      das kann sein, im Fernsehen sieht man ja immer nur das angeblich so wunderschöne Hollywood etc. pp. aber mich hat die Stadt leider auch nicht so richtig umgehauen. ich bin z. B. auch jemand, der eine Schwäche für schöne Skylines hat und die war bei Los Angeles irgendwie nicht mal wirklich vorhanden.

      Malibu fand ich auch ganz hübsch, den Walk of Fame habe ich tatsächlich gefeiert und die Universal Studios sowie Disney sind natürlich auch immer einen Besuch Wert 🙂

      Was San Francisco angeht, kann ich dir nur zustimmen. Wunderschöne Stadt, dort möchte ich auf jeden Fall noch mal hin <3

      Liebste Grüße
      Ivy

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