New York Tag 2 | Central Park und auf den Spuren von Carrie Bradshaw

Ihr Lieben, Anfang Oktober habe ich eine Woche in New York, meiner absoluten Herzensstadt, verbracht. Da ich schon unglaublich viele Berichte zu New York geschrieben habe und diesbezüglich sicherlich auch noch einige Beiträge folgen werden, möchte ich euch nun konkret von dem erzählen, was wir in meiner Lieblingsstadt alles unternommen; was wir gesehen und was wir erlebt haben. Es wird also keine konkreten Reiseempfehlungen geben (das wird sicherlich in nächster Zeit noch irgendwann kommen), sondern in diesen Beiträgen wird es um das dort Erlebte gehen und ich hoffe, ihr habt zumindest ein kleines bisschen Freude mit meinen Beiträgen. Sechs Berichte wird es zu meinem New York Aufenthalt geben; sechs Blogbeiträge mit jede Menge Erzählungen und vor allen Dingen auch ganz vielen Fotos. Konkrete Empfehlungen etc. pp. wird es dann zu einem späteren Zeitpunkt in gesonderten Blogbeiträgen geben.


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M I T T W O C H  –  T A G   Z W E I 

Central Park

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts in New York haben wir den Central Park unsicher gemacht. Mit seinen 3,41 km² hat er durchaus einiges zu bieten. Im Jahre 1859 wurde er als Landschaftspark eingerichtet und erst 1873 fertiggestellt. Der Central Park gilt als grüne Lunge der Stadt; fast täglich kommen über 500.000 Menschen hierher. Es ist tatsächlich so, dass wenn man den Central Park betritt, man an manchen Stellen vollkommen vergisst, dass man sich gerade in einer der hektischsten und größten Metropolen der Welt befindet. Lediglich der Ausblick auf die New Yorker Hochhäuser erinnert einen daran, dass sich dieser wunderschöne Park inmitten einer der größten Weltmetropolen befindet. So viel gibt es hier zu sehen, nicht nur Statuen (so gibt es zum Beispiel auch eine Alice im Wunderland Statue, vor der sich immer wieder jede Menge Touristen tummeln um ein Erinnerungsfoto zu schießen), sondern auch eine Eislaufbahn, jede Menge Seen, ein kleines Schloss und sogar über einen eigenen Zoo verfügt der Park. Unterhaltung findet man hier an jeder Ecke, seien es nun kleine Konzerte oder einfach ein paar Straßenkünstler, die ihre Talente zur Schau stellen.

Ich liebe den Central Park, nicht nur, weil er als Abwechslung zum stressigen Stadtleben dient, sondern auch, weil es einfach so unglaublich viel zu sehen und zu entdecken gibt. Mein Highlight immer wieder sind die vielen Eichhörnchen, die sich bereits so an die Menschen gewöhnt haben, dass sie teilweise so nahe kommen, dass man sie streicheln könnte. Fast schon Stunden haben wir damit verbracht, die kleinen flauschigen Kerlchen dabei zu beobachten, wie sie Nüsse aufsammelten oder von einem Baum zum anderen sprangen. Sogar ein paar kleine Streifenhörnchen haben wir entdeckt.

Wir sind viele Teile des Central Parks abgelaufen, haben uns vieles angesehen, was wir schon kannten und wohin es uns doch jedes Mal wieder aufs Neue zieht. Das Belevedere Castle zum Beispiel. Ich glaube ich habe in einem meiner früheren Beiträge bereits davon berichtet, wie wunderschön ich es finde und wie gerne ich dort bin; wie viel Freude es mir bereitet, mich an den am Belevedere Castle angrenzenden See mit Ausblick auf das Schloss und die New Yorker Skyline einfach ein wenig zu entspannen. Ich bin eine kleine Romantikerin, ich bin kein Fan von Kitsch, aber mit einer alten Schlossruine bekommt man mich immer wieder. Leider fanden Instandsetzungsmaßnahmen an der kleinen Burg statt; eingehüllt in jede Menge Planen und umringt von riesigen Gerüsten war daher kaum bis gar nichts von der Burgruine zu sehen, was mich doch schon sehr enttäuscht hat. Während meines einjährigen Aufenthalts in New York habe ich unglaublich viel Zeit hier verbracht, habe mich manchmal einfach nur mit einem Buch hierin zurückgezogen und gelesen. Schade war es daher, dass ich vier Jahre nach meinem letzten New York Besuch nichts von einem meiner Lieblingsplätze hatte. Eine kurze Pause am Turtle Pond haben wir dann aber dennoch eingelegt und die vielen Schildkröten beobachtet, die durchs Wasser geschwommen sind.

Danach haben wir unseren Weg weiter geführt durch den Central Park, haben einen Abstecher zur Bow Bridge, die wirklich wunderschön ist, gemacht und haben noch eine kleine Unterführung besucht, die so eigentlich keine sonderlich große Bedeutung hat, für mich allerdings schon, da genau diese Stelle im Jahre 2010 unter anderem als Location für mein großes New York Fotoshooting diente. Damals stand ich auch dort, natürlich etwas aufgebrezelt in einem schicken Kleid, umzingelt von zwei Fotografen, die ein Foto nach dem anderen schossen und doch war es auch hier ein wunderbares Gefühl, unter dieser kleinen Bogenbrücke zu stehen und all die schönen Momente von damals Revue passieren zu lassen.

Metropolitan Museum of Art

Vom Central Park aus gelangten wir schließlich dann zum Metropoliton Museum of Art, kurz auch „The Met“ genannt. Die meisten kennen das Museum wohl wegen der vielen Stufen. Man kennt es unter anderem auch aus der Serie Gossip Girl. Immer wenn wir hier sind, legen wir einen kurzen Stop ein und gönnen uns einen kleinen Snack von den vielen Essenswagen, die überall herumstehen – so auch diesmal. Wir haben es uns also auf den Stufen gemütlich gemacht und erst einmal uns eine Kleinigkeit zum Lunch gegönnt, bevor es anschließend weiter ging, die 5th Avenue entlang bis zum Rockefeller Center. Obwohl das Rockefeller Center für einen späteren Tag unserer Reise geplant war, zog es mich schon am zweiten Tag dorthin, vielleicht auch, weil ich viele schöne Momente damit in Verbindung bringe, insbesondere dieser eine Moment, als ich zum ersten Mal vor dem riesigen Weihnachtsbaum stand.

Katz’s Delicatessen

Am späteren Nachmittag haben wir uns dann auf den Weg zu Katz’s Delicatessen gemacht, ein jüdisches Restaurant, in dem es die wohl bekanntesten Sandwiches (der Welt) gibt. Bekannt geworden ist das Restaurant erst durch den Film Harry & Sally. Kurz vor unserer Abreise bin ich noch mal darauf aufmerksam geworden und dachte mir, hey, wieso nicht auch mal ausprobieren? Das kleine Restaurant, in dem Selbstbedienung herrscht, ist unglaublich charmant und kitschig eingerichtet, was mir super gut gefallen hat. Die gesamten Wände hängen voll mit Fotos von Stars und Sternchen, die bereits hier gespeist haben. Das coolste war allerdings auf der Damentoilette, aus irgendeinem Grund war der geflieste Boden hier mit einem ganz groben und gleichzeitig weichen Sand überdeckt. Wieso, keine Ahnung, ich habe auch vergessen zu fragen, aber lustig war es schon irgendwie. Geschmeckt hat es mir leider nicht. Für Vegetarier geschweige denn Veganer gibt es hier leider kaum bis gar nichts. Meinem Freund allerdings hat es richtig gut geschmeckt, kein Wunder, wenn man sich die Scheiben Fleisch und Wurst angesehen hat, die die auf die Sandwiches drauf geklatscht haben. Schon fast eklig war es. Ich bin dann doch lieber bei Brot und den Gewürzgurken geblieben, die auch wirklich sehr lecker waren. Allerdings muss man schon sagen, dass es hier richtig teuer ist. Wundern tut es wahrscheinlich keinen, wenn man bedenkt, wie beliebt das Restaurant ist – hauptsächlich natürlich wegen des Films. Wenn man richtig viel Glück hatte, konnte man sogar an genau den Plätzen sitzen, an denen Harry und Sally im Film gesessen haben. Es war interessant mal hier gewesen zu sein, die Leute sind super nett, dass Essen laut meinem Freund auch echt gut und die Atmosphäre einfach richtig toll, ein zweites Mal allerdings müsste ich nicht noch mal dort hin, es sei denn, ich würde diese riesen Sandwiches unbedingt jemandem zeigen wollen, der noch nicht dort war. Denn riesig sind sie wirklich.

Carrie Bradshaw’s Apartment

Es gibt so ein paar Locations in New York, dort zieht es mich irgendwie immer wieder hin, egal wie oft ich schon dort war. Carrie’s Apartment aus Sex and the City ist eine davon. Mein Freund kann den Weg dorthin wahrscheinlich schon im Schlaf gehen, so oft waren wir dort. An der Treppe hängt ein kleiner Briefkasten, in den man ein bisschen Geld werfen kann, dafür, dass man ein Foto gemacht hat. Das Geld kommt Tieren zu Gute. Natürlich haben wir auch Geld hinein geworfen. Wenn es um Tiere geht, würde ich glatt all mein Geld hergeben. Ein Foto haben wir dann ebenfalls noch gemacht, auch wenn ich schon Unmengen davon habe.

Hamilton

Während wir durch die Stadt gestromert sind, habe ich es mir natürlich auch nicht nehmen lassen, kurz beim Richard Rodgers Theatre vorbeizulaufen, dort wo das Musical Hamilton spielt. Ich habe noch versucht, Karten zu bekommen, leider unmöglich. So gerne hätte ich mein absolutes Lieblingsmusical in New York gesehen. Es wurde nichts draus. Trotzdem war es besonders, einfach nur an dem Theater vorbeizulaufen und zu wissen, dass das Stück dort drin womöglich gerade in diesem Moment aufgeführt wurde. Gegenüber auf der anderen Straßenseite war ein Hamilton Merch Laden, ich kann euch sagen, ich hätte am liebsten das komplette Geschäft leer gekauft, hätte ich mir am Ende meiner Reise keine Gedanken über das Gewicht meiner Koffer machen müssen.

Auch am zweiten Tag haben wir wieder knappe 30 Kilometer zurück gelegt. Es ist einfach unfassbar, wie viel man in dieser Stadt läuft, trotz U-Bahn. Die U-Bahn ist natürlich super praktisch, aber ich habe irgendwie immer Angst, irgendetwas cooles, das ich noch nicht kenne, zu verpassen, wenn ich mich zu häufig mit der U-Bahn fortbewege, daher gehe ich dann meist doch lieber zu Fuß!

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2 Comments

  • Hach, bei deinen Bilder mag ich auch sofort wieder nach New York! Die Stadt ist wirklich der Hammer, und auch wenn ich bisher insgesamt nur 2 Wochen dort war, bin ich immer wieder begeistert, wenn ich Bilder oder Videos davon sehe. Habt ihr das Museum of Natural History besucht? Das war damals bei uns relativ spontan, weil es geregnet hat, als würde die Welt untergehen, aber ich war am Ende so begeistert von diesem Museum. Und zudem kennt man es ja auch als Filmkulisse für “Nachts im Museum” :)!
    Auf jeden Fall wieder ein toller Bericht von dir und ich bin gespannt, was du noch so zu erzählen hast.

    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Liebe Sandra,

      wir waren zwar nicht dieses Mal im Museum of Natural History, aber ich war vor ein paar Jahren mal dort – auch aus dem Grund, weil ich unbedingt den Schauplatz von “Nachts im Museum” sehen wollte haha und auch, weil meine Mama und mein Bruder unbedingt rein wollten 🙂 ich fand das Museum auch großartig, genauso wie das Met. Mein Freund ist leider kein so ein großer Museumsgänger, aber ich hatte schon vor seiner Zeit so ziemlich alle Museen in New York abgeklappert von daher ist es nicht so schlimm hihi 🙂

      Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefallen hat <3 Und ich kann sehr gut verstehen, dass du sofort wieder nach New York zurück möchtest - so geht es mir auch jedes Mal, wenn ich mir Fotos von dieser großartigen Stadt anschaue!

      Liebste Grüße
      Ivy

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