New York Tag 3 | Brooklyn Bridge, Eiscreme und Aladdin

Kennt ihr das? Manchmal ist das, was euch am meisten bedeutet gleichzeitig auch das, was am meisten weh tut? Ungefähr vier Monate ist es her, seit ich wieder einige Zeit in meiner absoluten Herzensstadt verbracht habe und noch immer habe ich es nicht geschafft, die restlichen Tagesberichte meines Aufenthaltes dort zu schreiben. Mir kamen immer mal wieder Worte in den Sinn; Erinnerungen und Momente, die es aufzuschreiben lohnt und doch versperrte sich irgendetwas in mir dagegen. Diese wunderbaren Momente aufzuschreiben, würde mich nur wieder daran erinnern, dass meine Zeit dort schon wieder vorüber ist. Das ich eben nicht, wenn ich auf wache und aus dem Fenster schaue, auf die New York Skyline blicke. Manchmal vermisse ich New York so sehr, dass es weh tut. Und doch habe ich mich nun dazu entschieden, die Berichte weiterzuschreiten und euch davon zu erzählen, was ich während meines letzten Aufenthaltes dort erlebt habe.


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D O N N E R S T A G – TAG DREI

Die Brooklyn Bridge ist einfach eine dieser Sehenswürdigkeiten, die man sich meiner Meinung nach auf jeden Fall ansehen sollte, wenn man in New York ist. Die Brooklyn Bridge überspannt den East River und verbindet Manhattan und Brooklyn miteinander. Auch “Sehnsuchtsbrücke” genannt symbolisiert sie den Traum von einem besseren Leben. Man kann sie nicht nur mit dem Auto überqueren, sondern auch wunderbar zu Fuß, was man meiner Meinung nach auch auf jeden Fall tun sollte. Es ist nicht nur ein einzigartiges Gefühl, eine der berühmtesten und meiner Meinung nach schönsten Brücken der ganzen Welt zu überqueren, sondern ist auch die Aussicht, sowohl auf Manhattan, als auch auf Brooklyn, einfach bombastisch.

Danach überkam uns dann einen riesigen Appetit auf Eis. Ich wäre natürlich nicht Ich, wenn ich mich nicht vorab informiert hätte, welche Eisdielen man unbedingt ausprobieren sollte, wenn man in New York ist. Eine davon heißt “Morgenstern’s” und wer mich kennt, kann sich wahrscheinlich denken, weshalb ich mir gerade diese Eisdiele ausgesucht habe. Ursprünglich wollte ich dort hin, weil es dort schwarzes Eis geben sollte. Leider wurde das schwarze Eis allerdings nicht mehr dort geführt, als wir da waren. Dennoch gönnten wir uns eine fast schon sündhaft teure Kugel Eis und schlenderten dann weiter durch die Straßen New Yorks.

Wenn ich eines liebe dann ist es, mir die wunderschönen Häuser in New York anzusehen. Die Architektur ist einfach so unglaublich schön, ich kann mich nicht satt sehen daran und würde wahrscheinlich alles dafür tun, in einem dieser wunderschönen Brownstone Häuser zu wohnen.

Nachdem wir unser Eis gegessen hatten und eine Weile einfach umher gestromert sind, haben wir noch einen Abstecher zu einer weiteren Buchhandlung gemacht: Books of Wonder, eine Buchhandlung, die ausschließlich Kinder- und Jugendbücher vertreibt, von Raritäten bis hin zu den neuesten Erscheinungen findet man dort wirklich alles. Ich hätte wahrscheinlich Stunden darin verbringen können.

Dem Flatiron District statteten wir auch noch einen Besuch ab, wo wir eine Weile in der dort vorhandenen kleinen Parkanlage entspannten und eine Kleinigkeit aßen.

Außerdem hatten wir uns im Laufe des Morgens zwei Musical Karten gekauft. Es war der Abend vor meinem Geburtstag und da ich tatsächlich noch nie eine Broadway Show besucht hatte, stand dies bei meinem letzten Besuch in New York ziemlich weit oben auf der To-Do-Liste. Wir ergatterten recht günstige Karten für das Disney Musical Aladdin und ich kann euch gar nicht sagen, wie großartig ich es fand und wie viel Spaß ich hatte. Da mein Freund darauf bestand, mich nach deutscher Zeit zu meinem Geburtstag zu gratulieren, fingen wir bereits früh mit Feiern an, nämlich am Vortag meines eigentlichen Geburtstages um 18 Uhr abends. Der Musical Besuch passte also richtig gut.

Das Highlight dieses Tages war für mich definitiv der Musical Besuch. Ich bin kein regelmäßiger Musical Gänger, habe daher nicht sonderlich viel Erfahrung damit, doch Aladdin fand ich mehr als gelungen. Ich habe gelacht, geweint, mit gesungen – es war einfach fantastisch und ich kann euch daher, solltet ihr jemals die Gelegenheit haben, euch dieses Musical anzusehen, es euch wirklich nur empfehlen.

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8 Comments

  • New York ist auch eine der Metropolen die ich noch sehen möchte. Kann verstehen, dass du deine Zeit dort vermisst und es dir schwer fällt das alles aufzuschreiben. Ist definitiv was Besonderes. Die Bilder gefallen mir alle echt super, viele der Gebäude kenne ich natürlich aus dem Fernsehen und würde das auch gerne mal Live sehen. Den Baustil finde ich auch super schön und würde auch sofort in so ein Haus einziehen. Nur leider, ist das glaube ich fast unbezahlbar :D.

    Aladdin wäre auch eines der Musicals das ich mir gerne irgenwann anschauen möchte. Bin auch kein regelmäßiger Musical-Geher, einfach weil die Spielorte alle zu weit weg von meinem Wohnort sind, aber als ich damals während meiner Schulzeit mein erstes Musical gesehen habe, war ich hin und weg. Das war damals Mamma Mia und auch da habe ich halt jeden Song gekannt, mitgesungen, gelacht und geweint. Aladdin ist halt auch eine der Geschichten, die meine Kindheit geprägt haben.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Ivy,
    Dann hast du Captain Marvel mitterweile schon gesehen oder, wie hat er dir denn gefallen?
    Freut mich, dass für dich dann gleich drei Filme dabei sind. “Wir” da hat mich der Trailer echt so verstört zurückgelassen :D. Weiß gar nicht, was ich davon halten soll. Peele hat da echt ein Händchen für einen auf seine Filme neugierig zu machen.

    • Ich danke dir, es freut mich sehr, dass dir die Fotos gefallen 🙂

      Tatsächlich habe ich Captain Marvel zwischenzeitlich gesehen, ja, und ich fand den Film absolut großartig! Kann ich nur empfehlen.

      Was den Film “Wir” betrifft muss ich auch sagen, dass mich der Trailer tatsächlich ziemlich verstört hat hahahaha aber ich mag solche Horrorfilme tatsächlich super gerne, besonders wenn sie gut gemacht sind und dieser her scheint ja wirklich sehr vielversprechend zu sein 😀 Ich bin gespannt!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    ich liebe, liebe, liebe deine Reiseberichte und ganz besonders deine Beiträge über New York. Man merkt, dass dir die Stadt so wichtig ist und ich finde es toll, dass du uns auch an so ungewöhnliche Orte mitnimmst, die man nicht kennt – wie zum Beispiel die tolle Buchhandlung! Da hätte man mich auch nicht so einfach rausbekommen.
    Als ich deine Einleitung gelesen habe, habe ich mich auch ein wenig traurig gefühlt. Keine blöde Art der Trauer, sondern eher die schöne Art der Melancholie, denn mir geht es mit Irland so. Nach meinem Au Pair Jahr dort ist es einfach zu meiner zweiten Heimat geworden. Jetzt, wo ich in der Schweiz lebe, könnte man sagen, dass die Schweiz meine zweite Heimat ist, aber sie wird immer die dritte bleiben, denn Irland ist einfach Irland und so schön die Schweiz auch ist, an Irland kommt sie einfach nicht heran. Ich war vor Kurzem auch nochmal in Irland und möchte gerne wieder Reiseberichte schreiben. Du hast meine Gefühle in deiner Einleitung so gut wiedergegeben: Ich kriege immer Heim- und Fernweh, wenn ich die Bilder sehe und bevor ich anfange, mich zu sehr nach Irland zu sehnen, schiebe ich die Beiträge lieber noch etwas vor mir her. Hach!
    Dennoch hoffe ich, dass du deine Beiträge nicht mehr allzu lange vor dir herschiebst – auch wenn ich es verstehen würde –, denn manchmal bin ich egoistisch und ich mag deine New York Berichte einfach zu gerne, als dass ich lange auf sie warten möchte 😛 Ich hab’s dir ja auch schon einmal gesagt: Wenn ich einmal nach New York reise, dann stöbere ich davor nochmal durch sämtliche New York Beiträge auf deiner Seite und schreib dir wahrscheinlich nochmal privat 😀 Ich glaub, du kannst richtig tolle Tipps geben 🙂
    Alles Liebe
    Janika

    • Liebe Janika,

      ich danke dir sehr für dein Kommentar. Es freut mich zu hören, dass es noch mehr Leuten so geht und das ich zwischenzeitlich nicht vollkommen abgedreht bin haha

      Genau wie für dich Irland, ist für mich New York zu meiner zweiten Heimat geworden. Es ist Wahnsinn, wie sehr man von einer solchen Zeit geprägt wird. Mir hat meine Zeit in New York alles bedeutet, ich habe mich dadurch so unglaublich weiterentwickelt und auch verändert.

      In Irland war ich bisher noch nicht, möchte aber unbedingt einmal dort hin. Eine meiner engsten Freundinnen liebt dieses Land und war auch selbst schon ein paar Mal dort.

      Meine Mutter möchte auch schon seit Jahren hin. Vielleicht schnappe ich sie mir einfach mal und fliege mit ihr zusammen hin 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

  • Huhu Ivy,

    bei Morgenstern musste ich echt schmunzeln. Das Shadowhuntergirl lebt nun mal in dir 🙂
    Der Buchladen sieht so toll aus. Ich denke, ich wäre da ewig verweilt und das letzte Gebäude erinnert mich an den Bus von Harry Potter. Keine Ahnung, wie ich jetzt darauf komme haha. ♥
    Musicals habe ich nur wenige gesehen, aber Aladdin würde mich auch ansprechen. Im übrigen freue ich mich schon sehr auf den Kinofilm ahhh!

    Danke für´s Entführen nach New York.
    Liebste Grüße, Stella

    • Liebe Stella,

      ich danke dir für dein Kommentar hihi Jaaa die Eiscreme musste einfach sein 😀

      Aladdin kann ich wirklich empfehlen, das Musical ist großartig. Und ich bin – besonders nach dem neuen Trailer – auch so unendlich gespannt auf den Film. Ich freue mich so sehr darauf!

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    nun komme ich auch endlich mal dazu, diesen Beitrag zu lesen und zu kommentieren. Das hatte ich schon seit Wochen vor.. bereits zu Anfang deines Berichtes hat sich mir eine Gänsehaut ausgebreitet – kann ich deine Sehnsucht nach New York doch so gut nachvollziehen. Auch wenn ich nie in London gelebt habe und es bisher auch leider nicht möglich war mehrere Wochen in meiner Herzstadt zu verbringen, so vermisse ich London an manchen Tagen, ähnlich wie du NY, so sehr, dass es wehtut.
    Besonders seit unserem Sommerurlaub letztes Jahr ist meine Sehnsucht noch schlimmer geworden.. Der Sommer in London war einfach so wunderschön und ich würde alles dafür geben, einfach mal 3-4 Wochen in London bleiben zu können. Wenn es doch nur so einfach wäre..
    Trotz deiner Sehnsucht finde ich es schön, dass du dich dazu überwunden hast diesen Bericht zu schreiben, denn er ist so schön geworden! Die Bilder laden einen wirklich einfach zum träumen ein.
    Wie schön, dass dir das Musical Aladdin so gut gefallen hat! Ich selber habe leider noch gar kein Musical gesehen, aber besonders Anastasia, das ja jetzt in Stutgart läuft, würde ich so so gerne sehen, da der Film für mich einfach eine absolute Kindheitserinnerung ist.

    Liebe Grüße <3

    • Liebe Alina,

      das kann ich sehr gut verstehen. Ich habe das Gefühl, je mehr Zeit man an seinem Lieblingsort verbringt, so stärker vermisst man ihn oder? Eigentlich sollte man ja meinen, dass die Sehnsucht dann erst einmal für eine Weile gestillt ist, wenn man gerade erst dort war, doch – zumindest mache ich diese Erfahrung immer wieder – ist genau das Gegenteil der Fall. Manchmal könnte ich weinen vor Fernweh nach New York.

      Ich glaube manchmal, dass ich mich auch teilweise zu sehr an diesen Erinnerungen festklammere, dass ich manchmal, nur manchmal, einfach noch viel zu sehr in der Vergangenheit lebe, statt in der Gegenwart und dass dies vielleicht der Grund ist, weshalb ich meinen Griff um diese Stadt nicht etwas lockern kann.

      Aber auf der anderen Seite ist es eben das, was mein Herz fühlt und wieso sollte ich Gefühle unterdrücken wollen?

      Ach naja, das Ding mit der Liebe – ist einfach immer kompliziert, ganz gleich ob es um die Liebe zu einem Menschen oder einem Ort geht haha

      Ich danke dir für dein Kommentar! Und Anastasia würde ich auch so gerne noch sehen! Den Film hab ich als Kind unfassbar geliebt!

      Liebste Grüße
      Ivy

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