Rezension: Archibald Finch and the Lost Witches – Michel Guyon

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Inhalt/Klappentext:

What happened 500 years ago was never supposed to resurface. Exploring his Grandma’s scary manor, Archibald stumbles upon a dark family secret, linked to a time of great fears and superstitions. Key to that mystery: an ancient terrestrial globe, populated by the most fantastic creatures.
When he unlocks the storm inside by accident, the risk-averse boy gets whisked into the underworld of Lemurea, where a battle started in the Middle Ages has yet to be settled. Down here, it’s light versus darkness, magic versus fire, witches versus dragons. But not any kind of witches —an army of young girls, with the most magical weapons. And not any kind of dragons —Marodors, enigmatic monsters, part beast, part human, which will make you rethink everything you thought you knew about dragons. While Archibald is thrust into an amazing adventure that will test his survival skills, on the flip side of the Earth, his sister Hailee faces her own challenges. Seeking to solve Archibald’s disappearance, she uncovers the grim plans of a dark priest. Two breathtaking stories, running parallel with one another, but tightly intertwined. Two worlds, on a dangerous collision course…


Vielen Dank an Michel Guyen, der mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Als mich der Autor anschrieb und mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, sein Buch zu lesen und zu rezensieren, war ich gleich begeistert von dem Klappentext und den Abenteuern, die das Buch versprach. Dass ich eine Schwäche für Middle Grade Bücher habe, ist kein Geheimnis. Dann, wenn ich dem Alltag am meisten entfliehen und mich einfach wieder in meine Kindheit zurückflüchten möchte, greife ich meist zu einem Kinderbuch. Es hat einfach so etwas Nostalgisches an sich. Archibald Finch and the Lost Witches ist definitiv eines der Bücher, die das Kind in einem wecken; es ist ein Buch, das sich perfekt an einem kalten Winterabend mit einer heißen Schokolade, eingekuschelt in eine warme Decke, lesen lässt.

Als die Anfrage kam, war ich mir sicher, dass mich das Buch unterhalten würde, allerdings stand mir Ende des Jahres einfach nicht der Kopf nach Fantasy, sondern vielmehr nach weihnachtlichen Liebesgeschichten. Daher schob ich das Buch erst einmal zur Seite und griff dann am Silvesterabend dazu. Ich war so begeistert und gefesselt, dass ich es am ersten Januar des neuen Jahres noch beendete und es unglaublich bereute, es nicht doch schon viel früher gelesen zu haben, nämlich direkt dann, als es bei mir zu Hause eintrudelte.

Dieses Buch hat alles, was ein gutes Kinderbuch braucht, vor allen Dingen aber auch so viel mehr. Es hat nicht nur einen Helden, sondern gleich mehrere; Helden, die ganz anders sind, als die meisten. Dieses Buch ist ein riesiges Abenteuer, wie geschaffen für Tagträumer und kleine Abenteurer und enthält jede Menge einzigartige, magische und mystische Elemente, die es zu entdecken gilt. Ein tausend Jahre altes Geheimnis, verstaubte Antiquitätenläden, ein geheimnisvoller Globus, ein altes, herrschaftliches Herrenhaus – alles das und noch so viel mehr erwartet den Leser in diesem grandiosen Auftakt einer neuen Middle Grade Fantasyreihe. Es geht um Hexen, doch nicht irgendwelche Hexen, und um Drachen, die so ganz anders sind, als wir sie uns vorstellen. Marodors werden die rätselhaften, riesenhaften, unheimlichen und totbringenden Kreaturen genannt, die halb Mensch, halb Monster sind und die Vorstellungen, wie wir sie bisher von Drachen hatten, vollends zu Nichte machen. Auch spielt die Familie in diesem Buch eine sehr große Rolle, was gerade in Fantasy Romane ja eher selten der Fall ist. Ein weiteres Plus ist der Humor, den der Autor in die Geschichte mit einfließen lässt. In diesem Buch steckt so viel Witz; es ist einfach herrlich.

Die Charaktere sind unglaublich liebenswert und charismatisch; alle haben ihre Ecken und Kanten, sind auf ihre ganz eigene Art und Weise sonderbar, teilweise auch etwas naiv doch so wunderbar beschrieben und ausgearbeitet, dass es schwer fällt, sich für einen Favoriten zu entscheiden.

Die Geschichte rund um Archibald und seine Freunde versprüht so viel Magie; alles ist so wundervoll beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst Teil dieses Abenteuers zu sein. Die Geschichte hat so viel Atmosphäre, saugt einen einfach ein und lässt einen nicht mehr los; fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite und unterhält nicht nur, sondern begeistert auch und verzaubert.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Sichten, einmal aus der Sicht von Archibald, der versucht, im mysteriösen Lemurea zu überleben, und einmal aus der Sicht seiner älteren Schwester Hailee, die in London zurückgeblieben ist und vergeblich nach ihrem verschwundenen Bruder sucht. Ich kann gar nicht sagen, welchen Handlungsstrang mir besser gefallen hat, der in Lemurea mit all den magischen und unheimlichen Kreaturen, den Hexen und den Kämpfen oder aber der aus London, der eine aufregende und gefährliche Schnitzeljagd darstellt. Diese Tatsache lockert die Geschichte nicht nur ein wenig auf; macht sie abwechslungsreicher, sondern ermöglicht dem Leser auch einen besseren Eindruck in die Situation zu erhalten. Außerdem ist es so um einiges leichter, eine intensivere Verbindung zu den Figuren herzustellen.

Lemurea ist eine Welt, die noch so viele Geheimnisse und Gefahren birgt, dass es definitiv noch einiges an Raum und Tiefgang bedarf, um diese Welt und die Charaktere wachsen, sich entwickeln und erweitern zu lassen. Aber ich bin mir sicher, dass all dies in den Folgebänden auf uns warten wird und die Geschichte noch einiges für uns Leser bereithalten wird.

Schlussendlich sei auch noch auf die wunderschönen Illustrationen hingewiesen, die dem Buch noch das gewisse Extra verleihen und nicht nur die Geschichte, sondern die Charaktere irgendwie ein wenig lebendiger machen. Die Wörter werden untermalt mit diesen grandiosen, teilweise wirklich unheimlichen, Zeichnungen, wodurch man eine noch viel klarere Vorstellung der Welt bekommt, die Michel Guyen mit seinen Worten erschaffen hat.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Archibald Finch and the Lost Witches ist ein absolut grandioser Auftakt einer neuen Coming of Age Fantasy Reihe. Sie ist actionreich, rätselhaft, abenteuerlich und einfach magisch. Archibald Finch hat mein Herz im Sturm erobert. Jede einzelne Seite habe ich genossen und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf die Folgebände freue, die hoffentlich schon ganz bald erscheinen werden. Wenn ihr also ebenfalls eine Schwäche habt für Kinderbücher, Fantasy mögt oder einfach Geschichten, die ein bisschen anders sind mit großartigen und charmanten, leicht seltsamen, Charakteren, dann ist dieses Buch hier genau das Richtige für euch und ich kann euch wirklich nur empfehlen, es zu lesen. Dieses Buch bzw. diese Reihe hat das Potential etwas unglaublich Großes zu werden und ich hoffe sehr, dass die Kinder dieser Welt den Namen Archibald Finch irgendwann in einem Atemzug mit Harry Potter und Percy Jackson nennen werden.


INFOS ZUM BUCH

Autor: Michel Guyon
Titel: Archibald Finch and the Lost Witches
Verlag: Line 8
Seiten: 350
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2018
Preis: HC: 22,30 [D] TB: 10,80 [D]


KATEGORIE

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