Rezension: Burg Tollkühn – Andreas Völlinger

Anzeige.

Inhalt/Klappentext:

Siggi soll in die Fußstapfen seiner berühmten Eltern Siegfried und Kriemhild treten und auf Burg Tollkühn zu einem waschechten Helden ausgebildet werden. Doch Siggi hat vor so ziemlich allem Angst – selbst der kleinsten Spinne! Und Gewalt mag er gar nicht. Gut, dass ihm die ehrgeizige Amazone Brünhild und der tollpatschige Elf Filas zur Seite stehen. Als aus einer Übung plötzlich eine echt gefährliche Mission wird, müssen sie beweisen, dass sie reif für ihre erste Heldentat sind.


Vielen Dank an Andreas Völlinger und den Baumhaus Verlag, die mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Als mich der Autor Andreas Völlinger selbst anschrieb und mich fragte, ob ich Interesse daran hätte, sein Kinderbuch zu lesen und zu rezensieren, war die Freude groß! Als Fan von Kinderbüchern und Heldensagen traf die Geschichte bei mir genau einen Nerv.

Siggi ist der Sohn von Siegfried und Kriemhild, zwei der berühmtesten Helden ihrer Zeit. Damit auch Siggi ein waschechter Held wird, schicken ihn seine Eltern auf die „Burg Tollkühn“, ein Internat bzw. eine Heldenschule, in der Jungs und Mädchen zu Helden ausgebildet werden sollen. Problem bei der ganzen Sache ist allerdings, dass Siggi ein richtiger Angsthase ist. Er fürchtet sich nicht nur vor den wirklich großen Gefahren, die das Heldenleben so mit sich bringt, sondern auch vor den kleinsten Tieren wie Spinnen oder Mäuse hat er Angst. Wie er es jemals schaffen soll, ein solch großer Held zu werden, wie seine Eltern es sind, weiß er selbst nicht so genau. Mit dem quasselnden Elf Filas und der tapferen Brünhild an seiner Seite allerdings scheint der Aufenthalt in der Heldenschule dann irgendwie doch nicht mehr ganz so schlimm zu werden.

Gleich zu Beginn des Buches werden wir regelrecht ins Geschehen und gleichzeitig in den Schulalltag der jungen, noch unausgebildeten Helden gestürzt. Spannung und Abwechslung treibt die Handlung voran. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, ist die gesamte Geschichte mit einem Augenzwinkern zu lesen, nimmt der Autor hier und da immer mal wieder einige Klischees und Stereotypen der Heldensagen auf die Schippe.

Besonders überzeugt die Geschichte meiner Meinung nach allerdings durch ihre Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch perfekt in den aufregenden Schulalltag der Burg Tollkühn passen, sei es nun der tollpatschige Elf Filas, die tapfere Brünhild, Siggies fieser Gegenspieler Hagen oder die immer zu wütende Zwergin. Jeder der Charaktere hat seine Eigenarten, Ecken und Kanten, was jeden einzelnen von ihnen zu etwas ganz Besonderem macht.

Ausgeschmückt wird das Ganze mit den wunderschönen Illustrationen Zapf’s, der bereits einige andere Kinderbücher mit seinen Zeichnungen aufgepeppt hat. Gleich zu Beginn der Geschichte findet man eine kleine Charakteraufstellung, die dem Leser einen ersten Eindruck über die noch unerfahrenen Helden und Heldinnen verschafft und einige ihrer wichtigsten Charakterzüge wiedergibt. Auch in der Geschichte selbst finden sich natürlich immer wieder einige passende und wahnsinnig schöne Illustrationen, die die Geschichte ein wenig auflockern und ihr einen ganz besonderen Charme verleihen.

In dem Buch geht es jedoch nicht nur um Abenteuer, die es zu bestehen heißt, sondern auch darum, sich selbst zu finden. Kaum zu glauben, dass ein solch kurzes und abenteuerreiches Kinderbuch, von dem man es vermutlich nicht erwarten würde, eine solch wichtige Message in sich trägt, nämlich, dass man immer seinem eigenen Weg folgen sollte. Auch das Thema Mut wird angesprochen und dass es nichts Verwerfliches ist, sich auch mal zu fürchten.

Für meinen Teil hätte die Geschichte noch ein wenig länger sein können, mir ging es stellenweise einfach ein wenig zu schnell und ein paar der Handlungsstränge waren recht vorhersehbar, nichtsdestotrotz hat der Autor mit Burg Tollkühn einen wirklich coolen, abenteuerlichen und amüsanten Reihenauftakt geschaffen, der nicht nur unterhalten, sondern durchaus auch überzeugen kann. Ich bin mir sicher, dass gerade junge Leser*innen sehr viel Spaß an dieser Geschichte haben werden. Doch auch erwachsene Leser*innen werden mit dieser Geschichte sicherlich auf ihre Kosten kommen, ich für meinen Teil habe das Buch wahnsinnig genossen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Für mich definitiv eine mal etwas andere Heldengeschichte, die nicht nur Spaß macht, sondern auch mit ihrer Mischung aus Spannung, Action und Humor definitiv überzeugt und auf noch weitere Abenteuer hoffen lässt. Nicht nur die Illustrationen sorgen dafür, dass man sich die Geschehnisse bildhaft vorstellen kann, sondern auch der wunderschöne und humorvolle Schreibstil des Autors. Egal ob groß oder klein, jung oder alt, wenn ihr Lust habt auf eine Heldensaga, die ein wenig anders ist, als die meisten, dann solltet ihr euch dieses Buch definitiv ein wenig genauer anschauen. Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung.

INFOS ZUM BUCH

Autor: Andreas Völlinger
Titel: Burg Tollkühn
Verlag: Baumhaus
Seiten: 192
Erscheinungsdatum: 30. August 2019
Preis: 10,00 [D]
Buch beim Verlag: KLICK


KATEGORIE

[Die Erklärung zu meinen Bewertungs-Kategorien kannst du HIER nachlesen.]

WEITERE REZENSENTEN

Letterheart

Solltest du auch eine Rezension zu diesem Titel geschrieben haben, verlinke sie mir gerne in den Kommentaren.

Der Beitrag wurde durch die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplares gesponsert. Fotos: IvyBooknerd / / Die Rechte an den Covern und Klappentexten unterliegen dem jeweiligen Verlag & Designer.

PIN IT ON PINTEREST

Loading Likes...