Rezension: Die Schule der magischen Tiere: Eingeschneit! – Margit Auer

Inhalt/Klappentext:

WINTERBAND: Leise rieselt der Schnee, Miss Cornfield und ihre Klasse backen Plätzchen – und plötzlich ist die Wintersteinschule komplett eingeschneit! Schnell ist klar: Lehrerin, Schüler und die magischen Tiere stecken fest. Während Leander und Henrietta sich eng an ihre Kinder kuscheln, kann Pinguin Juri es kaum erwarten, sich in den Schnee zu stürzen. Ein magisches Winterabenteuer beginnt …


Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein kostenfreies Rezensionsexemplar. Das Buch wurde von mir selbst gekauft.


Dass Die Schule der magischen Tiere mit zu meinen liebsten Kinderbuchreihen gehört, habe ich – wie ich glaube – schon häufig genug erwähnt und vor allen Dingen auch demonstriert. Dass ich mich unendlich auf das neue Buch, ein Winter- und Weihnachtsabenteuer, dieser Reihe gefreut habe, verwundert mithin sicherlich Niemanden. Letzte Woche habe ich mir das Buch, nach einem stressigen und nervenaufreibenden Tag, gekauft, mich am vergangenen Sonntag schön auf die Couch gekuschelt (natürlich nachdem ich meine Wohnung bereits weihnachtlich dekoriert hatte), mir eine leckere Tasse Tee gemacht und das Buch in einem Rutsch gelesen. Lieblingsbücher bzw. –reihen sind Fluch und Segen zugleich. Dann freut man sich so lange auf das neue Buch; fiebert der neuen Geschichte wahnsinnig entgegen und doch liest man es so schnell weg, dass man das Gefühl hat, kaum was davon gehabt zu haben. Man möchte natürlich, dass die Sachen, die man so gerne mag, möglichst lange anhalten, auf der anderen Seite aber kann man auch nicht genug davon bekommen … ein Teufelskreis eben, ich denke, wir kennen es alle. Wie ihr euch also denken könnt, habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen und ich habe es nicht weniger geliebt, als die anderen Teile. Vielleicht mochte ich dieses hier sogar noch ein bisschen mehr, aber nur deswegen, weil es jede Menge Weihnachtsfeeling, Gemütlichkeit und noch viel mehr Schnee gibt.

Worum es in dieser winterlich weihnachtlichen Geschichte geht? Die Klasse von Miss Cornfield ist gerade dabei, Plätzchen zu backen, um sie zu einem Besuch im Altenheim mitzunehmen und den älteren Herrschaften dort eine kleine Freude zu bereiten. Während die Kinder also gerade dabei sind, jede Menge Süßgebäck zu produzieren, fängt es draußen an zu schneien und hört einfach nicht mehr auf. Es schneit und schneit und schneit, bis die Klasse plötzlich eingeschneit ist und die Schule nicht mehr verlassen kann. Zu allem Übel fällt dann auch noch der Strom und somit auch die Heizung aus. Schnell wird es dunkel draußen, die Klasse hat wegen des Stromausfalls keinen Kontakt zur Außenwelt und ist dazu gezwungen, die Nacht in der Wintersteinschule zu verbringen. Was anfangs nicht nur unheimlich, sondern auch erschreckend und beängstigend erscheint, wird – schneller als die Kinder gucken können – zu einem aufregenden Abenteuer.

Ein Winter- bzw. Weihnachtsabenteuer ist genau das, was dieser Reihe noch gefehlt hat. Winterliche Weihnachtsstimmung, jede Menge köstliche Plätzchen, warmer Kakao und vor allen Dingen jede Menge Schnee. Dieses Buch verspricht all das, was eine gemütliche Wintergeschichte braucht und meiner Meinung nach kann es auch all diese Versprechen halten.

Von Langeweile ist hier ebenfalls keine Spur. Obwohl die Geschichte nur an einem bzw. an eineinhalb Tagen spielt, was ich eigentlich nicht besonders mag, da mir hier ganz oft die Entwicklung der Figuren etc. pp. zu kurz kommt, passiert so viel, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Da es sich um eine Reihe handelt und man so mithin bereits in den vorherigen Teilen wunderbar die Möglichkeit hatte, die Geschichte und auch deren Figuren kennenzulernen, hat mich die Tatsache, dass die gesamte Handlung hier hauptsächlich innerhalb von 24 Stunden spielt, überhaupt nicht gestört.

Ebenso wenig wie der Leser, kommen auch die Kinder, nicht wirklich zur Ruhe, denn, um die Nacht in der kalten Wintersteinschule auch gut überstehen zu können, müssen sie sich zunächst einmal um ein paar Dinge kümmern, z. B. müssen sie Proviant besorgen und ein Nachtlager herrichten, besonders da der Strom und somit auch die Heizung ausgefallen ist. Die größte und vermutlich auch wichtigste Frage an diesem Abend ist allerdings wohl: wie können die Kinder ihre Eltern benachrichtigen, dass es ihnen gut geht? Hier sind dann natürlich ihre treuen Begleiter, die magischen Tiere, direkt zur Stelle und tun alles, um ihren menschlichen, besten Freunden zu helfen. Der Hausmeister, der so herrlich naiv und tollpatschig ist, spielt hierbei auch eine Rolle.

Besonders gut gefallen hat mir auch in diesem Sonderband wieder der Zusammenhalt der Kinder und der Tiere, die diese Aktion natürlich noch ein bisschen intensiver zusammengeschweißt und zu einer noch innigeren Einheit hat werden lassen. Wahnsinnig toll fand ich auch, wie die Autorin die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der Kinder noch einmal hervorgehoben hat. So gab es Kinder, die sehr unruhig waren, sich fürchteten und Ruhe nur in Ablenkung fanden. Auf der anderen Seite gab es dann aber auch die altbekannten „Störenfriede“, diejenigen, die sich einen Spaß daraus machten und Gruselgeschichten zu erzählen, um den anderen Angst einzujagen.

Ich mochte die gesamte Atmosphäre des Buches wahnsinnig und habe mich mehr als einmal dabei erwischt, mir zu wünschen, ebenfalls mit den Kindern in der Wintersteinschule eingeschlossen zu sein, denn auch wenn der Strom und die Heizung ausgefallen waren, die Kinder nichts warmes zu essen hatten und nur wenige Kerzen, die ihnen ein wenig Helligkeit spendeten, so haben sie sich wunderbar zusammengerauft und ein sehr gemütliches Nachtlager geschaffen. Sie haben sich gegenseitig unterstützt, sich Trost gespendet und waren füreinander da, immer in Begleitung ihrer tierischen Freunde.

Auch Miss Cornfield hat mir sehr gut gefallen, da in diesem Teil tatsächlich auch sie mal ein wenig Unsicherheit gezeigt hat. Miss Cornfield ist eine sehr positive und vor allen Dingen starke Persönlichkeit. In diesem Teil macht sie sich allerdings große Sorgen um die Kinder und darüber, wie sie sie gesund und heil durch die Nacht bringen soll bei der Kälte und all dem Schnee.

Während des Lesens wird schnell klar, dass es sich bei diesem Teil nicht um eine Fortsetzung der Reihe handelt, sondern um einen Sonderband, denn in diesem Buch erhält niemand ein neues magisches Tier (worauf ich dennoch irgendwie die ganze Zeit gehofft hatte), sondern die Autorin geht vielmehr noch einmal intensiver auf die bereits vorhandenen Freundschaften und Beziehungen ein und versprüht mit dieser winterlich weihnachtlichen Handlung unglaublich viel Weihnachtsstimmung, wovon ich persönlich einfach nicht genug bekommen kann.

Worum es, zusammengefasst, also in diesem Teil geht? Um Mut, Zusammenhalt und jede Menge Durchhaltevermögen, aber auch um Freundschaft und gegenseitige Unterstützung und all dies verpackt in eine sehr schneereiche, abenteuerliche Weihnachtsgeschichte.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Natürlich bekommt auch dieser Teil – wie könnte es auch anders sein? – eine ganz klare Leseempfehlung von mir. Empfehlen würde ich euch, das Buch eingekuschelt auf dem Sofa mit einer leckeren Tasse Kakao und einigen selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen zu lesen und euch in das neue Abenteuer von Miss Cornflields liebreizender Klasse zu stürzen. Ich kann euch diesen winterlichen Sonderband nur von Herzen empfehlen, insbesondere, wenn ihr die Reihe ohnehin schon liebt.

INFOS ZUM BUCH

Autor: Margit Auer
Titel: Die Schule der magischen Tiere: Eingeschneit! Ein Winterabenteuer
Verlag: Carlsen Verlag
Seiten: 256
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2019
Preis: 12,00 [D] | 12,40 [A] 
Buch beim Verlag: KLICK*  


KATEGORIE

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