Rezension: Johnny Sinclair Beruf: Geisterjäger – Sabine Städing

 

Inhalt/Klappentext:

Moment mal! Seit wann können Schädel knurren? Dem 12-jährigen Johnny läuft es kalt den Nacken runter, als ihn der Totenkopf anquatscht, den er im Moor gefunden hat. Als hätte er mit dem zickigen Geistermädchen und dem grölenden Highlander auf seiner Burg nicht schon genug Spuk am Hals! Doch der Totenkopf entpuppt sich als Profi in Sachen Gruselbekämpfung und hilft Johnny dabei, der mutigste Geisterjäger zu werden, den die Welt je gesehen hat! (Quelle)

 


Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein kostenfreies Rezensionsexemplar. Das Buch wurde von mir selbst gekauft.


Erinnert sich noch irgendjemand an die John Sinclair Hörspiele? An die Geschichten des wohl berühmtesten Geisterjägers, den die Welt je gesehen hat? Schon als großer Fan von Gruselgeschichten in Kindheitstagen, habe ich die John Sinclair Hörspiele immer zum Einschlafen gehört. Darauf aufmerksam gemacht wurde ich damals von meinem besten Freund, der mir die Hörspiele nur ans Herz legte, da die deutsche Synchronstimme von Brad Pitt das ein oder andere Mal eine Rolle übernahm – was ich mir als der wohl größte Brad Pitt Fan aller Zeiten nicht entgehen lassen konnte. Für längere Zeit hatte ich die Hörspiele aus den Augen verloren, hatte nicht einmal mehr an sie gedacht, als ich dann plötzlich über dieses Büchlein hier gestolpert bin: Johnny Sinclair Beruf: Geisterjäger. Es gibt sie also immer noch, die Geistergeschichten rund um John Sinclair, jetzt allerdings im Kinderbuchformat.

Das Buch beginnt rasant, düster und schaurig schön. Die Autorin spannt uns nicht lange auf die Folter, sondern wirft uns gleich hinein ins Geschehen. Unser Romanheld Johnny lebt in Schottland auf Greyman Castle, einer Burg, die schon seit langer Zeit im Besitz der Familie Sinclair ist und derzeit lediglich von dem Sohn Johnny und ihrer Haushälterin Cécile bewohnt wird, die ein Auge auf Johnny hat, während seine Eltern in der ganzen Weltgeschichte beruflich auf Reisen sind.

Dunkle Gänge, lebendige Schatten und eine schleichende Kälte, die immer nur dann auftritt, wenn die Tür zum Jenseits geöffnet wird, das alles erwartet uns auf Greyman Castle, das und schaurige Burggespenster, die dort ihr Unwesen treiben und der mutige Johnny, der es gemeinsam mit seinem Freund Russell mit den Geistern aufnimmt.

Ich persönlich mag es sehr gerne, wenn man hinein geworfen wird in bereits begonnenen Geschehnisse. Schon nach wenigen Seiten begegnet man zum ersten Mal den gruseligen Burggespenstern und auch wenn Johnny zu Beginn des Buches noch von seiner Angst kontrolliert wird, entwickelt er sich von Seite zu Seite weiter und lernt, sich nicht mehr von seiner Angst kontrollieren zu lassen, sondern seine Angst zu kontrollieren. Johnny überwindet sich, den unheimlichen Phänomenen, die ihm schlaflose Nächte bereitet haben, auf den Grund zu gehen, mit Hilfe seines besten Freundes Russel und des skurrilen, vorlauten und besserwisserischen Erasmus, einem sprechenden Totenkopf.

Die einzelnen Figuren haben mich gleich von der ersten Seite an überzeugt, konnte ich sie allesamt ins Herz schließen, angefangen bei dem ängstlichen Johnny, der über sich hinaus wächst, über die leicht verrückte Cécile, die als Mambo zwar hellseherische Fähigkeiten besitzt und Bescheid weiß über Geister, Johnny allerdings kaum brauchbare Tipps gegen die übernatürlichen Kräfte gibt, bis hin zu dem ängstlichen und tollpatschigen Russel und dem vorlauten Erasmus, der die Geschichte mit seinen Sprüchen und schlagfertigen Kommentaren abrundet.

Cécile gehört aufgrund ihrer verrückten, skurrilen und leicht “verpeilten” Art zu meinen Lieblingsfiguren und sehr gerne hätte ich noch viel mehr von ihr gelesen. Ich hoffe inständig, dass sie in den Folgebänden eine etwas größere Rolle haben wird und zukünftig Johnny vielleicht sogar bei seiner Geisterjagd unterstützen wird.

Obwohl die Autorin für einen kindgerechten Gruselfaktor sorgt, bietet das Buch auch auf der humorvollen Ebene sehr viel. So ist Johnny zum Beispiel für die gruseligen (Sound-) Effekte bei Cécile Séancen zuständig. Die Geschichte verfügt über jede Menge Humor und Komik. Das Buch verfügt mithin über die richtige Mischung aus Humor, Spannung, Action und Grusel.

Untermalt wird die Geschichte durch die wunderschönen, schwarz weißen Illustrationen, von denen es für meinen Geschmack ein paar mehr hätte geben können. Auch der Schreibstil ist wunderbar klar und verständlich, auch die Dialoge sind passend und ebenso wie der Rest der Geschichte teilweise sehr humorvoll. Auch ein Kind wird mit dieser Geschichte keine Probleme habe und sie gut verstehen können.

Das Ende kam dann allerdings leider etwas plötzlich. Zum Ende hin war die Luft ein bisschen raus, die Geschichte wurde auf einmal holpriger und leider hatte ich das Gefühl, dass am Ende etwas “geschludert” wurde. Der Cliffhanger jedoch, machte das Ganze wieder etwas wet und ließ mich neugierig und erwartungsfroh zurück.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Das Buch hat alles, was eine Geistergeschichte in Kinderbuchformat braucht: ein unheimliches Setting, gruselige Gespenster, treue Freunde und furchtlose Helden; es ist spannend, actionreich, humorvoll und gruselig. Trotz des meiner Meinung nach etwas lieblosen Ende, ist es ein sehr gelungener Auftakt einer vielversprechenden Reihe über einen furchtlosen, jungen Geisterjäger. Aufgrund der spannenden Story und des den Leser neugierig stimmenden Cliffhangers, kann man über das plötzliche Ende hinwegsehen und sich auf den Folgeband freuen. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall eine eindeutige Leseempfehlung.

 

INFOS ZUM BUCH?

Autor: Sabine Städing
Titel: Johnny Sinclair Beruf: Geisterjäger
Verlag: Baumhaus Verlag (Bastei Lübbe)
Seiten: 272
Erscheinungsdatum: 16.03.2017
Preis: 12,00 [D]
Buch beim Verlag: KLICK

 

KATEGORIE

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WEITERE REZENSENTEN

[Solltest du ebenfalls eine Rezension zu diesem Titel verfasst haben, lasse mir gerne den Link dazu in den Kommentaren da.]

 

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8 Cover
7 Handlung
9 Charaktere
8 Spannung
10 Setting
9 Suchtfaktor
8.5
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2 Comments

  • Hallo liebe Ivy!
    Hach ja, die John Sinclair Hörspiele… da haben wir uns früher immer ganz schön gegruselt und konnten trotzdem nicht die Finger davon lassen. 😀 Umso schöner, dass es das jetzt als Buchform für Kinder (und Erwachsene) gibt! Das muss ich mir unbedingt für nächstes Halloween merken. Danke für den tollen Tipp! <3
    Liebste Grüße,
    Ida

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