Rezension: Kingdoms of Smoke: Die Verschwörung von Brigant – Sally Green

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Inhalt/Klappentext:

Prinzessin Catherine bereitet sich in Brigant auf ihre Hochzeit mit einem Mann vor, den sie nie getroffen hat.

Ambrose, dem Leibgardisten, der heimlich in die Prinzessin verliebt ist, droht unterdessen das Henkersschwert.

In Calidor ist der Diener March auf Rache an dem Mann aus, der für den Untergang seines Volkes verantwortlich ist.

Edyon wird in Pitoria von seiner unbekannten Vergangenheit eingeholt.

Und auf dem Nördlichen Plateau macht die junge Dämonenjägerin Tash eine mysteriöse Entdeckung.

Die Leben dieser fünf jungen Menschen werden untrennbar miteinander verknüpft. Ihren Ländern droht Schlimmeres als der nahende Krieg und in ihren Händen ruht das Schicksal ihrer Welt…


Vielen Dank an den DTV Verlag, die mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Kingdoms of Smoke ist eine temporeiche Fantasygeschichte über fünf einzigartige Charaktere: Catherine, Ambrose, Tash, March und Edyon. Ihre Welt ist unterteilt in drei Königreiche: Brigant, Pitoria und Calidor. Brigant und Calidor befinden sich im Krieg, obwohl es sich bei ihren Königen um Geschwister handelt. Trotz dessen dass sämtliche der fünf Charaktere aus unterschiedlichen Gegenden kommen, sowie verschiedene Beweggründe und Ziele haben, so laufen ihre Geschichten letztendlich dennoch zusammen. Das was sie alle miteinander verbindet? Magischer Dämonenrauch.

In Kingdoms of Smoke kann man sich auf jede Menge politischer Intrigen, feministischen Diskurs, aufregende Action und sogar ein bisschen Romantik freuen.

Erzählt wird die Geschichte aus fünf unterschiedlichen Perspektiven und zwar aus den Perspektiven unserer vorgenannten Hauptfiguren. Obwohl zu viele unterschiedliche Erzählstimmen teilweise immer mal wieder für Verwirrung sorgen, so war dies in diesem Buch meiner Meinung nach überhaupt nicht der Fall. Die Kapitel waren kurz und angenehm zu lesen und anhand der Erzählweise (und auch anhand der Überschriften) konnte man immer gleich erkennen, um welchen Charakter es sich handelte. Da sämtliche der Handlungsstränge, trotz der vielen, unterschiedlichen Charaktere, im Laufe der Geschichte zusammenlaufen, fiel es mir als Leser auch nicht unbedingt schwer, Zusammenhänge zu verstehen und gedanklich dort Abgrenzungen der Handlungen vorzunehmen, wo sie eben vorzunehmen waren. Hinzu kommt, dass die Charaktere wirklich allesamt unterhaltsam waren. Jeder von ihnen (der eine mehr als der andere) konnte mich auf seine ganz persönliche Art und Weise überzeugen. Natürlich hatte auch ich meine Favoriten, dennoch hat mich keine der Erzählstimmen gelangweilt und auch die Handlungsstränge konnten mich so gut unterhalten, dass ich während des Lesens nicht in Stocken geriet und immer das Gefühl hatte, wissen zu wollen, was als nächstes passiert. Trotz der Länge des Buches flogen die Seiten nur so dahin, was sicherlich auch dem Schreibstil der Autorin zu verdanken ist. Sie hält sich nicht an zu vielen Details auf, sondern legt ein für die Geschichte passendes Tempo an den Tag, was mir persönlich wirklich wahnsinnig gut gefallen hat. Dennoch kann es natürlich sein, dass die Masse an unterschiedlichen Figuren und Handlungssträngen auf den ein oder anderen Leser, der ohnehin Probleme mit zu vielen Erzählstimmen hat, ein wenig überwältigend wirkt.

Von den Charakteren wurden Catherine und Edyon schnell zu meinen Lieblingen. Catherines Figur wurde inspiriert von den beiden mächtigen, historischen Persönlichkeiten Elisabeth I. und Katharina die Große, was man ihrer Figur tatsächlich auch ein wenig anmerkt. Ihre Stärke und auch ihren Willen hat mich wirklich sehr beeindruckt. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihr bei ihrer immensen Entwicklung und dabei, wie sie lernte, der Unterwerfung ihrer patriarchalischen Gesellschaft zu widerstehen, zuzusehen. Edyon habe ich so besonders in mein Herz geschlossen, weil er einfach so herrlich tollpatschig und naiv ist. Er hat mich mehr als nur einmal zum Lachen gebracht und auch seine Verbindung zu March empfand ich als unglaublich herzerwärmend. March hingegen konnte mich als Charakter nicht zu 100 % überzeugen und auch Ambrose hat das ein oder andere Mal wirklich meine Nerven strapaziert. Prinz Tzayn hingegen, der nicht zu den fünf Hauptfiguren gehört, meiner Meinung nach aber dennoch eine tragende Rolle innehat, hat mich gleich von Anfang an überzeugen können. Ich würde ihn fast als meinen TOP Favorit bezeichnen und ich hoffe wirklich sehr, dass wir in der Fortsetzung noch ganz viel von ihm lesen werden.

Was mir, insbesondere in Fantasygeschichten, immer ganz besonders gefällt und weshalb ich z. B. auch die Serie Once Upon A Time so unglaublich liebe ist, wenn es der/die Autor/in schafft, die aufwendig erzählten, unterschiedlichen Geschichten der vielen verschiedenen Charaktere irgendwie miteinander zu verstricken. Dies ist der Autorin in diesem Fall wirklich ganz besonders gut gelungen. Es hat so viel Spaß gemacht, von Kapitel zu Kapitel mit zu erleben, wie die unterschiedlichsten Ereignisse die Figuren immer mehr zueinander hin geführt haben.

Neben all den Dingen, die mich überzeugen konnten, gab es allerdings auch das ein oder andere, was mir eher negativ aufgestoßen ist. Verglichen wird diese Buchreihe immer wieder ganz gerne mit Game of Thrones und das meiner Meinung nach zu Recht, denn an manchen Stellen ist das Buch tatsächlich (unnötig) brutal und ebenfalls hat die Autorin einen Hang dazu, Figuren wahllos sterben zu lassen. Wahllos ist hier der Knackpunkt, denn ein paar Tode erschlossen sich mir einfach nicht und stellten nun kein für die Geschichte wahnsinnig wichtiges Ereignis dar. So machte es mir fast den Anschein, als wollte die Autorin immer mehr Schockmomente schaffen, die eigentlich gar nicht so schockierend waren, da man vorher nicht unbedingt eine Möglichkeit gehabt hatte, zu eben diesen Figuren eine innige Verbindung aufzubauen. Oder aber sie wollte besagte Figuren nur schnell los werden …

Ich muss allerdings dazu sagen, dass es einen Tod gab, der mich wirklich nicht kalt gelassen und tatsächlich ein bisschen an meinen Nerven gezerrt hat. Doch ansonsten empfand ich die ganze Brutalität und vor allen Dingen das wahllose Töten verschiedener Charaktere einfach ein wenig übertrieben und unnötig.

In diesem Zusammenhang empfand ich auch die Darstellung der „Bösewichte“ als nicht hundertprozentig gelungen. Was ich an Bösewichten schätze ist, wenn sie eine Vergangenheit haben, die irgendwie auch in Zusammenhang mit ihrem heutigen Verhalten, Handeln und Tun steht. Vielleicht fehlten in diesem Zusammenhang auch einfach nur ein paar Hintergrundinformationen, doch im Grunde waren die Bösen hier einfach nur böse, eben weil sie böse waren (und vielleicht sogar ein bisschen Bock drauf hatten), was wirklich sehr schade war.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Für mich wurde das Buch nicht unbedingt zu einem Highlight, dennoch war ich wahnsinnig gut unterhalten und hatte richtig viel Spaß, sämtliche der Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten. Die Handlung war rasant und actionreich, die Protagonisten speziell und faszinierend. Auch das Worldbuilding ist der Autorin in meinen Augen wahnsinnig gut gelungen. Die Welt ist nicht nur interessant, sondern macht neugierig auf mehr. Für mich stellt Kingdoms of Smoke ein wirklich überaus gelungener erster Teil einer neuen Reihe dar, die definitiv mit anderen YA-Fantasy-Romanen mithalten kann. Ich bin sehr neugierig darauf zu erfahren, was der zweite Teil noch so für uns bereithält.

INFOS ZUM BUCH

Autor: Sally Green
Titel: Kingdoms of Smoke: Die Verschwörung von Brigant
Verlag: DTV Verlag
Seiten: 544
Erscheinungsdatum: 20. September 2019
Preis: 18,95 [D] | 19,50 [A]
Buch beim Verlag: KLICK


KATEGORIE

[Die Erklärung zu meinen Bewertungs-Kategorien kannst du HIER nachlesen.]

WEITERE REZENSENTEN

Bibse Reads | Nessis Bücher | Letterheart

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Der Beitrag wurde durch die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplares gesponsert. Fotos: IvyBooknerd / / Die Rechte an den Covern/Klappentexten unterliegen dem jeweiligen Verlag & Designer.

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Willkommen! Mein Name ist Ivonne, aber alle nennen mich Ivy und ich bin reisebegeistertes Fangirl. Bücher, Filme und Serien beherrschen mein Leben. Wenn ich nicht gerade irgendwo in der realen Welt unterwegs bin, verbringe ich meine Zeit am liebsten auf dem Sofa mit Buch und Katze. Sollte ich dort nicht zu finden sein, bin ich wahrscheinlich gerade als Schattenjäger auf der Jagd nach irgendwelchen Dämonen, trinke in Stars Hollow bei Luke einen Kaffee oder mache gemeinsam mit Emma Swan Storybrooke unsicher.
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