Rezension: Raum der Angst – Marc Meller

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Inhalt/Klappentext:

Ein geheimes Experiment. Acht Teilnehmer. Sieben verschlossene Räume. Und ein Killer in Spiellaune. Er nennt sich Janus. Nach dem römischen Gott der Ein- und Ausgänge. Und er kommt in der Nacht. Still, heimlich. In dein Zuhause. Er betäubt dich, nimmt dich mit und schließt dich ein, in einen kalten, dunklen Raum. Um mit dir ein Spiel zu spielen. Sein Spiel. Ein Spiel voller Rätsel. Du hast nur eine Chance diesem Albtraum lebend zu entkommen: Du musst Janus‘ Spiel spielen – und gewinnen. Zum Glück bist du nicht allein. Du hast Mitspieler. Noch denkst du, dass das ein Vorteil wäre. Bis du begreifst: Dieses Spiel erlaubt nur einen Sieger, nicht mehrere, und die Verlierer werden sterben.


Vielen Dank an den Ullstein Verlag und Bilandia, das Bookfluencer Portal, die mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.



Ich war noch nie in einem Escape Room. Leider hatte sich die Möglichkeit bisher noch nicht ergeben. Interesse bestand allerdings schon immer und tut es auch noch heute; ich bin daher durch eben diesen Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Ein Escape Room Thriller? Klang für mich nicht nur unglaublich interessant, sondern auch wahnsinnig spannend.

Das, was eigentlich als freiwilliges und vergleichbar harmloses Experiment eines Professors der Universität Hannover beginnen sollte, endet schließlich in einem Blutbad. Aus Spaß wird Ernst und ehe sie sich versehen, finden sich die acht Teilnehmer in tödlicher Gefahr wieder. Ob sie es schaffen, dieser Gefahr zu entkommen?

Gleich von Anfang an wird Spannung aufgebaut, was den Einstieg ins Buch erleichtert. Man befindet sich gleich inmitten der Geschichte und wird Zeuge einer Entführung.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was dem Leser die einzelnen Charaktere näherbringt und es ermöglicht, einen besseren Einblick in ihr Denken und Handeln zu erhalten. Gleichzeitig erhält man auch – durch die wechselnden Erzählperspektiven – einen Einblick in das Ermittlungsgeschehen der Polizei, die angestrengt versucht, den Fall zu lösen.

Besonders gut gefallen hat mir das miträtseln mit den Charakteren, während sie versucht haben, auf die Lösung zu kommen, um den jeweiligen Raum verlassen zu können und in den nächsten zu gelangen. Während die Charaktere also sehr viel Zeit damit verbringen, hinter die Lösung der unterschiedlichen Rätsel zu kommen, gerät das Experiment immer mehr außer Kontrolle, was den Spannungsbogen erheblich anhebt.

Auch gefallen hat mir die Kreativität des Autors, als es darum ging, den unterschiedlichen Escape Räumen, die es durchzuarbeiten heißt, Leben einzuhauchen. Jeder Raum steht unter einem anderen Thema. Dass einiges doch schon sehr an den Haaren herbeigezogen wirkte, sei einfach mal dahingestellt. Unterhalten hat es dennoch und tat der Spannung keinen Abbruch. Erinnert hat mich das Ganze allerdings ein wenig an die „The Cube“ Filme, ebenso ein bisschen an „Saw“.

Ein wenig negativ aufgestoßen allerdings ist mir die Tatsache, dass sich der Autor hier an Unmengen von geschlechterspezifischen Klischees bedient hat, die mich mehr als einmal haben mit den Augen rollen lassen. So führen so ziemlich alle männlichen Probanden Machtkämpfe untereinander aus, jeder von ihnen profiliert sich auf seine eigene Art und Weise, nicht nur um die Rolle des Anführers zu übernehmen, sondern auch, um den Frauen zu imponieren, die wiederum hauptsächlich als hysterisch und ängstlich dargestellt werden. Leider bleiben die Charaktere auch sehr blass und man erfährt, bis auf diverse Oberflächlichkeiten, nicht unbedingt viel über sie. Ich gehe davon aus, dass dies hauptsächlich an der Menge der Hauptfiguren liegt, sodass einfach nicht genug Raum war, um sich auf jeden von ihnen intensiver zu konzentrieren.

Zum Ende hin – muss ich gestehen – wurde das Buch etwas langweilig und langatmig. Viele Wendungen waren vorhersehbar und leider hat es das Ende nicht geschafft, mich zufrieden zu stellen. Hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr gewünscht; ein etwas größerer Schockmoment … ein paar Twists und Turns, mit denen man einfach nicht gerechnet hätte.

So richtig konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, dennoch fühlte ich mich gut unterhalten. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich das Buch schon vor einer Weile gelesen habe und nicht mehr unbedingt viel davon hängen geblieben ist. Die Story verblasst irgendwie, ebenso wie die Charaktere. Nur wenige Figuren haben einen bleibenden Hintergrund hinterlassen.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Auch wenn mich das Buch nicht zu 100 % überzeugen konnte, so stellte es für mich doch etwas ganz Neues dar. Gelesen habe ich in diese Richtung bisher noch nichts und fühlte mich daher doch sehr unterhalten. Leser, denen es ähnlich geht, kann ich nur raten, dem Buch eine Chance zu geben. Ich bin mir sicher, dass es einige Leser unter euch gibt, die sehr viel mehr Gefallen an diesem Buch finden werden, als ich. Ich würde das Buch jetzt nicht unbedingt als Highlight bezeichnen und vermutlich wäre es auch nicht meine Top-Empfehlung, Spaß hatte ich aber dennoch und unterhalten wurde ich ebenfalls gut, sodass ich eine Kauf- und Leseempfehlung für all diejenigen aussprechen kann, die sich einfach mal an einer anderen Art Thriller versuchen möchten.

INFOS ZUM BUCH

Autor: Marc Meller
Titel: Raum der Angst
Verlag: Ullstein Buchverlage
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 31. August 2020
Preis: 10,99 [D] | 11,30 [A]
Buch beim Verlag: KLICK*  


KATEGORIE

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WEITERE REZENSENTEN

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Der Beitrag wurde durch die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplares gesponsert. Fotos: IvyBooknerd / / Die Rechte an den Covern unterliegen dem jeweiligen Verlag & Designer.

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