Rezension: Strip this Heart – Justine Pust

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Inhalt/Klappentext:

Eigentlich hatte Brooke geplant, nur einen Sommer in Chicago zu bleiben. Als sie auf dem Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin Juliette auf den Stripper Nate trifft, sprühen die Funken. Wie die windige Stadt schleicht auch er sich langsam aber sicher in ihr Herz – doch das gehört bereits Brookes großem Traum, der Ivy League und einem Studium an einer der renommiertesten Universitäten Amerikas … ach, lies selbst. Wenn du Lust hast, dich in Chicago zu verlieben und vielleicht in einen Stripper, solltest du dieses Buch lesen.


Vielen Dank an die Autorin, die mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Käme das Buch nicht aus der Feder der wunderbaren Justine Pust, hätte dieses vermutlich nie seinen Weg auf meinem SUB, geschweige denn auf den Stapel meiner gelesenen Bücher gefunden. Ich fühle mich in diesem Genre ja nicht sonderlich gut aufgehoben, sind mir in den letzten Jahren viel zu viele Fehlgriffe untergekommen. Als Justine mich allerdings anfragte, ob ich nicht Lust hätte, ihr neues Buch zu lesen und zu rezensieren, konnte ich einfach nicht Nein sagen. Ich verfolge sie schon seit einer Weile auf ihren Social Media Accounts und bin begeistert, nicht nur von ihrer Art, sondern auch von ihrem Humor. Ich war mir also sicher: das Buch konnte nur gut sein. Also entschied ich mich dazu, es zu lesen und bereue nichts.

Gleich von Anfang an war ich begeistert von dem Schreibstil der Autorin. Sie schreibt unglaublich flüssig, nicht zu verblümt, macht sich allerdings wirklich wunderschöne Metaphern zu eigen und das Beste: er strotzt vor (trockenem) Humor, was ich wahnsinnig gefeiert habe. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich konnte das Buch (fast) nicht aus der Hand legen. Der Grund, weshalb ich es doch zwischenzeitlich mal zur Seite legen musste, liegt schlicht darin begründet, dass mich einige Dinge (aufgrund eigener, erst kürzlicher Ereignisse) getriggert haben und auch, wenn sie mir gleichzeitig Hoffnung und Kraft spendeten, ich zwischendurch dennoch eine kurze Verschnaufpause brauchte.

Es dauerte nur wenige Seiten, bis ich mich in sämtliche der Figuren verliebt hatte. Nicht nur in Brooke, die so unglaublich herzlich und stark ist (auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht zerbrechlich erscheint), sondern auch in Glitzer-Nate, Juliette und vor allen Dingen in Carmen. Carmen habe ich bis ins Unermessliche gefeiert; ihre Art, ihren Humor. Sie ist einfach großartig. Das Zusammenspiel der drei Frauen und ihre Freundschaft haben mir unfassbar gut gefallen und mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich bin mir sicher, wenn man sie ließe, könnten/würden die drei die Welt regieren und ich hätte wirklich nichts dagegen. Justine hat da eine ganz wundervolle Freundschaft zwischen Frauen geschaffen, die ganz ohne Eifersucht und unnötiges Drama (was in diesem Genre leider viel zu häufig der Fall ist) auskommt und zeigt auf, dass man auch befreundet sein kann, wenn man mal anderer Meinung ist oder sich auch mal streitet. Nicht jede Freundschaft/Beziehung ist perfekt und negative Zeiten gehören ebenso dazu, wie positive.

Zwar steht die Liebesgeschichte zwischen Brooke und Nate im Vordergrund, dennoch gibt die Autorin den Nebenfiguren genug Raum, um sich zu entfalten. So stehen Brooke und Nate nicht ausschließlich im Fokus der Geschichte, sondern es gibt noch mehrere andere Handlungsstränge, die ebenso wichtig und essenziell für die Geschichte erscheinen, was mir unfassbar gut gefallen hat. Ich bin kein Fan davon, über 300 Seiten oder mehr nur davon zu lesen, wie zwei Personen sich anschmachten. Teilweise haben mir die Handlungen betreffend die Nebencharaktere sogar besser gefallen, als die Liebesgeschichte an sich.

Wir wissen alle, dass diese Art von Bücher eine gewisse Menge an Drama brauchen, um zu funktionieren. In manchen Büchern reiht sich demnach ein dramatisches Ereignis an das nächste, was hier nicht der Fall war. Natürlich werden auch hier ein paar der gängigen Klischees bedient, doch auf eine angenehme Art und Weise; auf eine ganz seichte Weise, die mich eben gerade nicht dazu gebracht hat, ständig mit den Augen zu rollen; vielmehr haben sie mein Herz sogar ein wenig höherschlagen lassen. Es gab nur eine Szene, die mir ein wenig zu dramatisch; zu übertrieben und damit einhergehend leider etwas cringy war und das war das Ende. Die Auflösung rund um den Handlungsstrang von Juliette und ihren Verlobten war mir etwas too much. Doch auch hier kommt es natürlich auf den persönlichen Geschmack an.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Absolut! Justine Pust hat mir mit ihrem Roman Strip this Heart bewiesen, dass es sich lohnt, doch zwischendurch immer mal wieder einen Abstecher in dieses Genre zu machen, denn hin und wieder trifft man dabei auf ein richtiges Wohlfühlbuch. Denn genau das ist Strip this Heart für mich, ein Wohlfühlbuch, das – obwohl es mich ab und an getriggert hat – mir ein wahnsinnig gutes Gefühl gegeben; mir Kraft und ganz viel Stärke gespendet hat. Mein Herz fühlte sich nach Beenden des Buches einfach so wahnsinnig warm und voll an. Und jetzt möchte ich dann bitte aber auch einen weiteren Teil und zwar mehr von Carmen. 

INFOS ZUM BUCH

Autor*in: Justine Pust
Titel: Strip this Heart
Verlag: PIPER
Seiten: 356
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2021
Preis: 14,00 [D] | 14,40 [A]
Buch beim Verlag: KLICK*  


KATEGORIE

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Der Beitrag wurde durch die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplares gesponsert. Fotos: IvyBooknerd / / Die Rechte an den Covern unterliegen dem jeweiligen Verlag & Designer.

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