Rezension: The Umbrella Academy 1: Weltuntergangs-Suite – Gabriel Bá und Gerard Way

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Inhalt/Klappentext:

Die Umbrella Academy ist eine “Familie” aus sieben Superhelden der etwas anderen Art, allesamt im Kindsalter von einem reichen Gönner adoptiert und zu einem schlagkräftigen und noch nie gesehenen Superhelden-Team ausgebildet. Jahre später sind die Mitglieder der Umbrella Academy, von Spaceboy alias 00.01 bis zu der Violinistin Vanya aka 00.07, zerstritten und in alle Winde verstreut – bis sie der Tod ihres Ziehvaters und eine globale Bedrohung wieder vereint.


Vielen Dank an den Cross Cult Verlag, die mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Erstmals aufmerksam wurde ich auf das Comic, als es mir als Rezensionsexemplar angeboten wurde. Wenn ich ehrlich bin, war mir The Umbrella Academy überhaupt kein Begriff. Ich hatte nicht einmal mitbekommen, dass es zu einer Netflix Serie gemacht wurde. Doch mit Superhelden kriegt man mich immer. Ich möchte vorab noch anmerken, dass ich zunächst die ersten drei Folgen der Serie geschaut habe, bevor ich schließlich den Comic zur Hand nahm. 

Es geht um eine dysfunktionale Familie; einen Mann, der einst sieben „Wunderbabys“ adoptiert hat, die auf ganz mysteriöse Weise am selben Tag von Frauen überall auf der Welt geboren wurden, ohne dass diese zuvor irgendwelche Anzeichen einer Schwangerschaft gehabt hätten. Ihr Adoptivvater, der alte Mr. Hargreeves ruft schließlich die Umbrella Academy ins Leben, wo er seine sieben Sprösslinge zu Superhelden ausbildet. Leider allerdings verstehen sich die Geschwister nicht ganz so gut, wie man vielleicht vermuten könnte. Ganz im Gegenteil, im Laufe der Zeit trennen sich ihre Wege und erst nach dem Tod ihres Adoptivvaters finden sie – mehr oder weniger – wieder zueinander. 

Tatsächlich gefiel mir die Dynamik dieses gestörten Teams; es erinnert irgendwie ein wenig an X-Men oder Suicide Squad. Auch handelt es sich bei den sieben vermeintlichen Superhelden definitiv nicht um Helden, wie wir sie von Marvel oder DC kennen. Der Comic hält einige Überraschungen und Wendungen bereit. Die Rettung der Welt und der Untergang derselben stehen hier im Einklang, während die einen versuchen, die Welt zu zerstören, versuchen die anderen, sie zu retten. Und von beidem hat der Comic wirklich jede Menge zu bieten. 

Die Zeichnungen an sich und die Darstellung der verschiedenen Figuren und Situationen haben mir im Prinzip sehr gut gefallen, manchmal war es mir allerdings ein wenig zu obskur. Allerdings sind die Zeichnungen sehr detailverliebt und erinnern teilweise an Cartoons, was mir wiederum sehr gut gefallen hat. Auch die Farben und die gesamte Aufmachung passen unglaublich gut zu dem eher düsteren Setting. 

Allerdings wirkte die Geschichte auf mich irgendwie zu abgehackt bzw. zu überstürzt. Mir persönlich war einfach nicht genug Tiefgang vorhanden. Es fiel mir nicht unbedingt leicht, mich vollends in der Geschichte fallen zu lassen. Die immense Begeisterung, die die Netflix Serie bereits in der ersten Folge in mir ausgelöst hatte, blieb irgendwie aus, was sehr schade war. Auch konnte ich keinen richtigen Bezug zu den Figuren aufbauen. 

Was mir allerdings sehr gut gefallen hat ist die Tatsache, dass Way hier offenbar relevante Informationen in eigentlich eher schlicht wirkenden Sätzen verbirgt. Manche Dinge werden nur am Rande erwähnt, weshalb es sich hierbei definitiv um keinen Comic handelt, den man einfach mal so liest. Hier lohnt es sich, auf wirklich alles zu achten, auf jedes noch so unscheinbare und unwichtige Detail.

Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich der Comic nicht so begeistert und überzeugt hat, wie ich es mir gewünscht hatte. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, wodurch meine Freude daran ein wenig getrübt wurde. Ich fand es nicht schlecht, ich fand es gut, nur nicht ganz so fesselnd und unterhaltsam, wie viele behauptet haben. 

LOHNT SICH DER COMIC?

Auch wenn mich der Comic nicht zu 100 % überzeugen konnte, hat es mir dennoch gut gefallen. Es ist einfach mal etwas anderes, nicht nur die Zeichnungen, sondern auch die Geschichte an sich, was unglaublich spannend ist und Spaß macht. Ich werde die Reihe (und auch die Serie) auf jeden Fall weiterverfolgen. Band 2 ist auch schon bei mir eingezogen und ich bin schon sehr gespannt, was die Truppe der Umbrella Academy als nächstes erwartet. 

INFOS ZUM COMIC

Autor: Gabriel Bá und Gerard Way
Titel: The Umbrella Academy 1: Weltuntergangs-Suite
Originaltitel: The Umbrella Academy 1: Apocalypse Suite
Verlag: Cross Cult
Seiten: 192
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2019
Preis: 22,00 [D] 
Buch beim Verlag: KLICK 


KATEGORIE

[Die Erklärung zu meinen Bewertungs-Kategorien kannst du HIER nachlesen.] 

WEITERE REZENSENTEN

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Der Beitrag wurde durch die Bereitstellung des kostenlosen Rezensionsexemplares gesponsert. Fotos: IvyBooknerd / / Die Rechte an den Covern unterliegen dem jeweiligen Verlag & Designer.

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6 Comments

  • Hmm, schade, dass der Comic nicht so dolle ist. Eigentlich wollte ich erst das lesen und dann die Serie schauen. Ist immer meine bevorzugte Reihenfolge. Eventuell überlege ich mir das nochmal…

    • Jaa wirklich schade, ich hatte es mir auch anders/besser vorgestellt, aber der zweite Teil der Reihe zum Beispiel wiederum hat mir richtig richtig gut gefallen. Die Rezi folgt bald 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,

    eine sehr interessante Rezension. Ich persönlich kann ja mit Comics gar nichts anfangen, aber ich finde es gerade deswegen immer sehr interessant die Meinungen anderer darüber zu lesen. Von der Netflix Serie habe ich auch schon einiges auf Instagram gehört, vielleicht schaue ich Mal rein.. Ich bin gar kein Marvel Fan, aber in deiner Rezension meinst du ja, dass die Superhelden der Umbrella Academy nicht mit den Marvel Superhelden zu vergleichen sind, also vielleicht gefällt mir die Serie ja ganz gut.. Mal sehen 🙂

    Ein schönes Wochenende dir <3

    • Liebe Alina,

      also die Netflix Serie kann ich wirklich empfehlen, sie ist etwas skurril und abgedreht, enthält Sci-Fi Aspekte und eben die Superheldenthematik – ich denke man muss so etwas schon mögen, aber in meinen Augen ist die Serie einfach mega genial. Der erste Teil der Comicreihe konnte mich ja leider nicht ganz überzeugen, aber ich habe zwischenzeitlich auch den zweiten Teil gelesen und dieser wiederum konnte mich vollends begeistern 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

  • Liebe Ivy,
    du hattest mich bei “Tatsächlich gefiel mir die Dynamik dieses gestörten Teams; es erinnert irgendwie ein wenig an X-Men oder Suicide Squad.” 😀
    Ich werde auf jeden Fall mal in die Serie rein schauen und dann evtl. den ersten Band kaufen, ich bin einfach super neugierig 🙂
    Die Thematik klingt einfach wahnsinnig spannend & cool.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    • Liebe Nicci,

      die Serie kann ich dir wirklich ans Herz legen, sie ist so wunderbar skurril, obskur und total verrückt und so unfassbar fesselnd 😀 Im Gegensatz zur Serie hat mir der erste Comic nicht sooooo gut gefallen, aber der zweite Comic hat mich dann absolut überzeugt. Und jetzt, wo auch die zweite Staffel angekündigt wurde, bin ich total gespannt darauf, wie sie das Ganze weiterführen und umsetzen werden 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

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