Rezension: Trust in Love – Sarah Alderson

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Inhalt/Klappentext:

Olivia ist in New York, um ein neues Leben zu beginnen. Doch nach einem Mordanschlag auf ihre Gasteltern findet sie sich mitten in der Nacht als Zeugin in einem Polizeirevier wieder. Neben ihr – in Handschellen – der verdammt gut aussehende Autodieb Jay. Als ein bewaffneter Angreifer den Raum stürmt, ist die halsbrecherische Flucht an Jays Seite Olivias einzige Überlebenschance. Aber kann sie einem Kriminellen wie ihm wirklich trauen, auch wenn die Anziehung zwischen ihnen förmlich Funken schlägt?

 


Vielen Dank an den Ravensburger Verlag, der mir das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat im Austausch gegen meine ehrliche Meinung. Auch hier bleibt meine Meinung unverfälscht. Nähere Informationen hierzu findet ihr HIER.


Eine rasante Verfolgungsjagd durch New York? Da muss man mich nicht zwei Mal fragen. Als mich der Verlag fragte, ob ich nicht Lust hätte, das neue Buch von Sarah Alderson zu lesen und zu rezensieren, war ich zuerst etwas skeptisch. Wenngleich ich das Cover von Anfang an unglaublich schön und ansprechend fand, vermittelte es mir den Eindruck, als handelte es sich bei dieser Geschichte um eine typische New Adult Story, die mir am Ende doch wieder nicht gefallen würde. Es war letztendlich die Tatsache, dass das Buch in New York spielt, die mich doch dazu veranlasste, das Buch zu lesen. Glücklicherweise haben sich meine Erwartungen nicht erfüllt, sondern als überaus falsch herausgestellt.

Eigentlich ist die 17-jährige Olivia nach New York gekommen, um hier ein neues Leben zu beginnen. Als Tochter eines Mannes, der für eine Sondereinheit arbeitet, die Menschenhändler und organisierte Bandenkriminalität bekämpft, hatte sich ihr Leben schon immer etwas interessanter und aufregender gestaltet, als das anderer Mädchen in ihrem Alter. Während ihre Mutter zurückgeblieben ist in Olivias alter Heimat, dem Oman, im Nahen Osten, und ihr Vater noch beruflich in Nigeria unterwegs ist, verbringt sie ihre erste Woche in New York bei einer befreundeten Familie ihres Vaters. Noch immer unter dem Jetlag leidend, fällt es ihr schwer, nachts einzuschlafen und um den Kopf freizubekommen, klettert sie eines nachts auf das Dach des Hauses ihrer Gasteltern. Sie liebt das Klettern, hohe Gebäude und den Nervenkitzel. Als ihre Gasteltern in derselben Nacht überfallen und kaltblütig ermordet werden, ist Olivia zutiefst erschüttert. Und plötzlich gestaltet sich ihre erste Woche in New York komplett anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Statt sich auf den Unterricht in der Tanzakademie vorzubereiten, ist sie nun Zeugin in einem Mordfall. Schnell allerdings findet sie heraus, dass hinter all dem viel mehr steckt, als anfangs vermutet und ehe sie sich versieht, wird sogar sie selbst zur Zielscheibe und wird verwickelt in eine halsbrecherische Verfolgungsjagd durch die Stadt, die niemals schläft.

Erzählt wird die Geschichte durchgehend aus Olivias Sicht und liefert dem Leser somit nicht nur jede Menge Action und Spannung, sondern auch Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt, was es dem Leser ermöglicht, sie unglaublich gut kennenzulernen. Olivia hat mich gleich von Anfang an beeindruckt. Anders als in anderen Jugend- oder New Adult Romanen ist sie eben nicht die kleine Prinzessin, die um Hilfe schreit und gerettet werden muss. Olivia weiß nicht nur was sie vom Leben will, sie ist auch selbständig und selbstbewusst, weiß sich zu verteidigen, ist redegewandt und ziemlich klug. Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat ist die Tatsache, dass sie sich nicht blenden lässt von ihren Gefühlen. Sie tut das, was sie für richtig hält und kämpft dafür bis zum bitteren Ende.

Olivia ist kein gewöhnliches Mädchen. Auf der einen Seite tanzt sie Ballett, ist Daddy’s Little Girl und hält sich an sämtliche Regeln, auf der anderen Seite allerdings schlummert diese Abenteurerin in ihr; diese Sucht nach Nervenkitzel. Sie ist von der Schule geflogen und liebt es, auf hohe Gebäude zu klettern. Außerdem beherrscht sie die Grundlagen der Selbstverteidigung und weiß auch, wie man mit Waffen umgeht. Zwei völlig unterschiedliche Welten schlummern in ihr und machen sie zu einer ganz besonderen und beeindruckenden Persönlichkeit. Sie ist unglaublich taff und eindeutig die Heldin dieser Geschichte. Allerdings nicht, weil sie weiß, wie man schießt, sondern weil sie einfach echt und menschlich ist. Sie weiß sich zu wehren, leidet aber ebenso unter ihren Ängsten, wie jeder andere Mensch auch.

Auch Jaime, der sympathische Junge, der unverhofft zu ihrer größten Stütze wird, mochte ich gleich von Beginn an. Er ist nicht nur Olivias Ruhepol, sondern sorgt gleichzeitig auch für eine emotionale Achterbahnfahrt.

Ein Romantic Thriller mit Tiefgang, genau so würde ich dieses Buch bezeichnen. Ein Buch, in dem es weder nur um die Romanze zwischen den Protagonisten geht, noch um das Aufklären des Mordfalls, sondern gleichzeitig auch um politische und moralische Themen wie Menschenhandel. Das Buch unterhält nicht nur, es regt auch zum Nachdenken an und genau das ist es, was ich an solchen Büchern so liebe; wenn sie uns beweisen, dass so viel mehr in ihnen steckt, als Cover und Klappentext womöglich vermuten lassen.

Das Buch zeigt uns, dass man im Leben nicht immer alles kontrollieren kann, dass es vollkommen in Ordnung ist, Angst zu haben und auch, dass es sich lohnt, Gefühle zuzulassen, auch wenn man damit Gefahr läuft, am Ende mit einem gebrochenen Herzen dazustehen. Diese Gefühle machen uns lebendig, sie machen uns menschlich und genau dies ist die Botschaft, die das Buch versucht, uns zu vermitteln, wenn wir nur gewillt sind, auch einmal zwischen den Zeilen zu lesen.

Gleichzeitig verfügt das Buch auch über jede Menge Action und Spannung, werden wir als Leser mit genommen auf eine Art Schnitzeljagd durch die Stadt, die niemals schläft. Die Orte, die Olivia und Jaime besuchen, sind unglaublich gut beschrieben. Man hat das Gefühl, selbst mitten drin zu stecken und sie auf ihrer Flucht zu begleiten, während man gleichzeitig versucht, das Rätsel zu lösen und hinter das Geheimnis zu kommen. Von Kapitel zu Kapitel nimmt die Geschichte mehr an Fahrt auf und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen muss, wie es weiter geht.

Und obwohl mich das Buch begeistern und unterhalten konnte, hat es leider doch nicht ganz gereicht, um zu einem Lesehighlight zu werden, dabei kann ich gar nicht genau sagen, woran es gelegen hat. Das Setting ist großartig, die Geschichte tiefgründig und die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und doch hat mich das Buch leider nicht vom Hocker hauen können.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Auf jeden Fall, und das nicht nur für Fans von New York, auch wenn insbesondere diese natürlich wirklich sehr auf ihre Kosten kommen. Die Geschichte ist actionreich und spannungsgeladen, die Handlung aufregend und tiefgründig und die Charaktere liebenswert und interessant. Die Mischung aus Romance und Thriller passt in meinen Augen hier einfach perfekt. Wer Krimis mag, nichts gegen eine kleine Romanze hat und Fan davon ist, wenn ernste und politisch wichtige Themen mit in den Verlauf der Geschichte mit eingeflochten werden, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall ganz schnell auf die Wunschliste setzen. Von mir bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

 

INFOS ZUM BUCH

Autor: Sarah Alderson
Titel: Trust in Love
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2018
Preis: 12,99 [D] | 13,40 [A]
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KATEGORIE

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Werbekennzeichnung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um Werbung. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Verlag wurde dieser Beitrag von mir beauftragt. Erhalten dafür habe ich kein Entgelt, jedoch das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt auch hier unverfälscht. Wenn nicht anders bezeichnet stammen sämtliche Texte aus meiner eigenen Feder.

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7 Cover
7 Handlung
7 Charaktere
10 Setting
7 Suchtfaktor
7.6
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