Rezension: We’ll always have summer – Jenny Han

Inhalt/Klappentext:

Immer schon gab nur es zwei Jungs, die Bellys Herz erobern konnten: Conrad und Jeremiah. In diesem Sommer muss Belly sich entscheiden. Seit zwei Jahren ist sie mit Jeremiah zusammen, als er ihr plötzlich einen Heiratsantrag macht. Belly ist überglücklich und stürzt sich in die Hochzeitsvorbereitungen. Doch ihre Eltern halten die Hochzeit für völlig verfrüht, und nach einem Streit mit ihrer Mutter bricht Belly auf nach Cousins Beach: zu dem Ort, an dem sie so viele glückliche Sommer verbracht hat. Im Strandhaus trifft sie Conrad, und der begreift allmählich, dass er sie für immer verlieren wird – und gesteht ihr seine Liebe.


Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein kostenfreies Rezensionsexemplar. Das Buch wurde von mir selbst gekauft.


Im Gegensatz zu dem ersten und zweiten Band hat mich dieser finale Teil der Reihe nicht berührt, ganz im Gegenteil, Teil 3 hat mich so furchtbar in den Wahnsinn getrieben, dass ich es kaum in Worte fassen kann und auch gar nicht so recht weiß, wo ich mit meiner Rezension anfangen soll.

Belly und Jeremiah wollen heiraten. Schön und gut, auch wenn ich der Meinung bin, dass 18 und 19 Jahre nicht unbedingt das perfekte Alter zum Heiraten sind aber das ist ja bekanntlich Ansichtssache. Was mich daran allerdings am meisten störte, war der Grund für die in meinen Augen doch überstürzte Heirat. Ich möchte nicht zu viel verraten, verrate allerdings so viel, dass Belly und Jeremiah Probleme haben und er ihr gleich darauf völlig überstürzt einen Antrag macht und sie ihn völlig überstürzt annimmt. Und das obwohl man eigentlich bereits seit dem ersten Teil als Leser ganz genau merkt, wem Bellys Herz gehört.

In diesem finalen Teil wird dann noch einmal ganz besonders deutlich, dass Belly sich all die Jahre selbst belogen hat und gar nicht – wie sie immer behauptet – über Conrad hinweg ist, sondern nach wie vor Gefühle für ihre erste große Liebe hat. Was nicht nur unfair ihr selbst gegenüber ist, sondern auch Jeremiah, den ich insbesondere im zweiten Band wirklich sehr lieb gewonnen hatte.

Meine Meinung über Jeremiah änderte sich aber schnell im Verlauf dieses dritten Bandes. Er wirkte gar nicht mehr wie der Jeremiah, den wir in Teil eins und zwei der Reihe bisher kennenlernen durften. Dabei frage ich mich, ob dies Absicht war, weil die Autorin die Leser ganz unauffällig in die Arme von Conrad treiben wollte. Für mich wirkte er an manchen Stellen einfach absolut out of character, was wahnsinnig schade war. Jeremiah hat Mist gebaut und zwar so richtig großen Mist und es macht fast den Anschein, als würde er über die Geschichte hinweg immer mehr das Interesse an Belly und der bevorstehenden Hochzeit verlieren. Die beiden haben sich häufiger in den Haaren als sonst. Während Belly völlig überfordert ist mit den Hochzeitsvorbereitungen und alles am liebsten alleine regeln würde, verlässt Jeremiah sich einfach auf das Geld seines Vaters.

Der ganze Stress, der mit den Hochzeitsvorbereitungen einhergeht, war für mich einfach kaum zu ertragen. Es hat mich so unglaublich genervt, dass ich an manchen Stellen tatsächlich sogar kurz davor war, das Buch einfach abzubrechen. Auf der anderen Seite allerdings wollte ich natürlich herausfinden, wie die Reihe nun endet und für wen Belly sich am Ende entscheiden wird. Wird sie Jeremiah tatsächlich heiraten oder doch zu Conrad zurückgehen? Oder wird sie vielleicht beiden Jungs den Rücken kehren?

Ebenfalls zur Weißglut getrieben hat mich die Tatsache, wie leichtsinnig Belly die Konsequenz hingenommen hat, durch ihr Tun und Handeln womöglich diese komplette Familie zu zerstören. Liebe ist kein Spiel, sie kann nicht von einem Kerl zum anderen rennen, nur weil ihr gerade eben der Kopf danach steht. Als ich an diesem Punkt angelangt war, bestand wirklich keinerlei Hoffnung mehr für mich und Belly, dass wir uns doch noch miteinander anfreunden würden.

Auch auf Jeremiah und Conrad war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sonderlich gut zu sprechen.

Auch wie die anderen Teile zuvor bereits ließ sich auch dieser finale Band schnell und flüssig lesen, doch wenn ich ehrlich bin, habe ich ihn nur aus einem Grund gelesen. Ich wollte wissen, wie es nun endet. Ich bin zwar zufrieden mit dem Ende, allerdings nicht, wie es dazu gekommen ist. Man hätte sich so viel von diesem unnötigen Drama sparen können, auf der anderen Seite wären die Bücher dann aber sicherlich nicht so erfolgreich, wie sie es heute sind.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Dieser Teil ist definitiv der Teil der Reihe, den ich am wenigsten mochte; den ich an manchen Stellen einfach schon teilweise als überflüssig bezeichnen würde. Ich war so oft so wütend auf die Figuren, auf das, was sie getan und gesagt haben – dennoch bin ich mir sicher, dass viele diese Bücher mögen werden, insbesondere jene, die eine Schwäche für Liebesgeschichte mit jede Menge Drama haben.

INFOS ZUM BUCH

Autor: Jenny Han
Titel: We’ll always have summer
Originaltitel: Der Sommer, der nur uns gehörte
Verlag: Hanser Verlag
Seiten: 272
Erscheinungsdatum: 30.07.2012
Preis: 14,90 [D]Buch beim Verlag: KLICK

Gelesen habe ich den englischen Titel, vorstehend habe ich euch allerdings die bibliografischen Daten der deutschen Ausgabe aufgeführt.


KATEGORIE

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WEITERE REZENSENTEN

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Der Beitrag wurde nicht gesponsert. Fotos: IvyBooknerd / / Die Rechte an den Covern und den Klappentexten unterliegen dem jeweiligen Verlag & Designer.

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