Rezension: Winterzauber wider Willen – Sarah Morgan

Inhalt/Klappentext:

Dezember: und Kayla Green hat nur einen Weihnachtswunsch: dass das „Fest der Liebe“ möglichst schnell vorbeigeht! Schlitten, Rentiere und dieser bärtige alte Mann im roten Mantel sind ihr ungefähr so angenehm wie Zahnschmerzen. Da kommt der PR-Expertin der Auftrag von Jackson O’Neil sehr gelegen. Als der Hotelier sie bittet, die Feiertage im malerischen Snow Crystal zu verbringen und dort eine Kampagne für das Skiresort seiner Familie zu entwickeln, kann Kayla nicht Nein sagen. Immerhin ist Jackson ihr Auftraggeber – und dazu äußerst attraktiv! Und die luxuriöse Blockhütte, in der er sie einquartiert, entpuppt sich zum Glück als lamettafreie Zone. Doch schon das erste Treffen mit Jacksons Familie bringt die Weihnachtshasserin ganz schön in Bedrängnis …


Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein kostenfreies Rezensionsexemplar. Das Buch wurde von mir selbst gekauft.


Erstmals erschien Winterzauber wider Willen (englisch: Sleigh Bells in the Snow) im Oktober 2013, man kann also sagen, dass das Buch schon was älter ist und ich muss gestehen, dass man zwischen den neueren Büchern von Sarah Morgan und ihren älteren tatsächlich Unterschiede ausmachen kann und zwar Unterschiede, die die Qualität betreffen. Im Vergleich sieht man einfach, wie viel erfahrener Sarah Morgan heute im Schreiben ihrer Bücher ist, als sie es damals war und leider macht sich dies auch innerhalb der Geschichte bemerkbar, denn auch wenn mich Winterzauber wider Willen wirklich begeistern und unterhalten konnte, wurde es leider zu keinem Buch, dass ich zu meinen absoluten Lieblingen von ihr zählen würde.

Es geht um Kayla Green, eine erfolgreiche und gefragte Geschäftsfrau, die nichts lieber möchte, als das Weihnachten schnell vorbei geht und sie möglichst wenig damit in Berührung kommt. Allerdings hat sie dabei nicht die Rechnung mit Jackson O’Neil gemacht, der ihr, egal wie sehr sie sich auch dagegen wehrt, den Kopf verdreht.

Wie mit all ihren Büchern besticht Sarah Morgen auch mit Winterzauber wider Willen mit ihrem ganz wundervollen Schreibstil, der einen nicht mehr los lässt, hat man sich erst einmal in der Geschichte fallen gelassen. Man lässt sich treiben, so auch diesmal, und es dauerte nicht lange, bis ich vollends versunken war in der Geschichte um den ersten der drei O’Neil Brüder und seiner Familie. Die Charaktere sind ganz wunderbar und allesamt unterschiedlich und besonders, was nur eines der wenigen Talente von Sarah Morgan ist. Mit jedem Buch erschafft sie ganz wundervolle, eigenständige Charaktere, die auf ihre ganz eigene, persönliche Art und Weise etwas ganz Besonderes sind. Und auch wenn ich mich mit Kayla Green überhaupt nicht identifizieren konnte, lernte ich doch schnell, wieso sie so ist, wie sie nun einmal ist. Die Entwicklung war – wenn gleich etwas schnell – einfach wunderbar, was hauptsächlich wohl der O’Neil Familie und insbesondere Jackson zu verdanken ist. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein und doch passen sie unglaublich gut zusammen. Sie gleichen sich aus; ziehen sich an, wie zwei Magnete.

Was mich allerdings doch ein wenig störte, insbesondere die Beziehung von Kayla und Jackson betreffend, ist die Tatsache, dass alles so rasend schnell ging. Ich denke schon, dass es Liebe auf den ersten Blick gibt und ganz offensichtlich ist zwischen den beiden gleich von Beginn an eine Chemie vorhanden, die sich nicht verleugnen lässt und doch wirkte die Entwicklung ihrer Beziehung auf mich ein wenig überstürzt und teilweise erzwungen. Kayla hatte in ihrem Leben bereits so viel durchmachen müssen; insbesondere ihre Kindheit hatte sie auf eine sehr traurige und schreckliche Art und Weise geprägt, sodass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass diese riesige Mauer, die sie in all den Jahren um sich herum aufgebaut hat, innerhalb nur einer kurzen Woche zum Einsturz gebracht werden kann. Natürlich sind die Eindrücke, die sie bei den O’Neils erlebt um einiges intensiver als die, die sonst auf sie einwirken, was wohl auch mit der Tatsache zusammen hängt, dass sie nun zum ersten Mal Menschen an sich heran lässt und sie nicht nur von sich weg stößt, aus Angst verletzt werden. Und trotzdem – trotzdem war diese unglaublich schnelle Entwicklung und Veränderung für mich nicht ganz mit den Händen greifbar, was es mir leider ein winziges bisschen erschwert hat, die Geschichte wirklich durch und durch von Seite zu Seite zu genießen.

Diesen doch eher kleinen Aspekt allerdings außer Acht lassend, hat mir das Buch wirklich unglaublich gut gefallen. Die Charaktere waren wunderbar beschrieben, allesamt von ihnen, ganz besonders natürlich die Familie O’Neil, die wirklich etwas ganz Besonderes zu sein scheint und auch die Atmosphäre war nicht nur winterlich, sondern absolut gemütlich und vor allen Dingen weihnachtlich. Dieses Buch versprüht die richtige Portion Weihnachtsstimmung. Die Geschichte macht nicht nur glücklich, sondern auch riesig viel Spaß. Sie ist unterhaltsam und unglaublich romantisch – und tatsächlich auch ziemlich sexy.

LOHNT SICH DAS BUCH?

Für Sarah Morgan und Weihnachtsfans auf jeden Fall. Auch für diejenigen, die eine Schwäche für romantische Geschichten haben – denn das ist sie wirklich, unglaublich romantisch und berührend. Für mich war dieses Buch zwar nicht unbedingt ein Highlight, da ich definitiv bessere Bücher von Sarah Morgan kenne und mir auf der romantischen Ebene alles ein wenig zu schnell ging, trotz allem hat mich das Buch aber dennoch begeistern können und ich werde auf jeden Fall an der Reihe dran bleiben und bin schon jetzt gespannt auf die beiden anderen Teile, in denen es um die anderen beiden O’Neil Brüder geht.


KATEGORIE

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WEITERE REZENSENTEN

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