Sommer in Wien | Mein erstes Mal in Österreich

“Wieso ausgerechnet Wien?” Nun, diese Frage stellten mir einige meiner Bekannten und Freunde, als ich ihnen von unserem bevorstehenden Urlaub erzählte. Um ehrlich zu sein, konnte ich die Frage selbst nicht richtig beantworten. Mein Hauptziel war eigentlich Budapest, doch da Wien auf dem Weg liegt, wieso nicht auch dort einen kurzen Zwischenstopp einlegen? Meine Erwartungen an diese Stadt waren gering, und doch überkam mich diese Euphorie, als ich durch die Straßen der österreischischen Hauptstadt lief und plötzlich bereute ich es, nur zwei Tage Nächte in diser Stadt gebucht zu haben. Wien war eigentlich nur ein Zwischenstopp, doch wurde daraus so viel mehr. Es wurde zu einem Verliebtsein; es ist nicht die große Liebe, und doch war da dieses Kribbeln in meinem Bauch; tausende Schmetterlinge, die mein Innerstes aufwühlten. Wien hat mir so viel mehr gegeben, als ich erwartet hatte, mit seiner Kultur und all den Menschen, denen ich so gerne beim Reden zugehört habe.

Wien ist wunderschön an der Donau gelegen und bietet zahlreiche Highlights für einen Städtetrip, was Wien sogar zu einem der beliebtesten Reiseziele für europäische Städtereisen macht. Die barocken Gebäude haben ihren ganz eigenen Charme und es sind die Sehenswürdigkeiten, die die Besucher immer wieder magisch anziehen. Die Stadt hat etwas edles, etwas elegantes und wirkt gleichzeitig unglaublich modern.

Ich kann euch zwar keine Insidertipps bieten, aber ich kann euch ein wenig darüber erzählen, was die Stadt für mich zu etwas Besonderem gemacht hat.

Karlskirche

Ein bisschen erinnert hat mich die Karlskirche an den Orient, an Aladdin, um genau zu sein. Wunderschön ist die unter Denkmalschutz stehende römisch-katholische Kirche, die eine der bedeutendsten barocken Kirchenbauten nördlich der Alpen ist und ebenfalls eines von Wiens Wahrzeichen. In meinen Augen ist dieses Gebäude eine absolute Augenweide; wunderschön anzusehen.

Hofburg & Heldenplatz

Die Hofburg ist die ehemalige Kaiserresidenz in Wien. In ihr sind der größte Teil der Österreichischen Nationalbibliothek sowie verschiedene Museen untergebracht, ebenso auch das Bundesdenkmalamt. Der Heldenplatz ist ein historischer Platz in Wien, der mit zum Gelände der Hofburg gehört. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir den Heldenplatz doch etwas heldenhafter vorgestellt, ein bisschen imposanter; dennoch war ich beeindruckt von den wunderschönen Gebäuden.

Stephansdom

Leider war der Stephansdom teilweise eingehüllt in eine Plane und die Sicht wurde versperrt durch hohe Gerüste, da offenbar gerade an dem Dom gearbeitet wurde, dennoch habe ich mir einen kurzen Blick auf das Gebäude natürlich nicht entgehen lassen. Der Dom gilt nicht nur als Warzeichen Wiens, sondern wird häufig auch als österreisches Nationalheiligtum bezeichnet.

Der Wiener Naschmarkt

Der Naschmarkt ist mit 2.315 Hekter der größte innerstädtische Markt der gesamten Stadt. Er liegt zwischen der Linken Wienzeile und der Rechten Wienzeile auf dem hier eingewölbten Wienfluss. Schon viel im Internet darüber gelesen, trieb uns nicht nur der Hunger dort hin, sondern auch die Neugierde, konnte ich mir einfach nicht viel unter einem solch riesigen Markt vorstellen. Neben jede Menge Essenständen und Verkaufsständen gibt es hier auch ganz viele Restaurants, Bars und Cafés; so viele, dass man sich kaum entscheiden kann, was man alles probieren möchte.

Wiener Prater

Kurz vor unserer Abreise erzählte mir mein Vater von dem Wiener Prater. Dem Wiener was?, dachte ich mir nur und fand später heraus, dass es sich hierbei um einen riesigen öffentlichen Park handelt, in dem sich sogar ein Vergnügungspark befindet. Das musste man mir und meinem Freund nicht zwei Mal sagen. Nach einem anstrengenden 26 km langen “Spaziergang” durch ganz Wien begaben wir uns also zum Wiener Prater um uns ein wenig zu entspannen, Menschen zu beobachten und uns einen kleinen Snack zu gönnen.

Hundertwasserhaus

Das Hundertwasserhaus ist eine Wohnhausanlage, die zwischen 1983 und 1985 erbaut wurde und bei dessen Gestaltung der Künstler Friedensreich Hundertwasser mitwirkte. Das Gebäude zeichnet sich nicht nur durch die bunte Fassade aus, sondern auch durch die unregelmäßige Anreihung der Fenster. Über 200 Bäume und Sträucher wachsen im/am Gebäude entlang. Für mich war das Hundertwasserhaus ein absolutes Highlight; ein Gebäude, wie ich es zuvor noch nie gesehen hatte. Egal wie lange man davor steht, man entdeckt immer wieder neue Aspekte, die einen staunen lassen. Das Hundertwasserhaus ist ein wunderschönes Gebäude, irgendwie skurril und verrückt, aber doch einfach unglaublich genial und gehört definitiv zu meinen liebsten Sehenswürdigkeiten in ganz Wien.

Splitterberggasse

Hier befindet sich eine lebendige Lokalszene, mit schicken Bars, urigen Kneipen und gemütlichen Restaurants. Lichterketten schmücken die Straße und gerade am Abend ist hier unglaublich viel los, gilt dies als absolutes Szenenviertel in Wien. Dieser Teil von Wien, hat mir mit am besten gefallen. Barock küsst Moderne – zumindest irgendwie. Die Stadt wirkt hier so unglaublich lebendig. Ein perfektes Viertel, um den Abend mit einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

Kahlenberg

Der Kahlenberg ist der bekannteste Aussichtspunkt in ganz Wien und stand somit ganz weit oben auf unserer To-Do-Liste. An unserem letzten Tag, kurz bevor wir nach Budapest weiterfuhren, sind wir auf den Berg hoch gefahren, um uns die Aussicht über ganz Wien anzusehen, von der alle so schwärmen. Und auch, wenn ich Wien wirklich lieb gewonnen habe, so hat mich die Aussicht leider enttäuscht. Der WOW-Effekt blieb aus, was weniger der Aussicht an sich geschuldet war, sondern einfach der Stadt, die von oben lange nicht so viel her gibt, als wenn man ihre Gassen und Straßen erkundet. Von oben hat mir Wien leider nicht sonderlich gut gefallen, dennoch haben wir die Gelegenheit am Schopfe gepackt und uns oben auf dem Kahlenberg noch ein schnelles Frühstück gegönnt. Obwohl sich hier viele Touristen aufhalten, waren die Preise wirklich akzeptabel und nicht überteuert.

Erkundungstour

Wien erkundet man am besten zu Fuß. Die Gassen und Straßen haben so viel zu bieten, man entdeckt so viel Neues; so viel Beeindruckendes und findet die schönsten Plätze, wenn man sich einfach treiben lässt und eben keinem konkreten Plan folgt, der einen nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit führt. Das ist es, was Wien aus macht, diese Stadt steckt voller Überraschungen.

 

Was hat euch an Wien am besten gefallen? Habt ihr Tipps für einen nächsten Besuch?

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2 Comments

  • Liebe Ivy,
    Wien hatte ich bisher irgendwie so gar nicht auf dem Schirm.
    Dank deines tollen Beitrages habe ich aber echt Lust bekommen, mich auch mal auf den Weg zu machen, diese Stadt zu erkunden 🙂
    Deine Fotos sind mal wieder super schön und machen Lust, den Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten. Besonders der Naschmarkt und der Wiener Prater haben es mir angetan, und wie cool ist der Name des Marktes bitte?? Alleine dafür muss ich da mal hin, haha.
    Ich liebe deine (Reise)Beiträge einfach, sie sind unfassbar inspirierend und ich bin der Meinung, du solltest mal alle in ein Büchlein Heften. Und veröffentlichen, hihi.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    • Danke dir liebe Nicci. Wien war auch zuerst für uns nur ein Zwischenstopp und ich hatte gar nicht so viel erwartet. Die Stadt hat meine Erwartungen also übertroffen, sie ist richtig schön und hat so viel Tolles zu bieten.

      Der Wiener Prater war auch richtig cool, da hatten wir jede Menge Spaß und das ohne auf ein Fahrgeschäft zu gehen, die Preise dort waren nämlich echt richtig teuer!

      Hihi das wäre echt toll, wenn ich alle Berichte irgendwann zu einem Buch zusammenfassen könnte – das wäre um ehrlich zu sein, sogar echt richtig genial. Wer weiß 🙂 Es freut mich jedenfalls, dass dir meine Berichte so gut gefallen!

      Danke dir!

      Liebste Grüße
      Ivy

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