Weshalb ich Hörbücher liebe und wann ich sie am liebsten höre + Hörbuchempfehlungen

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Hallo ihr Büchermenschen, vor nicht allzu langer Zeit noch hätte ich nie gedacht, dass ich mich jemals in Hörbücher verlieben könnte. Ich glaubte immer, eine Geschichte nur dann richtig erleben zu können, wenn ich ein richtiges Buch in Händen halte. Zwischenzeitlich weiß ich, wie sehr ich mich diesbezüglich getäuscht habe.

Wir Buchblogger haben sie alle, unsere Leseziele, die wir uns jährlich bzw. auch monatlich setzen. Zwar setze ich mich nicht damit unter Druck, möglichst viele Bücher zu lesen, doch fehlt einem manchmal, sei es nun wegen Arbeit, Schule, Familie, etc. pp. die Zeit, sich in Ruhe hinzusetzen und ein paar Seiten zu lesen. Ich selbst habe dies insbesondere in den letzten Wochen auf die harte Tour lernen müssen. Freizeit und somit Lesezeit war kaum vorhanden, sodass ich in den letzten drei Wochen kaum ein Buch in den Fingern gehalten, geschweige denn ein paar Seiten gelesen habe. Drei Wochen, ohne etwas zu lesen, das kam bei mir seit Jahren nicht mehr vor, denn eigentlich habe ich es immer geschafft, mir ein paar freie Minuten zu schaffen, um in einer fremden Welt abzutauchen. Gerade das ist es doch, was uns dabei hilft zu entspannen und dem Alltag zu entfliehen. Durch Schule und Arbeit jedoch, war ich so im Stress, dass ich selbst an meinem einzig freien Tag, dem Sonntag, mich nicht dazu aufraffen konnte, ein Buch in die Hand zu nehmen.

Und hier kamen dann die Hörbücher ins Spiel. Wenn man dann nebenher Hörbücher hört, meist in Situationen, in denen das eigentliche Lesen nicht möglich ist, z. B. im Auto, dann schafft man monatlich automatisch natürlich mehr Bücher. Hörbücher eignen sich auch nicht nur ungemein, um zu entspannen, sondern sie machen auch unglaublich viel Spaß. Man kann sich einfach berieseln lassen von den wunderbaren Worten, die einen entführen in eine völlig andere und neue Welt. Das Leseerlebnis, von dem ich glaubte, es wäre beim Hören von Hörbüchern lange nicht so intensiv, war plötzlich intensiver denn je. Ich wurde Teil der Geschichte und konnte mich kaum mehr von dem Erzähler los reißen.

 

 

5 Gründe, weshalb ich Hörbücher liebe

1. Hörbuch an – Welt aus

Ich habe eigentlich immer ein Buch in meiner Tasche, nur für den Fall, dass ich irgendwo warten muss, sei es nun in der Stadt auf eine Freundin oder beim Arzt im Wartezimmer. Leider ist die Geräuschkulisse manchmal so immens, dass es mir unglaublich schwer fällt, mich auf das geschriebene Wort zu konzentrieren und so kommt es schon mal vor, dass ich Sätze mehrmals lesen muss. Am Ende ärgere ich mich dann so über die Lautstärke, dass ich das Buch zu klappe und in meine Tasche stecke, dabei könnte man die Wartezeit doch so schön mit einem guten Buch vertreiben. Hier kommen mir Hörbücher dann gerade Recht. Einfach Kopfhörer aufsetzen, Hörbuch einschalten und das Problem ist gelöst. Alles um einen herum wird plötzlich unwichtig. So fällt es nicht mehr schwer, die Geräusche und Unterhaltungen um sich herum einfach auszublenden. Man kann sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren und entspannt gleichzeitig dabei.

2. Die Tasche ist nicht so schwer

Wie gesagt schleppe ich eigentlich immer ein Buch mit mir herum. In meiner Handtasche habe ich immer eins dabei, ebenso in meiner Sporttasche. Je nach dem wie dick der Schinken ist und wie lange ich unterwegs bin, geht das natürlich ziemlich auf die Schulter, wenn ich das Buch den ganzen Tag mit mir herumschleppe. Hörbücher wiegen bekanntlich nichts und stellen somit den perfekten Begleiter für Ausflüge oder Ähnliches dar. Ein Hörbuch hat man einfach auf dem Handy und ohne Handy geht man ja ohnehin nie aus dem Haus – ich zumindest nicht. So habe ich auch immer ein Buch dabei, wenn ich eben auch mal keins in meiner Tasche mit mir rum schleppe.

3. Das Workout wird länger

Ich hasse Cardio. Ich gehe gerne ins Fitness Studio, aber Cardio … ich hasse es von ganzem Herzen. Ich quäle mich immer regelrecht auf dem Laufband, Crosstrainer oder Fahrrad. Wenn ich allerdings ein Hörbuch dabei habe, vergesse ich die Zeit um mich herum. Ich vergesse teilweise sogar, dass ich gerade auf meinem so verhassten Laufband laufe. Und ehe ich mich versehe, ist die Stunde rum und ich habe länger durchgehalten als ohne Workout.

4. Man kann sich einfach weg träumen

Wie oben schon erwähnt, brauche ich es einfach manchmal, mich nur berieseln zu lassen. So gern ich auch richtige Bücher lese, Seite für Seite umblättere und selbst in den Worten um mich herum versinke, fehlt mir manchmal einfach die Konzentration bzw. vielleicht sogar eher die Motivation, tatsächlich ein Buch in die Hand zu nehmen zu lesen. Das nicht, weil ich keine Lust habe, sondern weil es mir durch den Stress im Alltag manchmal schwer fällt, mich zum Lesen zu bewegen. Dabei ist die Lust da und ich hasse eben diese Tage, wie z. B. in den letzten vier Wochen. Gerade dann ist ein Hörbuch einfach unbezahlbar. Man setzt sich einfach die Kopfhörer auf und schaltet ab. Ob man nun draußen in der Sonne liegt oder es sich drinnen auf dem Sofa gemütlich macht, man kann absolut entspannen. Es erinnert mich auch immer ein bisschen an meine Kindheit, an eine bereits lang vergangene Zeit, in der meine Eltern mir immer Geschichten vorgelesen haben.

5. Intensives Lese-/Hörerlebnis

Obwohl ich anfangs dachte es wäre nicht so, ist es tatsächlich der Fall, dass man die Geschichte durch ein Hörbuch sehr viel intensiver erlebt. Natürlich ist hierzu die Voraussetzung, dass der Erzähler seinen Job auch gut macht bzw. man selbst sich mit dem Erzähler und seiner Stimme anfreunden kann. Dennoch ist es mir in letzter Zeit häufig passiert, dass ich Geschmäcker plötzlich selbst auf der Zunge wahrnahm oder das Gefühl hatte, Rauch zu riechen, wenn von einem Feuer die Rede war. Es kommt wohl auch immer drauf an, wie sehr man sich auf die Geschichte einlässt, doch ich bin absolut baff, was die letzten Hörbücher in mir ausgelöst haben. Natürlich ist dies auch so, wenn man ein Buch selbst liest, doch das Hören von Hörbüchern hat mich in den letzten Wochen und Monaten absolut positiv überrascht. Manchmal hilft es sogar, wenn man Schwierigkeiten mit dem Schreibstil eines Buches hat, besser in die Geschichte hineinzufinden, wenn man auf das Hörbuch zurückgreift. In meinem Fall war das z. B. bei dem Buch Nevernight von Jay Kristoff der Fall.

 

Wann höre ich Hörbücher am liebsten?

1. Auf dem Weg zur Arbeit

Ich habe einen Arbeitsweg von 40 km, dies entspricht im Berufsverkehr ungefähr 40 Minuten, die ich sowohl morgens als auch abends in meinem Auto verbringe. Wenn es dann mal staut, was eigentlich täglich der Fall ist, verbringe ich meist noch mehr Zeit in meinem Auto. Die perfekte Gelegenheit, um ein Hörbuch zu hören. Es vertreibt nicht nur die Zeit, sondern verhindert auch, dass man sich über den stockenden Verkehr aufregt. Gerade abends nach der Arbeit hilft es sehr, runter zu kommen. Der Stress des Arbeitstages fällt praktisch von einem ab und das ist es, was mir persönlich unglaublich gut tut.

2. Beim Sport

Ich gehöre nicht zu den Musikliebhabern. Habe ich noch nie. Die einzige Zeit, in der ich wirklich zur Musik griff war meine Zeit im Fitness Studio. Auch hier verbringe ich meist 1-2 Stunden. Mit Hörbuch statt Musik trainiert es sich allerdings viel besser und vor allen Dingen um einiges länger, da man irgendwann einfach die Zeit vergisst. Während ich ansonsten immer einen Blick auf die Uhr warf und mir nur dachte „Boah ne, erst 15 Minuten gelaufen?“ schaue ich mit einem Hörbuch auf den Ohren kaum bis gar nicht mehr auf die Uhr und wenn, dann stelle ich erstaunt fest, dass schon über eine halbe Stunde bzw. vielleicht sogar mehr vergangen ist und freue mich, dass ich es tatsächlich so lange am Stück auf dem Laufband ausgehalten habe. Musik mag einen puschen, doch ein Hörbuch lenkt ab und fesselt einen so sehr, dass man alles um sich herum vergisst. Zumindest ist das bei mir so. Ich bin dann absolut gefangen in der Welt; in dieser Geschichte und lausche nur den Worten des Erzählers. Beim Sport höre ich seither nur noch Hörbücher und Hörspiele.

3. Im Bett

Natürlich nehme ich auch sehr häufig ein richtiges Buch mit ins Bett und schlage mir die halbe Nacht um die Ohren, besonders dann, wenn es gerade richtig spannend ist. Doch gerade dann, wenn man bereits so müde ist, dass einem während des Lesens die Augen zu fallen, machen sich Hörbücher und Hörspiele natürlich perfekt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich als Einschlafhilfe lieber Hörspiele höre, statt Hörbücher. Wenn ich müde bin, fällt es mir leichter, mich auf Hörspiele zu konzentrieren, da es mir eher wie ein Film erscheint, der im Hintergrund läuft, durch die vielen Hintergrundgeräusche und die verschiedenen Stimmen.

4. Während dem Hausputz

Mal ganz ehrlich, keiner von uns hat sicherlich Spaß daran, Stunden mit Aufräumen, Putzen und Staubwischen zu verbringen. Solche lästigen, aber leider notwendigen, Aufgaben lassen sich viel leichter erledigen mit einem guten Hörbuch auf den Ohren. Ebenso wie es auch beim Sport ist, lenkt es auch hier von der eigentlichen Arbeit ab und schwupp, im Handumdrehen ist das Bad geputzt oder der Korb Wäsche gebügelt. Die Zeit vergeht wie im Flug und auf einmal ist das Putzen gar nicht mehr so schlimm, sondern macht schon fast wieder Spaß.

5. Während man seine Kreativität auslebt

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber wer mir schon länger folgt weiß, dass ich mich hin und wieder auch mal ganz gerne kreativ betätige, sei es nun das Basteln von eigenen Funko Pops, nähen von Cosplay Kostümen und und und. Manchmal überkommt es mich einfach und gerade bei etwas umfangreicheren Aktionen, z. B. beim Nähen irgendwelcher Kostüme, höre ich auch grundsätzlich immer ein Hörbuch. Natürlich könnte man auch einfach den Fernseher laufen und sich von den Stimmen berieseln lassen, Problem ist nur, dass einem dann die Bilder zu bestimmten Dingen fehlen. Ein Hörbuch ist natürlich so ausgelegt, dass du keine Bilder brauchst, sondern du dir diese in deinen Gedanken selbst anhand der Worte schaffst. Es beflügelt auch irgendwie und regt die Kreativität an. Zumindest ist das bei mir so. Meine Lust, mich kreativ zu betätigen wird dann nur noch größer.

 

 

Meine Hörbuch-Empfehlungen für euch

 

Nevernight: Die Prüfung – Jay Kristoff

Hatte ich anfangs Probleme mit dem Buch, war es letztendlich das Hörbuch, das mich daran gehindert hat, zu schnell aufzugeben. Robert Frank liest die Geschichte mit einer Intensität, dass es mir Gänsehaut verursacht hat. Manchmal konnte ich kaum glauben, dass er die Geschichte tatsächlich alleine liest, so hervorragend ist er darin, seine Stimme zu verändern und den einzelnen Figuren anzupassen. Dies war tatsächlich eines der Hörbücher, bei denen ich plötzlich Rauch roch oder einen gestimmten Geschmack auf der Zunge hatte. Es kam mir so echt vor; es war absolut beeindruckend. Ich kann dieses Hörbuch daher wirklich jedem nur ans Herz legen, besonders denjenigen die Schwierigkeiten mit dem Buch haben. Das Hörbuch macht einem den Einstieg in die Geschichte einfach unglaublich leicht.

 

Die Chroniken des Magnus Bane – Cassandra Clare

Ehrlich gesagt waren es Cassandra Clare’s Kurzgeschichten, die mich erst aufs Hören von Hörbüchern gebracht haben. eBooks mag ich nämlich leider nach wie vor nicht so gerne, da kommt es mir gerade Recht, dass es Cassie’s Kurzgeschichtensammlungen, die ja immer nur häppchenweise Monat für Monat veröffentlicht werden, auch gleichzeitig als Hörbüchversion gibt. Was ich hier ganz besonders auch liebe ist die Tatsache, dass jede Kurzgeschichte von jemand anderem gesprochen wird, meist sogar von berühmten Schauspielerin oder ähnlichen sogenannten Celebrities. Zum Beispiel spricht Jesse Williams eine der Geschichten, der bekannt ist aus Grey’s Anatomy und den ich persönlich echt mega toll finde haha. Oder auch Andrew Scott, der den Moriarty in der BBC Erfolgsserie Sherlock spielt. Dies gilt natürlich auch für die Kurzgeschichtensammlungen Legenden der Schattenjäger Akademie, in denen es hauptsächlich um Simon Lewis geht, und für die Kurzgeschichtensammlung Ghosts of the Shadow Market, von der aktuell monatlich immer eine neue Kurzgeschichte erscheint. Die erste Ghosts of the Shadow Market Kurzgeschichte, Son of the Dawn, habe ich bereits gehört und rezensiert. Hier gelangt ihr direkt zu meiner Rezension.

 

John Sinclair Hörspiele

Ganz besonders mag ich auch die Hörspiele um den Geisterjäger John Sinclair. Vor vielen vielen Jahren, noch während der Schulzeit, hatte mir ein guter Freund eines der Hörspiele auf CD geschenkt. Hauptgrund hierfür war, weil der deutsche Synchronsprecher von Brad Pitt (von dem ich ein riesiger Fan bin) ebenfalls einen Part gesprochen hat. Allerdings war ich so fasziniert von diesem großartigen Hörspiel, dass ich mit der Zeit immer mehrere davon gehört habe. Ich liebe sie einfach und gerade auch denjenigen, die Geister- und Gruselgeschichten mögen, kann ich diese Hörbücher nur empfehlen.

 

Weitere tolle Hörbuch-Empfehlungen findet ihr z. B. auch bei Masha Sedgwick, der bekannten Fashion- und Lifestylebloggerin. Auch auf dem Blog Passion 4 Books gibt es ein paar tolle Hörbuchempfehlungen!

Wo höre ich Hörbücher?

Was Hörbücher angeht ist meine erste Anlaufstelle audible.de. Schon seit Jahren höre ich damit mein Hörbücher, finde immer wieder tolle Angebote, mache hin und wieder sogar Schnäppchen und finde die Handhabung der App auch unglaublich einfach. Die App bietet eine Kapitelauswahl an, Schlafmodus, Lesezeichen und vieles mehr. Außerdem kann man sowohl online, als auch offline ganz ohne Internetverbindung hören, wenn z. B. mal wieder das Internetvolumen auf dem Handy aufgebraucht ist oder aber man sich in der U-Bahn oder im Flugzeug befindet. Man kann über Audible nicht nur mit dem Smartphone hören, sondern auch mit dem Tablet und dem PC. Es gibt eine immense Auswahl an Hörbüchern, Hörspielen und Podcasts und wer sich noch nicht so ganz sicher ist, ob Audible sich für einen selbst lohnt, hat man die Möglichkeit, Audible 30 Tage lang zu testen.

 

Wie sieht das bei euch aus? Mögt ihr Hörbücher? Wenn ja, habt ihr irgendwelche Empfehlungen für mich?


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